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Lizzis letzter Tango / Lizzi Bd.1

Kriminalroman

Lizzi

(6)
Zwei Rentner und ein Todesfall
Wenn schon Seniorenheim, dann bitte was Schickes: Nach dem Tod ihres anstrengenden Ehemanns will Lizzi ihren Lebensabend in nobler Umgebung in Blankenese genießen. Ihr Plan zerschlägt sich, als ihr erst ein Kleinganove das dafür nötige Kapital stiehlt und dann auch noch der Rentner von nebenan erschossen wird. An der Seite der Pflegerin Mareike und des kauzigen Kommissars Pfeiffer macht sich Lizzi auf die Suche nach ihrem Geld und dem Mörder – und gerät schneller, als ihr lieb ist, in Gefahr.
„Lizzi ist herrlich eigensinnig und die sympathischste Heldin, die mir seit langem begegnet ist.“ Gisa Pauly
Rezension
" [...] urkomische[...] Mörderjagd " Ilke Rosenburg, Norddeutsche Rundschau, 10.09.2015
" Eigensinnig und witzig." Tina, 07.10.2015
Portrait
Anja Marschall lebt und schreibt in Schleswig-Holstein, wo sie seit mehreren Jahren als Publizistin arbeitet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 308
Erscheinungsdatum 21.09.2015
Serie Lizzi 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3163-9
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 194/121/25 mm
Gewicht 256
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
9,99
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Eine hamburgische Miss Marple in der Senioren-Residenz
von hasirasi2 aus Dresden am 11.10.2015

Lizzi geht es jetzt im Alter endlich mal gut. Sie hat ihr ganzes Leben lang hart als Schlachtereiverkäuferin gearbeitet, um ihre Tochter und ihren Mann durchzubringen. Letzterer hatte es nicht so mit ehrlicher Arbeit: Willi war u.a. Bankräuber und hat nur bei seinem letzten Raubzug ordentlich Beute machen können.... Lizzi geht es jetzt im Alter endlich mal gut. Sie hat ihr ganzes Leben lang hart als Schlachtereiverkäuferin gearbeitet, um ihre Tochter und ihren Mann durchzubringen. Letzterer hatte es nicht so mit ehrlicher Arbeit: Willi war u.a. Bankräuber und hat nur bei seinem letzten Raubzug ordentlich Beute machen können. Leider wurde er verdächtigt und ist in der U-Haft gestorben. Aber Dank der im Brockhaus versteckten Beute kann sich Lizzi Hamburgs teuerste Senioren-Residenz an der Alster mit Blick auf den Fluss leisten. Doch sie muss aufpassen, denn obwohl der Raub nun schon lange her ist, ist ihr Kriminalhauptkommissar a.D. Pfeiffer (mit 3 fff) immer noch auf den Fersen. Er konnte den Fall damals nicht aufklären. Das hat ihm kurz vor der Pensionierung das Genick gebrochen und so ermittelt er auf eigene Faust weiter. Leider kommt das Böse dann aus einer ganz anderen Richtung: Lizzis Tochter bringt ihren neuen Freund mit zu Besuch, der in einem unbeobachteten Moment Lizzis „Safe“ (den Brockhaus) ausräumt und mit dem Geld abhaut. Wenn Lizzi ihren Lebensstandard halten möchte, muss sie schnellstmöglich den Räuber und damit ihr Geld wieder auftreiben. Doch dann wird mitten in dem Getümmel auch noch ein neuer Bewohner der Residenz erschossen, unter der Hand munkelt man ja, er sei eine - zuletzt umstrittene - Berühmtheit gewesen. Während Lizzi versucht, ihr Geld wieder zu finden, fallen ihr bei dem Toten einige Ungereimtheiten auf. Also ermittelt sie mit Pfeiffers und Mareikes Hilfe (einer ehemaligen Pflegerin der Residenz) auf eigene Faust. Ihre Gegenspieler in dem Fall sind aber nicht nur der Dieb und der Mörder, sondern auch die Geschäftsführerin der Residenz, eine herrlich intrigante, hochnäsige Ziege. Diese hat schnell Wind von Lizzis Notlage bekommen und will sie endlich loswerden, da sie ihr schon lang ein Dorn im Auge ist – sie passt einfach nicht zu den anderen reichen alten Damen. Der Krimi ist richtig schön schwungvoll, flüssig und amüsant geschrieben. Ich hatte sehr viel viel Spaß beim Lesen. Die alten Leutchen sind so herrlich schrullig beschrieben, ob es sich nun um exzentrische Vogelkundler oder Würfelzuckersammler handelt. Mareike und Lizzi sind gerissen, taff und extrem cool. Ihre Ermittlungsmethoden haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. So geben sie sich auch schon mal als Oma oder Freundin des Gesuchten aus oder laden sich bei den neugierigen Nachbarn selbst zum Kaffeekränzchen ein. Und wenn auch das nicht hilft, dann wechselt halt ein „Fuffi“ den Besitzer. Auch Pfeiffer wird im Laufe der Handlung immer sympathischer, er wandelt sich vom verbissenen Einzelkämpfer zum mitfühlenden Zeitgenossen. „Wir beide haben uns mehr erhofft, als das Schicksal uns geben wollte.“ Ich würde mich sehr freuen, wenn Lizzi, Mareike und Pfeiffer bald wieder ermitteln dürften und vielleicht findet Lizzi ja auch wieder einen neuen Tangopartner ...

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1 0
humorvoller Krimi
von einer Kundin/einem Kunden am 16.04.2016

Lizzi, 70 Jahre alt, verbringt ihren Lebensabend in einer vornehmen Seniorenresidenz an der Elbchaussee in Hamburg mit Nichtstun. Sie genießt das Ambiente und lässt sich verwöhnen. Ihr Leben war hat. Als Fleischereifachverkäuferin musste sie für den Großteil des Familieneinkommens sorgen. Verheiratet mit dem nichtsnutzigen Willi, der als Eierdieb nur... Lizzi, 70 Jahre alt, verbringt ihren Lebensabend in einer vornehmen Seniorenresidenz an der Elbchaussee in Hamburg mit Nichtstun. Sie genießt das Ambiente und lässt sich verwöhnen. Ihr Leben war hat. Als Fleischereifachverkäuferin musste sie für den Großteil des Familieneinkommens sorgen. Verheiratet mit dem nichtsnutzigen Willi, der als Eierdieb nur für Ärger sorgte, immer bei der Polizei landete, hatte sie auch kein leichtes Leben. Ihre Tochter ist nur mit sich selbst beschäftigt, kommt immer mal vorbei, wenn sie Geld benötigt. Nun fragt man sich, wie kommt diese Frau in eine vornehme Residenz nach Blankenese? Sie hat im Lotto gewonnen, so behauptet sie. Das ist eine auszulegende Wahrheit, ganz wie man Lotto definiert. Einmal im Leben war Willi zu etwas zunutze. Der Bankräuber wurde wie immer von der Polizei gestellt, versteckte aber seinen Raub so, dass ihn Lizzi finden konnte. Im Gefängnis erlag er an einem Herzinfarkt. Natürlich konnte Lizzi ihren Gewinn nicht bei der Bank einzahlen. Die Tochter kommt zu Besuch, braucht Geld für den Urlaub, im Schlepptau wieder einen dieser charakterlosen Typen, deren Namen Lizzi sich nicht merkt, weil es jedes Mal ein anderer ist. Kurz bleibt dieser Mann allein in ihrem Zimmer und oh Scheck, das Geld ist weg! Wovon soll sie nun ihre Miete zahlen? Die mickrige Rente reicht nicht aus. 200 000 Euro sind futsch! Elisabeth Böttcher ist kernig genug, sich das nicht bieten zu lassen. Wer war der Mann und wo wohnt er? Pflegerin Mareike steht Lizzi bei der Suche beiseite. Gleichzeitig ist der in Ruhestand lebende Kommissar Pfeiffer Lizzi auf der Spur. Der kann es nicht ertragen, den Fall damals nicht aufgelöst zu haben. Irgendwo muss das geraubte Geld stecken. Er ist sich sicher, Lizzi weiß etwas. Und dann geschieht auch noch ein Mord in der Residenz. Der neue Bewohner, ein honoriger Bankdirektor, der aber mittlerweile der Kungelei beschuldigt ist, wird erschossen. Wollte jemand seine Aussage vor Gericht verhindern? Nun wird es turbulent in diesem Krimi. Anja Marschall schafft Humor durch skurrile Gestalten und Slapstick. Die Figur Lizzi an sich ist urkomisch. Sie entspricht in keiner Weise dem Seniorenbild von heute. Sie ist stark übergewichtig, legt keinen Wert auf Kleidung, doch, wenn sie nach draußen geht, trägt sie ein Kopftuch. Sie probiert sich nicht in Hobbys, treibt keinen Sport, beteiligt sich auch nicht an Spielchen in der Residenz. Genau darum ist Lizzi der Heimleitung ein Dorn im Auge. Sie passt nicht hinein, in die Gruppe der goldbehängten, gepflegten Damen mit kultivierter Freizeitbeschäftigung. Fragt man heutzutage den jungdynamisch wirkenden Rentner, wann man ihn besuchen kann, muss er erstmal den Terminkalender wälzen: Pediküre, Maniküre, Friseur, Fitnesscenter, Töpferkurs, Yogagruppe, Volkshochschule, Skatgruppe, es sieht schlecht aus. Und am Wochenende? Bildende Toskanareise, Marathon, Weinfest mit der Seniorengruppe, Städtetor nach Wien, Enkel hüten und dann kommt auch schon die Kreuzfahrt. Tut mir leid. Lizzi hatte ein anstrengendes Leben, musste jeden Pfennig drei Mal umdrehen. Die Tochter beschwert sich noch heute über die schlechte Kindheit. Lizzi möchte einfach nur die Beine hochlegen, aus dem Fenster schauen, das edle Ambiente genießen, das gute Essen. Anja Marschall stellt hier versteckt die Frage, ob man egoistisch im Alter die Beine ausstrecken darf. Muss man aktiv sein, muss man Enkel hüten, muss man attraktiv sein? Wie steht es um das Rollenverhältnis der Senioren heutzutage, wem hechten sie hinterher? Was erwartet viele Menschen, die in unterbezahlten Jobs sich wacker durch das Berufsleben schlugen am Ende des Lebens? Besonders Frauen sind von der Altersarmut betroffen. Lizzi in ausgebeulten alten Klamotten, bedeckt sich mit Schlottermantel und Kopftuch, schreitet rasch und energisch durch die Welt, wider jede Ästhetik einer Gran Dame oder einer fitten Jeans-Oma. Sie braucht auch keinen neuen Kerl, der eine war schlimm genug. Lizzi ist Lizzi. Und genauso störrisch und knurrig, wie sie daherkommt ist sie auch. Intelligent und spitzfindig löst sie den Fall, egal was die anderen reden. Eigensinnig stürmt sie los, muss von ihren Mitstreitern oft gebremst werden, verspricht Ruhe zu geben, um im nächsten Moment loszustürmen. Es fällt dem Leser schwer, Lizzi gern zu haben. Lizzi lässt es sich gutgehen auf Kosten einer Bank. Ist das moralisch verwerflich? Wer sind denn die anderen beringten Frauen um sie herum, die sich die Residenz leisten konnten? Haben die dafür so hart gearbeitet wie Lizzi? Lizzi ist intelligent. Sie hätte sich doch weiterbilden können, ihren Willi vor die Tür setzen. Was ist geblieben? Eine mickrige Rente am Sozialhilfeniveau. Selber Schuld? Jeder ist seines Glückes Schmid. Eben. Darum greift Lizzi zu. Ein humorvoller Krimi, der einige Gedanken beim Leser aufreißt. Skurrile Protagonisten, ein Fall voller Wendungen. Feine Beobachtungen in Situationskomik gesetzt, hält den Leser fest, dazu braucht es kein Blut. Eine Lizzi, die nicht nachgibt und mit trickreichen Überlegungen zum Ziel kommt. Genau das wird ihr gleich zum Verhängnis, weil einige Personen daraus Kapital schlagen möchten und mit einer Detektei, ein neues Lebensziel sehen. Wird sich Lizzi breitschlagen lassen, sie will doch nur in Ruhe gelassen werden? Ich fürchte ja. Denn ein neuer Fall für Lizzi liegt in der Druckerpresse. Freuen wir uns darauf.

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Lizzie und der Mörder von Hanseatica
von claudi-1963 aus Schwaben am 13.11.2015

Elisabeth Böttcher genannt Lizzie möchte gerne ihren Lebensabend in einer schicken Seniorenresidenz verleben. Jedoch wie sie diese als ehemalige Schlachtereiverkäuferin finanziert ist ein großes Geheimnis. Leider macht ihr der Freund der Tochter,ein Gelegenheitsdieb einen Strich durch die Rechnung in dem er ihr gesamtes Vermögen stiehlt. Daraufhin geht sie auf... Elisabeth Böttcher genannt Lizzie möchte gerne ihren Lebensabend in einer schicken Seniorenresidenz verleben. Jedoch wie sie diese als ehemalige Schlachtereiverkäuferin finanziert ist ein großes Geheimnis. Leider macht ihr der Freund der Tochter,ein Gelegenheitsdieb einen Strich durch die Rechnung in dem er ihr gesamtes Vermögen stiehlt. Daraufhin geht sie auf die Jagd nach ihm, die sich jedoch als nicht einfach herausstellt. Mareike einer ehemaligen Pflegerin hilft ihr bei der Suche. Als dann aber auch noch der Mord eines Insassen der Residenz dazu kommt, versuchen sie sich auch in diese Ermittlungen einzumischen. Da wird es aber dann doch ganz schön brenzlig für die beiden, aber unverhofft bekommen sie noch Unterstützung von Kommissar Pfeiffer a.D.. Und so bleibt die Detektei Lizzie dem Mörder weiter auf der Spur. Meine Meinung: Ein wunderbarer leichter,humorvoller Krimi für die kalten Herbst und Wintertage. Ich kann Euch versichern ihr werdet ihn nicht mehr weglegen, da die Elisabeth Böttcher alias Lizzie wirklich ein Unikat ist. Anja Marschall hat diesen Krimi mit viel Liebe zum Detail geschrieben und ich habe mich gefreut ihn vorablesen zu dürfen. Das Buch hat so viel Kauzigkeit,Spannung und Humor das man von Kapitel zu Kapitel immer mehr gefesselt ist. Das diese Reihe weiter gehen soll finde ich ist ein Muss, den seit Miss Maple in Sachen Krimi haben wir wenig Seniorinnen die ermitteln. Freut euch wir haben sie jetzt Lizzie die Miss Maple aus Altona. Von daher kann ich nur 5 von 5 Sternen geben.

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