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Kindermund

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Kindermund ist Pola Kinskis Autobiografie ihrer Kindheit und Jugend. Sie erzählt, wie es war, die Tochter des Enfant terrible des deutschen Films zu sein, und sie rechnet ab, so unsentimental wie schonungslos: mit einem, für den es als selbstverständlich galt, sich über alle Grenzen hinwegzusetzen, und der es skrupellos in Kauf nahm, das Leben des eigenen Kindes zu zerstören.
Rezension
»In starken Bildern lässt Kinski die Gedanken- und Gefühlswelt eines Kindes entstehen, das sich mal als hübsche Staffage, mal als Fremde in der eigenen Farnilie fühlt. Und noch etwas gelingt ihr: Die Widersprüchlichkeit darzustellen, die die Gefühlswelt eines Missbrauchsopfers beherrschen kann.«
Claire Horst, Jungle World Online 24.01.2013
Portrait
Pola Kinski wurde als erstes Kind des Schauspielers Klaus Kinski in Berlin geboren.
Schon als kleines Mädchen tritt sie im Theater auf und übernimmt Rollen in Fernsehproduktionen;
später besucht sie die Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München und hat Engagements
in Theater und Film. Pola Kinski lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 272, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.01.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783458730774
Verlag Insel Verlag
Verkaufsrang 33.016
eBook
8,99
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„Schonungslos“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Nach der letzten Seite dieser Biografie mußte ich erst einmal tief durchatmen. Schonungslos rechnet Pola Kinski mit ihren Eltern ab, insbesondere mit ihrem Vater. Liebe, Zuwendung und Vertrauen - Fremdworte in ihrer Kindheit und Jugend. Die beruflichen Erfolge des Vaters, seine Unberechenbarkeit und Launenhaftigkeit. Dies alles erlebte Nach der letzten Seite dieser Biografie mußte ich erst einmal tief durchatmen. Schonungslos rechnet Pola Kinski mit ihren Eltern ab, insbesondere mit ihrem Vater. Liebe, Zuwendung und Vertrauen - Fremdworte in ihrer Kindheit und Jugend. Die beruflichen Erfolge des Vaters, seine Unberechenbarkeit und Launenhaftigkeit. Dies alles erlebte sie hautnah und spürbar für den Rest ihres Lebens. Ich bewundere den Mut dieser inzwischen sechzigjährigen Frau sich so offen mit dem Trauma ihrer Kindheit auseinanderzusetzen.

„Grausam“

K. Junkert, Thalia-Buchhandlung Köthen (Anhalt)

Dieses Buch hat mich entsetzt. Wie kann man seinem Kind so etwas antun. Wie krank muss dieser Mensch gewesen sein. Wie schlimm muss es für Pola gewesen sein dies zu ertragen. Von der Mutter unbeachtet und vom Vater missbraucht.
Ein Buch für starke Nerven.
Dieses Buch hat mich entsetzt. Wie kann man seinem Kind so etwas antun. Wie krank muss dieser Mensch gewesen sein. Wie schlimm muss es für Pola gewesen sein dies zu ertragen. Von der Mutter unbeachtet und vom Vater missbraucht.
Ein Buch für starke Nerven.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Das Leben eines Kindes....
von Marion Olßon aus Reutlingen am 31.03.2013

Pola Kinski rechnet in ihrer Biographie schonungslos ab. Mit ihrem Vater aber auch mit ihrer Mutter. Es ist ein erschütterndes aber auch faszinierendes Werk, das in den Bann zieht und nachhallt. Was für ein Leben!?!Mit sechzig Jahren, endlich einmal alles erzählen und niederschreiben!? Wie egoistisch können Eltern sein und... Pola Kinski rechnet in ihrer Biographie schonungslos ab. Mit ihrem Vater aber auch mit ihrer Mutter. Es ist ein erschütterndes aber auch faszinierendes Werk, das in den Bann zieht und nachhallt. Was für ein Leben!?!Mit sechzig Jahren, endlich einmal alles erzählen und niederschreiben!? Wie egoistisch können Eltern sein und wie schnell zerstören die Träume der Eltern ein Kinderleben? Erschütternd wird berichtet, wie einsam und erniedrigend das Leben des Mädchens war, dass im Schatten des extrovertierten Vaters Klaus Kinski gestanden hat. Unglaublich tiefgehend und mutig !

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Berührend, aber viele offene Fragen bleiben zurück
von Critica am 14.02.2013

Pola Kinski rechnet in diesem Buch mit ihrem berühmten und gleichzeitig berüchtigten Vater ab. Es hat mich wieder einmal zutiefst verstört, auf welche Weise Eltern ihren Kindern ihr Leben "wegnehmen". Ich verurteile aber nicht nur den Vater, sondern auch die Mutter. Sie hat immer geahnt, was Klaus Kinski ihrer... Pola Kinski rechnet in diesem Buch mit ihrem berühmten und gleichzeitig berüchtigten Vater ab. Es hat mich wieder einmal zutiefst verstört, auf welche Weise Eltern ihren Kindern ihr Leben "wegnehmen". Ich verurteile aber nicht nur den Vater, sondern auch die Mutter. Sie hat immer geahnt, was Klaus Kinski ihrer gemeinsamen Tochter angetan hat. Ich fand dieses Buch nicht schlecht. Auf mich hat es aber so gewirkt, als wäre es, einem Schulaufsatz gleich, in kurzer Zeit getippt worden. Es ist irgendwie "unvollständig" und es herrscht zeitweise großes "Wirrwarr". Z. B. als sie erzählt, wie sie mit ihrem Freund in der ersten gemeinsamen Wohnung lebt. Dann ist es aus zwischen den beiden. Man wartet vergeblich auf eine Erklärung, warum, und plötzlich, als sie mit den Südamerikanern unterwegs ist, taucht er wieder in der Geschichte auf. Obwohl mir das Buch gefallen und mich tief berührt hat, vergebe ich wegen vieler offener Fragen nur 3 Sterne.

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Machtspiele
von Andrea Hübner aus Fahrenzhausen am 24.08.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Mein Umriss: Pola Kinski erzählt ihr Leben als Tochter eines von der Öffentlichkeit als Genie gesehenen Vaters. Sie wächst wohlbehütet bei ihrer Mutter und deren Vater in München auf. Zu ihrem Vater Klaus Kinski hatte sie lange Zeit fast nur telefonischen und brieflichen Kontakt. Stand er dann doch mal... Mein Umriss: Pola Kinski erzählt ihr Leben als Tochter eines von der Öffentlichkeit als Genie gesehenen Vaters. Sie wächst wohlbehütet bei ihrer Mutter und deren Vater in München auf. Zu ihrem Vater Klaus Kinski hatte sie lange Zeit fast nur telefonischen und brieflichen Kontakt. Stand er dann doch mal überraschend vor der Tür, so mußte die Mutter ihm ihre Tochter überlassen. Pola wurde jedes Mal von ihrem Vater neu eingekleidet und mit Spielsachen überhäuft. Bis sie fünf wurde und er sich das erste Mal sexuell an ihr verging. Aufgrund seiner Aussage, dass das niemand wissen dürfe, weil er sonst ins Gefängnis käme, fühlte sich die Fünfjährige so unter Druck gesetzt, dass sie niemandem gegenüber ein Wort über den Vorfall erwähnte. Von diesem Zeitpunkt an war Kinskis Hemmschwelle seinem Kind gegenüber überschritten und er nahm sich immer öfter, wonach ihm gerade war. Dass Pola weiterhin niemanden davon erzählte, ließ er sich einiges an Geschenken und großen Geldbeträgen kosten. Immer öfter holte er das Kind zu sich. Obwohl er inzwischen zum zweiten mal verheiratet war und eine weitere Tochter hatte, ließ er nicht von Pola ab. Auch seine dritte Frau konnte den Missbrauch an der Erstgeborenen nicht verhindern. Pola litt psychisch wie körperlich, bis der unweigerliche Zusammenbruch nach 14 Jahren folgte. Erst da öffnete sie sich dem zweiten Mann ihrer Mutter gegenüber…. Mein Eindruck: Pola Kinski schreibt ungeschönt über ihre Kindheit, die von Ablehnung seitens der Mutter und Missbrauch durch den Vater geprägt war. Auch zeigt sie, dass sie die sexuelle Abhängigkeit und Gier ihres Vaters sehr schnell für ihre Zwecke zu nutzen wusste. Dass sie sich damit auf Dauer schadete, sah sie in so jungen Jahren noch nicht. Sie wollte ihr Leben geniessen und das konnte sie mit Hilfe des Geldes ihres Vaters. Sie zeigt die Ablehnung ihrer Mutter an traurigen Beispielen. Dass sie zum Beispiel nicht am Esstisch mitessen durfte, sondern an einem über dem Abfalleimer befestigten Brett ihre Mahlzeiten einnehmen mußte. Dass der kleine Bruder bei Mutter und Stiefvater an erster Stelle stand und dass sie nie ein offenes Ohr für ihre Sorgen bekam. Sie zeigt auch, wie leicht sie ihren Vater um den Finger wickeln konnte, wenn sie wieder Geld brauchte. Sie wusste, was er als Gegenleistung von ihr erwartete, dies jedoch verdrängte sie dann in den Hintergrund. Es war ihr Weg des geringsten Widerstandes. Zu Anfang des Buches hat man den Eindruck einen unbeholfenen Schulaufsatz zu lesen. Pola Kinski schreibt in kurzen, teilweise abgehackten Sätzen. Je weiter sie jedoch in der Erzählung über ihr Leben voran kommt, umso feiner arbeitete sie ihre Schreibweise aus. Da sich die Ereignisse ihres Lebens teilweise überschlugen, sind ab dem zweiten Drittel die kurzen Seiten eher angenehm zu lesen. Sie bedient sich einer eher einfachen Art über ihr Schicksal zu erzählen. Trotz des schlimmen an ihr begangenen Verbrechens zeigt sie erst zum Ende des Buches hin, dass sie ihren Vater für das was er ihr antat, hasst. Wie alle Missbrauchsopfer ist sie immer auf der Suche nach der Schuld bei sich.

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