Meine schwierige Mutter

Das Buch für erwachsene Töchter und Söhne

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Auch als Kind einer schwierigen Mutter ist es möglich, im Erwachsenenalter ein gutes Leben zu führen und den Ballast des Elternhauses abzuwerfen. Die Autorinnen zeigen konkrete Wege dorthin mit kreativen Übungen, Selbsttest und Möglichkeiten der Selbstreflexion.

Oft zeigen sich bis ins Erwachsenenleben hinein chronifizierte seelische oder körperliche Leiden, wenn der Start ins Leben holprig war. Eine Mutter, die ihr Kind ablehnt oder als ihren lebenslangen Besitz ansieht, die psychisch krank, süchtig oder in anderer Weise beeinträchtigt ist, wird zur schweren Hypothek für ihre Kinder, wenn es diesen nicht gelingt, sich zu distanzieren und schließlich zu befreien. Das Buch sensibilisiert für dieses Lebensthema, indem es an vielen Beispielen zeigt, wie das Familienklima und die Beziehungsmuster für lange Zeit bestimmend bleiben. »Elterncheck« und Selbsttest ermöglichen einen Blick hinter die Familienfassade. Vor allem aber zeigen die Autorinnen mit konkreten Maßnahmen und kreativen Übungen, wie die Last des Elternhauses verringert und das Leben der erwachsenen Kinder positiv verändert werden kann. Spätestens wenn die Kinder schwieriger Mütter selbst Vater oder Mutter werden, bietet eine Klärung die Chance, Schwierigkeiten nicht an die nächste Generation weiterzugeben.

Dieses Buch richtet sich an: Erwachsene, die sich langfristig durch ihr Elternhaus beeinträchtigt fühlen sowie deren PartnerInnen und Angehörige

Selbsterfahrungsübungen zum Anhören, gesprochen von den Autorinnen:

>> Vorspann und Einführung in die Arbeit mit den Audiodateien
>> Jetzt besser leben – der erste Schritt
>> Das AWOKADO-Stärkungsritual
Rezension
"Eine Besonderheit des Ratgebers ist, dass die beiden Autorinnen Mutter und Tochter sind und die Thematik folglich aus einer Mehrheitsperspektivität angehen. So ist ein intelligenter, differenzierter und elaborierter Ratgeber entstanden, der den Leser durch Vielschichtigkeit und Fülle fordert. Durch die kreativ-metaphorische Sprache ... und die achtsamkeitsbasierenden Übungen wird zum Innehalten, Vergleichen, Suchen, Nachdenken, Einfühlen und Verschlüsseln angeregt ... Der Ratgeber richtet sich an Personen, die auch im Erwachsenenalter noch unter den nicht verheilten Verletzungen einer problematischen Mutter-Kind-Beziehung leiden ... Das verletzte innere Kind des Lesers wird von den Autorinnen achtsam und verständnisvoll an die Hand genommen, die subtile, übermäßige und überdauernde Bezogenheit auf die Mutter wahrzunehmen, zu verstehen und abzumildern. Die übergeordnete Zielrichtung des Buches ist es, den transgenerativen Teufelskreis, das belastende psychologische Familienerbe immer weiterzugeben, zu unterbrechen."
Jens Flassbeck, socialnet.de, 13.06.2017

"Insgesamt ist es den Autorinnen gelungen, das alte Thema der Mutter-Tochter-Beziehung und ihrer Bedeutung für das Erwachsenenleben, neu und modern aufzubereiten. Die Mischung aus praktischer Anleitung und nachvollziehbaren Informationen macht dieses Buch zu einem wirklich hilfreichen Ratgeber - nicht nur für Töchter schwieriger Mütter!"
Sabine Lück, fuerkinder.org, 12.06.2017

"Mit diesem neuen Buch von Waltraut Barnowski-Geiser und Maren Geiser-Heinrichs bekommt der Leser Hilfen und neue Ideen an die Hand, sich auch zu Hause mit der Geschichte der eigenen Mutter zu beschäftigen ... Praktikable Fragestellungen und kleine Übungen, wie die Überlegung, dass man der eigenen Mutter eventuell nicht mehr helfen kann, aber durchaus etwas für sich tun kann, das Erlangen von Selbstbewusstsein durch Bewusstwerdung, die kreative Selbsterfahrung 'Mit einem Atemzug ins Glück' geben dem Leser viele Ansätze, über sich und die Geschichte mit der eigenen Mutter nachzudenken."
Beate Theißen, Sonderpädagogin

"Schwierige Konstellationen in der Mutter-Kind-Beziehung - beispielsweise Mütter, die ihre Kinder überbevormunden, vernachlässigen oder für eigene Zwecke missbrauchen - werden erklärt und mit Beispielen veranschaulicht, ebenso die Folgen im Erwachsenenalter. Dabei bleiben die Autorinnen aber nicht stehen. Sie gehen ebenso auf Widerstandskräfte und Bewältigungsstrategien ein. Abgerundet werden ihre Ausführungen durch ein motivierendes Selbsthilfeprogramm mit dem Ziel, von der Mutter unabhängig zu werden. Ein wertvolles Arbeitsbuch, um Belastendes hinter sich zu lassen und das eigene Leben zum Besseren zu wenden."
Waltraud Böing, cathol.lu, 05.05.2017
Portrait
Waltraut Barnowski-Geiser, Dr. sc. mus., ist Musiktherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Arbeitsschwerpunkt: familiäre Suchtbelastung. Als Lehrende und Therapeutin ist sie in Schulen, Hochschulen, therapeutischen Ausbildungsgängen und in freier Praxis in Erkelenz tätig.

Maren Geiser-Heinrichs, Psychologin M. Sc., Schwerpunkt Klinische Psychologie, ist klientenzentrierte Beraterin, geprüfte Mediatorin und in Ausbildung zur Systemischen (Familien-)Therapeutin am IF Weinheim. Seit 2014 ist sie in einer psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene tätig.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 175
Erscheinungsdatum 11.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-86121-1
Reihe Fachratgeber Klett-Cotta
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 20,9/13,6/2 cm
Gewicht 243 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Paperback)
17,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mutter-Kind-Beziehung auf dem Prüfstand
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 06.03.2018

Ein interessantes, aber auch heikles Thema. Wer Schwierigkeiten mit den eigenen Eltern – und erst recht mit der eigenen Mutter – anzusprechen wagt, riskiert es als undankbar, verzogen und eben selbst als schwierig eingestuft zu werden. Schon das vierte Gebot der Bibel besagt, dass wir Vater und Mutter ehren... Ein interessantes, aber auch heikles Thema. Wer Schwierigkeiten mit den eigenen Eltern – und erst recht mit der eigenen Mutter – anzusprechen wagt, riskiert es als undankbar, verzogen und eben selbst als schwierig eingestuft zu werden. Schon das vierte Gebot der Bibel besagt, dass wir Vater und Mutter ehren sollen, aber wie weit geht dieses Gebot? Was dürfen Mütter und was ist zu „entschuldigen“? Oftmals wird pauschalisiert: Alle Kinder sollen ihren Müttern danken, alle Mütter haben ihr Bestes getan und wenn es nicht so war, dann müssen die erwachsenen Kinder „einfach nur vergeben“. Dabei kann es sein, dass die Schwierigkeit der Mutter in ihr als Person begründet ist, weil sie vielleicht an einer Persönlichkeitsstörung oder einer Krankheit leidet, ein komplizierter Charakter ist oder selbst eine Kindheit hatte, die problematisch war. So kann das, was den Lebensraum der Mutter überschattet, auch die Beziehung zum Kind nachhaltig belasten und prägen. Immer dient dem Kind die Mutter als Vorbild, die nicht nur nachahmenswert, sondern auch abschreckend sein kann. Es geht in diesem Buch, das für erwachsene Söhne und Töchter von einem psychologisch geschulten Mutter-Tochter-Paar geschrieben wurde, nicht um Schuldzuweisungen oder darum, Mütter an den Pranger zu stellen, sondern um das Erkennen der unterschiedlichen Problematiken mitsamt ihren Auswirkungen und Einflüssen, um entsprechend handeln und gegensteuern zu können. Das eigene Leben zum Besseren zu wenden, wenn man mit einer schwierigen Mutter aufgewachsen ist, ist eine Lebensaufgabe, für die in der zweiten Hälfte dieses Buches ein Hilfe-Programm angeboten wird. Dabei geht es nicht darum, seine Mutter ändern zu wollen. Und auch die Kindheit ist eine unabänderliche Größe aus der Vergangenheit. Aber man kann durch die Lebens- und Denkweise auf die heutige Lebensqualität aktiv Einfluss nehmen. Kreative Übungen, in denen einzelne Themen bearbeitet werden oder die zur Achtsamkeit aufrufen, sollen dabei helfen. Da ich die Übungen nicht ausgeführt habe, kann ich über deren Wirkweise kein Urteil fällen. Aber ich habe mir beim lesen vorgestellt, diese Übungen alleine ausführen zu müssen und fand den Gedanken unbefriedigend. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass dieses Buch wertvolle Impulse liefern kann, wenn man es begleitend zur Therapie liest. Ich persönlich halte den Austausch und die Aufarbeitung von schwierigen Mutter-Tochter-Problematiken gemeinsam mit einem Therapeuten für wichtig und habe dies als bereichernd und klärend schätzen gelernt. Es finden sich viele Quellenangaben im Text, so dass man die Möglichkeit hat diesen zu folgen und tiefer in die Materie einzusteigen, wenn man es möchte. Das Buch liest sich leicht und ist gut verständlich geschrieben, aber es ist dennoch keine leichte Kost, weil beim Lesen immer auch das eigene Leben auf dem Prüfstand steht: Wie ist die Beziehung zur eigenen Mutter? Wie ist die eigene Beziehung zum erwachsenen Kind? Was ist falsch gelaufen? So manche Erkenntnis tut weh, wenn man selbst unter einer Krankheit leidet, die einen zu einer schwierigen Mutter macht. So habe ich das Buch nicht nur als Kind, sondern immer auch als (schwierige) Mutter gelesen und viele Denkanstöße für mich erhalten, die ich gerne an meine Tochter weitergeben möchte. Ich würde mir wünschen, dass sich viele erwachsene Kinder schwieriger Mütter mit diesem Thema näher befassen, damit die negativen unbewussten Verhaltensweisen erkannt und vermieden werden können. Denn: „Das Kind von heute ist die Mutter von morgen. Und auch unsere Mutter, so unvorstellbar es scheint, war genau ein Kind wie wir. Mit jedem Zellsterben in uns rücken wir unserer eigenen Mutter ein Stück näher, drohen wir ähnliche Leiden zu erleben, drohen wir familiäre Dramen zu wiederholen und drohen nicht zuletzt auch dem ultimativen Supergau näher zu rücken: nämlich selbst eine schwierige Mutter zu sein.“ Und genau das gilt es zu verhindern.