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Mein Naher Osten

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Amman, Beirut, Jerusalem - Karin Kneissls Leben zeigt viele Stationen. In ihrem Buch spricht sie von ihrer ganz persönlichen Verbindung zum Nahen Osten und warum es sie immer wieder in die Krisengebiete verschlagen hat.
Kann man sich in einen unlösbaren Konflikt verlieben? Karin Kneissl hat ihr halbes Leben im und mit dem Nahen Osten verbracht. Zwischen dem Wunsch zu verstehen und zu helfen; zwischen Todesangst, Frustration und dem Fatalismus einerseits und der tiefen Liebe zu einer Region und den Menschen andererseits. Sie studierte in Jerusalem, organisierte Menschenrechtsdebatten in Beirut, führte Interviews im Irak und erlebte den Arabischen Frühling am Tahrir-Platz mit. Als Journalistin, Diplomatin und Lehrende erlebte sie nahöstliche Königspaläste und österreichische Ministerien, deutsche Redaktionen und amerikanische Universitäten, nationale Botschaften und globale Energiekonzerne, backstage und ungeschminkt. Diese skurrilen, absurden, traumatischen und berührenden Erfahrungen teilt sie nun in diesem Band. Und wir kommen mit ihr zur Überzeugung, dass die Welt Menschen mit Rückgrat braucht, die nach ihrer eigenen Überzeugung handeln und sich nicht zu Söldnern anderer Interessen machen lassen - in den Krisengebieten der Welt ebenso wie im politischen Alltag hierzulande.

Portrait
Dr. Karin Kneissl, 1965 in Wien geboren, zählt zu den führenden Nahostexperten Europas. Nach dem Jura- und Arabischstudium an der Universität Wien recherchierte sie für ihre Dissertation zu Grenzkonflikten an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Sie absolvierte die Ecole Nationale d'Administration (ENA) in Paris und arbeitete als Forschungsbeauftragte am Center for Contemporary Arab Studies der Universität Georgetown in Washington. Von 1990 bis 1998 war Karin Kneissl im diplomatischen Dienst Österreichs tätig. Sie wirkte u.a. im Kabinett des Außenministers, im Völkerrechtsbüro und war in Paris und Madrid auf Auslandsposten. Seit Herbst 1998 ist sie als freie Journalistin für deutsch- und englischsprachige Printmedien tätig. Einer breiten Öffentlichkeit wurde sie durch ihre fundierten politischen Analysen im ORF bekannt. Als Expertin für Völkerrecht, Geschichte des Nahen Ostens und den Energiemarkt unterrichtet Karin Kneissl an der Diplomatischen Akademie Wien sowie als Gastlektorin an der Landesverteidigungsakademie und an Universitäten im Libanon.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 200
Erscheinungsdatum 04.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99100-112-6
Verlag Braumüller GmbH
Maße (L/B/H) 216/154/22 mm
Gewicht 438
Buch (gebundene Ausgabe)
21,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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So viele Informationen - so interessant verpackt - hervorragend!
von kvel am 12.06.2014

Die Autorin Karin Kneissl hat in Jerusalem studiert und war u.a. im Diplomatischen Dienst der Republik Österreich tätig. Als freischaffende und unabhängige Korrespondentin schrieb sie z.B. für "Die Welt". In "Mein Naher Osten" beschreibt sie ihre Erfahrungen und Einschätzungen. Als Journalistin, Diplomatin und Lehrende erlebte sie nahöstliche Königspaläste und österreichische Ministerien,... Die Autorin Karin Kneissl hat in Jerusalem studiert und war u.a. im Diplomatischen Dienst der Republik Österreich tätig. Als freischaffende und unabhängige Korrespondentin schrieb sie z.B. für "Die Welt". In "Mein Naher Osten" beschreibt sie ihre Erfahrungen und Einschätzungen. Als Journalistin, Diplomatin und Lehrende erlebte sie nahöstliche Königspaläste und österreichische Ministerien, deutsche Redaktionen und amerikanische Universitäten, nationale Botschaften und globale Energiekonzerne - backstage und ungeschminkt. Dieses Werk ist, meiner Einschätzung nach, auf der einen Seite eine Autobiographie, in der sie "ihre" Geschichte erzählt, ihren Werdegang, ihre Stationen in ihrem Leben sowie ihre Erfahrungen im Nahen Osten und anderswo auf der Welt. Auf der anderen Seite ist dies ein sehr interessantes Sachbuch, in dem sie die komplexen historischen Hintergründe der vielen Konflikte dieser Region erläutert. Die Autorin hat sich immer ihre Eigenständigkeit bewahrt und sich nie vor den Karren anderer Interessen spannen lassen. Das Buch, welches sich auch für einen Laien schnell und einfach lesen lässt, enthält auch einige private Bilder (Fotos, schwarz-weiß). Ich finde den Schreibstil der Autorin hervorragend: Sie lässt ganz nebenbei sehr viele Informationen in ihren Text einfließen, schreibt aber dennoch zielführend, so dass nicht der Rote Faden verloren geht und nicht das Gefühl aufkommt, dass sie abschweifen würde. Die Wortgewandtheit der Autorin finde ich bemerkenswert; beispielsweise ist "In Beirut piaffierten westliche Firmen voller Ungeduld, die nur darauf warteten, im Irak wieder das große Geschäft zu machen." (S. 174) eine sehr gelungene Beschreibung als im Jahre 2000 viele US-Firmen für die Aufhebung der Irak-Sanktionen plädierten. Die Autorin legt die Veränderungen z.B. im diplomatischen "Apparat" ungeschminkt dar: "Anstatt Konflikte zu lösen, verlegte sich die Diplomatie immer mehr auf das "Managen" dieser." (S. 128) und "Der Dauerkonflikt wurde vielmehr zum Wirtschaftszweig, den sich einige der Konfliktmanager, Kohorten an Nichtregierungsorganisationen und Forscher nicht mehr wegnehmen lassen wollen, sie wären arbeitslos." (S. 129). Und sie gewährt Einblicke in (politische) Machtstrukturen. Ebenso hat sie die Veränderungen im Pressewesen backstage erfahren: "An die Stelle der eigenständigen Recherche ist die durch Kommunikationsexperten aufbereitete Informationspolitik getreten. Zwischen dem Journalisten und dem PR-Agenten liegen Welten, doch sie gehen bedenklich in einem Einheitsbrei ineinander über." (S. 163), was sie jedoch gemäß ihrem Lebensmotto "Frei zu schaffen ist ein Privileg, dessen ich mir im Laufe der Jahre und in politisch brisanten Zeiten immer mehr bewusst wurde. Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist die Voraussetzung geistiger Freiheit" (S. 170) komplett ablehnt. Fazit: Selten hat der Begriff "informativ" so gut auf ein Sachbuch gepasst wie bei diesem hier zugrunde liegenden Buch. Absolute Leseempfehlung!

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So viele Informationen - so interessant verpackt - hervorragend!
von kvel am 12.06.2014

Die Autorin Karin Kneissl hat in Jerusalem studiert und war u.a. im Diplomatischen Dienst der Republik Österreich tätig. Als freischaffende und unabhängige Korrespondentin schrieb sie z.B. für "Die Welt". In "Mein Naher Osten" beschreibt sie ihre Erfahrungen und Einschätzungen. Als Journalistin, Diplomatin und Lehrende erlebte sie nahöstliche Königspaläste und österreichische Ministerien,... Die Autorin Karin Kneissl hat in Jerusalem studiert und war u.a. im Diplomatischen Dienst der Republik Österreich tätig. Als freischaffende und unabhängige Korrespondentin schrieb sie z.B. für "Die Welt". In "Mein Naher Osten" beschreibt sie ihre Erfahrungen und Einschätzungen. Als Journalistin, Diplomatin und Lehrende erlebte sie nahöstliche Königspaläste und österreichische Ministerien, deutsche Redaktionen und amerikanische Universitäten, nationale Botschaften und globale Energiekonzerne - backstage und ungeschminkt. Dieses Werk ist, meiner Einschätzung nach, auf der einen Seite eine Autobiographie, in der sie "ihre" Geschichte erzählt, ihren Werdegang, ihre Stationen in ihrem Leben sowie ihre Erfahrungen im Nahen Osten und anderswo auf der Welt. Auf der anderen Seite ist dies ein sehr interessantes Sachbuch, in dem sie die komplexen historischen Hintergründe der vielen Konflikte dieser Region erläutert. Die Autorin hat sich immer ihre Eigenständigkeit bewahrt und sich nie vor den Karren anderer Interessen spannen lassen. Das Buch, welches sich auch für einen Laien schnell und einfach lesen lässt, enthält auch einige private Bilder (Fotos, schwarz-weiß). Ich finde den Schreibstil der Autorin hervorragend: Sie lässt ganz nebenbei sehr viele Informationen in ihren Text einfließen, schreibt aber dennoch zielführend, so dass nicht der Rote Faden verloren geht und nicht das Gefühl aufkommt, dass sie abschweifen würde. Die Wortgewandtheit der Autorin finde ich bemerkenswert; beispielsweise ist "In Beirut piaffierten westliche Firmen voller Ungeduld, die nur darauf warteten, im Irak wieder das große Geschäft zu machen." (S. 174) eine sehr gelungene Beschreibung als im Jahre 2000 viele US-Firmen für die Aufhebung der Irak-Sanktionen plädierten. Die Autorin legt die Veränderungen z.B. im diplomatischen "Apparat" ungeschminkt dar: "Anstatt Konflikte zu lösen, verlegte sich die Diplomatie immer mehr auf das "Managen" dieser." (S. 128) und "Der Dauerkonflikt wurde vielmehr zum Wirtschaftszweig, den sich einige der Konfliktmanager, Kohorten an Nichtregierungsorganisationen und Forscher nicht mehr wegnehmen lassen wollen, sie wären arbeitslos." (S. 129). Und sie gewährt Einblicke in (politische) Machtstrukturen. Ebenso hat sie die Veränderungen im Pressewesen backstage erfahren: "An die Stelle der eigenständigen Recherche ist die durch Kommunikationsexperten aufbereitete Informationspolitik getreten. Zwischen dem Journalisten und dem PR-Agenten liegen Welten, doch sie gehen bedenklich in einem Einheitsbrei ineinander über." (S. 163), was sie jedoch gemäß ihrem Lebensmotto "Frei zu schaffen ist ein Privileg, dessen ich mir im Laufe der Jahre und in politisch brisanten Zeiten immer mehr bewusst wurde. Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist die Voraussetzung geistiger Freiheit" (S. 170) komplett ablehnt. Fazit: Selten hat der Begriff "informativ" so gut auf ein Sachbuch gepasst wie bei diesem hier zugrunde liegenden Buch. Absolute Leseempfehlung!

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Die Autorin Karin Kneissl hat in Jerusalem studiert und war u.a. im Diplomatischen Dienst der Republik Österreich tätig. Als freischaffende und unabhängige Korrespondentin schrieb sie z.B. für "Die Welt". In "Mein Naher Osten" beschreibt sie ihre Erfahrungen und Einschätzungen. Als Journalistin, Diplomatin und Lehrende erlebte sie nahöstliche Königspaläste und österreichische Ministerien,... Die Autorin Karin Kneissl hat in Jerusalem studiert und war u.a. im Diplomatischen Dienst der Republik Österreich tätig. Als freischaffende und unabhängige Korrespondentin schrieb sie z.B. für "Die Welt". In "Mein Naher Osten" beschreibt sie ihre Erfahrungen und Einschätzungen. Als Journalistin, Diplomatin und Lehrende erlebte sie nahöstliche Königspaläste und österreichische Ministerien, deutsche Redaktionen und amerikanische Universitäten, nationale Botschaften und globale Energiekonzerne - backstage und ungeschminkt. Dieses Werk ist, meiner Einschätzung nach, auf der einen Seite eine Autobiographie, in der sie "ihre" Geschichte erzählt, ihren Werdegang, ihre Stationen in ihrem Leben sowie ihre Erfahrungen im Nahen Osten und anderswo auf der Welt. Auf der anderen Seite ist dies ein sehr interessantes Sachbuch, in dem sie die komplexen historischen Hintergründe der vielen Konflikte dieser Region erläutert. Die Autorin hat sich immer ihre Eigenständigkeit bewahrt und sich nie vor den Karren anderer Interessen spannen lassen. Das Buch, welches sich auch für einen Laien schnell und einfach lesen lässt, enthält auch einige private Bilder (Fotos, schwarz-weiß). Ich finde den Schreibstil der Autorin hervorragend: Sie lässt ganz nebenbei sehr viele Informationen in ihren Text einfließen, schreibt aber dennoch zielführend, so dass nicht der Rote Faden verloren geht und nicht das Gefühl aufkommt, dass sie abschweifen würde. Die Wortgewandtheit der Autorin finde ich bemerkenswert; beispielsweise ist "In Beirut piaffierten westliche Firmen voller Ungeduld, die nur darauf warteten, im Irak wieder das große Geschäft zu machen." (S. 174) eine sehr gelungene Beschreibung als im Jahre 2000 viele US-Firmen für die Aufhebung der Irak-Sanktionen plädierten. Die Autorin legt die Veränderungen z.B. im diplomatischen "Apparat" ungeschminkt dar: "Anstatt Konflikte zu lösen, verlegte sich die Diplomatie immer mehr auf das "Managen" dieser." (S. 128) und "Der Dauerkonflikt wurde vielmehr zum Wirtschaftszweig, den sich einige der Konfliktmanager, Kohorten an Nichtregierungsorganisationen und Forscher nicht mehr wegnehmen lassen wollen, sie wären arbeitslos." (S. 129). Und sie gewährt Einblicke in (politische) Machtstrukturen. Ebenso hat sie die Veränderungen im Pressewesen backstage erfahren: "An die Stelle der eigenständigen Recherche ist die durch Kommunikationsexperten aufbereitete Informationspolitik getreten. Zwischen dem Journalisten und dem PR-Agenten liegen Welten, doch sie gehen bedenklich in einem Einheitsbrei ineinander über." (S. 163), was sie jedoch gemäß ihrem Lebensmotto "Frei zu schaffen ist ein Privileg, dessen ich mir im Laufe der Jahre und in politisch brisanten Zeiten immer mehr bewusst wurde. Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist die Voraussetzung geistiger Freiheit" (S. 170) komplett ablehnt. Fazit: Selten hat der Begriff "informativ" so gut auf ein Sachbuch gepasst wie bei diesem hier zugrunde liegenden Buch. Absolute Leseempfehlung!

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