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Kinder der Hoffnung

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Toulouse in den 40er Jahren. Die Nazis haben Frankreich besetzt. Die jüdischen Brüder Raymond und Claude verlieren ihre Eltern, bleiben allein zurück und schließen sich der Résistance an. In einer Mischung aus Abenteuerlust, Patriotismus und dem schieren Überlebensinstinkt ringen sie mit ihrem Schicksal, von dem Raymond viele Jahre später seinem Sohn erzählt.

Portrait
Marc Levy, geb. 1961 in Frankreich, lebte nach seinem Informatik- und Betriebswirtschaftsstudium an der Universität in Paris hat er in San Francisco gelebt. 1990 eröffnete er mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Mit siebenunddreißig Jahren schrieb er für seinen Sohn seinen ersten Roman. Seine Romane sind in zweiundvierzig Sprachen übersetzt und internationale Bestseller. Marc Levy lebt zur Zeit mit seiner Familie in New York.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 176
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 18.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95798-302-2
Verlag Panini
Maße (L/B/H) 246/176/22 mm
Gewicht 685
Originaltitel Les enfants de la liberté
Abbildungen farbige Abbildungen
Illustratoren Alain Grand, Dominique Osuch
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Für die Freiheit
von breedstorm am 13.06.2015

Kinder der Hoffnung Es kommt relativ oft vor, daß erfolgreiche Bücher als Comics adaptiert werden. Doch Marc Levys Buch ist nicht einfach nur Fiktion, sondern schildert die Erlebnisse seines Vaters Raymond Levy in der Resistance des von besetzten Frankreichs Mitte der 40er Jahre. Zusammen mit dem Zeichner Alain Grand entstand... Kinder der Hoffnung Es kommt relativ oft vor, daß erfolgreiche Bücher als Comics adaptiert werden. Doch Marc Levys Buch ist nicht einfach nur Fiktion, sondern schildert die Erlebnisse seines Vaters Raymond Levy in der Resistance des von besetzten Frankreichs Mitte der 40er Jahre. Zusammen mit dem Zeichner Alain Grand entstand eine spannende Dokumentation des Lebens der Levy Brüder in der Resistance. In der Schule und in den Medien ist stets entweder die deutsche oder alternativ die amerikanische Sicht auf den Krieg im Fokus, egal ob in der Dokumentation oder in Spielfilmen. Gerade bei US-Filmen entsteht dann leicht der Eindruck, die Amerikaner hätten den Krieg im Alleingang gewonnen. Die Resistance wird meist nur am Rande erwähnt, und wenn dann als rein französische Geschichte. „Kinder der Hoffnung“ bringt hier einiges an Zusatzinformationen. Raymond Levy schließt sich der 35. Brigade an, einer Resistancegruppe, die aus vielen Ausländern bestehen. Juden, Polen, vor Franco geflohene Exilspanier… sie alle haben sich versammelt, um gegen die deutschen Besatzer vorzugehen. Die Franzosen waren von dem schnellen Siegen der Wehrmacht vollkommen überrumpelt worden, und schnell machte sich in der französischen Armee Resignation breit. Mit dem Waffenstillstand vom 22.Juni 1944 wurde das Land geteilt. Es gab fortan einen nördlichen Teil, der auch die Atlantikküste umfaßte, und einen südlichen Teil, in dem das Vichy-Regime unter Petain, stark vom Deutschen Reich beeinflußt, regierte. So geteilt wie das Land war auch die Meinung des französischen Volkes, welches die Besatzer teils verachtete, teils mit ihnen kollaborierte. Es bildete sich auch eine uniformierte französische Miliz, welche mit SA-Methoden gegen die eigene Bevölkerung vorging. Mit deren Hilfe wurden unzählige Juden deportiert. Und auch bei der Landung der ersten Alliierten in Nordafrika waren zahlreiche Franzosen dabei, um zusammen mit der Wehrmacht zu kämpfen. Die 35. Brigade hat sich Attentate und Sabotage zur Aufgabe gemacht. Aus dem Hinterhalt werden Soldaten erschossen, Granaten ein Restaurants geworfen, und Infrastruktur wie Brücken oder Bahnschienen gesprengt. Dabei muß das internationale Team ständig auf der Hut vor Verrätern sein, und auch Waffen und Sprengstoff sind nur schwer aufzutreiben. Beziehungen unter den Kämpferinnen und Kämpfern sind nicht erlaubt, aber wie immer findet natürlich die Liebe einen Weg. Aber natürlich kann nicht alles glatt gehen, und so wird der Leser auch Zeuge von Verhören, Inhaftierungen und Deportation. Fazit: „Kinder der Hoffnung“ ist ein bemerkenswerter, teilweise erschütternder historischer Comic. Sicher, die Handlung weißt einige Lücken auf, aber man darf nicht vergessen, daß die Geschichte von dem Vater von Marc Levys direkt weitergegeben wurden, und eben kein Hollywood-Blockbuster ist, sondern sein aufopferndes Leben für die Freiheit. Dabei nimmt der Autor kein Blatt vor dem Mund, und beschreibt etwa, wie Kollaborateure in Justiz, Polizei oder Justizvollzug nach dem Krieg sogar noch befördert wurden, und Karriere machten. Außerdem beschreibt er die französische Taktik, in der Geschichtsschreibung die Befreiung als „französische Sache“ aussehen zu lassen, und ausländische Restistancekämpfer, z.B. spanische Republikaner und Kommunisten, gern mal zu übersehen, nachdem jene jahrelang ihr Leben riskiert hatten. Auch optisch gibt es nichts zu meckern, Alain Grand, von dem z.B. auch „Tod eines Zeichner“ in deutscher Sprache vorliegt, hat sich sehr viel Mühe mit Kleidung, Fahrzeugen und Architektur der 40er Jahre gegeben, um ein authentisches Bild zu geben. Dieser Comic über eine Adoleszenz in Kriegszeiten ist ein würdiges Mahnmal für die Kämpfer der 35. Brigade aus Toulouse und alle, die im Kampf für die Freiheit alles geben.

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