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Marias letzter Tag

(3)
Der Sommer ohne Angst
Jeder hat Angst: vor der Euro-Krise, dem steigenden Flusspegel, dem Notendurchschnitt. Lous beste Freundin Maria hat Angst, wie ihre Mutter an Krebs zu erkranken. Als sie von einem Zug erfasst wird und nur knapp überlebt, sprechen alle von versuchtem Selbstmord. Daraufhin ruft Lou den Sommer ohne Angst aus. Ihr Plan: zu leben, als sei es ihr letzter Tag. Tun, wovor sie sich immer gefürchtet hat. Sich fühlen, wie Maria sich gefühlt hat. Ihre selbstgedrehten Videos postet Lou auf ihrem YouTube-Channel, dem sie den Titel "Marias letzter Tag" gibt. Rasant steigt die Zahl der Klicks, es entsteht eine Bewegung der Angstverweigerer. Die Mitschüler, Freunde und Fans übertrumpfen sich mit immer gefährlicheren Aktionen. Und irgendwann verliert Lou die Kontrolle ...
Rezension
"Alexandra Kui erzählt eindrücklich und mit großem Einfühlungsvermögen" NDR Info
Portrait
Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Sozialgeschichte in Hamburg und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. Nach den Krimis »Blaufeuer«, verfilmt fürs ZDF unter dem Titel »Der Tote im Watt«, und »Wiedergänger« erschienen inzwischen drei Jugendthriller, »Lügensommer«, »Falsche Nähe« und »Stille Feindin«. Mit »Marias letzter Tag« veröffentlicht die Autorin, die auf der Geest bei Hamburg lebt und zuletzt für »Die Welt ist eine Scheibe« von den Kritikern hochgelobt wurde, ihren ersten literarischen Roman bei cbt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 02.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-16317-7
Verlag Cbt
Maße (L/B/H) 225/144/29 mm
Gewicht 462
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Buch (gebundene Ausgabe)
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Besonders, bewegend, tiefgründig und mitreißend!!!
von Skyline Of Books am 22.03.2015

Klappentext „Jeder hat Angst: vor der Euro-Krise, dem steigenden Flusspegel, dem Notendurchschnitt. Lous beste Freundin Maria hat Angst, wie ihre Mutter an Krebs zu erkranken. Als sie von einem Zug erfasst wird und nur knapp überlebt, sprechen alle von versuchtem Selbstmord. Daraufhin ruft Lou den Sommer ohne Angst aus. Ihr... Klappentext „Jeder hat Angst: vor der Euro-Krise, dem steigenden Flusspegel, dem Notendurchschnitt. Lous beste Freundin Maria hat Angst, wie ihre Mutter an Krebs zu erkranken. Als sie von einem Zug erfasst wird und nur knapp überlebt, sprechen alle von versuchtem Selbstmord. Daraufhin ruft Lou den Sommer ohne Angst aus. Ihr Plan: zu leben, als sei es ihr letzter Tag. Tun, wovor sie sich immer gefürchtet hat. Sich fühlen, wie Maria sich gefühlt hat. Ihre selbstgedrehten Videos postet Lou auf ihrem YouTube-Channel, dem sie den Titel »Marias letzter Tag« gibt. Rasant steigt die Zahl der Klicks, es entsteht eine Bewegung der Angstverweigerer. Die Mitschüler, Freunde und Fans übertrumpfen sich mit immer gefährlicheren Aktionen. Und irgendwann verliert Lou die Kontrolle ...“ Gestaltung Das Cover von „Marias letzter Tag“ ist einerseits recht unspektakulär, aber andererseits strahlt es das gewisse Extra aus, weil es besonders ist und unter den vielen Buchcovern auf dem aktuellen Markt hervorsticht. Die Wolken am unteren Bildrand, über die der Titel mit seiner rotpinken Schrift ragt, erscheinen gerade vor dem knallgrünen Himmel mit seinen kleinen Punkten, die Sterne sein könnten, wattig weich. Der grüne Hintergrund erinnert mich an das Universum und das Weltall, sodass die Wolken davor für unsere Erde stehen (und zudem spielen sie auch im Prolog eine Rolle). Die Kombination dieser beiden Elemente gefällt mir sehr gut. Im Fokus des Betrachters rutscht dabei aber das „Play“-Symbol in der Covermitte. Es ist leicht rau und hebt sich somit vom Rest des sonst glatten Covers ab. Die Bedeutung des Symbols wird auch schon im Klappentext deutlich: es stellt einen Bezug zum Inhalt her, da es in dem Buch um selbstgedrehte Videos geht. Meine Meinung „Marias letzter Tag“ ist ein Buch, das mich sehr berührt hat. Es geht um das Erkunden der eigenen Grenzen, das überschreiten eben dieser und damit einhergehend den Verlust des Wissens um seine eigene Verletzlichkeit. Es geht um das Gefühl zu leben und das Leben allen anderen Dingen voran auch zu spüren. Jugendliche fühlen sich oftmals unbesiegbar und mächtig, geradezu so, als ob sie alles schaffen könnten. Und genau diese Thematik greift Alexandra Kui in ihrem Roman auf, bis hin zu dem Punkt, an dem alles aus den Fügen gerät und aus dem Ruder läuft. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Lous Sicht, abgesehen vom Prolog, in dem die ersten Absätze in der 3. Person berichten, bis Lou übernimmt. Die Erzählweise dieses Romans ist besonders, da Lou schon im Prolog darauf hin weist, dass sie ihre Geschichte erzählen möchte. Als Video. Das bedeutet, dass sie mal vor, mal zurück spult und manchmal auch abschweift. In Lous Leben spielt das Drehen von Videos eine große Rolle, denn nach einem schweren Unfall ihrer Freundin Maria versucht sie auf diese Weise die tragischen Ereignisse zu verarbeiten. Aber der gewünschte Effekt tritt nicht ein, stattdessen bringen die Videos noch mehr Unruhe in Lous Leben. Die Figuren, allen voran Lou, waren „aus dem Leben gegriffen“, weil sie dem Leser so real erschienen. Gekoppelt mit der Thematik von „Marias letzter Tag“ entsteht so ein Werk, das wirklich das Potential hat, den Lesern etwas beizubringen und vor Augen zu führen: wie geht man mit seiner Angst um, wozu ist sie da und was ist die Bedeutung von Freundschaft, Liebe und Familie. Tiefgründige Themen, die hier feinfühlig und sehr substanzhaltig aufgegriffen werden. Leser, die gerne zwischen den Zeilen lesen, werden begeistert sein! Oftmals hatte ich beim Lesen einfach das Gefühl, dass ich so viel mitnehmen kann aus diesem Werk, dass ich viel auf mein Leben übertragen kann und von Lous Geschichte lernen kann. Gerade jugendliche Leser werden sich hier oftmals selbst wiederfinden, während Erwachsene einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt und das Innere von Teenagern erhalten können. Nicht nur durch die angenehme, etwas größer als normal gewählte Schriftgröße und die „Schlankheit“ des Buches, sondern auch durch den interessanten, besonderen Schreibstil der Autorin, fliegt man geradezu durch die Seiten. Erst als ich am Ende des Romans angelangt war, konnte ich aufatmen, sodass mir erst dann bewusst wurde, dass ich während des Lesens vor Spannung und Begeisterung die Luft angehalten hatte. Ich war viel zu mitgerissen mit der Handlung und zu berührt, um ans Atmen zu denken! Ganz besonders war an diesem Roman zudem, dass in die Geschichte Fotos und Word Clouds eingestreut wurden. Die Beschreibungen von Lous Videos wurden so zu etwas ganz besonderem, da sie zudem für den Leser auch sehr anschaulich waren. Fazit Mit „Marias letzter Tag“ hat Alexandra Kui einen tiefgründigen Roman geschaffen, der die Bedeutsamkeit von Angst sehr anschaulich darstellt und die Leser zum Nachdenken anregt. Besonders eindringlich werden die Konsequenzen des eigenen Handelns aufgezeigt, wobei man als Leser so viel für sich selber aus dieser Geschichte mitnehmen kann. Besonders gefallen hat mir der ungewöhnliche Schreibstil und die besondere Erzählart, da sie sehr außergewöhnlich sowie nicht alltäglich sind und so für Abwechslung beim Lesen sorgen. „Marias letzter Tag“ ist keine leichte Lektüre, da sie zum Nachdenken anregt (und auch anregen soll) und der Leser aufmerksam sein muss. Lässt man sich aber auf diese Geschichte ein, so erwartet einen eine bewegende Geschichte über Angst, Freundschaft und das Leben selber. Diese Geschichte bleibt noch lange in meinem Kopf! 5 von 5 Sternen! Reihen-Infos Einzelband

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Was passiert, wenn man keine Angst mehr hat
von Cindy am 17.03.2015

In Marias letzter Tag geht es um Angst. Es geht um eine besondere Weise, wie man mit Angst umgehen und was daraus entstehen kann. Es geht um Lou und Maria, zwei sehr unterschiedliche Mädchen, die beste Freundinnen sind. Maria ist immer fröhlich, sorgenfrei und in der ganzen Schule beliebt,... In Marias letzter Tag geht es um Angst. Es geht um eine besondere Weise, wie man mit Angst umgehen und was daraus entstehen kann. Es geht um Lou und Maria, zwei sehr unterschiedliche Mädchen, die beste Freundinnen sind. Maria ist immer fröhlich, sorgenfrei und in der ganzen Schule beliebt, Lou dagegen das schüchterne, unscheinbare Anhängsel. Ihrer Freundschaft macht dieser Unterschied glücklicherweise gar nichts aus. Maria scheint jedoch nicht mehr diejenige zu sein, die Lou immer in ihr gesehen hat, denn plötzlich liegt sie schwer verletzt im Krankenhaus. Der Verdacht: Selbstmordversuch. Lou findet heraus, dass das alles mit Angst zu tun haben könnte, und will das mit Hilfe eines YouTube-Channels, den sie passend dazu “Marias letzter Tag” nennt, ändern: Ein Sommer ohne Angst. Gleich bei den ersten Sätzen in diesem Roman fällt der besondere Schreibstil auf: ungewöhnlich, sprunghaft, bildhaft. Eine Art zu erzählen, an die man sich wahrscheinlich erst mal gewöhnen muss, die dann aber ganz wunderbar zur Geschichte passt. Lous Gedanken springen so hin und her, sie lässt sich schnell ablenken, macht sich ständig Sorgen und denkt oft sehr negativ an die Zukunft. Deshalb ist man als Leser manchmal verwirrt, allerdings passt auch das zur Geschichte, denn Lou ist in einer Atmosphäre voller Angst aufgewachsen: Man darf das nicht machen, niemals allein dorthin gehen und schon gar nicht mit irgendwelchen Bakterien in Kontakt kommen. Darauf hat sie allerdings keine Lust mehr und beschließt den Sommer ohne Angst gleich mit einer ganz großen Ansage: Sie lädt ein Video auf YouTube hoch und zeigt sich der ganzen Welt. Bald folgen weitere Videos, hinrissige und oft auch, vom vernünftigen Standpunkt aus gesehen, nicht nachvollziehbare Taten werden da gezeigt und das schlägt voll ein. Für Lou ändert sich dadurch so einiges und man erlebt hier eindringlich eine Wendung des sonst so stillen Mädchens. Was dieses Buch auch noch besonders macht, sind die eingestreuten Word Clouds, die Fotos und die Beschreibungen von Lous Videos. Das ergibt eine tolle Mischung und zeigt Lous Welt und die des Internets sehr anschaulich. Insgesamt zeigt Alexandra Kui die Welt von jungen Erwachsenen auf eine sehr eindringliche Art und Weise. Dabei wird das Thema Angst mit ungewöhnlichen und doch sehr aktuellen Mitteln angegangen und erlebt, ganz ohne erhobenen Zeigefinger und doch mit deutlichen Konsequenzen. Dadurch ist es keine leichte Kost, regt allerdings zum Nachdenken an und verlässt den Kopf garantiert nicht mehr so schnell. Eine besondere Lektüre darüber, was passieren kann, wenn man zu viel und zu wenig Angst hat.

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0 0
von Sibylle Steinhauer aus Darmstadt am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Interessante Story, ganz besonderer Stil, die Sprache ist vom Internet durchdrungen, was sehr gut zu den komplexen Themen passt, die schön umgesetzt sind. Lesenswert.

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