Meinen Sohn bekommt ihr nie

Flucht aus dem gelobten Land

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Im Jahr 1999 beschließt die junge Schweizer Jüdin Isabelle Neulinger, nach Israel auszuwandern. Dort heiratet sie den modernen, an Religion nicht interessierten Sportlehrer Shai Shuruk. Nach der Geburt ihres Sohnes Noam beginnt Shai sich intensiv mit dem jüdischen Glauben zu beschäftigen. Obwohl Isabelle sich, um der Liebe willen, zunächst den immer radikaleren und restriktiveren religiösen Regeln fügt, wird ihr bald klar, dass sie Shai an eine ultraorthodoxe Bewegung verloren hat. Im Juni 2005 tritt sie mit ihrem kleinen Sohn die Flucht an. Den Rechtsstreit um Noam gewinnt die Mutter nach Jahren; ihr offenherziger und aufwühlender Erlebnisbericht zeigt, wie die Kluft zwischen säkularem und orthodoxem Leben Gesellschaft und Familien entzweit.

Rezension
"Ein packendes Buch." Christian Maurer, SonntagsBlick, 27.01.13

"Isabelle Neulinger erzählt ihre Geschichte in der Ich-Form und im Präsens, weshalb der Text sofort Unmittelbarkeit erzielt. Der dokumentarische Bericht wartet nicht mit literarischem Glanz auf, zieht aber faktenreich die Linien einer schmerzlichen Erfahrung nach. Larmoyanz bleibt aus, dafür spricht hier eine Frau, die mit unglaublicher Beharrlichkeit und mit lebenspraktischem Sinn ausgestattet ist und ihren Plan allen Widrigkeiten zum Trotz durchsetzt. (...) Neulingers spannend geschriebenes Buch ergänzt die bereits bekannte Geschichte um die privaten Aspekte, ohne je indezent zu wirken. Zugleich wirft es erhellende Lichter auf den Alltag in Israel - etwa auf den überbordenden Bürokratismus, aber auch auf ein Leben in steter Angst vor terroristischen Anschlägen und ebenso auf die immer wieder durchbrechende Lebensfreude." Beatrice Eichmann-Leutenegger, Neue Zürcher Zeitung, 26.03.13

"Neulinger siedelt die Schilderung ihres Falls zwischen Autobiografie, Gesellschaftsbild und Gerichtsdrama an. Ohne erzählerische Girlanden holt sie ihren Leser tief ins Geschehen." Joachim Frank, Kölner Stadtanzeiger, 01.03.13

"Es ist die Geschichte eines Neuanfangs, einer grossen Liebe und einer masslosen Enttäuschung: Offenherzig und spannend wie ein Krimi beschreibt Isabelle Neulinger den Kampf um ihren Sohn, den sie nach ihrer Scheidung aus Israel in die Schweiz entführt." Schweizer Fernsehen, Kulturplatz, 20.02.13

"Ein Buch mit Bestseller-Potential. Ein erschütterndes Buch. Religiöser Fanatismus, unverständliche Gerichtsurteile zwingen den Leser, die Leserin, zum Nachdenken. Gleichzeitig ist man aber auch beeindruckt von Isabelle Neulinger, einer starken Frau, die einfach nie aufzugeben scheint." Britta Spichiger, SRF Online, 15.02.13
Portrait

Isabelle Neulinger wurde 1965 in Brüssel als Tochter einer modernen jüdischen Familie geboren. Sie lebte in Lausanne und wanderte 1999, einige Jahre nach dem Tod ihres ersten Mannes, nach Israel aus, wo sie in Tel Aviv lebte und für ein High-Tech-Unternehmen arbeitete. Dort lernte sie auch Shai Shuruk kennen, den sie später heiratete. Nachdem ihr Mann sich nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes im Jahr 2003 der radikalen Chabad-Lubawitsch-Bewegung anschloss, flüchtete Isabelle Neulinger 2005 schließlich aus Israel. Heute lebt sie mit ihrem Sohn in der Schweiz.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 204
Erscheinungsdatum 28.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-312-00560-4
Verlag Nagel + Kimche Verlag Ag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/2,2 cm
Gewicht 333 g
Originaltitel Jamais vous n'aurez mon fils!
Auflage 4
Übersetzer Ulrike Frank
Buch (gebundene Ausgabe)
17,90
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Zusatz zu meiner vorigen Bewertung
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2016
Bewertet: Taschenbuch

Natürlich war für ihren Mann nicht die Moschee wichtig, sondern die Synagoge. Da hat sich mir ein kleiner aber wichtiger Fehler eingeschlichen . . .

ab und an etwas zu naiv
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 25.03.2014
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch ist mit 175 Seiten als eBook schnell gelesen. Die Hauptdarstellerin wandert nach Israel aus und erzählt in klaren Linien von ihrem Leben dort. Leider ist es all zu oft etwas naiv dargestellt. Ein junger Mensch baut sich dort sein Leben neu auf und kann fast immer... Das Buch ist mit 175 Seiten als eBook schnell gelesen. Die Hauptdarstellerin wandert nach Israel aus und erzählt in klaren Linien von ihrem Leben dort. Leider ist es all zu oft etwas naiv dargestellt. Ein junger Mensch baut sich dort sein Leben neu auf und kann fast immer die Realität ausblenden? Es ist spannend geschrieben, keine Frage, nur aus meiner Sicht ab und an etwas zu realitätsfern. Gut ist aber, daß es ohne Schnörkel auskommt und dem Leser ein gutes, mal ein neues Bild vom Leben dort in dieser Welt vermittelt.

Nicht nur gelobt ist das Land
von einer Kundin/einem Kunden am 26.02.2013

Die Geschichte einer jungen Schweizer Jüdin, welche ins Gelobte Land zieht. Da auch andere Mütter schöne Söhne haben, findet sie auch einen. Noch dazu Sportlehrer. Verliebt, verlobt, geheiratet, und Kind, ein Sohn. So schön kann das Leben sein. Doch ihr Mann entdeckt die Religion, gerät immer mehr in die... Die Geschichte einer jungen Schweizer Jüdin, welche ins Gelobte Land zieht. Da auch andere Mütter schöne Söhne haben, findet sie auch einen. Noch dazu Sportlehrer. Verliebt, verlobt, geheiratet, und Kind, ein Sohn. So schön kann das Leben sein. Doch ihr Mann entdeckt die Religion, gerät immer mehr in die orthodoxe Welt mit ihren strikten Regeln. Seine religiöse Radikalität führt zu ihrer totalen Unterwerfung. Sie flüchtet, der Streit um das Sorgerecht beginnt, bis hin zum Europäischen Gerichtshof.


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