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Madame Ernestine und die Entdeckung der Liebe

Roman

(4)
Eine humorvoll-melancholische Aschenputtel-Geschichte über eine Putzfrau und ihren musikalischen Prinzen.



Eine tiefe Liebe zu Literatur und Musik, eine zerlesene Homerausgabe und ein altmodisches Kehrgerät: Obwohl die Brüsseler Putzfrau Ernestine Vandermeer keine Reichtümer von ihrem Vater geerbt hat, war sie doch immer zufrieden mit ihrem Leben. Bis der überraschende Tod ihres Arbeitgebers Harry Bishop alles durcheinanderwirbelt. Denn eine Klausel in Harrys Testament führt Ernestine auf das Parkett der feinen Gesellschaft – und ihre Suche nach einer neuen Stelle endet im Haushalt des geheimnisumwehten Meistercellisten Sébastien Balthasar. Wo sie mit ihrem eigenwilligen Charme ihr ganz eigenes kleines Wunder bewirkt ...




Portrait
Leona Francombe hat zwei Leidenschaften: die Literatur und die Musik. Als Kind englischer und tschechischer Eltern wurde sie in England geboren und wuchs in den USA auf. Am Bryn Mawr College, in Yale und in Wien studierte sie klassische Musik, 1987 zog sie nach Brüssel. Sie war Stipendiatin der Rotary Foundation, gründete im Auftrag der Europäischen Kulturstiftung ein ost-westliches Kammermusikorchester und ging mit ihm auf Tournee. Sie hat zahlreiche Essais und Kurzgeschichten veröffentlicht, „Madame Ernestine und die Entdeckung der Liebe“ ist ihr erster Roman. Mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt Leona Francombe in Brüssel.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 19.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-48356-3
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 185/119/40 mm
Gewicht 386
Originaltitel Dancing with Swans
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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3,5 Sterne - Etwas skurril aber insgesamt sehr liebenswert
von Vanessas Bücherecke am 22.11.2015

Inhalt aus dem Klappentext: Eine tiefe Liebe zu Literatur und Musik, eine zerlesene Homerausgabe und ein altmodisches Kehrgerät: Obwohl die Brüsseler Putzfrau Ernestine Vandermeer keine Reichtümer von ihrem Vater geerbt hat, war sie doch immer zufrieden mit ihrem Leben. Bis der überraschende Tod ihres Arbeitgebers Harry Bishop alles durcheinanderwirbelt. Denn... Inhalt aus dem Klappentext: Eine tiefe Liebe zu Literatur und Musik, eine zerlesene Homerausgabe und ein altmodisches Kehrgerät: Obwohl die Brüsseler Putzfrau Ernestine Vandermeer keine Reichtümer von ihrem Vater geerbt hat, war sie doch immer zufrieden mit ihrem Leben. Bis der überraschende Tod ihres Arbeitgebers Harry Bishop alles durcheinanderwirbelt. Denn eine Klausel in Harrys Testament führt Ernestine auf das Parkett der feinen Gesellschaft – und ihre Suche nach einer neuen Stelle endet im Haushalt des geheimnisumwehten Meistercellisten Sébastien Balthasar. Wo sie mit ihrem eigenwilligen Charme ihr ganz eigenes kleines Wunder bewirkt ... Meinung: Ernestine Vandermeer ist eine alleinstehende Mittfünfzigerin und ist mit ihrem bescheidenen Leben als Putzfrau eigentlich zufrieden. Sie lebt und putzt bei dem Diplomaten Harry Bishop, lauscht dessen Celloproben und liest ab und an einen griechischen Klassiker aus seiner Bibliothek. Als Harry aber plötzlich stirbt wird Ernestines Leben auf den Kopf gestellt, denn Harry hat ihr ein halbes Haus vermacht, welches einigen Ärger nach sich zieht. Denn Harry schien in zwielichtige Geschäfte verstrickt zu sein und die belgische High-Society scheint tief in dem Gewirr mitzuhängen. Ernestine geht den Ereignissen nach und stößt auf Täuschungen und Geheimnisse, aber auch auf den Meistercellisten Sébastien Balthasar, dessen Haus sie putzen darf. Doch warum ist er so traurig und warum tritt er nicht mehr auf? Ernestine ist eine etwas anstrengende Protagonistin und manchmal war sie mir zu bizarr. Sie erscheint auf der einen Seite sehr unterwürfig, aber auch sehr neugierig und tritt zuweilen ziemlich forsch und aufdringlich auf. Das fand ich etwas befremdlich. Auch ihre Freundin Nelly war mir suspekt und ich wurde nicht so richtig schlau aus ihr, da ich nicht wusste, was Nelly antreibt. Insgesamt aber war mir Ernestine nicht unsympathisch und meine Neugier auf sie und ihre Geschichte konnte mir ihre schrullige Art nicht nehmen. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, der Blickwinkel ist auf Ernestine gerichtet. Die Kapitel sind manchmal kurz, manchmal lang. Ein paar Längen haben sich leider eingeschlichen, aber Leona Francombe hat einen sehr angenehmen Schreibstil, so dass das Buch sich doch recht flüssig lesen lässt. Leona Francombe schreibt mit viel Liebe zu den griechischen Klassikern und zu dem Land Belgien. Deshalb wirkt dieses Buch manchmal wie eine moderne Version der Odyssee, in der sich Ernestine auf der Suche nach ihrem persönlichen Zuhause begibt. In Rückblicken erfährt man als Leser mehr über ihre Vergangenheit und warum Ernestine weder Mann noch Kinder hat. Der Titel des Buches lässt einen leichten Liebesroman vermuten, den man aber in diesem Buch so nicht finden wird. Der Roman weist eher Züge eines Krimis auf, ist ein Buch über die Selbstfindung eines Menschen und ja, auch ein wenig über die Liebe, aber viel tiefgründiger. Der Schreibstil ist verspielt und leicht melancholisch, der Grundton eher ruhig. Deshalb kommt an einigen Stellen die Spannung leider nicht so rüber, wie es von der Autorin angedacht war, was ich sehr schade fand, denn gerade das Ende des Romans hätte ruhig etwas lauter ausfallen können. So hat das Buch dann letztendlich zwar ganz gut unterhalten, war aber leider kein Kracher. Fazit: Ernestine Vandermeer ist eine etwas skurrile Heldin, die ich zwar manchmal etwas bizarr fand, insgesamt aber doch mochte. Mit mehr oder weniger Spannung führt sie einen durch diese etwas kriminalistische Geschichte, die ein paar unterhaltsame Lesestunden bereitet. Wer Freude an einem verspielten Erzählstil und an griechischen Klassikern hat, wird mit diesem Buch Spaß haben. Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Souverän und bildkräftig erzähltes Debüt
von Michael Lehmann-Pape am 27.05.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Bis sich herausstellen wird, was es denn mit der Liebe für Madame Ernestine auf sich hat und wie sich diese „dunklen Affären“ ihres (nach dem Anfang des Buches bald ehemaligen) Arbeitgebers Harry Bishop eigentlich darstellen, wird einige Zeit des ruhigen Erzählflusses und der bildkräftigen Schilderungen von Personen und Orten... Bis sich herausstellen wird, was es denn mit der Liebe für Madame Ernestine auf sich hat und wie sich diese „dunklen Affären“ ihres (nach dem Anfang des Buches bald ehemaligen) Arbeitgebers Harry Bishop eigentlich darstellen, wird einige Zeit des ruhigen Erzählflusses und der bildkräftigen Schilderungen von Personen und Orten vergehen. Zeit, die man sich gerne nimmt, denn flüssig und elegant versteht es Leona Francombe, ausgebildete und erfolgreiche klassische Musikerin, die Ereignisse ruhig und anregend vor Augen zu führen. Allein schon, wie sie die verschiedenen Seiten ihrer Hauptperson Ernestine zur Geltung bringt. Diesen ganz eigenen Kopf und Sinn, dieses weite Herz für die klassische Musik, die, einerseits, „Unsichtbarkeit“ dieses dienstbaren Geistes und der andererseits ungebrochene und stetige Blick, dieses ein wenig Unbeholfen wirken im „wahren Leben“ und die Eleganz ihrer Tätigkeit als „Putz-Derwisch“, sowie der Raum, den sie plötzlich auch auf der Straße einnimmt, wenn sie in Wallung gerät, all das führt den Leser vielfach hinein in die Person dieser älteren Frau, der das Leben interessante Wendungen gerade mit auf den Weg gibt. Eine Frau mit Herz im Übrigen, nicht nur für die Musik. Auch für ihren verstorbenen Vater (dessen Sterbeszene Francombe anrührend im Buch gestaltet), auch für ihren gar nicht so unbedingt sympathischen Arbeitgeber, den der Tod ereilt, bevor sein Gewissen ihn aufrecht für seine Fehler im Leben eintreten lässt. Selbst für die beiden ihr verbundenen Orte, Brüssel mit seiner massiven Patina und Den Haan mit seinen Villen versteht es die burschikose und lebensneugierige Ernestine, den Leser ein stückweit mit gefangen zu nehmen. Auch wenn das Tempo des Buches doch teils arg ruhig verläuft und es lange dauert, bis ein wenig Bewegung in die mysteriösen Geschäfte Harry Bishops und seines „Freund-Feindes“ Marschall gelangt und ebenso lange dauert, bis das ominöse Erbe Ernestines, die „andere Hälfte der Villa in Den Haan“, die sich Harry mit Marschall geteilt hatte, auch wenn Francombe hier und da doch zu betulich erzählt, insgesamt bietet dieser Roman eine klassisch angehauchte Atmosphäre der sprachlichen Eleganz und der in sich stimmigen Geschichte, die durchaus gefangen nimmt. Warum ist Nelly, die beste Freundin Ernestines, ziemlich chaotisch und „laut“ veranlagt, plötzlich so reserviert? Wie schafft es Ernestine, deren Leben auch im Rückblick im Buch erzählt wird und die so unsicher und ein wenig wie ein Trampel auf offiziellem Parkett daher kommt, angesichts der „höheren Gesellschaft“ standhaft ihren Weg zu gehen? Gepaart mit ein wenig Einblick in die Kunst des Cello Spieles, eines sehr zurückhaltenden, stillen „Verehrers“ und ein wenig Kriminalroman erzeugt Francombe eine wunderbare Atmosphäre, welche die sich ein wenig ziehenden Teile des Buches in den Hintergrund treten lassen. Alles in allem eine sprachlich sehr schön erzählter Roman mit viel belgischer Atmosphäre, einer äußerst sympathischen, aber auch lebenssperrigen Hauptperson und einigen verdeckten Linien in der Liebe und im Geschäftsleben, die genügend anregende Spannung für den Leser im Hintergrund aufbauen, um trotz einiger Längen bis zum Schluss gerne zu verweilen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Eine Putzfrau aus Brüssel
von einer Kundin/einem Kunden am 04.05.2014
Bewertet: Buch (gebunden)

Eine ganz entzückende Geschichte einer Putzfrau in Brüssel. Mit derselben Intensität Musik zu hören oder zu putzen. Die Arbeit als Meditation. Der etwas andere Ansatz für die unterschätzte und bisweilen auch ungeliebte Hausarbeit. Die kleine unscheinbare Frau erobert die Menschen. Sehr lesenswert!

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