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Thomas Bernhards zornig-ironischer Blick auf den Literaturbetrieb. Zu seinem 20. Todestag erstmalig publiziert, liegt der Bestseller jetzt auch als Taschenbuch vor.
Auf die gesamte Menschheit schimpfend und über sich selbst den Kopf schüttelnd, entwirft Thomas Bernhard ein Selbstporträt des Autors als Preis- und Preisgeldempfänger. In zorniger Rückschau zieht er darin eine Bilanz der ihm verliehenen Literaturpreise. Detailliert schildert der begnadete Komiker die Tragödien, zu denen sich die Überreichung jeweils entwickelte - egal, ob Bremer Literaturpreis, Staatspreis für Roman, Grillparzer- oder Georg-Büchner-Preis. Thomas Bernhard hadert mit der Welt im allgemeinen, dem Kulturbetrieb im besonderen und ganz speziell mit sich selbst mittendrin
Portrait
Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 16.08.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46186-0
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,8/11,1/1,3 cm
Gewicht 116 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 81.135
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Bernhard'scher Furor - auch sehr komisch!
von Martin Bär aus St. Johann am 21.02.2012
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Aus dem Nachlass ist ein neues Buch von Thomas Bernhard erschienen: „Meine Preise“ ist eine Sammlung von neun Prosastücken über die Verleihungen von verschiedenen Literaturpreisen, meist für „Frost“. Darin wütet Bernhard mit bekanntem Furor: „Der Staat überschüttet seine arbeitenden Bürger mit Ehren und überschüttet sie in Wirklichkeit mit Perversitäten... Aus dem Nachlass ist ein neues Buch von Thomas Bernhard erschienen: „Meine Preise“ ist eine Sammlung von neun Prosastücken über die Verleihungen von verschiedenen Literaturpreisen, meist für „Frost“. Darin wütet Bernhard mit bekanntem Furor: „Der Staat überschüttet seine arbeitenden Bürger mit Ehren und überschüttet sie in Wirklichkeit mit Perversitäten und Gemeinheiten, sagte ich.“ Er schildert die Preisverleihungen als skurrile Aufführungen, wie aus einem seiner Stücke entsprungen. Da wird Bernhard erst nicht erkannt, gibt sich auch nicht zu erkennen und amüsiert sich dann über die Hektik, die ausbricht, als der Preisträger dann gesucht wird. Eine Ministerin schläft während des Festakts ein (Grillparzerpreis), ein anderer stürmt bei der berühmt gewordenen Bernhard’schen Dankesrede zum österreichischen Staatspreis („es ist nichts zu loben, nichts zu verdammen, nichts anzuklagen, aber es ist vieles lächerlich; es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt.“) wutentbrannt aus dem Saal. Bei aller Abscheu nimmt er aber doch die Preise entgegen, weil er das damit verbundene Geld gut gebrauchen kann. Er konnte damit einen Teil seines Hauses in Natal anzahlen, die Szene, in der er mit dem Immobilienhändler und seiner Tante das desolate Haus besichtigt, ist wirklich komisch! Für alle Bernhard-Fans ein unbedingtes Muss, und für alle anderen ein komisch-kurios-furioser Lesegenuss.

Ein Rückblick
von Patrick Nagl aus Wien am 13.09.2010

Thomas Bernhards Bilanz zu den von Ihm erhaltenen Literaturpreisen und den damit verbundenen Zeremonien. Bereits 1980 stellte Bernhard den Roman der sich in 9 Kapitel aufteilt und auf die jeweiligen Preise bezieht die er bis dahin erhielt, fertig. Nun, 20 Jahre nach seinem Tod, wurde das Buch endlich der... Thomas Bernhards Bilanz zu den von Ihm erhaltenen Literaturpreisen und den damit verbundenen Zeremonien. Bereits 1980 stellte Bernhard den Roman der sich in 9 Kapitel aufteilt und auf die jeweiligen Preise bezieht die er bis dahin erhielt, fertig. Nun, 20 Jahre nach seinem Tod, wurde das Buch endlich der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Ein äusserst amüsantes Werk.