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Lea

Novelle. Ausgezeichnet mit dem Prix Michel Tournier 2011

(28)
Mit einem Nachwort des Autors.
Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben zurück. Lea erweist sich als außerordentliche musikalische Begabung, und schon bald liegen ihr Publikum und Musikwelt zu Füßen. Doch während Lea von Erfolg zu Erfolg eilt, treibt es ihren anfangs überglücklichen Vater Martijn van Vliet immer tiefer in die Einsamkeit. Bei dem verzweifelten Versuch, die Liebe und Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen, das alles verändert …
Portrait
Pascal Mercier, geboren 1944 in Bern, heißt im richtigen Leben Peter Bieri und ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. 2006 wurde ihm der "Marie Luise Kaschnitz-Preis" verliehen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 06.07.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73746-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 188/118/22 mm
Gewicht 245
Verkaufsrang 30.466
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9,99
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„Pascal Mercier - Lea“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

In einem kleinen Café lernen sich Adrian Herzog und Marjin van Vliet kennen. Beide wollen nach Bern. Martjin bietet Adrian an ihn mitzunehmen. Unterwegs erzählt er dann seinem neuen Reisegefährten, die Geschichte seiner Tochter Lea. Das kleine Mädchen, dessen Mutter früh an Krebs stirbt, lauscht auf einem Bahnhof, dem Geigenspiel einer In einem kleinen Café lernen sich Adrian Herzog und Marjin van Vliet kennen. Beide wollen nach Bern. Martjin bietet Adrian an ihn mitzunehmen. Unterwegs erzählt er dann seinem neuen Reisegefährten, die Geschichte seiner Tochter Lea. Das kleine Mädchen, dessen Mutter früh an Krebs stirbt, lauscht auf einem Bahnhof, dem Geigenspiel einer Straßenmusikerin. In ihr wird der Wunsch wach, ebenso virtuos dieses Musikinstrument zu beherrschen. Martjin bestrebt danach seiner Tochter den Wunsch zu erfüllen, kauft ihr eine Geige und schon bald stellt er sein ganzes Leben auf Leas Spiel ein. Er vernachlässigt in den nächsten Jahren seine Arbeit und lebt nur für ihre Karriere. Für sie wird er sogar straffällig: er veruntreut Gelder des Instituts, um Lea eine Guarneri del Gesu zu kaufen, eine dieser besonders wertvollen und seltenen Instrumente aus dem 17. Jahrhundert.
Die ersten Anzeichen einer geistigen Entrückung kann oder will er einfach nicht sehen, bis es zu spät ist und er sie in ein Sanatorium einweisen muss. Adrian Herzog lernt durch die Geschichte und deren mehr als tragischem Ende einen anderen Blickwinkel auf sein eigenes Leben zu werfen und die Beziehung zu seiner eigenen Tochter zu hinterfragen. Für ihn wird das Treffen mit diesem Fremden zu Welt erschütternden Erfahrung.

Klein, aber fein kommt die Novelle "Lea" daher und hatte es nach dem großen Erfolg des "Nachtzug nach Lissabon" nicht einfach, weil die vorherrschenden Themen keine einfachen sind: Fremdheit und Entfremdung von Menschen, hier speziell Vater und Tochter; das Abgleiten eines Menschen in einen Wahn, der Verlust der Bodenhaftung; das Aufstauen von Ungesagtem und Missverständnissen bis zur Explosion.
Kein "gewichtiges", aber ein "richtiges" Buch, nämlich richtig, um diese Thematik zu bearbeiten. Ein Buch, auf welches man sich einlassen muss... und dafür belohnt wird. Ganz große Klasse - Danke Herr Mercier!

„Lea“

Steffi Peters, Thalia-Buchhandlung Rostock

Pascal Mercier erzählt die Geschichte der achtjährigen Lea, die sich aus Schmerz über den Verlust der Mutter in die innere Emigration flüchtet. Auch ihr Vater Martijn, der seine Tochter über alles liebt, kann sie nicht aus dieser Lethargie zurückholen.
Bei der Begegnung mit einer Straßenmusikantin entflammt das Mädchen für das Geigenspiel.
Pascal Mercier erzählt die Geschichte der achtjährigen Lea, die sich aus Schmerz über den Verlust der Mutter in die innere Emigration flüchtet. Auch ihr Vater Martijn, der seine Tochter über alles liebt, kann sie nicht aus dieser Lethargie zurückholen.
Bei der Begegnung mit einer Straßenmusikantin entflammt das Mädchen für das Geigenspiel. Die verzaubernde Macht der Musik zieht Lea in ihren Bann. Durch diese Begegnung scheint sie wieder zu erwachen und ihr Vater entdeckt einen neuen Lebenswillen. Er ermöglicht Lea Geigenunterricht und unterstützt und fördert seine Tochter bei ihrer musikalischen Ausbildung. Sie hat eine außergewöhnliche Begabung und entwickelt sich zu einer erfolgreichen und ehrgeizigen Geigerin. Ihr Leben dreht sich fortan nur noch um die Musik. Doch ihr Ehrgeiz ist grenzenlos, unkontrollierte Handlungen und Aggression wechseln sich mit depressiver Verstimmung ab.
Dem Vater verschließt sich zusehends der Weg, seine Tochter in ihrem Universum zu erreichen, in dem die Musik die Regie führt. In seiner Verzweiflung setzt er seine eigene Existenz aufs Spiel und begeht eine folgenschwere Straftat, von der er schon früh ahnt, dass sie in eine Katastrophe führen wird.
Pascal Mercier schreibt sehr spannend, tief und anspruchsvoll. Die aufwühlende Dramatik der Geschichte lässt einen bis zur letzten Seite mitfühlen und mitleiden. Das Besondere ist die warme Melancholie, die sich durch das ganze Buch zieht.
Immer wieder regt der Autor zum tiefen Nachdenken an, wenn er Fragen des menschlichen Seins und des Miteinanders aufwirft.
Ich habe diesen Roman ohne Unterbrechungen gelesen. Wunderbar.

„Ein atmosphärisch dichtes, dramatisches und spannendes Buch.“

Sibylle Herwig, Thalia-Buchhandlung Magdeburg, Allee-Center

Die Verwandtschaft von Genie und Wahnsinn, manchmal nur ein klischeehafter, romantisch angehauchter Begriff, ist ein Thema in Pascal Merciers Novelle Lea. Sie handelt von einer begabten Geigerin, deren maßloser Ehrgeiz ins Verhängnis führt und kann zugleich als Geschichte einer tragischen Vater-Tochter-Bindung gelesen werden. Ein atmosphärisch Die Verwandtschaft von Genie und Wahnsinn, manchmal nur ein klischeehafter, romantisch angehauchter Begriff, ist ein Thema in Pascal Merciers Novelle Lea. Sie handelt von einer begabten Geigerin, deren maßloser Ehrgeiz ins Verhängnis führt und kann zugleich als Geschichte einer tragischen Vater-Tochter-Bindung gelesen werden. Ein atmosphärisch dichtes, dramatisches und spannendes Buch mit einer von Ausweglosigkeit kündenden Story.

I. Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein Vater-Tochter Drama, psychologisch Einfühlsam und mit wunderschöner Sprachkunst. Lea - eine talentierte Geigerin - wir von ihrem Vater in den Selbstmord getrieben. Ein Vater-Tochter Drama, psychologisch Einfühlsam und mit wunderschöner Sprachkunst. Lea - eine talentierte Geigerin - wir von ihrem Vater in den Selbstmord getrieben.

Martin Knebel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Sehr lesenswerter Roman !! Sehr lesenswerter Roman !!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Tolles Buch, sehr gute Unterhaltung. Tolles Buch, sehr gute Unterhaltung.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Muenster

Philosophie als Roman. Beeindruckend, fesselnd und nachhaltig. Philosophie als Roman. Beeindruckend, fesselnd und nachhaltig.

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Mercier ist ein großer Literat.... allerdings ist "Lea" ein sehr viel schwächeres Buch als "Der Nachtzug nach Lissabon" oder "Perlmanns Schweigen". Eher literarisches Mittelmaß. Mercier ist ein großer Literat.... allerdings ist "Lea" ein sehr viel schwächeres Buch als "Der Nachtzug nach Lissabon" oder "Perlmanns Schweigen". Eher literarisches Mittelmaß.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
28 Bewertungen
Übersicht
19
5
2
2
0

Ein weiteres Meisterwerk vom Schweizer Pascal Mercier (eigentlich Peter Bieri)
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2011

Es isit die traurig-schöne Vater Tochter Beziehung eines Vaters einer berühmten Geigenspielerin Frankreichs. Die Geschichte spielt in Frankreich der heutigen Zeit. Der Vater erzählt einem für ihn fremden die Lebensgeschichte seiner Tochter. Tragisch, schön, und liebevoll.

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0 0
Eindrucksvoller Vater-Tochter-Roman
von Sylvi Hörtz aus Berlin am 17.09.2010

Pascal Mercier erzählt die bewegende Geschichte eines talentierten Mädchens, das in jungen Jahren mit dem Tod der Mutter konfrontiert wird und daraufhin Freude und Erfüllung in der Musik sucht. Doch Lea's anfängliche Euphorie im Umgang mit der Geige schlägt mit zunehmendem Erfolg in Perfektionsmus und Obsession um. Obwohl ihr... Pascal Mercier erzählt die bewegende Geschichte eines talentierten Mädchens, das in jungen Jahren mit dem Tod der Mutter konfrontiert wird und daraufhin Freude und Erfüllung in der Musik sucht. Doch Lea's anfängliche Euphorie im Umgang mit der Geige schlägt mit zunehmendem Erfolg in Perfektionsmus und Obsession um. Obwohl ihr Vater die Gefahr zu sehen scheint, gelingt es ihm nicht, die Notbremse zu ziehen. Aus Angst sich seiner Tochter weiter zu entfremden, fördert er stattdessen mit allen Mitteln ihre musikalische Begabung. Doch das scheint genau der falsche Weg zu sein ... Der Autor beschreibt auf sehr eindrucksvolle Weise, wie ein Vater um jeden Preis versucht, seine Tochter gücklich zu machen und sie nicht zu verlieren. Ein sehr emotionaler und stilistisch gut geschriebener Roman, der den Leser voll und ganz in den Bann zieht. Sehr empfehlenswert.

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Gut gemeint?
von einer Kundin/einem Kunden aus Hückeswagen am 30.05.2010

Während einer langen Zugreise erzählt ein Vater einem Mitreisenden die Geschichte von sich und seiner Tochter. Als seine Tochter acht Jahre alt ist, stirbt die Mutter und er versucht mit allen Mitteln, seiner Tochter zu helfen und ihr ein glückliches Leben zu ermöglichen. Der Leser sieht sich mit... Während einer langen Zugreise erzählt ein Vater einem Mitreisenden die Geschichte von sich und seiner Tochter. Als seine Tochter acht Jahre alt ist, stirbt die Mutter und er versucht mit allen Mitteln, seiner Tochter zu helfen und ihr ein glückliches Leben zu ermöglichen. Der Leser sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob es möglich ist, alles für sein Kind zu tun, immer in dem Bestreben, das für das Kind Richtige zu machen und am Ende bewirkt möglicherweise das vermeintlich Richtige exakt das Falsche. Ein Buch, mit dessen Inhalt man sich auseinandersetzt und das lange Stoff zum Nachdenken bietet!

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