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Kaltland

Unter Syrern und Deutschen

(3)
Jasna Zajcek will wissen, welche Menschen aus Syrien nach Deutschland kommen, wie der Krieg sie geprägt hat, worauf sie hoffen, was sie antreibt. Sie unterrichtet als Deutsch-Lehrerin in Sachsen Flüchtlinge, recherchiert in Berlin und im Westen unter Pegida-Anhängern, „Gutmenschen“ und Sozialarbeitern. Rechtspopulismus, Not der Zuwanderung oder Integration sind die Fragen, denen Zajceks Reportage auf den Grund geht. Mit harter Radiernadel zeichnet sie das Bild eines kalten Landes.
Kaltland, denn das Geschäft mit den Flüchtlingen ist wichtiger als ein menschliches Willkommen. Kaltland, denn Angst und Ressentiments greifen auch unter liberalen Städtern um sich. Kaltland, denn viele Flüchtlinge sind schlecht ausgebildet, verbinden hohe Erwartungen mit geringer Lernbereitschaft, finden die Demokratie dubios und den CSD widerlich.
Kaltland ist das Deutschland der Gegenwart. Diese Sozial-Reportage ist ein Blick in den Spiegel und ein nüchterner Fingerzeig für die Politik, wenn sie „das“ wirklich schaffen will und Integration gelingen soll.
Portrait
Jasna Zajcek, 1973 geboren, Studium der Islamwissenschaften, schreibt für taz, Spiegel online, FAS, VICE, Le Monde Diplomatique u. a. 2005 erhielt Zajcek den „CNN Journalist Award“ für eine Undercover-Recherche in einem Ausbildungslager der US-Armee.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.02.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783426442777
Verlag Droemer eBook
Dateigröße 688 KB
eBook
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„Viel Stoff zum Nachdenken“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ich bin durch einen Radiobeitrag auf dieses Buch aufmerksam geworden und da es sich überwiegend mit der Flüchtlingssituation in Sachsen beschäftigt, ist es ja quasi Pflichtlektüre.
Mich beschäftigt dieses Buch ganz schön, zumal ich mich als Sachse natürlich auch angesprochen, manchmal auch angegriffen fühle, was vielleicht gar nicht so beabsichtigt ist.
Jasna Zajcek erzählt sehr persönlich, verbunden mit diversen Statistiken, was das Buch sehr leicht lesen lässt.
Sie schönt nichts, verheimlicht nicht das Befremden, das das Zusammenprallen der Kulturen logischerweise auch auslöst.
Ich könnte ewig weitererzählen, aber es ist besser, das Buch selbst zu lesen. Man setzt sich nochmal sehr intensiv mit der Flüchtlingsfrage, mit Pegida, mit dem eigenen Verhalten auseinander - denkt viel darüber nach.
Und wenn das ein Buch schafft, ist es doch auf jeden Fall gelungen.
Ich bin durch einen Radiobeitrag auf dieses Buch aufmerksam geworden und da es sich überwiegend mit der Flüchtlingssituation in Sachsen beschäftigt, ist es ja quasi Pflichtlektüre.
Mich beschäftigt dieses Buch ganz schön, zumal ich mich als Sachse natürlich auch angesprochen, manchmal auch angegriffen fühle, was vielleicht gar nicht so beabsichtigt ist.
Jasna Zajcek erzählt sehr persönlich, verbunden mit diversen Statistiken, was das Buch sehr leicht lesen lässt.
Sie schönt nichts, verheimlicht nicht das Befremden, das das Zusammenprallen der Kulturen logischerweise auch auslöst.
Ich könnte ewig weitererzählen, aber es ist besser, das Buch selbst zu lesen. Man setzt sich nochmal sehr intensiv mit der Flüchtlingsfrage, mit Pegida, mit dem eigenen Verhalten auseinander - denkt viel darüber nach.
Und wenn das ein Buch schafft, ist es doch auf jeden Fall gelungen.

Kundenbewertungen

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KALTLAND: UNTER DEUTSCHEN UND SYRERN - Ein spannendes Zeitbild fernab jeglicher Schwarz-Weiß-Malerei
von j.h. aus Berlin am 06.03.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Durch die Ankunft ihres syrischen Kollegen und Freundes Yaha in Berlin wurde die studierte Islamwissenschaftlerin und Journalistin Jasna Zajcek (*1973) bereits im April 2015 ganz persönlich mit der Flüchtlingsproblematik konfrontiert, die ihr auch wegen langjähriger Tätigkeit im Vorkriegs-Syrien persönlich nahegeht. Nach ehrenamtlichem Engagement in der Berliner Flüchtlingshilfe wollte sie... Durch die Ankunft ihres syrischen Kollegen und Freundes Yaha in Berlin wurde die studierte Islamwissenschaftlerin und Journalistin Jasna Zajcek (*1973) bereits im April 2015 ganz persönlich mit der Flüchtlingsproblematik konfrontiert, die ihr auch wegen langjähriger Tätigkeit im Vorkriegs-Syrien persönlich nahegeht. Nach ehrenamtlichem Engagement in der Berliner Flüchtlingshilfe wollte sie genauer wissen, welche Menschen aus Syrien nach Deutschland kommen, wie sie der Krieg geprägt hat und welche Hoffnungen für ihr neues Leben sie bewegen. Ebenso wollte Jasna Zajcek mehr über die Bedingungen vor Ort erfahren, auf die die Schutzsuchenden treffen. Was lag also näher als ein Aufenthalt in jenem Teil der Republik, den Bundespräsident Gauck seinerzeit sehr undifferenziert als "Dunkeldeutschland" bezeichnete? So begann Jasna Zajcek im Januar 2016 eine befristete Tätigkeit als Sprachlehrerin in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Tipschitz, einem Dorf nahe Bautzen im tiefsten Osten Sachsens. Ein stillgelegtes Hotel namens "Haus am Wald" in einem nicht eben prosperierenden Industriegebiet wurde zu diesem Zwecke reaktiviert. Angst und Ressentiments der Einwohner sind ebenso spürbar wie die Enttäuschung der Flüchtlinge über die fernab der von geschäftstüchtigen Schleppern versprochenen Großstadtumgebung liegende trostlose Region. "Wusste die Kanzlerin bei ihrer Feststellung, dass "wir das schaffen" überhaupt, was da mit wem zu schaffen sei?" (S. 139) Entsprechend gering ist dann auch das Interesse an den Deutschkursen, die allenfalls nach 10.30 Uhr und dann auch nur sporadisch besucht werden. "Zumindest ist deutlich zu merken, dass diese vier von neunundsechzig eingetragenen Kursteilnehmern Interesse daran haben, zu verstehen, wie es hier in Deutschland läuft und ihr Leben so bald wie möglich selbständig in die Hand nehmen wollen. ... Wie traurig nur, dass der Rest anscheinend schon zu viel Gutes über unser Sozialsystem weiß und sich nicht durch das kostenlose Unterrichtsangebot angesprochen fühlt." (S. 141) Auch sind die Flüchtlinge (obwohl der Titel vor allem die Syrer benennt) in keiner Weise homogen: Iraker oder Afghanen sind ebenso gegensätzlich wie die wenigen Christen unter den Moslems. "Die meisten der syrischen Schüler sehen die Afghanen und Nordafrikaner als illegale Migranten und beharren darauf, die Guten zu sein. Im Gegensatz zu den anderen sehen sie sich im Recht, alles, was der deutsche Staat ihnen zugestehen wolle, vielleicht auch mehr, zu fordern. Zudem scheinen sie sich der Gefahren durch den unkontrollierten Flüchtlingsstrom genauso bewusst wie die überkritischen und nahezu panisch-xenophoben Sachsen zu sein - immerhin deutlich bewusster als die oft naiv wirkenden Berliner der zahllosen Flüchtlings-Hilfe-Initiativen." (S. 149) Und wie soll die Integration in eine so völlig andere Kultur eigentlich funktionieren: "... frage ich mich, wie sie sich hier tatsächlich fühlen, in einem Land, in dem vieles, was ihnen verboten ist, als Kulturgut betrachtet wird. Dazu kommt die Tatsache, dass wir in ihren Augen permanent verbotene Dinge zu uns nehmen und dementsprechend unrein und ungläubig sein müssen." (S. 208) Sichtbar wird, dass einige in der Flüchtlingshilfe fernab menschlicher Regungen vor allem ein gutes Geschäft sehen, denn die von staatlicher Seite bereit gestellten Gelder fließen ungeachtet dessen, welche Leistungen in den Aufnahmeeinrichtungen tatsächlich erbracht werden. Ebenso haben einige Flüchtlinge - entsprechende Meldungen häuften sich 2017 - die Mehrfachregistrierung unter falschem Namen als Geschäftsmodell erkannt. Neben ihrer Tätigkeit als Sprachlehrerin besuchte Jasna Zajcek, im schon damals eher multikulturellen Schmelztiegel Westberlin aufgewachsen, auch zahlreiche Veranstaltungen mit Bürgern der Region, deren Mentalität sie auch erst verstehen musste und berichtet darüber sehr sachlich. KALTLAND, erschienen bei DROEMER, vermeidet jegliche Schwarz-Weiß-Malerei auf beiden Seiten und ist ein - gerade auch für Politiker aller Couleur - lesenswertes Plädoyer für einen respektvollen Umgang miteinander.