Kukolka

(21)
»Ein großes, ergreifendes Buch, bei dem ich mich so sehr nach einem Happy End gesehnt habe wie noch niemals zuvor.« Olga Grjasnowa
Ukraine, 90er Jahre. Große Party der Freiheit. Manche tanzen und fressen oben auf dem Trümmerhaufen der Sowjetunion, andere versuchen noch, ihn zu erklimmen. Auch Samira. Mit sieben Jahren macht sie sich auf die Suche nach Freiheit und Wohlstand. Während teure Autos die Straßen schmücken, lebt Samira mit ein paar anderen Kids in einem Haus, wo es keinen Strom, kein warmes Wasser und kein Klo gibt. Aber es geht ihr bestens. Sie hat ein eigenes Sofa zum Schlafen und eine fast erwachsene Freundin, die ihr alles beibringt. Außerdem hat sie einen Job, und den macht sie gut: betteln. Niemand kann diesem schönen Kind widerstehen, auch Rocky nicht. Er nennt sie Kukolka, Püppchen. Wenn Kukolka ihn lange genug massiert, gibt er ihr sogar Schokolade. Alles scheint perfekt zu sein. Doch Samira hält an ihrem Traum von Deutschland fest. Und ihr Traum wird in Erfüllung gehen, komme, was wolle.
Lana Lux hat einen gnadenlos realistischen Roman über Ausbeutung, Gewalt und Schikane geschrieben, über ein Leben am Rande der Gesellschaft, geführt von einer Heldin, die trotz allem schillernder nicht sein könnte.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Wasserzeichen
Seitenzahl 375, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.08.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783841214232
Verlag Aufbau
Verkaufsrang 6.448
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Buchhändler-Empfehlungen

„Unerschütterlich optimistisch.“

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Samira flieht als 11jährige aus einem ukrainischen Waisenhaus .Obwohl sie an falsche Freunde gerät, zum betteln und auch zur Prostitution gezwungen wird, bewahrt sie sich unerschütterlich ihren Optimismus und den Glauben daran, das es ein besseres Leben für sie geben wird. Ein hartes und schonungslos offenes Buch das mir jedoch durch Samira flieht als 11jährige aus einem ukrainischen Waisenhaus .Obwohl sie an falsche Freunde gerät, zum betteln und auch zur Prostitution gezwungen wird, bewahrt sie sich unerschütterlich ihren Optimismus und den Glauben daran, das es ein besseres Leben für sie geben wird. Ein hartes und schonungslos offenes Buch das mir jedoch durch die große Positivität seiner Heldin sehr gut gefallen hat.

Kerstin Brummack, Thalia-Buchhandlung Berlin

Wir lesen uns durch Zwischenräume des Überlebens. Wie gelingt dort das Einrichten? Lebensgefährliche Fassadenkletterei im menschlichen Begegnen. Landen wir auf begehbarem Boden? Wir lesen uns durch Zwischenräume des Überlebens. Wie gelingt dort das Einrichten? Lebensgefährliche Fassadenkletterei im menschlichen Begegnen. Landen wir auf begehbarem Boden?

Anna Wuillemet, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Ein schockierender und ergreifender Roman über ein ukrainisches Mädchen, das sich ein glückliches Leben in Deutschland ersehnt. Trotz der Tragik sehr zu empfehlen! Ein schockierender und ergreifender Roman über ein ukrainisches Mädchen, das sich ein glückliches Leben in Deutschland ersehnt. Trotz der Tragik sehr zu empfehlen!

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Ein Buch, das wütend macht, hoffnungslos, das ans Herz geht und nach einem Schuldigen suchen lässt! Unglaublich ergreifend, unglaublich tragisch! Ein Buch, das wütend macht, hoffnungslos, das ans Herz geht und nach einem Schuldigen suchen lässt! Unglaublich ergreifend, unglaublich tragisch!

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Ergreifend, wütend machend und mich emotional mehr packend als so manch konstruierter, literarischer Roman: Wie die Ich-Erzählerin ihr Schicksal erzählt, ihre Suche nach Glück. Ergreifend, wütend machend und mich emotional mehr packend als so manch konstruierter, literarischer Roman: Wie die Ich-Erzählerin ihr Schicksal erzählt, ihre Suche nach Glück.

Saskia Hoppe, Thalia-Buchhandlung Emden

Ein erschreckendes und zugleich faszinierendes Buch, in dem man mit der Protagonistin mitfiebert und von dem man einfach nicht genug bekommt!! LESEN!! Ein erschreckendes und zugleich faszinierendes Buch, in dem man mit der Protagonistin mitfiebert und von dem man einfach nicht genug bekommt!! LESEN!!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Erschütternd und authentisch
von Sursulapitschi am 26.08.2017

Samira ist sieben Jahre alt und lebt in einem russischen Waisenhaus. Das Leben dort ist hart, aber sie kennt es nicht anders. Es fällt ihr viel leichter, sich den strengen Regeln zu beugen, wie Kindern, die erst später in diesem Waisenhaus gelandet sind. Samira ist es gewohnt, mit wenig... Samira ist sieben Jahre alt und lebt in einem russischen Waisenhaus. Das Leben dort ist hart, aber sie kennt es nicht anders. Es fällt ihr viel leichter, sich den strengen Regeln zu beugen, wie Kindern, die erst später in diesem Waisenhaus gelandet sind. Samira ist es gewohnt, mit wenig Essen auszukommen und versteckt für Notzeiten Brotrinden unter ihrer Matratze. Adoptiert zu werden ist der Traum aller Waisenkinder. Ihre Freundin Marina hat es geschafft. Deutsche haben sie adoptiert und Marina hat versprochen, sie nachzuholen. Als das nicht passiert, macht sich Samira alleine auf den Weg nach Deutschland. Weit kommt sie nicht. Was einem kleinen, niedlichen Mädchen allein auf der Straße so alles zustoßen kann, kann man sich ausmalen. Samira ist wunderhübsch. Alle nennen sie Kukolka, Püppchen. Direkt und schnörkellos erzählt sie hier ihre Geschichte. Aus der Sicht einer Siebenjährigen sieht die Welt anders aus. Ihr Erfahrungsschatz ist begrenzt und wenn ihr jetzt Neues begegnet, nimmt sie es dankbar an. Für sie ist es Luxus, auf dem Sofa in einem baufälligen Haus schlafen zu dürfen. Und wenn Rocky massiert werden möchte, tut sie es klaglos. Immerhin sorgt er für sie und gibt ihr meistens gut zu Essen. Dieser Bericht ist erstaunlich authentisch. Bestürzt verfolgt man, wie ein kleines Mädchen in ihr Unglück rennt und nichts dagegen tun kann. Und zunächst merkt sie noch nicht einmal, dass ihr Schlimmes widerfährt. Als es selbst ihr auffällt, ist sie 13 Jahre alt und hat keine Chance mehr. Eigentlich hatte sie nie eine. „Kukolka“ erzählt die tragische Geschichte eines russischen Mädchens und zeigt, einfach aber plastisch, wie das Leben am untersten Rand der Gesellschaft dort aussieht. Es geht um Kinder, die schutzlos sind, ausgenutzt und missbraucht werden und deren trauriges Schicksal vorgezeichnet zu sein scheint. Dieses Buch liest sich leicht und fesselt. Selten habe ich so schnell ein Buch gelesen, obwohl man es nicht als Vergnügen bezeichnen kann. Es ist ein erschütterndes Buch, aber durch und durch lesenswert.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Erschütternd, grausam, widerlich - Ein Buch, das beim lesen schmerzt
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 28.08.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Obwohl ich nichts außer dem Heim kannte, hatte ich keine Angst, es zu verlassen. Ich hatte auch keine anderen Gefühle. Keine Freude, nicht mal Aufregung. Ich hatte einfach beschlossen, raus zu gehen, zum Bahnhof zu fahren und dann einen Zug nach Deutschland zu Marina zu nehmen.“ Und so flieht in... „Obwohl ich nichts außer dem Heim kannte, hatte ich keine Angst, es zu verlassen. Ich hatte auch keine anderen Gefühle. Keine Freude, nicht mal Aufregung. Ich hatte einfach beschlossen, raus zu gehen, zum Bahnhof zu fahren und dann einen Zug nach Deutschland zu Marina zu nehmen.“ Und so flieht in den 1990er Jahren das siebenjährige Zigeunermädchen Samira aus dem Martyrium des Kinderheims ‚Sonnenschein‘ in der Ukraine, um sich auf den Weg zu ihrer erst kürzlich von deutschen Eltern adoptierten Freundin zu machen. Da dies jedoch nicht so einfach ist, wie sie es sich vorgestellt hatte, ist sie froh, als sie auf den erwachsenen Georgier Rocky trifft, der gleich begeistert von ihr ist: „Du kommst mit zu mir. Bei mir wohnen noch ein paar andere Kids. Auch so Leute wie du und ich, die diese Scheißgesellschaft ausgespuckt hat. Bei mir haben alle ein Dach über dem Kopf, und was zu futtern ist auch immer da. Du wirst dich mit denen verstehen. Ich zeig dir, wie du an ein paar Moneten kommst…“ Schnell wird sie sein „Juwel“ erbettelt Geld am Bahnhof, klaut Portemonnaies, singt als Straßenmusikerin und wird seine ‚Kukolka‘ – sein Püppchen. Alles Geld bekommt Rocky, aber wenn sie ihn lange genug ‚massiert‘, gibt er ihr sogar Schokolade. Als Samira zwölf ist, lernt sie Dima kennen. Er ist schön, er hat Geld, er verwöhnt sie und er nimmt sie mit nach Deutschland. Alles scheint perfekt zu sein. Aber man ahnt beim lesen bereits, wie dieser Roman sich weiter entwickeln wird, weil Geschichten dieser Art leider nicht der reinen Fiktion entsprechen und man von Mädchen aus dem Ostblock, die verschleppt und zur Prostitution gezwungen werden, bereits vielfach in den Medien gehört oder gelesen hat. Lana Lux lässt die naive und ungebildete Kukolka ihre Geschichte in der Ich-Form in einer erschütternd einfachen Sprache selbst erzählen. Das unterstreicht die kindliche Blauäugigkeit ihrer Protagonistin, spiegelt aber auch ungeschönt und brutal das Erleben einer zwölfjährigen wider, die jeden Tag missbraucht wird. Dieses Buch ist nichts für zart besaitete Leser. Es ist voller Passagen, die ich lieber nicht gelesen hätte, weil allein die Vorstellung, dass so etwas in der Realität durchaus möglich sein könnte, grausam und unmenschlich ist. Ein Buch, das beim lesen schmerzt – erschütternd. Lana Lux wurde 1986 in Dnipropetrowsk/Ukraine geboren und wanderte im Alter von zehn Jahren mit ihren Eltern als Kontingentflüchtling nach Deutschland aus. Sie machte Abitur und studierte zunächst Ernährungswissenschaften in Mönchengladbach. Später absolvierte sie eine Schauspielausbildung am Michael Tschechow Studio in Berlin. Seit 2010 lebt und arbeitet sie als Schauspielerin und Autorin in Berlin.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Kukolka
von miss.mesmerized am 03.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein Kinderheim in Dnepropetrowsk, Ukraine. Samira und Marina kennen ihre Eltern nicht, auch kein Leben in einer Familie, nur das im Kinderheim kennen sie und immer träumen sie von einem besseren Dasein. Regelmäßig kommen Erwachsene, um sich Kinder auszusuchen, so auch Marina, die die Heimat verlassen und in Deutschland... Ein Kinderheim in Dnepropetrowsk, Ukraine. Samira und Marina kennen ihre Eltern nicht, auch kein Leben in einer Familie, nur das im Kinderheim kennen sie und immer träumen sie von einem besseren Dasein. Regelmäßig kommen Erwachsene, um sich Kinder auszusuchen, so auch Marina, die die Heimat verlassen und in Deutschland ein neues Leben beginnen darf. Ihrer Freundin zu folgen wird für die nächsten Jahre der sehnlichste Wunsch von Samira bleiben. Sie reißt aus dem Kinderheim aus und wird von Rocky aufgegriffen. Er ist jedoch nicht der freundliche Helfer, als der er zunächst scheint, sondern hat eine ganze Bande von Kindern angestellt, die für ihn klauen und betteln. Trotz aller Widrigkeiten hat Samira eine Ersatzfamilie und mit Dascha und Lydia so etwas wie große Schwestern. Doch die Zeiten ändern sich und mit zunehmendem Alter wird Samira für Männer als Sexobjekt interessant. Dima scheint die Rettung zu sein, er schafft es sogar, Samira nach Deutschland zu bringen, doch der Preis, den sie dafür zahlen muss, ist hoch. „Kukolka“ – das Püppchen. Das ist die dunkelhaarige Samira zunächst für alle. Das ahnungslose naive Mädchen, das mit seinen 6-7 Jahren alleine davonläuft und den Weg nach Deutschland antritt. Leicht findet sie Menschen, die sich um sie kümmern, doch diese haben immer Hintergedanken und nichts ist umsonst in ihrem Leben. Bei jeder Etappe denkt man, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann. Zum Betteln und Stehlen versklavt, verwahrlost und ohne jede Bildung – was sie bei Rocky erlebt ist der böse Alptraum eines unsäglichen Kinderlebens. In einem Haus ohne fließendes Wasser, immer wieder auch mit dem Tod und Gewalt konfrontiert – was sollte das noch überbieten können? Dima scheint die Hoffnung zu sein. Er ist freundlich, hat eine saubere Wohnung, behandelt Samira gut – doch sein wahres Gesicht zeigt er erst später. Viel zu jung wird Samira missbraucht, verraten, verkauft. Ob all der Grausamkeiten, die das Mädchen ertragen muss, kann man gar nicht glauben, dass ein einziges Menschenleben das aushalten kann. Bei realistischer Betrachtung weiß man jedoch, dass dies auch eine Realität ist, die sich in einer Parallelgesellschaft mitten unter uns abspielt, vor unseren Augen ohne dass wir es sehen. Lana Lux erspart ihrer Protagonistin und dem Leser nichts. Ein unbändiger Überlebenswille, getrieben von den Gedanken die Freundin wiederzusehen und ebenfalls eine gute deutsche Familie zu finden, hält sie am Leben und lässt sie all das ertragen, was man ihr zufügt. Der Roman ist ganz sicher nichts für feinbesaitete Gemüter, zu schonungslos und direkt schildert die Autorin Gewalttätigkeiten und Missbrauch. Gleichzeitig zeichnet sie das Psychogramm einer starken jungen Frau, die zwar immer wieder droht sich in ihrer Phantasiewelt zu verlieren, einem Schutzwall um das Leben zu ertragen, aber letztlich ihren Weg mutig geht und überlebt. Sie deckt Mechanismen auf, die es Menschen erlauben, sich anderer zu bemächtigen und diese auszunutzen: „Ich wusste, dass mich das gleiche Schicksal erwartet wie Dascha und Lydia. Ich wusste, dass ich zu niemandem gehöre und nichts wert bin. Dass ich einfach da bin, so wie Kakerlaken. Niemand weiß, wo die ehrkommen. Niemand braucht sie. Sie leben, bis einer sie wegklatscht.“ (Pos. 2480) Sie glaubt, dass sie schuld am Schicksal von Dascha und Lydia sei und nun ihre gerechte Strafe bekommt. Mit dieser Schuld muss sie leben und die Strafe ertragen, bis sie irgendwann tot ist. Ein beeindruckender Roman, der einem als Leser nicht kalt lassen kann. Trotz oder gerade wegen einer gewissen Nüchternheit in der Erzählung geht er unter die Haut und setzt sich fest. Für mich eindeutig eins der literarischen Highlights 2017.

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