Mirabellensommer

CD Standard Audio Format, Lesung. Gekürzte Ausgabe

(8)
Zwischen Jasmin- und Rosenfeldern liegt die Domaine de Lafleur im Hinterland von Nizza. Marita ist glücklich mit Lucien Lafleur und ihren neuen Freunden, der alteingesessenen Familie Verbier und den Babajous von der Elfenbeinküste. Auch Gilbert Verbier und Aristide Babajou sind enge Freunde geworden – bis sich Gilberts Enkelin Julie in Aristides Sohn Rachid verliebt. Schnell stellt sich heraus, dass die kulturellen Gräben tiefer sind als gedacht. Marita und Lucien versuchen alles, um die Freunde miteinander zu versöhnen. Doch nach einem hässlichen Streit ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden …
Portrait
Sprecherin: Julia Fischer hat sich bisher vor allem einen Namen als Sprecherin gemacht: Unzähligen Rundfunk- und Hörbuchproduktionen lieh sie ihre Stimme. Nun legt sie mit „Sehnsucht auf blauem Papier“ ihr Debüt als Autorin vor. Die Inspiration zu Milli und ihrer Villa fand sie übrigens ganz in ihrer Nähe, in der Umgebung von München.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Julia Fischer
Anzahl 5
Erscheinungsdatum 09.06.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783956392030
Genre Belletristik
Verlag Audio media GmbH
Spieldauer 364 Minuten
Verkaufsrang 3.208
Hörbuch (CD)
14,99
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„Ein wunderbarer Sommerroman“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vor gut einem Jahr habe ich Ihnen den ersten Roman von Marie Matisek vorgestellt, der in Grasse und Nizza spielte – „Sonnensegeln“. Und jetzt ist passend zum Sommer und zur Urlaubszeit ihr neuer Roman „Mirabellensommer“ erschienen. Bereits die Optik lässt einen vermuten, dass die beiden Bücher etwas miteinander zu tun haben. Und es Vor gut einem Jahr habe ich Ihnen den ersten Roman von Marie Matisek vorgestellt, der in Grasse und Nizza spielte – „Sonnensegeln“. Und jetzt ist passend zum Sommer und zur Urlaubszeit ihr neuer Roman „Mirabellensommer“ erschienen. Bereits die Optik lässt einen vermuten, dass die beiden Bücher etwas miteinander zu tun haben. Und es stimmt. Man muss zwar nicht „Sonnensegeln“ gelesen haben, um das neue Buch zu verstehen, denn es ist keine direkte Fortsetzung, aber das „Personal“ ist das gleiche, wenn auch dieses Mal andere Personen die Hauptrollen übernommen haben.

In dem Roman „Sonnensegeln“ waren die Babajous und die Verbiers noch Nebenpersonen. Babette und ihr Mann Aristide Babajou haben in Nizza einen Obst- und Gemüseladen. Und in diesem Obst- und Gemüseladen hat Marita Hilfe gefunden, als sie sich in dem Straßengewirr in Nizza in dem vorherigen Roman verfahren hatte. Die beiden gebürtigen Ivorer waren so hilfsbereit und zauberhaft, dass Marita den Kontakt zu ihnen aufrecht erhalten hat. Außerdem hat sie Babette, die auch als Altenpflegerin arbeitet, ihren ehemaligen Arbeitsplatz in der Domaine de Lafleur angeboten. Und so kommt Babette regelmäßig nach Grasse und pflegt Georges, Maritas Schwiegervater. Und von den Verbiers kennen wir besonders die Haushälterin der Lafleurs Ségolène sehr gut. Sie war diejenige, die Marita geholfen hat, dass sie sich peu á peu in ihrer neuen Heimat zurechtgefunden hat.

Es ist August, es ist heiß und in Frankreich haben die grandes vacances begonnen. Eigentlich ist das Leben für die drei Familien wunderschön und ohne Probleme. Nur Babette ist irgendwie unzufrieden. Ihr jüngster Sohn Rachid wird demnächst die Familie verlassen und auswärts studieren. Angélique, die 17-jährige Tochter wird auch langsam flügge und Aristide lebt nur für die Arbeit. Das kann doch noch nicht alles in ihrem Leben gewesen sein. Doch Vorsicht mit dem, was man sich wünscht. Denn plötzlich passieren einige Dinge, die das Leben der beiden Familien Babajou und Verbier vollkommen auf den Kopf stellen. Es beginnt damit, dass auf einer großen Feier, auf der alle drei Familie mit fast allen Familienmitgliedern anwesend sind, sich Rachid, der 19-jährige Sohn von Babette und Aristide, in Julie, die 17-jährige Enkelin von Ségolène und Gilbert, verliebt. Eigentlich keine große Sache, aber irgendwie spitzen sich dann doch die Dinge zu und Aristide und Gilbert fangen an zu streiten. Das Ende vom Lied – Julie und Rachid verschwinden einfach. Niemand weiß, wohin. Aber das ist nicht die einzige Katastrophe, die in diesem Sommer passiert.

Herausgekommen ist ein wunderbarer Sommerroman mit liebenswerten Charakteren. Es ist ein Roman über die Kraft der Freundschaft, die sich im Idealfall weder für die Hautfarbe noch die Religion interessiert. Die Menschen stehen einfach zueinander und versuchen sich gegenseitig bei ihren Problemen zu helfen. Und auch wenn es einmal Streit gibt, gibt es doch immer wieder Lösungen. Mir hat dieses Buch wieder unglaublich viel Spaß gemacht. Und wie auch beim letzten Mal würde ich jetzt am liebsten sofort in die Provence reisen, um diese lieben Menschen zu treffen. Aber auch wenn das nicht möglich ist, schafft es Marie Matisek wieder, dass man beim Lesen das Gefühl hat, dort zu sein.

Einfach wunderschön. Und am Ende musste ich ein kleines Tränchen der Rührung verdrücken. Warum, verrate ich Ihnen aber hier nicht. Freunden Sie sich mit den Hauptpersonen an und finden Sie es selbst heraus.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
5
2
1
0
0

Ganz nett
von einer Kundin/einem Kunden am 12.04.2018
Bewertet: Paperback

Hatte schon Sonnensegeln gelesen und mich auf die Fortsetzung gefreut. Ist aber keine Fortsetzung, sondern eine Art Nebenhandlung. Es kommen zwar viele Themen zur Sprache, aber unterm Strich nicht so richtig ausgearbeitet. Nette Sommerlektüre ohne viel Tiefgang

Die Babajous
von Bücher in meiner Hand am 20.09.2017
Bewertet: Paperback

Da mir Sonnensegeln sehr gut gefallen hat, war ich natürlich auf den zweiten Band gespannt. In "Mirabellensommer" kommen die Babajous zum Zuge und der Leser erfährt alles über ihr ereignisreiches Leben. Sohn Rachid verliebt sich in Ségolènes Enkelin Julie - Konflikte sind programmiert, denn Julie muss sich erst ihre... Da mir Sonnensegeln sehr gut gefallen hat, war ich natürlich auf den zweiten Band gespannt. In "Mirabellensommer" kommen die Babajous zum Zuge und der Leser erfährt alles über ihr ereignisreiches Leben. Sohn Rachid verliebt sich in Ségolènes Enkelin Julie - Konflikte sind programmiert, denn Julie muss sich erst ihre Hörner abstossen und weiss noch nicht genau was sie vom Leben möchte. Rachid hingegen hat Pläne, aber er verfolgt sie nur halbherzig. Beim Betrachten von Rachid und Julie erinnert sich Babette an ihre Jugend und ihre erste Zeit mit Aristide. Gilbert und Aristide zicken öfters wegen ihren Ziegen an, eigentlich humorvoll gemeint und zum Überdecken persönlicher Probleme, doch manchmal ereifern sie sich zu sehr, wenn Ségo oder Babette nicht rechtzeitig eingreifen. Die tiefe Freundschaft zwischen den Männern zeigt sich im Laufe der Geschichte weniger in ihren Gesprächen, aber umso mehr in ihren Handlungen. Lucien und Marita bleiben in diesem Band im Hintergrund, dafür lernt man Maritas Eltern kennen, die auf Besuch kommen. Marie Matisek schreibt flüssig und leicht, obwohl sie in die Handlung so schwere Themen wie Weltanschauungen und Rassismus und der Wege der Liebe einbringt. Die Handlung hat mich trotzdem nicht so angesprochen wie noch im ersten Band. Wahrscheinlich lag mir die sonnige und duftende Geschichte über Marita in der Domaine Lafleur viel eher, als die vielen Probleme, die in diesem zweiten Buch aufwarten. Dennoch ist "Mirabellensommer" eine nette Lektüre für einen kurzweiligen Nachmittag auf dem Liegestuhl. Als sehr gelungen empfand ich die Einschübe aus George Lafleurs Sicht. Fazit: Unterhaltende Lektüre, kommt aber nicht an "Sonnensegeln" heran. 4 Punkte.

Leichte Unterhaltung mit viel Atmosphäre
von Zabou1964 aus Krefeld am 04.08.2017
Bewertet: Paperback

Ich mag Bücher, die im Sommer in typischen Urlaubsregionen spielen und dabei nicht zu seichte Unterhaltung sind. Man kann sich so herrlich wegträumen, muss sein Gehirn aber nicht komplett ausschalten. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als der Verlag Droemer Knaur mir den Roman zum Rezensieren anbot. Die Autorin... Ich mag Bücher, die im Sommer in typischen Urlaubsregionen spielen und dabei nicht zu seichte Unterhaltung sind. Man kann sich so herrlich wegträumen, muss sein Gehirn aber nicht komplett ausschalten. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als der Verlag Droemer Knaur mir den Roman zum Rezensieren anbot. Die Autorin war mir bisher völlig unbekannt. Ich werde aber in jedem Fall weitere Bücher von ihr lesen, da mir ihr Schreibstil gut gefallen hat. Ort der Handlung ist die Provence, genauer gesagt Nizza und sein Hinterland. Babette und Aristide Babajou, die einst von der Elfenbeinküste eingewandert sind, leben in Nizza. Aristide hat einen kleinen Obst- und Gemüseladen, seine Frau Babette ist Altenpflegerin und betreut den Seniorchef der Domaine Georges Lafleur. Dort lebt neben der Familie Lafleur, zu der auch Marita gehört, die im ersten Teil der Reihe von Norddeutschland in die Provence gezogen ist, auch die Familie Verbier. Als der Senior Georges eines Tages verstirbt, begegnen sich auf dessen Beerdigung der 19-jährige Rachid Babajou und die minderjährige Julie Verbier. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Zunächst wird diese Beziehung von den Freunden belächelt. Aber als es ernster wird, stellt sich heraus, dass gerade Gilbert Verbier Bedenken hat, ob der Sohn seines Freundes Aristide der richtige Umgang für seine Enkelin ist. Die kulturellen Unterschiede scheinen eine unüberwindbare Kluft zwischen den Freunden zu bilden. Bis ein Schicksalsschlag die Familien wieder enger zusammenschweißt. Die jungen Leute sind unterdessen von zu Hause weggelaufen … Die Autorin versteht es ausgezeichnet, die Atmosphäre der Provence und den Trubel in der Stadt Nizza zu beschreiben. Besonders die Schilderungen der Ereignisse auf der Domaine Lafleur, auf der Parfüm kreiert wird, das Pflücken der Blumen, die Herstellung von Babettes Leckereien, haben mir sehr gut gefallen. Ich fühlte mich, als sei ich mitten unter den Freunden und könnte riechen und schmecken, was sie herstellen. Die fröhliche Babette ist meine Lieblingsfigur. Sie ist ein Mensch, den jeder gerne um sich hätte. Doch im Laufe der Geschichte wird sie immer nachdenklicher. Ihre Kinder gehen nach und nach aus dem Haus, ihr Mann lebt nur für seinen Obst- und Gemüseladen. Voller Wehmut denkt sie an die Tage in ihrer Heimat zurück, als sie Aristide kennengelernt hat. Erst der bereits oben erwähnte Schicksalsschlag erweist sich dann später doch noch als Anstoß für eine positive Wendung. Als besonderes Schmankerl lässt die Autorin den verstorbenen Patriarch Georges Lafleur die Szenerie beobachten und dem Leser beschreiben. Diese Abschnitte fand ich höchst amüsant. Die bissige Art des Verstorbenen, der ein scharfer Beobachter ist, hat mich sehr amüsiert. Fazit: Leichte Unterhaltung, die jedoch auf Grund der kulturellen Unterschiede der Protagonisten auch zum Nachdenken anregt.


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