Kains Opfer

ungekürzte Lesung

Rabbi-Klein-Krimis 1

(5)
Als ein Mitglied seiner Gemeinde ermordet wird, ist Rabbi Klein bestürzt. Dann bittet ihn die Polizei um Übersetzung einiger hebräischer Emails des Toten. Dabei sollte er es bewenden lassen. Aber die Ungewissheit über den Täter, die Frage nach Schuld und Motiven und die Verantwortung für seine Gemeinde lassen den Rabbi nicht ruhen - heimlich beginnt er zu ermitteln.
Portrait
Alfred Bodenheimer, 1965 in Basel geboren, Studium der Germanistik und Geschichte an der Uni Basel (Abschluss Promotion 1993), Postdoktorand an der Hebrew University Jerusalem, Gastdozentur an der Bar-Ilan University bei Tel Aviv (1995 - 1997). Seit 1997 Lehr- und Forschungsbeauftragter für Judaistik an der Universität Luzern.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-CD
Sprecher Thomas Sarbacher
Erscheinungsdatum 10.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783952467800
Verlag Hörkultur Medien AG
Spieldauer 374 Minuten
Hörbuch (MP3-CD)
21,95
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„Opfer oder Mörder“

Ulrike Hildebrandt, Thalia-Buchhandlung Essen

Rabbi Klein hilft der Polizei bei der Übersetzung einer hebräischen Mail und stellt eigene Nachforschungen an. Sein Gewissen beruhigt er indem er es als biblische Aufgabe versteht, Dinge in der Gemeinde zu richten.
Einmal an der Fassade gekratzt, kommen Dinge ans Tageslicht die die Grenze zwischen Gut und Böse vollständig auflösen.
Rabbi Klein hilft der Polizei bei der Übersetzung einer hebräischen Mail und stellt eigene Nachforschungen an. Sein Gewissen beruhigt er indem er es als biblische Aufgabe versteht, Dinge in der Gemeinde zu richten.
Einmal an der Fassade gekratzt, kommen Dinge ans Tageslicht die die Grenze zwischen Gut und Böse vollständig auflösen.

Kundenbewertungen

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Mehr als ein Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus obergösgen am 20.12.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Spannend und lesenswert - vor allem gegen Ende, wenn dem Rabbi alles entgleitet, wird es "bibelnah", weil nicht alles aufgeht, vieles hätte anders herauskommen können, manches mehrdeutig wird. Wie Hiob, wie Kain, wird auch Rabbi Klein nicht einfach gut oder schlecht... Wie würden unsere, wie seine, Geschichte in der... Spannend und lesenswert - vor allem gegen Ende, wenn dem Rabbi alles entgleitet, wird es "bibelnah", weil nicht alles aufgeht, vieles hätte anders herauskommen können, manches mehrdeutig wird. Wie Hiob, wie Kain, wird auch Rabbi Klein nicht einfach gut oder schlecht... Wie würden unsere, wie seine, Geschichte in der Tora weitergeschrieben?

Würdiger Nachfolger
von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Rabbi Klein aus Zürich kann getrost als würdiger Nachfolger von Rabbi Kemelmann in die jüdische Krimiliterarur eingehen. So wie einstmals sein weiser Kollege aus dem fernen New York, löst auch Klein den vorliegenden Fall mit Hilfe der Thora. Zwar nicht ausschließlich, denn ein gutes Scherflein dazu trägt auch seine... Rabbi Klein aus Zürich kann getrost als würdiger Nachfolger von Rabbi Kemelmann in die jüdische Krimiliterarur eingehen. So wie einstmals sein weiser Kollege aus dem fernen New York, löst auch Klein den vorliegenden Fall mit Hilfe der Thora. Zwar nicht ausschließlich, denn ein gutes Scherflein dazu trägt auch seine Frau, und Kriminalkommissarin Bänziger bei. Die wiederum hauptsächlich an des Rabbis Engagement Schuld trägt, weil sie ihn um die Übersetzung einiger hebräischer Briefe bittet, welche bei einem mysteriösen Todesfall in der kleinen jüdischen Gemeinde auftauchen. Tja, und dann ist er mitten drin in den Ermittlungen, denn er möchte seine Gemeinde beschützend und vor Ungemach behüten.

Filigraner „Fall“ in jüdischer Gemeinde
von Michael Lehmann-Pape am 19.08.2014
Bewertet: gebundene Ausgabe

Von Beginn an zieht zunächst die elegante, klare, Bilder und Emotionen bestens transportierende Sprache Bodenheimers in angenehmster Weise den Leser mitten hinein in diesen Kriminalfall. Und zudem in das ganz alltägliche „Rabbinatsleben“ und damit in das Leben der liberalen jüdischen Gemeinde in Zürich, deren Rabbi Gabriel Klein seit Jahren... Von Beginn an zieht zunächst die elegante, klare, Bilder und Emotionen bestens transportierende Sprache Bodenheimers in angenehmster Weise den Leser mitten hinein in diesen Kriminalfall. Und zudem in das ganz alltägliche „Rabbinatsleben“ und damit in das Leben der liberalen jüdischen Gemeinde in Zürich, deren Rabbi Gabriel Klein seit Jahren ist. Ganz abseits vielleicht noch gängiger Vorurteile gegen einen „staub-trockenen“ Stil von Professoren, bietet Bodenheim einen sehr lebendigen Erzählfluss, während dessen er immer wieder auf sehr natürliche (und nicht belehrende) Weise so manche Besonderheiten der jüdischen Weltsicht (und ihrer Unterschiede untereinander) plastisch vor Augen führt. Selbst vor verzwickteren Fragen der talmudischen Textauslegung schreckt Bodenheim dabei nicht zurück und zeigt auch an diesen Stelle sein großes Talent, in verständlichen Worten den Leser mit hinein zu nehmen in solche Fragen. Ohne dabei den Leser zu verwirren, noch entscheidende Fragen (Kain und Abel, Opfer, ein mögliches, ganz neues Verständnis vom Wort „schlichter Mann“ in Bezug auf Hiob und einiges mehr) in ihrer Tiefendimension zu verwässern. Hier setzt bereits die Eingangsfrage, warum die Bibel in innerem ersten Wort mit dem „zweiten“ Buchstaben des hebräischen Alphabets beginnt statt, wie eigentlich zu erwarten wäre, mit dem ersten Buchstaben dieses Aplphabets, den Beginn einer gut lesbaren, anregenden und informativen Lektüre, die sich um den Tod eines Lehrers einer liberalen jüdischen Schule in Zürich dreht. Letztlich wird der gesamte Fall von Totschlag, der Rabbi Kleins Eingreifen erst auslöst, mehr und mehr mit der jüdischen Lebensweise und in bestimmten Gruppen geltenden Werten viel zu tun haben. „Herr Rabbiner, sie stellen immer die eine Frage zu viel“, maßregelt die ermittelnde Kommissarin an einer Stelle den recherchierenden Klein. Doch er kann nicht anders. Sein Pflichtgefühl, sein langsames Erkennen, was mit diesem Tod des Lehrers alles im Hintergrund mitschwingen könnte, lassen ihm keine Ruhe. Ein Fall, der ihn vor entscheidende Gewissensfragen mit führen wird und in dem, außer seiner geliebten Frau, wenig andere ihn zu unterstützen vermögen. Doch hartnäckig ist er, der Rabbi. Liberal und „modern“, was Bodenheim am Vergleich mit einer orthodoxen jüdischen Haltung in Israel aufweist, um an dieser Stelle zugleich dem Leser einen fast spielerischen Überblick über die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der jüdischen Tradition und des jüdischen Lebens in Europa und Israel mit auf den Weg zu geben. In Verbindung mit den immer dramatischer sich entpuppenden Umständen des Todesfalles ergibt sich so eine sehr informative, hervorragend konzipierte, fundierte und dabei noch überaus unterhaltsame Lektüre, die (eher ungewollt) zu einer Zeit den Weg auf den Markt findet, in der eine Hinwendung und ein tieferes Verständnis des „modernen jüdischen Lebens“ angesichts all der „alten Parolen“ wichtig ist. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre