»Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«

Ein Vater schreibt Briefe über seine Zeit in der Psychiatrie

(9)
Er gilt als Shootingstar. Mit gerade mal 27 Jahren wird er Theaterregisseur am Hamburger Schauspielhaus. Doch der Höhenflug endet abrupt: Sebastian Schlösser leidet an einer bipolaren Störung. In den manischen Phasen ist er größenwahnsinnig, in den depressiven Phasen ist er so in sich gefangen, dass er nichts mehr fühlt und an
Selbstmord denkt. Schließlich bricht er zusammen und erkennt: So kann es nicht weitergehen. Was mit einem Menschen passiert, der in die „Irrenanstalt“ eingeliefert wird, was es bedeutet, psychisch krank zu sein, und wie schwierig es ist, seine „Meise“ zu bezwingen – das alles beschreibt Schlösser auf wunderbare Weise seinem kleinen Sohn.

Portrait
Sebastian Schlösser, geboren 1977, war Regieassistent bei Jürgen Gosch und Theaterregisseur u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit seiner Entlassung aus der Psychiatrie studiert er Jura. Mit  seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 14.12.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-37471-0
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 18,7/11,9/2 cm
Gewicht 237 g
Verkaufsrang 18.423
Buch (Taschenbuch)
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Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen! So anschaulich und einfühlsam geschrieben, erklärt es ein alltägliches Phänomen ! Immer mehr Menschen sind dem Alltag nicht mehr gewachsen und leiden unter psychischen Problemen. Hier spricht Einer ganz offen über seine Zeit in der Klinik. Er versucht, seinem Sohn seine Gefühle zu erklären. Dabei nimmt er uns mit auf eine Reise in eine andere Welt. Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen! So anschaulich und einfühlsam geschrieben, erklärt es ein alltägliches Phänomen ! Immer mehr Menschen sind dem Alltag nicht mehr gewachsen und leiden unter psychischen Problemen. Hier spricht Einer ganz offen über seine Zeit in der Klinik. Er versucht, seinem Sohn seine Gefühle zu erklären. Dabei nimmt er uns mit auf eine Reise in eine andere Welt.

„Ehrlich“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Es gehört schon eine Menge Mut dazu so offen über die eigene manisch-depressive Erkrankung und die Zeit in der Psychiatrie zu schreiben. Noch mehr Mut erfordert es meiner Meinung nach, seinem Kind in einer einfühlsamen, bildhaften Sprache zu erklären, was mit dem Elternteil passiert und woran er leidet. Dies ist Sebastian Schlösser hervorragend gelungen. Es gehört schon eine Menge Mut dazu so offen über die eigene manisch-depressive Erkrankung und die Zeit in der Psychiatrie zu schreiben. Noch mehr Mut erfordert es meiner Meinung nach, seinem Kind in einer einfühlsamen, bildhaften Sprache zu erklären, was mit dem Elternteil passiert und woran er leidet. Dies ist Sebastian Schlösser hervorragend gelungen.

„Himmelhochjauchzend - zu Tode betrübt “

Susanne Brune, Thalia-Buchhandlung Ibbenbüren

Sebastian Schlösser leidet an einer bipolaren Störung, einer manischen Depression. Weil er in seinen manischen Phasen glaubt, alles schaffen und erreichen zu können, weil er meint, dass es ihm doch so richtig gut geht, dauert es zunächst, bis er Hilfe annehmen kann und er sich in eine Psychiatrie einweisen lässt.
In liebevollen Briefen beschreibt er seinem Sohn, was die „Meise“ in seinem Kopf mit ihm macht, wie sie wild in ihm toben, aber auch ganz still, traurig und verzweifelt in der Ecke sitzen kann und wie die „Meisendoktoren“ ihm helfen können, sie zu bezwingen.
Vielleicht gerade deshalb, weil er die Briefe an ein Kind richtet, findet er Worte und Beschreibungen für seine psychische Erkrankung, die dem Ganzen einen lockeren Ton verleihen und auch zum Schmunzeln bringen.
Ein ehrliches und anrührendes Buch!
Sebastian Schlösser leidet an einer bipolaren Störung, einer manischen Depression. Weil er in seinen manischen Phasen glaubt, alles schaffen und erreichen zu können, weil er meint, dass es ihm doch so richtig gut geht, dauert es zunächst, bis er Hilfe annehmen kann und er sich in eine Psychiatrie einweisen lässt.
In liebevollen Briefen beschreibt er seinem Sohn, was die „Meise“ in seinem Kopf mit ihm macht, wie sie wild in ihm toben, aber auch ganz still, traurig und verzweifelt in der Ecke sitzen kann und wie die „Meisendoktoren“ ihm helfen können, sie zu bezwingen.
Vielleicht gerade deshalb, weil er die Briefe an ein Kind richtet, findet er Worte und Beschreibungen für seine psychische Erkrankung, die dem Ganzen einen lockeren Ton verleihen und auch zum Schmunzeln bringen.
Ein ehrliches und anrührendes Buch!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Eindrücklich
von einer Kundin/einem Kunden aus Thun am 29.05.2013

Das Buch gewährt einen beeindruckenden Einblick in das Leben eines manisch depressiven Vaters. Die Briefe an seinen Sohn sind manchmal herzzerreissend, mal komisch, mal versetzen sie ins Staunen

Briefe aus dem Wolkenkuckucksheim
von einer Kundin/einem Kunden am 22.12.2012

Als der angehende Theater-Regisseur Sebastian Schlösser die ersten Erfolge mit seinen Inszenierungen feiert, ist es schon längst passiert: Die Meise, eine manisch-depressive bipolare Störung hat es sich in seinem Kopf gemütlich gemacht. Berauscht von der Energie seiner manischen Phase, der wilden Zeit seiner Meise, reißt er alles mit, was... Als der angehende Theater-Regisseur Sebastian Schlösser die ersten Erfolge mit seinen Inszenierungen feiert, ist es schon längst passiert: Die Meise, eine manisch-depressive bipolare Störung hat es sich in seinem Kopf gemütlich gemacht. Berauscht von der Energie seiner manischen Phase, der wilden Zeit seiner Meise, reißt er alles mit, was sich ihm in den Weg stellt. Doch er merkt nicht, wie sehr er damit die Menschen in seiner Umgebung vor den Kopf stößt und sie verletzt. Allen voran muss seine junge Frau unter seinen Stimmungen leiden. Als sich das Karrussell immer schneller und schneller dreht und der Größenwahn die Genialität ablöst, verliert Schlösser die Kontrolle. Nur im Bademantel und mit Badehose bekleidet, quer durch Berlin irrend, erreicht der Wahn seinen Höhepunkt. Er erkennt, dass er Hilfe braucht und weist sich selbst in die Psychiatrie ein. Aus dieser Zeit stammen die Briefe, die er seinem achtjährigen Sohn Matz schreibt. Anhand dieser Schriftstücke lässt sich der Weg zurückverfolgen, den Schlösser gegangen ist, mit allen Höhenflügen, Abstürzen, Drogenexzessen und Fehlern, die er gemacht hat. Schonungslos ehrlich und erbarmungslos detailliert schreibt er seine Gefühle auf und wird sich oft erst beim Schreiben darüber im Klaren, wie sehr seine Frau, seine Freunde und seine Mitmenschen belastet und aufgerieben hat mit seiner unendlichen Energie und seinen unvorhersehbaren Stimmungsschwankungen. Die Zeit in der Psychiatrie ist schlimm für ihn, seine Medikamente beginnen gerade erst zu wirken und zwischen tiefen, energiraubenden Depression und unendlicher Arroganz weiß Schlösser nicht, was zu seiner Persönlichkeit gehört und wofür die Krankheit verantwortlich ist. In den Briefen schreibt er sich die Last von der Seele und er tut dies so offen und ehrlich, wie er kann. Mich haben diese Briefe sehr berührt, sie helfen die Vorgänge in manisch-depressiven Menschen gut zu verstehen. Ich spreche eine eindeutige Empfehlung an alle Menschen aus, die Verwandte oder Bekannte mit ähnlichem Schicksal haben, und sich dafür interessieren, wie derjenige fühlt. Punke gibt es auch für Aufmachung des Buches und die kindlich-offene Schreibweise des Autors. Durch sie wirkt das Erzählte lebendig

Von Meisen,Profimeisen und Meisendoktoren
von Michaela Santer am 13.11.2011
Bewertet: gebundene Ausgabe

Lieber Gott, lass diesen Krug an mir vorüber ziehen. Unglaublich offen und ehrlich schildert der Autor seinen Umgang mit der Diagnose "manisch-depressiv". Ein bewundernswerter Mann der seinem Sohn so derart liebevolle Briefe schreibt, dass einem ganz warm ums Herz wird.