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Ladivine

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Einmal im Monat besucht Malinka ihre Mutter Ladivine Sylla in Bordeaux. Von Malinkas Existenz mit Mann und Kind, ihrem wohlgeordneten, bürgerlichen Leben ahnt die Mutter nichts. Ebenso wenig weiß Malinkas Familie von den Besuchen in Bordeaux, denn sie schämt sich der afrikanischen Herkunft von Ladivine. Und doch hängt sie an ihr mit zärtlicher, verzweifelter Liebe. Die Güte und Freundlichkeit, die Malinka gegen jedermann zeigt, verbergen nur ihre Schuldgefühle vor sich selbst – und setzen gerade dadurch fatale Ereignisse in Gang.

Von der französischen Provinz nach Afrika und Berlin führen die verzweigten Wege in Marie NDiayes Roman. Mit der gewohnten sprachlichen Leichtigkeit und Virtuosität entfaltet sie die Innenperspektive ihrer Figuren und spürt die geheimen Fäden auf, die Menschen untereinander verbinden, bis sie durch ein Verhängnis zerrissen werden.
Rezension
»Marie NDiaye erweist sich auch mit diesem Buch als eine souveräne Erzählerin. Leichtfüßig tänzelt sie durch eine literarische Landschaft.«
Tilman Krause, DIE WELT
Portrait

Marie NDiaye, 1967 in Pithiviers bei Orléans geboren, veröffentlichte mit 17 Jahren ihren ersten Roman; weitere Romane und Theaterstücke folgten. Für Drei starke Frauen erhielt sie den Prix Goncourt.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 444 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.05.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783518737019
Verlag Suhrkamp
Dateigröße 5021 KB
Verkaufsrang 58.399
eBook
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Starkes Lese-Erlebnis mit Schwächen
von Fenna Wächter am 24.08.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Marie NDiaye hat ein vielschichtiges und berührendes Buch geschrieben, das mit einer Vielzahl von Themen aufwartet: dem alltäglichen Rassismus in Frankreich, der komplizierten Beziehung zwischen Müttern und Töchtern und den Schwierigkeiten der Liebe. Und das tut sie furios – gebannt liest man sich durch Malinkas Kindheitserinnerungen und später durch... Marie NDiaye hat ein vielschichtiges und berührendes Buch geschrieben, das mit einer Vielzahl von Themen aufwartet: dem alltäglichen Rassismus in Frankreich, der komplizierten Beziehung zwischen Müttern und Töchtern und den Schwierigkeiten der Liebe. Und das tut sie furios – gebannt liest man sich durch Malinkas Kindheitserinnerungen und später durch Clarisses Leben, der man abwechselnd Mitleid und Verachtung entgegenbringen möchte. Es ist klar: mit Malinka/Clarisse hat NDiaye sich viel Mühe gegeben um eine glaubwürdige und vielschichtige Protagonistin zu schaffen, und das ist ihr gelungen. Wie weichgezeichnet wirkt dagegen die Person ihrer Tochter Ladivine, um die sich die zweite Hälfte des Buches zu einem Großteil dreht. Dieser Eindruck wird durch die Tatsache verstärkt, dass die Erzählung immer mehr aus realistischen Sphären ins Phantastische abdriftet. Besonders das letzte Drittel fordert dem Leser daher eine ungeheure Konzentration ab, und zum Schluss hin leider einen recht langen Atem. Das ist schade, hat doch die Grundproblematik, Malinkas Verweigerung ihrer Identität und ihrer selbst, so viel Potential, das die halluzinativen Verschnörkelungen und das langatmige Ende gar nicht nötig sind. Die spannenden philosophischen und psychologischen Fragen die eben diese Grundthematik aufwirft machen das Buch jedoch trotz des schwachen und leicht enttäuschenden Endes zu einem starken Leseerlebnis.