Muttersohn

Roman

(7)
Die Mutter tauft ihn Anton, nennt ihn aber Percy. Mit ihrer Behauptung, zu seiner Zeugung sei kein Mann nötig gewesen, wächst er auf. Und mit ihren Briefen an Ewald Kainz, der einmal in Stuttgart eine politische Rede hielt. Percy wird Krankenpfleger an einem psychiatrischen Krankenhaus und eines Tages mit einem Fall betraut, an dem die Ärzteschaft verzweifelt. Der Patient heißt: Ewald Kainz.

Ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auftrumpfender Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag.
Rezension
Sprache ist Leben - Muttersohn handelt von nichts Geringerem als der Ewigkeit. Times Literary Supplement
Portrait
Martin Walser, geboren 1927 in Wasserburg/Bodensee, lebt heute in Nußdorf/Bodensee. 1957 erhielt er den Hermann-Hesse-Preis, 1962 den Gerhart-Hauptmann-Preis und 1965 den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis. 1981 wurde Martin Walser mit dem Georg-Büchner-Preis, 1996 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 1998, dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels und dem Corine - Internationaler Buchpreis; Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten 2008 ausgezeichnet. 2015 wurde Martin Walser der Internationale Friedrich-Nietzsche-Preis für sein Lebenswerk verliehen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 01.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-25996-8
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,1/11,6/3,2 cm
Gewicht 356 g
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
9,99
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„Muttersohn“

Tina Dammer, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden


„Muttersohn“ ist ein auftrumpfender Roman über Liebe und Glauben.
Im Mittelpunkt dieser mutigen „Glaubensforschung“ steht Percy. Er ist Pfleger im psychiatrischen Landeskrankenhaus Scherblingen und lebt in seiner ganz eigenen Welt. Seine Mutter Josefine, Fini genannt, vermittelt ihm über Jahre die Botschaft, dass zu seiner Zeugung kein Mann erforderlich gewesen war. Percy glaubt die Wundererzählung. Martin Walser sagt dazu: „Wenn man das glaubt, kann man alles glauben“. Mit diesen Ansichten und den Glauben an die Botschaft der Mutter wird er berühmt. Auch wird er bewundert durch seine freien Reden ohne ein Manuskript. Die zweitwichtigste Figur im Roman ist Professor Feinlein. Auch entwickelt eine mitreißende Glaubensstärke. Das zentrale Zitat des Romans stammt von ihm: „Wir glauben mehr als wir wissen“.
Es ist eine empfehlenswerte heiter beschwingte Geschichte ohne Normen und Begrenzungen.

„Muttersohn“ ist ein auftrumpfender Roman über Liebe und Glauben.
Im Mittelpunkt dieser mutigen „Glaubensforschung“ steht Percy. Er ist Pfleger im psychiatrischen Landeskrankenhaus Scherblingen und lebt in seiner ganz eigenen Welt. Seine Mutter Josefine, Fini genannt, vermittelt ihm über Jahre die Botschaft, dass zu seiner Zeugung kein Mann erforderlich gewesen war. Percy glaubt die Wundererzählung. Martin Walser sagt dazu: „Wenn man das glaubt, kann man alles glauben“. Mit diesen Ansichten und den Glauben an die Botschaft der Mutter wird er berühmt. Auch wird er bewundert durch seine freien Reden ohne ein Manuskript. Die zweitwichtigste Figur im Roman ist Professor Feinlein. Auch entwickelt eine mitreißende Glaubensstärke. Das zentrale Zitat des Romans stammt von ihm: „Wir glauben mehr als wir wissen“.
Es ist eine empfehlenswerte heiter beschwingte Geschichte ohne Normen und Begrenzungen.

„Glaube und Liebe“

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Ein psychiatrisches Landeskrankenhaus in Scherblingen ist der Haupthandlungsort des Romans. Wovon er handelt, lässt sich schwer in drei Sätze fassen. Protagonist ist der unerschütterliche Krankenpfleger Percy Anton Schlugen, zu dessen Zeugung (laut seiner Mutter Fini, die im Roman auch noch eine tragende Rolle spielt) kein Mann von Nöten war und der dank dieser Tatsache schon eine kleine Berühmtheit ist.
Die Kernthemen sind der Glaube und die Liebe, des Weiteren wartet der Roman mit allerlei skurrilen Personen auf: verschiedene Muttersöhne und -söhnchen, ein homosexueller Nazi, der Arno Schmidt verehrt, ein Patient, der eine Anthologie abgelehnter Dichter herausbringen will, ein alternder Professor und viele andere.
Ein sogleich zärtliches, brutales, bizarres und humorvoll-ironisches Buch, voller Facetten. Zugegeben, man braucht Zeit um in die Welt Walsers einzutauchen, aber es lohnt sich diese Zeit aufzubringen, denn dann möchte man Percy und alle anderen so schnell nicht mehr verlassen.
Ein psychiatrisches Landeskrankenhaus in Scherblingen ist der Haupthandlungsort des Romans. Wovon er handelt, lässt sich schwer in drei Sätze fassen. Protagonist ist der unerschütterliche Krankenpfleger Percy Anton Schlugen, zu dessen Zeugung (laut seiner Mutter Fini, die im Roman auch noch eine tragende Rolle spielt) kein Mann von Nöten war und der dank dieser Tatsache schon eine kleine Berühmtheit ist.
Die Kernthemen sind der Glaube und die Liebe, des Weiteren wartet der Roman mit allerlei skurrilen Personen auf: verschiedene Muttersöhne und -söhnchen, ein homosexueller Nazi, der Arno Schmidt verehrt, ein Patient, der eine Anthologie abgelehnter Dichter herausbringen will, ein alternder Professor und viele andere.
Ein sogleich zärtliches, brutales, bizarres und humorvoll-ironisches Buch, voller Facetten. Zugegeben, man braucht Zeit um in die Welt Walsers einzutauchen, aber es lohnt sich diese Zeit aufzubringen, denn dann möchte man Percy und alle anderen so schnell nicht mehr verlassen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
5
2
0
0
0

„Ich sage nicht, was ich weiß. Ich sage, was ich bin“
von einer Kundin/einem Kunden am 13.09.2011
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Anton Percy Schlugen wächst in dem Glauben auf, dass zu seiner Zeugung kein Vater vonnöten war. Er ist fest davon überzeugt, da es ihm seine Mutter so erzählt hat. Schon allein dadurch gelangt er zu einer gewissen Berühmtheit. Schauplatz des Romans ist ein psychiatrisches Landeskrankenhaus, wo Anton arbeitet. Ihm... Anton Percy Schlugen wächst in dem Glauben auf, dass zu seiner Zeugung kein Vater vonnöten war. Er ist fest davon überzeugt, da es ihm seine Mutter so erzählt hat. Schon allein dadurch gelangt er zu einer gewissen Berühmtheit. Schauplatz des Romans ist ein psychiatrisches Landeskrankenhaus, wo Anton arbeitet. Ihm wird ein besonders verzwickter Fall anvertraut, an dem die gesamte Ärzteschaft verzweifelt. Genau diesem Mann schreibt seine Mutter seit Jahren Briefe, die sie alledings nie abschickt. Ein Roman über die Kraft der Liebe, die Macht des Glaubens und die Magie der Sprache. Niemand schreibt so schwerelos über die ersten und letzten Fragen unserer Existenz, wie Martin Walser. Dem Meister selbst zu lauschen ist ein Erlebnis!

Genial
von einer Kundin/einem Kunden am 03.08.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Ein sehr lesenswertes Stück. Egal ob jung oder alt. Das perfekte Buch für jeden.