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Konzert ohne Dichter

Ungekürzte Lesung. Ausgezeichnet mit dem Rheingau Literatur Preis 2015

Die Chronique scandaleuse Worpswedes: Rilke und Vogeler, ihr Werk und die Frauen – ein epochales Gemälde.
Heinrich Vogeler ist auf der Höhe seines Erfolgs. Im Juni 1905 wird ihm die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Doch sein eben fertiggestelltes Bild "Das Konzert oder Sommerabend auf dem Barkenhoff", das in der Öffentlichkeit als Meisterwerk gefeiert wird, ist für Vogeler das Resultat eines doppelten Scheiterns: als Künstler und seiner Freundschaft zu Rainer Maria Rilke. Der literarische Stern am Himmel der Worpsweder Künstlerkolonie und sein 'Seelenverwandter' Vogeler haben sich entfremdet – und das Bild bringt das zum Ausdruck: Rilkes Platz zwischen den Frauen, die er liebt, bleibt demonstrativ leer. Was die beiden zueinander führte und später trennte, welchen Anteil die Frauen daran hatten, die Kunst, das Geld und die Politik, davon erzählt Klaus Modick auf kunstvolle Weise.
Rezension
Volker Scheufens, Literatur-Experte von Thalia:
Liebe, Freundschaft, Leidenschaft, das Leben und die Kunst und das schwierige Leben von der Kunst - das sind die großen Themen, um die "Konzert ohne Dichter" kreist. Der Maler Heinrich Vogeler, einer der "Gründer" der Künstlerkolonie Worpswede und Barkenhoff-Besitzer (der Hotspot in Worpswede damals), hadert mit dem großen Gemälde "Das Konzert", für das er in Oldenburg die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft bekommt. Für ihn ist das gefeierte Bild ein Armutszeugnis, leblos und erstarrt ... und er hadert mit seinem Selbstverständnis als Künstler, mit dem "lukrativen Mummenschanz" ländlicher Künstlerkolonien, dem Mäzen Roselius und mit seinem Barkenhoff-Gast Rainer Maria Rilke, der ihm zu "marmorkalt" und verstiegen ist. Rilke hingegen versucht, von seiner Amour fou zur Literatin Lou Andreas-Salomé loszukommen und kämpft mit massiven Geldsorgen ... Ein kraftvolles Buch, spannend, feinsinnig, tiefgründig und, ja, deftig sarkastisch, witzig ... Rilke als unentwegt deklamierender Poet, der die Nerven seiner Freunde deutlich strapaziert, oder der hemdsärmelige Roselius, der einmal im Monat per Kutsche durchs Moor donnert, Gemälde "einsammelt" und dafür Geld, Kaffee und Zigarren spendiert. Klasse!
Portrait
Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach zahlreichen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg.
Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter Villa Massimo, Nicolas-Born-Preis und Bettina-von Arnim-Preis. 2015 wurde Klaus Modick mit dem "Rheingau-Literaturpreis" ausgezeichnet.
Christian Brückner, geboren 1943, arbeitet als Schauspieler und Sprecher. Er hat viele herausragende Hörspiele und Lesungen produziert. Als Synchronsprecher leiht er seine Stimme u.a. Robert de Niro. Christian Brückner erhielt 1990 den "Adolf-Grimme-Preis", 2012 wurde er mit dem "Deutschen Hörbuchpreis" für sein Lebenswerk ausgezeichnet und 2017 erhielt er den Ehrenpreis des "Preises der deutschen Schallplattenkritik" .
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Christian Brückner
Anzahl 6
Erscheinungsdatum 16.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783941004641
Verlag Parlando Verlag
Auflage 1
Spieldauer 416 Minuten
Hörbuch (CD)
25,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Entstehungsgeschicte eines Bildes“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

.Kenntnisreich und einfühlsam geschrieben, schickt uns der neue Roman des Oldenburger Autoren Klaus Modick auf eine Reise in die Vergangenheit des Jahres 1905.Als Höhepunkt einer riesigen Landesausstellung für Kunst und Gewerbe soll dort in Oldenburg in einem feierlichen Akt dem berühmten Maler Heinrich Vogeler eine Goldmedaille für .Kenntnisreich und einfühlsam geschrieben, schickt uns der neue Roman des Oldenburger Autoren Klaus Modick auf eine Reise in die Vergangenheit des Jahres 1905.Als Höhepunkt einer riesigen Landesausstellung für Kunst und Gewerbe soll dort in Oldenburg in einem feierlichen Akt dem berühmten Maler Heinrich Vogeler eine Goldmedaille für sein künstlerisches Werk verliehen werden.Hauptattraktion der Ausstellung ist ein Pavillon,der nur dem Multitalent Heinrich Vogeler : Maler,Illustrator,Grafiker,Designer,Buchgestalter und sogar Architekt ,gewidmet ist .Vor allem seinem letzten, monumentalen Werk, dem Bild "Das Konzert",an dem er fünf Jahre gearbeitet hat.
Das riesige Gemälde,1,75 m x 3,10m,wird nicht nur von der Presse und dem Publikum hymnisch gefeiert,nein, es ist auch schon verkauft und Vogeler,erst 33 Jahre alt und mittlerweile geneigt, das Gemälde am liebsten zurückzukaufen und dann auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen,befindet sich in einer existenziellen Krise.
Keiner sieht es dem Superstar der damaligen Kunstszene an, aber er zweifelt an seinem Können,seine fragile Freundschaft mit dem narzisstischen Dichter Rainer Maria Rilke ist zu Ende und auch mit seiner Ehe steht es nicht zum Besten.Da sich ein, zunehmend seine Arbeit beeinträchtigendes, Augenleiden bei Vogeler entwickelt hat, beschließt er am Ende des Romans nach der Ausstellung zur Erholung eine Reise nach Ceylon anzutreten....
Mit dieser liebevoll-kenntnisreichen Geschichte hat "ein Romanstoff seinen Autoren gefunden" (und nicht umgekehrt :-)), so Modick, und ich möchte ihm Recht geben.
Plastisch entstehen vor dem faszinierten Leser die Bewohner des Herrenhauses "Barkenhoff" im kleinen Moordorf Worpswede, das durch die "spinnerten" Künstler aus seinem Dornröschenschlaf geholt wurde.
Besonders der noch junge,aber irgendwie bodenständigere Vogeler und sein egozentrisches Gegenüber Rilke kommen dem Leser ganz nah, Modick hat einen atmosphärischen Künstlerroman geschrieben,
der mir jedenfalls Lust gemacht hat,mich intensiver mit den Worpsweder Malern und Malerinnen ! zu befassen.
P.S.Ein Lob auch für die stimmige Einbandgestaltung und das Vorsatzblatt mit dem strittigen Gemälde !!

„... Kunst und Künstler in Worpswede um 1900“

Sabine Rudolph, Thalia-Buchhandlung Dresden (Schillerplatz)

Klaus Modick schildert in diesem beeindruckenden Künstlerroman einen Abschnitt aus dem Leben des gefeierten Jugendstilmalers Heinrich Vogeler. Rückwirkend erinnert sich Vogeler an die Anfänge der Worpsweder Künstlerkolonie - das Miteinander von Malern, Musikern, Literaten und deren Gönnern. Er erinnert sich an die enge, einer Seelenverwandschaft Klaus Modick schildert in diesem beeindruckenden Künstlerroman einen Abschnitt aus dem Leben des gefeierten Jugendstilmalers Heinrich Vogeler. Rückwirkend erinnert sich Vogeler an die Anfänge der Worpsweder Künstlerkolonie - das Miteinander von Malern, Musikern, Literaten und deren Gönnern. Er erinnert sich an die enge, einer Seelenverwandschaft gleichenden Freundschaft zu Rilke und den späteren unerklärlichen Bruch dieser nahen Beziehung. Geneaue Beschreibungen der Natur, Pesonen und Persönlichkeiten, von Architektur, Häuslichkeiten und Kleiderordnungen lassen dabei das Geschehen angenehm bildhaft und lebendig werden.
Viel Freude beim Lesen!

„Ein Bild erzählen-ein großes Lesevergnügen“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Modicks Roman gehört zu einer eher selten gewordener Gattung. Es ist ein Buch, das nicht die großen existenziellen Fragen behandelt, ohne depressive Gedankenbilder bleibt und dabei kenntnisreich und sprachlich gekonnt seine Leser in eine andere Welt entführt. Auch ohne Vorkenntnisse gelingt bei der Lektüre ein interessanter Modicks Roman gehört zu einer eher selten gewordener Gattung. Es ist ein Buch, das nicht die großen existenziellen Fragen behandelt, ohne depressive Gedankenbilder bleibt und dabei kenntnisreich und sprachlich gekonnt seine Leser in eine andere Welt entführt. Auch ohne Vorkenntnisse gelingt bei der Lektüre ein interessanter und müheloser Einstieg in die Künstlerkolonie Worpswede. Modick beschreibt lebendig und interessant das Umfeld des Barkenhoffs in der Zeit von Vogeler. So erwachen die Figuren des Bildes „das Konzert“ ( der Verlag hat es auf der Innenseite des Buchdeckels abgedruckt ) durch Modick zum Leben- Paula und Otto Modersohn, Clara Rilke-Westhoff, (der im Bild fehlende) Rainer Maria Rilke und natürlich Vogeler selbst.
Der Blick auf die scheinbar heile Welt des Sommerabends erweist sich nicht nur im Buch als kurzlebig und fragil. Dessen ungeachtet, fasziniert das Bild und das Leben in der Künstlerkolonie damals wie heute. Modicks Buch verklärt nicht aber es trägt jetzt auf wunderbarer Weise zur Wiederbelebung Worpswedes bei.

„Ein feiner Roman über die Künstlerkolonie Worpswede“

Kerstin Jagsteit

Dreh- und Angelpunkt dieses Romans ist Heinrich Vogelers Bild "Konzert oder Sommer auf dem Barkenhoff", das er 1905 in Oldenburg ausstellte. Bei genauer Betrachtung dieses Werkes fällt eine Lücke zwischen Paula Modersohn-Becker und Clara Rilke-Westhoff auf. Ihre Gesichtszüge wirken merkwürdig starr. Gehört nicht Rainer Maria Rilke zwischen Dreh- und Angelpunkt dieses Romans ist Heinrich Vogelers Bild "Konzert oder Sommer auf dem Barkenhoff", das er 1905 in Oldenburg ausstellte. Bei genauer Betrachtung dieses Werkes fällt eine Lücke zwischen Paula Modersohn-Becker und Clara Rilke-Westhoff auf. Ihre Gesichtszüge wirken merkwürdig starr. Gehört nicht Rainer Maria Rilke zwischen die beiden Damen? Vogeler selbst ist 1905 anerkannter und vielbeschäftigter Künstler und erhält die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft. Klaus Modick lässt Vogelers Gedanken schweifen und sich an seinen Werdegang, das Entstehen und Vergehen der Künstlerkolonie Worpswede und an die Begegnungen mit Rilke erinnern, der ihm zunächst seelenverwandt erschien, später aber wesentlich zu den Zerwürfnissen innerhalb der Worpsweder "Familie" beitrug.
Köstlich sind die Szenen, in denen die hart arbeitende Worpsweder Bevölkerung auf die etwas merkwürdigen Künstler trifft und herrlich die von Modick eingefügten plattdeutschen Gespräche.
Morgen werde ich mir meinen Rilke noch einmal aus dem Regal nehmen und mir endlich einen Kunstbildband über Worpswede anschaffen.

„Der wunderbar leichte Roman einer schwierigen Freundschaft“

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Heinrich Vogeler – wer kennt ihn nicht? Universalgenie der Jugendstilzeit, Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede und hier in der Gegend auch dadurch bekannt, dass er 1912 das Stryckhaus in Willingen entwarf und erbaute. Dieser Heinrich Vogeler ist der Protagonist in Klaus Modicks neuem Roman, der hinter die Kulissen dieser legendären Heinrich Vogeler – wer kennt ihn nicht? Universalgenie der Jugendstilzeit, Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede und hier in der Gegend auch dadurch bekannt, dass er 1912 das Stryckhaus in Willingen entwarf und erbaute. Dieser Heinrich Vogeler ist der Protagonist in Klaus Modicks neuem Roman, der hinter die Kulissen dieser legendären Künstlergemeinschaft blickt und eine schwierige Freundschaft beleuchtet, nämlich die zwischen Vogeler und Rilke, dem gerade aufgehenden literarischen Stern am deutschen Himmel. Vogeler hat sich gerade in Worpswede niedergelassen, von seinen Künstlerfreunden Mackensen und Modersohn dazu ermuntert. Er bezieht ein kleines Bauernhaus, das er im Laufe der Jahre nach eigenen Entwürfen ausbaut und das so zum berühmten Barkenhof wird. In dieser künstlerischen Schaffensphase beginnt er ein groß angelegtes Gemälde, das als Hintergrund eben den besagten Barkenhof zeigt, auf dessen Terrasse sich eine illustre Gesellschaft eingefunden hat, die miteinander plaudert, wo drei Musiker ein Konzert geben und die Hausherrin mit ihrem Hund an der Treppe steht. In den darauffolgenden Jahren verändert sich dieses Bild immer wieder, je nach Stimmungslage Vogelers und Qualität seiner persönlichen Beziehungen. Denn Rainer Maria Rilke sorgt für einige Aufregung, besonders beim weiblichen Geschlecht. Paula Becker und Clara Westhoff, die eine Malerin, die andere Bildhauerin, sind stark von ihm angezogen und auch Vogeler gerät in den Bann des Dichters, fühlt anfangs eine große Seelenverwandtschaft zu ihm. Aber die Beziehung zu Rilke, der zum Schwadronieren und Salbadern neigt, der sich immer wieder in den Vordergrund drängt und sich dabei nicht von seiner besten Seite zeigt, kühlt merklich ab, so dass Vogeler, als er 1905 zur Ehrung seines Gesamtwerks insbesondere seines Gemäldes „Das Konzert oder Sommerabend auf dem Barkenhoff“ unterwegs ist, ein enttäuschtes Fazit zieht: seine Ehe steht auf der Kippe, sein künstlerisches Schaffen ist von Zweifeln durchzogen und die Freundschaft zu Rilke ist zerbrochen - und all das scheint ablesbar zu sein in der endgültigen Fassung dieses Bildes, auf dem Rilke nun fehlt.








Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Wunderbarer Roman über die Worpsweder Künstlerkolonie. Dreiecksliebe, Kunst und das Scheitern einer Künstlerfreundschaft. Kunst zwischen Idealismus, Mäzenatentum und Vermarktung. Wunderbarer Roman über die Worpsweder Künstlerkolonie. Dreiecksliebe, Kunst und das Scheitern einer Künstlerfreundschaft. Kunst zwischen Idealismus, Mäzenatentum und Vermarktung.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

H.Vogeler und R.M.Rilke in der Worpsweder Künstlerkolonie.Ein amüsant zu lesender Roman über die Beiden und ein Anreiz mal wieder nach Worpswede mit zusätzlichem Wissen zu besuchen H.Vogeler und R.M.Rilke in der Worpsweder Künstlerkolonie.Ein amüsant zu lesender Roman über die Beiden und ein Anreiz mal wieder nach Worpswede mit zusätzlichem Wissen zu besuchen

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Toller Roman über die Künstlergemeinschaft in Worpswede um den Maler Heinrich Vogeler.Sprachlich und inhaltlich sehr empfehlenswert! Toller Roman über die Künstlergemeinschaft in Worpswede um den Maler Heinrich Vogeler.Sprachlich und inhaltlich sehr empfehlenswert!

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