Mord in der Mangle Street

(16)
London 1882. Nach dem Tod ihres Vaters begibt sich die junge March Middleton in die Obhut ihres Patenonkels: Sidney Grice, Englands berühmtester Detektiv, der vor einem neuen Rätsel steht. Eine Frau ist brutal ermordet worden, der einzige Verdächtige ist ihr Ehemann. Mit jeder neuen Wendung des Falls ist Sidney stärker von der Schuld des Ehemanns überzeugt und March von seiner Unschuld. In die dunkelsten Ecken des East End führen die Ermittlungen die junge Frau mit dem Faible für Gin und den bärbeißigen Spötter mit dem Glasauge. Wer von ihnen wird wohl recht behalten?
Rezension
»Sherlock-Holmes-Fans werden in diesem mitreißenden Buch eine Menge Anspielungen auf das Werk von Altmeister Arthur Conan Doyle finden - und staunen, wie sehr sich der Mythos des Gentleman-Ermittlers zeitkritisch auf links drehen lässt.«
Portrait
Martin R. C. Kasasian ist im englischen Lancashire aufgewachsen, hat in Fabriken und Restaurants gearbeitet, auf dem Rummelplatz, beim Tierarzt und als Zahnarzt, bevor er zu schreiben begann. Die Sommer verbringt er mit seiner Frau in Suffolk, im Winter leben die beiden in Malta.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 16.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-00211-9
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 190/126/35 mm
Gewicht 393
Übersetzer Johannes Sabinski, Alexander Weber
Verkaufsrang 92.255
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„Wer es gerne englisch mag...“

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

London im viktorianischen Zeitalter: Im Jahr 1882 begibt sich March Middleton nach dem Tod ihres Vaters in die Obhut ihres Patenonkels Sidney Grice. Er ist Englands berühmtester Detektiv und sein Ruf eilt ihm voraus. Er ist als Detektiv wirklich großartig, doch seine menschliche und soziale Entwicklung scheint dabei auf der Strecke London im viktorianischen Zeitalter: Im Jahr 1882 begibt sich March Middleton nach dem Tod ihres Vaters in die Obhut ihres Patenonkels Sidney Grice. Er ist Englands berühmtester Detektiv und sein Ruf eilt ihm voraus. Er ist als Detektiv wirklich großartig, doch seine menschliche und soziale Entwicklung scheint dabei auf der Strecke geblieben zu sein. Nun steht er vor einem neuen Rätsel, denn eine Frau ist brutal ermordet worden und der einzige Verdächtige, ihr Ehegatte, beteuert vehement seine Unschuld. March und Sidney dringen immer weiter in dem Fall vor und je weiter sie kommen, desto stärker ist March von der Unschuld des Mannes überzeugt, wohingegen Sidney Grice immer mehr an die Schuld des Mannes glaubt...

Dieser Roman aus der Feder von M.R.C. Kasasian ist der Auftakt zu einer Reihe mit echtem Kultpotential. Das Ermittlerduo, bestehend aus dem mürrischen und sich ständig überlegen fühlenden Sidney Grice und der dem Gin und Tabak zugeneigten March Middleton ist absolut genial. Die verbalen Schlagabtäusche sind wirklich unfassbar großartig! Wer es englisch mag, wird diesen Roman lieben, denn hier wird der Humor absolut trocken und schwarz serviert. Hinzu kommt, dass der Fall es wirklich in sich hat und sich die Spannung bis zum absolut überraschenden Ende ganz weit oben hält. Was letztendlich bleibt ist ein eher klassischer englischer Krimi im Stil von Sherlock Holmes (stellenweise allerdings blutiger), der vor allem durch seine beiden Protagonisten und die genialen Dialoge das Zeug zum Kult hat. Wer es englisch mag, wird an diesem Auftakt zur Reihe nicht vorbei kommen und ich habe die Hoffnung, dass es auch genau so genial weiter geht! Absolute Leseempfehlung meinerseits!

„Taffe Heldin vs Dr.Klugscheißer“

Franziska Kommert, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Hm,das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Finde ich es super, oder überzogen? Überzogen: da der private Ermittler hier keine liebenswerte Person ist - Er ist eine Monk-Dr.House-Arschgeige. Da feiert er sich doch glatt selbst, weil er einen (Un)schuldigen an den Galgen bringt. Super: diverse Sidekicks mit zwinkerndem Auge. Hm,das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Finde ich es super, oder überzogen? Überzogen: da der private Ermittler hier keine liebenswerte Person ist - Er ist eine Monk-Dr.House-Arschgeige. Da feiert er sich doch glatt selbst, weil er einen (Un)schuldigen an den Galgen bringt. Super: diverse Sidekicks mit zwinkerndem Auge. Eine taffe und sehr emanzipierte Patentochter (ähm - Watson), die den Männern ordentlich an den Karren fährt.
Die Story und der Mord sind erstklassig aufgebaut. Das Setting und die zeitlichen Eigenheiten filmreif beschrieben.
Auf jeden Fall muss man sich, vor dem Lesen, von einem verklärten Sherlock-Nostalgie-Traum lösen. Bloß nicht vergleichen, einfach dem Autor und der Story eine Chance geben.

„Ein viktorianischer Krimi der Extraklasse“

Nancy Jarisch, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

London 1882: ein brutaler Mord beschäftigt March Middleton, eine junge absolut nicht damenhafte Frau mit Faible für Gin und Zigaretten und ihren Patenonkel den berüchtigten Privatermittler Sidney Grice. Während der zynische, taktlose Ermittler glaubt den Mörder schnell gefunden zu haben, zweifelt March an dessen Schuld.

Ein spannender
London 1882: ein brutaler Mord beschäftigt March Middleton, eine junge absolut nicht damenhafte Frau mit Faible für Gin und Zigaretten und ihren Patenonkel den berüchtigten Privatermittler Sidney Grice. Während der zynische, taktlose Ermittler glaubt den Mörder schnell gefunden zu haben, zweifelt March an dessen Schuld.

Ein spannender atmosphärischer Krimi mit außergewöhnlichen Charakteren und unerwarteten Wendungen, der Sir Arthur Conan Doyle sicherlich gefallen hätte!

S. Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Beim Lesen dieses sehr klassischen "Whodunit" geht einem wirklich das Herz auf. Ein Krimi in allerbester Sherlock-Holmes-Manier, der bis zur letzten Seite spannend bleibt. Toll! Beim Lesen dieses sehr klassischen "Whodunit" geht einem wirklich das Herz auf. Ein Krimi in allerbester Sherlock-Holmes-Manier, der bis zur letzten Seite spannend bleibt. Toll!

Dr. Katrin Rudolphi, Thalia-Buchhandlung Stade

March und ihr Onkel Sidney sind schon ein skurriles Ermittler-Team im viktorianischen England: der Fall ist angenehm verwickelt, ein wenig unheimlich, die Reihe wird fortgesetzt! March und ihr Onkel Sidney sind schon ein skurriles Ermittler-Team im viktorianischen England: der Fall ist angenehm verwickelt, ein wenig unheimlich, die Reihe wird fortgesetzt!

„Mitnehmen - lesen - begeistert sein!“

Jana Schäfer, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Der Privatdetektiv... Verzeihung: persönliche Ermittler Grice (mit sehr vielen Spleens und noch ein paar mehr) und seine Nichte, die wahrlich nicht auf den Mund gefallene March Middleton, gehen einem Mord an einer jungen Frau auf die Spur und verheddern sich dabei immer tiefer in dem Fall, der größere Kreise zieht, als sie (oder der Der Privatdetektiv... Verzeihung: persönliche Ermittler Grice (mit sehr vielen Spleens und noch ein paar mehr) und seine Nichte, die wahrlich nicht auf den Mund gefallene March Middleton, gehen einem Mord an einer jungen Frau auf die Spur und verheddern sich dabei immer tiefer in dem Fall, der größere Kreise zieht, als sie (oder der Leser) anfangs ahnen.
Kasasian schafft es, einen wirklich guten Schauerroman zu schreiben: düster und mit detailliert beschriebenen Leichen einerseits, mit einem realistischen und nicht verklärt glorifizierten London des 19. Jahrhunderts andererseits und zum dritten mit viel Witz und Ironie.
Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte drin und konnte es umso weniger aus der Hand legen, je mehr ich gelesen habe. Ich habe mir direkt im Anschluss den zweiten Band besorgt, um direkt weiterlesen zu können.
Nicht umsonst ist dieser Krimi mein liebster Tipp des Herbstes!

„Großartig!“

Jasmin Stenger, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Wer viktorianische Krimiliteratur liebt, ist hier genau richtig.
Der geniale, aber auch sehr exzentrische Ermittler Sydney und seine Nichte müssen grausame Morde in London aufklären.
Der Plot ist spannend, die Charaktere sind herrlich gezeichnet. Alles in allem ein großartiges Lesevergnügen.
Wer viktorianische Krimiliteratur liebt, ist hier genau richtig.
Der geniale, aber auch sehr exzentrische Ermittler Sydney und seine Nichte müssen grausame Morde in London aufklären.
Der Plot ist spannend, die Charaktere sind herrlich gezeichnet. Alles in allem ein großartiges Lesevergnügen.

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Wenn's ginge, würde ich sechs Sterne geben für diesen fantastischen, historischen Krimi mit unspektakulärem Cover. Achtet auf den Cameo -Auftritt von Sir Arthur Conan Doyle! Wenn's ginge, würde ich sechs Sterne geben für diesen fantastischen, historischen Krimi mit unspektakulärem Cover. Achtet auf den Cameo -Auftritt von Sir Arthur Conan Doyle!

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
12
2
2
0
0

Wirklich klasse!
von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Für Anhänger viktorianischer Krimis (und Menschen mit Humor) ein Must-Have! Die Figuren sind interessant und exzentrisch, die Handlung ist spannend und mitreißend. Die Interaktionen von Sidney und seiner Nichte March sind geradezu "hilarious". Schon die erste Begegnung verläuft alles andere als konventionell. Herrlich, wie Klischees bedient werden, ohne dabei... Für Anhänger viktorianischer Krimis (und Menschen mit Humor) ein Must-Have! Die Figuren sind interessant und exzentrisch, die Handlung ist spannend und mitreißend. Die Interaktionen von Sidney und seiner Nichte March sind geradezu "hilarious". Schon die erste Begegnung verläuft alles andere als konventionell. Herrlich, wie Klischees bedient werden, ohne dabei zu albern zu wirken. Dieser Roman schafft wirklich den Spagat zwischen East-End-Nebligkeit und witzigen Passagen. Ich will mehr davon und hoffe sehr, dass es eine Reihe wird. Dieses Hardcover ist genau das richtige für verregnete Herbstabende im Lesesessel und vielleicht - so wie March es genießen würde - mit dem ein oder anderen Gläschen Gin. Aber bestimmt mit einem Lächeln im Gesicht.

Gin, Tee, schwarzer Humor und ein kniffliger Fall!
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 24.08.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nachdem ihr Vater gestorben ist, macht sich die junge March Middleton im Jahre 1882 auf den Weg nach London, um dort bei ihrem Patenonkel unterzukommen. Da es um ihre finanziellen Mittel nicht ganz so rosig bestellt ist, bleibt ihr auch keine andere Wahl, als sich in die Obhut des... Nachdem ihr Vater gestorben ist, macht sich die junge March Middleton im Jahre 1882 auf den Weg nach London, um dort bei ihrem Patenonkel unterzukommen. Da es um ihre finanziellen Mittel nicht ganz so rosig bestellt ist, bleibt ihr auch keine andere Wahl, als sich in die Obhut des ihr bisher gänzlich unbekannten Mannes zu begeben. Sie weiß lediglich aus einem Brief, den sie vor kurzem erhielt, dass Sidney Grice, ihr Vormund, so eine alte Schuld begleichen möchte. Wie sie im Gespräch mit Harriet, einer Dame von March’s Alter, mit welcher sie sich ein Zugabteil teilt, erfährt, ist Sidney Grice keineswegs irgendein Mann in England. Tatsächlich ist der Persönliche Ermittler, wie er die Bezeichnung „Privatdetektiv“ stets zu verbessern pflegt, aufgrund seiner unglaublichen Kombinationsgabe und seinem Geschick im Umgang mit den haarsträubensten und kniffligsten Fällen zu großer Berühmheit gelangt. So wundert es nicht, dass March, sobald sie das Haus Nummer 125 in der Gower Street erreicht hat, mit ihrem ersten Kriminalfall konfrontiert wird. Ein Mann soll seine Ehefrau umgebracht haben und nun dafür gehängt werden; seine Schwiegermutter ist jedoch felsenfest von seiner Unschuld überzeugt, da dieser herzensgute Mensch niemals eine derart brutale Tat verübt haben könnte. Da für Mr. Grice primär Geld über das Annehmen oder Ablehnen eines Auftrags entscheidet, zeigt er für das Angebot der eher ärmlichen Dame kein Interesse. March aber, von der Geschichte zutiefst gerührt, verspricht, für alle Kosten aufzukommen, sofern sie den Ermittler bei seinen Recherchen begleiten darf. Und so lässt sich der von sich so überzeugte Sidney Grice dazu herab, seine wertvolle Zeit mit dem Lösen des Falles zu vergeuden. Denn eines steht fest: Mr. Grice glaubt längst in dem Ehemann seinen Täter gefunden zu haben – March jedoch spürt, dass er es nicht gewesen ist. Deswegen lässt die durchaus unkonventionelle March erst recht nicht locker und verblüfft so nicht nur ihren Patenonkel… Sehr schnell konnte ich in das Buch abtauchen, da es einen dank der atmosphärischen Erzählweise gekonnt nach London im Jahre 1882 entführt, wo auf der Straße jeder eine Bedrohung darstellen kann, man besser mit einem parfümierten Taschentuch ausgestattet sein sollte, um ekelerregenden Gerüchen Herr zu werden oder Menschen von der Bildfläche verschwinden, ohne dass es jemand merken oder irgendwen kümmern würde. Sehr humorvoll sind dabei die Beschreibungen von March, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist. So verspürt sie beispielsweise bei dem Gedanken daran, dass sich in Mr. Grice’s Haus ein Badezimmer mit Toilette befindet, größten Ekel – kein Wunder, dass London so verseucht ist, wenn von Hygiene derart wenig gehalten wird. Auch ist sie der Zeit kaum angepasst: Sie genehmigt sich gerne einen Gin, sagt zu einer Zigarette nicht nein, kann dem Anblick verwester und angefressener Leichen ohne Ohnmachtsanfälle standhalten und weiß sich durch zynische Bemerkungen in der Männerwelt durchaus zu behaupten. Ihre Wortgefechte mit zahlreichen anderen Charakteren brachten mich immer wieder zum Schmunzeln oder Auflachen, da sie mit ihrem Scharfsinn zielsicher ins Schwarze trifft. Aber auch Sidney Grice ist eine sehr interessante Figur, die bei mir Seite um Seite gewann. Denn auch wenn er zunächst als absoluter Unsympath auftritt, der sich um seine Mitmenschen keineswegs, für Geld dafür umsomehr, sorgt, bröckelt diese Fassade doch zeitweise. Darüber hinaus konnte ich mir ausgesprochen gut vorstellen, wie er zwischendurch ein Lächeln zu unterdrücken versucht, sich dann mit der Hand vor das Auge fasst, um das nicht ganz passende Glasauge, welches nur zu gerne aus seiner Höle springt, auffangen zu können. Auch zaubert einem seine eher weniger positive Einstellung gegenüber Menschen in zahlreichen Situationen ein Lächeln ins Gesicht – an anderen Stellen möchte man ihm am liebsten gehörig die Meinung sagen. Zum Glück nimmt einem dies March punktgenau ab. Aber auch die übrigen Charaktere sind sehr schön gezeichnet, sodass man sich ein lebensnahes Bild von ihnen machen kann und sich das Kopfkino nie ausstellt. Der Fall ist äußerst spannend und hält viele Wendungen bereit, sodass es viel Spaß macht, Mr. Grice und March bei den Ermittlungen zu begleiten. Darüber hinaus lässt sich das Buch der packenden Schreibweise und des schwarzen Humors wegen, sehr angenehm lesen. Dieser Band hat wirklich meine Neugierde geweckt, sodass ich hoffe, möglichst bald einen weiteren bis zur letzten Seite spannenden sowie humorvollen Fall, der bravourös von dem so gegensätzlichen Ermittler-Duo gelöst wird, lesen und so auch noch mehr über die Charaktere erfahren zu können.


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