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Mordkapelle

Kriminalroman

Wittekind 4

(13)
Ein malerischer Sommerabend auf dem Land. Als die Lokalreporterin Ira Wittekind zur brennenden Friedhofskapelle in Rehme gerufen wird, findet sie ein schauriges Szenario vor: In der Ruine steht ein Rollstuhl vor dem Altar, der Mann darin ist tot. Es handelt sich um den angesehenen Apotheker Ludwig Hahnwald, allen bekannt als der schöne Ludwig. Ira Wittekind beginnt zu recherchieren. Dabei stößt sie auf ein dichtes Geflecht aus Lügen, Intrigen und verratener Liebe. Und auf ein grauenhaftes Unrecht, das vor vielen Jahren begangen und nie gerächt wurde.




Portrait
Carla Berling, lebhaft in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sie schreibt Romane, Satiren und Kurzprosa. Mehrfach war sie als Expertin vor der Kamera, zuletzt in der WDR Servicezeit. Carla Berling tritt mit eigenen Satireprogrammen auf. Ihr bereits bei uns erschienenes Buch Vom Kämpfen und vom Schreiben erhielt in zahlreichen Medien hervorragende Rezensionen und war über eine lange Zeit unter den erstplazierten Büchern bei Amazon im Bereich der Ratgeber für Autoren. Carla Berling hat es verstanden, sich in den vergangenen Jahren eine große und engagierte Fangemeine zu schaffen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 10.04.2017
Serie Wittekind 4
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41996-4
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 188/121/34 mm
Gewicht 328
Verkaufsrang 17.517
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Carla Berling's Autorenkarriere begann auf einer defekten Schreibmaschine. Ob sie die Kult-Figur der Lokalreporterin Ira Wittekind daran schrieb, weiß ich nicht. Sicher ist, dass ich mich freue Ihnen einen neuen, raffinierten Mitrate-Krimi vorstellen zu dürfen, den Sie auf keinen Fall verpassen sollten.
Der Apotheker Ludwig Hahnwald
Carla Berling's Autorenkarriere begann auf einer defekten Schreibmaschine. Ob sie die Kult-Figur der Lokalreporterin Ira Wittekind daran schrieb, weiß ich nicht. Sicher ist, dass ich mich freue Ihnen einen neuen, raffinierten Mitrate-Krimi vorstellen zu dürfen, den Sie auf keinen Fall verpassen sollten.
Der Apotheker Ludwig Hahnwald sitzt tot in der „Mordkapelle“. Zeitlebens war er ein „Schönling“, ein Mann, den die Frauen liebten. Aber er war auch kühl und berechnend, beging in der Vergangenheit ganz üble Dinge. Wer hatte also einen Grund ihn so brutal zu töten? Und vor allem warum? Wie kommt er ausgerechnet in die Kapelle? Bei ihrer Recherche schaut Ira hinter die dörfliche Kulisse. Dabei stößte sie auf ein undurchschaubares Geflecht von gemeinen Intrigen und dunklen, vergangenen Dorfgeheimnissen in Bad Oeynhausen. Dieser spannende Krimi fundiert auf einer realen Begebenheit, die sich jedoch nicht im beschaulichen Kurbad zutrug.
Für eine ausgewogenen Prise Humor sorgen vor allem Ira's zwei skurrile alte Tanten. Friedchen und Sophie nehmen kein Blatt vor den Mund, haben das Herz auf dem rechten Fleck.
Ein überaus fesselnder Krimi! Die vielen nach und nach aufzudeckenden Geheimnisse, die geschickten Wendungen lassen uns LeserInnen mitraten und dennoch führt uns Carla Berling garantiert immer in die Irre. Das Ende ist genauso unvorhersehbar wie verblüffend, jedoch absolut plausibel. Hier kommen Krimi-Freunde voll auf ihre Kosten!
Bitte mehr Frau Berling!

„Mord in Bad Oeynhausen“

Sabrina Hermes, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Carla Berling schreibt seit vielen Jahren Krimis im Selbstverlag. Nun ist endlich ihr neuer Krimi erschienen, welcher wie seine Vorgänger in Bad Oeynhausen spielt. Auch die älteren ihrer Werke sollen nach und nach bei Heyne neu aufgelegt werden.

In "Mordkapelle" kommt es zu einem grausamen Mord in der Friedhofskapelle am Mooskamp.
Carla Berling schreibt seit vielen Jahren Krimis im Selbstverlag. Nun ist endlich ihr neuer Krimi erschienen, welcher wie seine Vorgänger in Bad Oeynhausen spielt. Auch die älteren ihrer Werke sollen nach und nach bei Heyne neu aufgelegt werden.

In "Mordkapelle" kommt es zu einem grausamen Mord in der Friedhofskapelle am Mooskamp. Ira Wittekind steht einem neuen spannenden Fall gegenüber.

Die Geschichte ist spannend geschrieben und als ortskundiger Leser entdeckt man viele bekannte Straßen und Örtlichkeiten wieder. Doch auch für Nicht-Bad Oeynhausener ist dieser Krimi absolut empfehlenswert.

Wer eine gute Krimigeschichte und sympathische Figuren sucht, ist hier an der richtigen Adresse. Dieser Krimi lässt sich gut lesen und ist perfekt für einen gemütlichen Tag.

„Super Krimi!“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Boah! Super! Eine spannende und tolle Alternative für alle Nele-Neuhaus-Fans. Hintergründiger und vielschichtiger Plot, bei dem es Spaß macht, mitzurätseln. Auch als Hörbuch toll! Boah! Super! Eine spannende und tolle Alternative für alle Nele-Neuhaus-Fans. Hintergründiger und vielschichtiger Plot, bei dem es Spaß macht, mitzurätseln. Auch als Hörbuch toll!

„Morden in ostwestfälischer Provinz.“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Für alle, die schon immer wussten, dass die Provinz einiges zu bieten hat! Um es mit Carla Berlings Worten zu sagen: es ist doch ganz interessant, wenn in den Vorgärten der Rasen Millimeter genau geschnitten und vorsichtig abgebürstet ist, die Gardinen mit Stecknadeln festgesteckt sind und auf den Fensterbrettern die Messingübertöpfe Für alle, die schon immer wussten, dass die Provinz einiges zu bieten hat! Um es mit Carla Berlings Worten zu sagen: es ist doch ganz interessant, wenn in den Vorgärten der Rasen Millimeter genau geschnitten und vorsichtig abgebürstet ist, die Gardinen mit Stecknadeln festgesteckt sind und auf den Fensterbrettern die Messingübertöpfe gefüllt mit Usambaraveilchen stehen und sich dann vorzustellen, was da alles so abgeht. Statt sich in der Großstadt mit schnöden Rollos zufrieden zu geben. Für Fans von Gisa Pauly und Nele Neuhaus!

Theresa Frenker, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Mord auf dem Friedhof. Reporterin Ira Wittekind ermittelt und stößt auf ein dichtes Geflecht aus Lügen und Geheimnissen. Unterhaltsamer Regionalkrimi aus Bad Oeynhausen. Mord auf dem Friedhof. Reporterin Ira Wittekind ermittelt und stößt auf ein dichtes Geflecht aus Lügen und Geheimnissen. Unterhaltsamer Regionalkrimi aus Bad Oeynhausen.

„Für Neuhaus-Leser und andere :-)“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

„Mordkapelle“ - ein Krimi-Debüt der Autorin beim Heyne-Verlag und gleichzeitig 4.Teil einer Reihe - wie das ? Die ersten drei Bände brachte Carla Berling noch als Selfpublisherin heraus – der chronologische Beginn der „Ira Wittekind“-Serie „Sonntags Tod“ erscheint im November neu bei Heyne.
Berlings Lokalreporterin Ira,eine sympathische
„Mordkapelle“ - ein Krimi-Debüt der Autorin beim Heyne-Verlag und gleichzeitig 4.Teil einer Reihe - wie das ? Die ersten drei Bände brachte Carla Berling noch als Selfpublisherin heraus – der chronologische Beginn der „Ira Wittekind“-Serie „Sonntags Tod“ erscheint im November neu bei Heyne.
Berlings Lokalreporterin Ira,eine sympathische Mittfünfzigerin, ermittelt in der alten Heimat der Autorin – wer sich also in Bad Oeynhausen (Kurort in Ostwestfalen-Lippe) auskennt, dürfte mit Örtlichkeiten und „Slang“ schnell vertraut sein, wer nicht, kommt aber ebenfalls gut klar.
Als ein hochangesehener Apotheker tot in seinem Rollstuhl in einer brennenden Friedhofskapelle gefunden wird, brodelt die Gerüchteküche und Ira Wittekind braucht dringend Interviews der Angehörigen….
„Mordkapelle“ ist ein klassischer „Who-Dunnit“ mit authentischen Hauptfiguren – ihre Aspiranten sind Menschen wie Du und ich, die öfters ihre Geheimnisse haben und sie sich schrittweise von der gestandenen Reporterin aus der Nase ziehen lassen (die eben nicht zur Paparazzi-Fraktion zu rechnen ist) und dann gibt es die privaten Kontakte Iras wie ihr Freund Andy, Freundin+Taxifahrerin Coco oder die alte Tanten, die manchmal auch für einen wichtigen Tipp gut sind und Humor in die Sache bringen.
Da Carla Berling selber jahrelang als Lokalreporterin tätig war,klingen ihre Geschichten echt,entwickeln sich schlüssig und lassen dem Krimi-Leser Raum für Spekulationen.Wer hier also Ermittler mit beschädigter Seele,Alkoholproblem u.ä. sucht,sollte zum Skandinavien-Krimi greifen .-) :
gerade die „Normalität“ plus der gut gehaltene Spannungsbogen machen diesen “Ira-Wittekind“-Band zu einem feinen Wochenend- oder Ferienschmöker.

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Ein grausamer Mord im beschaulichen Kurort an einem angesehenen Bürger- viel Blut in der guten Gesellschaft. Abgründe tun sich auf. Ein grausamer Mord im beschaulichen Kurort an einem angesehenen Bürger- viel Blut in der guten Gesellschaft. Abgründe tun sich auf.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
8
5
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Überzeugend
von World of books and dreams am 07.05.2017

Ira Wittekind ist Reporterin bei der Zeitung von Bad Oeynhausen. Während der Kirmes im Ort erhält sie einen Anruf: in der kleinen Kapelle brennt es und wie es aussieht, scheint dort jemand in der Kirche gewesen zu sein. Ira fährt kurzerhand zum Tatort und erfährt hier, dass es tatsächlich... Ira Wittekind ist Reporterin bei der Zeitung von Bad Oeynhausen. Während der Kirmes im Ort erhält sie einen Anruf: in der kleinen Kapelle brennt es und wie es aussieht, scheint dort jemand in der Kirche gewesen zu sein. Ira fährt kurzerhand zum Tatort und erfährt hier, dass es tatsächlich ein Opfer gab: den schönen Ludwig, so nannte ganz Bad Oeynhausen den Apotheker Ludwig Hahnwald. Dieser wurde bei lebendigem Leibe in seinem Rollstuhl angezündet. Doch wer sollte etwas gegen den bei allen beliebten Mann gehabt haben? Ira beginnt in Hahnwalds Kreisen zu forschen und zu interviewen und so langsam scheint es, als hätte der schöne Ludwig mehr als ein Geheimnis gehabt. Und wer ist dieser neue Blogschreiber, der scheinbar Insiderwissen der Polizei über das Internet verbreitet und Ira immer einen Schritt voraus zu haben scheint? Meine Meinung: Mordkapelle ist der erste Krimi aus der Ira Wittekind Reihe, der im Heyne Verlag herauskam, allerdings gab es zuvor schon Bücher über die sympathische Reporterin. Trotzdem gibt es hier im persönlichen Bereich der Journalistin und auch bei diesem Fall keinerlei Verständnisprobleme. Ganz im Gegenteil, denn schon der Einstieg in den Krimi gelingt rasant und mitreißend und der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, verständlich, flüssig und klar. Innerhalb kürzester Zeit war ich gebannt von den Ereignisse und begab mich gemeinsam mit Ira auf Spurensuche, die auch zum Teil in die Vergangenheit des Opfers führte. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und ich persönlich mag es auch sehr gerne, wenn ein Krimi nicht immer aus der klassischen Sicht eines Polizeiermittlers erzählt wird. Carla Berling versteht es ausgezeichnet, immer wieder einzelne Spuren zu streuen und kleinere Puzzlestücke zu offenbaren, so dass der Leser nicht nur mitfiebern, sondern auch sehr gut miträtseln kann. Dieser Fall hier hat es dann auch ganz schön in sich und je mehr Ira herausfindet, desto brenzliger wird es hier. Spannung und Nervenkitzel steigern sich hier permanent und halten den Leser einfach gefangen. Was mir hier sehr gut gefallen hat, waren die Nachforschungen in der Vergangenheit des Opfers, bei dem so einiges zu Tage kam und mich immer wieder aufs Neue überraschen konnte, ein wirklich gelungenes Versteckspiel, mit geschickten Wendungen, bei dem die Autorin zu keiner Zeit den roten Faden verliert. Ganz im Gegenteil, jedes Ereignis war sehr glaubhaft und authentisch dargestellt. Erzählt wird hier in erster Linie durch einen personellen Erzähler in der dritten Person, der die Perspektive der Protagonistin Ira Wittekind einnimmt. Als Leser verfolgt man die Ereignisse dabei gleich aus der ersten Reihe und das Buch liest sich, wie ein spannender Fernsehkrimi sich anschauen läßt. Ira Wittekind ist eine sehr authenische Protagonistin, die mir richtig gut gefallen hat und von der ich hoffe, dass ich noch so einige Ermittlungen mit ihr erleben darf. Sie ist eine gestandene Frau Mitte fünfzig, der man so schnell nichts mehr vormachen kann und genau das macht sie hier auch sehr glaubwürdig. Sie tritt meistens sehr resolut auf und einschüchtern kann man sie auch nicht so leicht. Neben Ira gibt es dann noch ihren Lebensgefährten, deren beiden betagten Tanten mich so einige Male schmunzeln ließen. Auch Iras beste Freundin Coco wirkte sympathisch und passte hier perfekt hinein. Die komplette Riege der Verdächtigen sind gut ausgearbeitet, so dass man bei jedem so ein kleines bisschen grübeln und überlegen kann, doch am Ende kommt es dann eh anders, als man bis dahin dachte. Mein Fazit: Ein rundum gelungener Krimi, der von der ersten Seite in die Geschichte zieht und permanent Spannung halten kann. Geschickte Wendungen, viele Geheimnisse und kleine Puzzlestücke lassen den Leser mitgrübeln und fesseln, dabei bleibt der rote Faden durchweg erhalten, was die Glaubwürdigkeit unterstreicht. Eine sympathische Ermittlerin, mit einer tollen Familie und interessanter Freundin runden das Gesamtbild ab. Für Krimifans eine klare Leseempfehlung!

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Der schöne Ludwig brennt
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 30.04.2017

Gleichzeitig ein Debütroman und ein vierter Band? Möglich gemacht wird das scheinbare Paradoxon von der einfachen Tatsache, dass Carla Berling. die ihre schriftstellerische Karriere als Lokalreporterin und Pressefotografin begann, die ersten drei Bände ihrer erfolgreichen Krimireihe in eigener Regie als Selfpublisherin herausgab. In "Sonntagstod", "Königstöchter" und "Tunnelspiel" ließ die... Gleichzeitig ein Debütroman und ein vierter Band? Möglich gemacht wird das scheinbare Paradoxon von der einfachen Tatsache, dass Carla Berling. die ihre schriftstellerische Karriere als Lokalreporterin und Pressefotografin begann, die ersten drei Bände ihrer erfolgreichen Krimireihe in eigener Regie als Selfpublisherin herausgab. In "Sonntagstod", "Königstöchter" und "Tunnelspiel" ließ die Autorin eine starke Heldin mittleren Alters ermitteln: Ira Wittekind, mit der sie mehr gemeinsam hat also nur den Beruf, und der sie daher eine überzeugende Authentizität verleihen konnte. Vielleicht war es das, was die Aufmerksamkeit des Heyne-Verlags erregte? Jedenfalls trudelte im November 2014 eine Mail bei Carla Berling ein, die Interesse an einer Zusammenarbeit bekundete – und das Ergebnis steht nun unter dem Titel "Mordkapelle" in den Buchhandlungen. Ein Verlagsdebüt also, und dennoch eine Krimireihe, deren Hauptcharaktere schon eine gewisse Hintergrundgeschichte mitbringen. Das merkt man auch, denn sie wirken sehr lebendig und vielschichtig, mit all den familiären und freundschaftlichen Querverbindungen, die aus langer Bekanntschaft eben entstehen! Das Buch enthält eine kleine Übersicht der wichtigsten Personen, aber sie sind in meinen Augen ohnehin unverwechselbar genug, um als Leser nicht durcheinander zu kommen. Ira Wittekind ist schon in sofern eine eher ungewöhnliche Krimi-Heldin, dass sie Mitte fünfzig ist – und das ist wunderbar. Warum sollen es immer nur die Mittzwanzigerinnen sein, die Abenteuer erleben? Wenn ich sie in wenigen Worten beschreiben müsste, dann wären es wohl: 'hartnäckig', 'entschlossen', 'intelligent', 'integer'... Und 'Tunnelblick'. Denn sie kann sich ganz schön verbeißen in einen Fall, und manchmal sieht sie dann den Wald vor lauter Bäumen nicht! Manchmal konnte ich ihr Verhalten nicht hundertprozentig nachvollziehen, meist war ich aber ganz "bei ihr" und fand ihre Ermittlungsmethoden schlüssig und hochspannend. Das Buch ist ein klassischer Krimi im Stile eines "Whodunits". Nicht ausufernde Gewalt steht im Mittelpunkt, sondern das große Rätsel: Wer hat es getan? Und warum? Ira ermittelt, was der Polizei oft ein Dorn im Auge ist, und fördert dabei nach und nach einiges zu Tage: mehr als eine Person im Umfeld des ermordeten Apothekers Ludwig Hahnwald hat Dreck am Stecken und/oder ein mögliches Motiv. Außerdem stößt sie auf ein altes Geheimnis, das mehr als 40 Jahre nicht aufgedeckt wurde. Der Leser kann fleißig miträtseln, der Fall ist interessant konstruiert, es gibt zahlreiche Winkelzüge und versteckte Motive. Die Auflösung ereilt die Guten wie die Bösen überraschend, im Rückblick konnte ich mich aber an genug Hinweise erinnern, dass sie nicht aus heiterem Himmel kam. Ein wenig enttäuscht hat mich, dass Ira im Finale eine zwar dramatische, aber eher passive Rolle spielt! Statt aktiv das letzte Rätsel zu lösen, widerfährt ihr die Lösung eher, als dass sie sie triumphierend präsentiert. Gelegentlich fand ich auch etwas zweifelhaft, wie mühelos sie Verdächtige und Zeugen zum Reden bringt – und das zum Teil mit sehr offensichtlich strategischen Fragen. Die Spannung ist meist eher eine unterschwellige, statt vor Action nur so zu strotzen, aber sie hält sich durchweg auf hohem Niveau. Es sind nicht nur der Mordfall und das alte Geheimnis, die für Verwirrung sorgen: genauso brisant ist das plötzliche Auftauchen eines selbsternannten Enthüllungsjournalisten, der auf seiner Webseite mit geschmacklosen Schlagzeilen ganz tief im Dreck wühlt. Außerdem verfügt er über Informationen, die die Polizei noch gar nicht herausgegeben hat... Er war ein interessanter, zwiespältiger Charakter, allerdings erschien mir eine bestimmte Entwicklung gegen Ende ein wenig konstruiert. Der Schreibstil ist flüssig und locker; die Autorin lässt ein wenig Lokalkolorit und Humor einfließen, was der Krimi-Atmosphäre und der Ernsthaftigkeit des Falls aber keinen Abbruch tut. Fazit: In der ausgebrannten Friedhofskapelle wird ein Rollstuhl mit der verkohlten Leiche von Ludwig Hahnwald entdeckt. Der alte Apotheker war im Ort allseits bekannt und beliebt, aber als Lokalreporterin Ira Wittekind sich mit dem Leben des "schönen Ludwig" beschäftigt, stellt sie schnell fest, dass sich hinter der Fassade viel Unschönes verbirgt. Ein klassischer Krimi, in dem es mehr um Ermittlungsarbeit geht als um literweise Blut und Ekelfaktor! Das Buch hat mich – trotz kleinerer Kritikpunkte – mit glaubhaften Charakteren, falschen Fährten und einem angenehmen Schreibstil gut unterhalten.

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Rezension zu "Mordkapelle"
von Zsadista am 23.04.2017
Bewertet: Hörbuch-Download

Ein beschaulicher Abend auf dem Land. Doch so beschaulich ist er bei näherer Betrachtung gar nicht. Ira Wittekind, Journalistin unterwegs für die Zeitung „Tag 7“ bekommt einen brandheißen Tipp. Sofort macht sie sich auf den Weg zur Friedhofskapelle. Diese steht lichterloh in Flammen. Und darin wurde eine Leiche im... Ein beschaulicher Abend auf dem Land. Doch so beschaulich ist er bei näherer Betrachtung gar nicht. Ira Wittekind, Journalistin unterwegs für die Zeitung „Tag 7“ bekommt einen brandheißen Tipp. Sofort macht sie sich auf den Weg zur Friedhofskapelle. Diese steht lichterloh in Flammen. Und darin wurde eine Leiche im Rollstuhl gefunden. Nachdem Ira anfängt, die Hinterbliebenen zu interviewen kommt sie schnell hinter einige Ungereimtheiten. Und dann ist dann noch dieser Internet Blogger, der immer einen Schritt im Voraus Bescheid weiß und alles postet. Irgendein Geheimnis hütet doch die verschworene Gemeinschaft und Ira lässt nicht locker. „Mordkapelle“ ist ein Krimi aus der Feder der Autorin Carla Berling. Ich hatte das Buch als Hörbuch genossen. Gelesen wurde es von Vera Teltz. Die Stimme der Sprecherin fand ich sehr angenehm. Ich habe ihr gerne gelauscht. Sie hat ihre Aufgabe wirklich sehr gut gemacht. Der Krimi selbst hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ständig hatte ich eine andere Person in Verdacht. Die Personen selbst waren alles sympathisch und ich mochte sie. Die Story hatte zwar jetzt nicht den rasanten Spannungsbogen, wurde aber immer runder. Dauernd standen neue Verdächtige auf dem Plan. Ira war auch nicht nervig. Oft gehen mir diese Reporter ziemlich auf die Nerven, Ira jedoch war genau richtig. Zumindest im gekürzten Hörbuch fand ich alles sehr passend. „Mordkapelle“ ist jetzt natürlich nicht der blutrünstige Thriller, auch nicht der an den Nerven zerrende Krimi und es fehlen hier auch die kaputten Ermittler Existenzen. Aber gerade deswegen hat mir der Krimi so gut gefallen. Es ist schön, dass hier wieder Hauptpunkte auf Fragen, kombinieren und denken gelegt wurde. Und das auf die Ecken Sex, Bettgeschichten und kaputte Existenzen hier komplett verzichtet wurde. Ich kann das Buch als wirklich schönen Krimi weiter empfehlen.

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