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Leichendieb

Thriller. Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2013 und dem Deutschen Krimi Preis International 2014 (1. Platz)

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Ein Päckchen Kokain liegt neben der Leiche eines jungen Mannes. Der Finder beschließt, es zu verkaufen, und verstrickt sich damit in eine Welt aus Betrug und Erpressung. Um zu überleben, muss er bald schon eine Menge Geld auftreiben. Mit einem perfiden Plan macht er sich an die schwerreichen Eltern der Leiche heran.
Patricia Melos »Leichendieb« ist ein spannender Thriller, der den Leser die moralischen Bedenken eines Mannes nachempfinden lässt, dessen kriminelle Handlungen sich wie eine Lawine steigern. Patrícia Melo bietet nicht nur ein bestechend genaues Porträt der Rauschgift-Mafia in Lateinamerika, sondern auch den Beweis, dass es manchmal nur eines winzigen Auslösers bedarf, um das Leben eines Menschen aus der Bahn zu werfen: In jedem steckt der Keim für das Böse.
Rezension
»... ein bösartiges und irritierendes Buch über die banalen Entschuldigungen des Verbrechens.«
Tobias Gohlis, Die Zeit, 6.6.2013
»In ihrem Roman „Leichendieb“ erzählt Melo auf schockierend lapidare Weise, dass Gut und Böse letztlich nur verschiedene Facetten der Persönlichkeit sind ... diese beispielhafte Geschichte von der überwältigenden Kraft der Umstände ... durchwoben mit einem unaufdringlichen Faden erzählerischer Ironie, der es erlaubt, die Lektüre mit einem kleinen Grinsen zu begleiten.«
Katharina Granzin, Sonntaz, 29.6.2013
»... eine grandiose schwarze Kleinstadtkomödie, die darauf wartet, von den Coen-Brüdern verfilmt zu werden ... eine von grosser Menschenkenntnis geprägte Parabel über die Versuchungen des Lebens, über Korruption, Neid und Gier.«
Gunter Blank, SonntagsZeitung, 9.6.2013
»Melo ist die Königin des lateinamerikanischen Krimis und “Leichendieb“ ein böses Meisterwerk.«
Günther Grosser, Berliner Zeitung, 3.8.2013
»Der brasilianischen Bestsellerautorin ist wieder ein echter Pageturner gelungen: Ein anfangs kleiner Betrug setzte eine Spirale des Bösen in Gang.«
Bücher, Juni/Juli 2013
»Die brasilianischen Verhältnisse - ein korruptes Polizeisystem, Verlotterung staatlicher Zuständigkeiten und Kompetenzen - sind ein idealer Nährboden für die Geschichte, die durchaus auch global lesbar ist: Sie dekliniert die Deregulierung von „Werten“ bis zum Ende durch. Patrícia Melo ... gehört zu den ganz wichtigen Stimmen nicht nur der brasilianischen Literatur. Gut, dass „Leichendieb“ uns daran wieder einmal erinnert, wie brillant Thriller sein können.«
Thomas Woertche, culturmag.de, 18.5.2013
»In lakonischer, einfacher Sprache erzählt Patrícia Melo von einer höllischen, rasant spannenden Odyssee durch das weitgehend rechtsfreie Niemandsland am Rand des brasilianischen Dschungels.«
Jan Schmelcher, hr-online.de, 14.5.2013
»Patrícia Melo zeigt sich hier als hervorragende Erzählerin, sie versteht es von Beginn an, den Leser mit ihrer faszinierenden Geschichte zu fesseln. Ein ungewöhnlicher Kriminalroman, der zwischen Schelmengeschichte und ernstem Geschehen hin und her schwankt. Am Ende fühlt man sich hervorragend unterhalten, und freut sich auf das nächste buch dieser bemerkenswerten Autorin.«
Andreas Kurth, krimicouch.de, Juni 2013
»In dem raffiniert gestrickten Plot von "Leichendieb" verbindet sie gekonnt individuelles Scheitern mit gesellschaftlichem Versagen und sorgt immer dann für eine überraschende Wendung, wenn die Sache eindeutig erscheint.«
Tobias Lambert, Südlink, August 2013
Portrait
Patrícia Melo wurde 1962 in São Paulo geboren. Die Autorin und Dramaturgin schreibt Romane, Hörspiele und Drehbücher. Die »Times« kürte Patrícia Melo zur »führenden Schriftstellerin des Millenniums« in Lateinamerika. Zweimal erhielt sie den Deutschen Krimi Preis, außerdem den LiBeraturpreis und den Prix Deux Océans. Patrícia Melo lebt in der Schweiz.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 200 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.04.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783608103557
Verlag Tropen
Originaltitel Ladrao de Cavaderes
Dateigröße 4081 KB
Übersetzer Barbara Mesquita
Verkaufsrang 42.577
eBook
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Den Kopf über Wasser halten
von Michael Lehmann-Pape am 01.08.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Zunächst geht es für den Ich-Erzähler des Romans weder um den Diebstahl einer Leiche noch überhaupt um irgendeine kriminelle Handlung. Doch das wird sich umgehend ändern, als er, bei einem Angelausflug, den Absturz eines kleinen Flugzeuges miterlebt. Der Pilot stirbt vor seinen Augen und, was soll es schaden, flugs nimmt... Zunächst geht es für den Ich-Erzähler des Romans weder um den Diebstahl einer Leiche noch überhaupt um irgendeine kriminelle Handlung. Doch das wird sich umgehend ändern, als er, bei einem Angelausflug, den Absturz eines kleinen Flugzeuges miterlebt. Der Pilot stirbt vor seinen Augen und, was soll es schaden, flugs nimmt er den Rucksack und die Armbanduhr des Piloten mit. Kann man immer gebrauchen. Das da auch noch ein Beutel mit Kokain zu finden ist, das aber ist schon ein anderes Kaliber. Es ist schon schwer genug, in diesem kleinen Nest in Brasilien irgendwie durchzukommen, ein wenig Geld durch den Verkauf des Kokains kann da nicht schaden. Nur, dass er sich den falschen Partner sucht. Nur, dass ihm sein Schweigen als Zeuge des Absturzes keine Ruhe lässt. Nur, dass er von der Freundin des eigenen Cousins nur schwer die Finger lassen kann. Nur, dass, einmal Lunte gerochen, das vermeintlich leicht verdiente Geld durch Drogen sehr reizt. Wobei er in der Zwischenzeit der Familie, vor allem der Mutter des toten Piloten auch nahe gekommen ist. Eigentlich suchte er Kontakt nur, um dort beruhigend zu wirken, doch, wie so vieles in der Geschichte, nehmen die Ereignisse eine ganz eigene Dynamik auf, die ihn letztlich in große Zwickmühlen geraten lassen wird. Nicht immer einfach zu lesen ist dieser Thriller. Sprachliche Ticks der Hauptperson (aus seinem alten Beruf als Call-Center Agent hat er es sich angewöhnt, Gedanken und Sätze mit einem „Over“ zu beenden, was manches Mal den Leser fast schon nervt). Durchgehend aber ist Patricia Melo nah an der Atmosphäre dieses „Brasiliens von Unten“. Überlebenskampf, Geld ist rar, Korruption überall, scheinbar solide Väter und Familienoberhäupter haben da noch ganz andere „Familien“ mit in Petto. In dieser Gemengelage einen klaren, eigenen Weg zu gehen, das fällt schwer. Und diese innere Schwierigkeit, die bringt Melo nachfühlbar immer wieder auf den Punkt, lässt den Leser daran teilhaben, wie der Protagonist der Geschichte mehr und mehr sich verstrickt. „Lange Zeit hatte ich geglaubt, Schlechtigkeit erfordere einen langen Lernprozess. In jenen Tagen begriff ich, dass das Schwere ist, ein guter Mensch zu sein....... Die Schlechtigkeit aber ist uns schon von Geburt an eingeimpft wie ein angeborenes Virus, das nur den passenden Moment abwartet, um in Erscheinung zu treten“. Wobei „Schlechtigkeit“ in Form einer moralischen Verkommenheit nicht der rechte Begriff für das Handeln des Ich-Erzählers wäre. Es ist das menschlich allzu menschliche, dass in mehr und mehr in Situationen hineinbringt, in welchen er „schlecht“ handelt. Wie er sich entwirrt? Ob ihm das überhaupt gelingt, wenn sich die Schlingen enger zusammenziehen, dass ist der innere Spannungsbogen des Buches, der den Leser durchaus bis zum Ende bei der Stange hält. Trotzdem Melo die Geschichte rein als ständigen Gedankenfluss erzählt und daher kaum kribbelnde Spannung durch den Aufbau gefährlicher Situationen erzeugt. Alles in allem ein atmosphärisch dichter, die Lebensweise „unten“ in Brasilien gut vermittelnder Roman, der die fast zwangsläufige Entfaltung des „Schlechten“ im Menschen in intensiver Weise nachvollzieht.

Abseits des Fussballs
von einer Kundin/einem Kunden am 09.07.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Brasilien, für Fussballliebhaber ein Traumland, wie überhaupt der Klang des Namens verzaubert. Ipanema und Samba, feinster Sandstrand tauchen vor den Augen auf. Mehr will man ja vielleicht gar nicht wissen. Sollte man aber. Dieser mehr als rasante Krimi führt den geneigten Leser in ein dunkleres Land. Es wird auch... Brasilien, für Fussballliebhaber ein Traumland, wie überhaupt der Klang des Namens verzaubert. Ipanema und Samba, feinster Sandstrand tauchen vor den Augen auf. Mehr will man ja vielleicht gar nicht wissen. Sollte man aber. Dieser mehr als rasante Krimi führt den geneigten Leser in ein dunkleres Land. Es wird auch drastisch geschildert, dass es nur eines winzigen Anstosses bedarf, und der Mensch wird zur Sau. Spannung pur. auch ein Schlagwort, aber es stimmt in diesem Fall.