Nachts am Askanischen Platz

Kriminalroman. Ein Fall für Leo Wechsler

Leo Wechsler 6

(9)
Das Cabaret des Bösen Berlin im Januar 1928: Ein Toter wird in einem Schuppen im Hinterhof des Askanischen Gymnasiums gefunden. Direkt daneben befindet sich das Varieté- und Sensationstheater »Das Cabaret des Bösen«, dessen Besitzer seine aus dem Krieg stammenden Gesichtsverletzungen offensiv zur Schau stellt. Vor dem Fund der Leiche wurde eine verstörte junge Russin am Theater gesehen, auf der Suche nach einem gewissen »Fjodor«. Liegt der Schlüssel zu den mysteriösen Vorkommnissen um das Cabaret im Scheunenviertel, wo russische Emigranten in beengten Verhältnissen leben? Einmal mehr lernt Leo Wechsler bei seinen Ermittlungen unbekannte Gesichter seiner Stadt kennen.
Portrait
Susanne Goga lebt als Autorin und Übersetzerin in Mönchengladbach. Sie ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. Außer ihrer Krimireihe um Leo Wechsler hat sie mehrere historische Romane veröffentlicht und wurde mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 09.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21713-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/2,5 cm
Gewicht 263 g
Verkaufsrang 4.543
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Die historischen Kriminalfälle von Susanne Goga sind immer wieder ein Lesevergnügen. Im ihrem sechsten Band der Erfolgsserie führt uns die Autorin ins Berlin vor 90 Jahren. Im Winter 1928 wird ein schäbig gekleideter Erwürgter im Geräteschuppen eines Berliner Gymnasiums aufgefunden. Niemand scheint den Toten zu kennen. Nur mit Köpfchen und Scharfsinn erkennen Kommissar Leo Wechsler und sein Team nach und nach Zusammenhänge zwischen dem mysteriösen 'Cabaret des Bösen' und dem Toten. In Archiven und Bibliotheken graben sie in mühevoller Recherche düstere Geheimnisse der Vergangenheit aus. Mitschriften werden natürlich stenographiert. Authentisch verknüpft die Autorin die historische Atmosphäre gekonnt in den raffinierten Kriminalfall, der ohne Blutvergießen auskommt. Ideal zum Mitraten. Das Ende hält eine Überraschung bereit, die Sie nicht verpassen sollten! Die historischen Kriminalfälle von Susanne Goga sind immer wieder ein Lesevergnügen. Im ihrem sechsten Band der Erfolgsserie führt uns die Autorin ins Berlin vor 90 Jahren. Im Winter 1928 wird ein schäbig gekleideter Erwürgter im Geräteschuppen eines Berliner Gymnasiums aufgefunden. Niemand scheint den Toten zu kennen. Nur mit Köpfchen und Scharfsinn erkennen Kommissar Leo Wechsler und sein Team nach und nach Zusammenhänge zwischen dem mysteriösen 'Cabaret des Bösen' und dem Toten. In Archiven und Bibliotheken graben sie in mühevoller Recherche düstere Geheimnisse der Vergangenheit aus. Mitschriften werden natürlich stenographiert. Authentisch verknüpft die Autorin die historische Atmosphäre gekonnt in den raffinierten Kriminalfall, der ohne Blutvergießen auskommt. Ideal zum Mitraten. Das Ende hält eine Überraschung bereit, die Sie nicht verpassen sollten!

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Was will man mehr?
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 02.04.2018

?1928, Berlin. In einem Schuppen auf dem Hinterhof des Askanischen Gymnasiums wird ein Toter gefunden. Kurz zuvor wurde in der Nähe eine abgemagerte, schlecht gekleidete Frau gesehen, die verzweifelt nach einem "Fjodor" gesucht hat. Ist der Tote der Gesuchte? Doch warum sollte ein Russe auf dem Gelände einer Berliner... ?1928, Berlin. In einem Schuppen auf dem Hinterhof des Askanischen Gymnasiums wird ein Toter gefunden. Kurz zuvor wurde in der Nähe eine abgemagerte, schlecht gekleidete Frau gesehen, die verzweifelt nach einem "Fjodor" gesucht hat. Ist der Tote der Gesuchte? Doch warum sollte ein Russe auf dem Gelände einer Berliner Schule ermordet werden? An den Schuppen grenzt auch das "Cabaret des Bösen", eine Art Gruselkabinett, das sich zur Zeit großer Beliebtheit erfreut. Der Besitzer ist ein sehr ungewöhnlicher Kriegsversehrter, der seine Gesichtsverletzung quasi vermarktet und zur Schau stellt. Weiß er vielleicht mehr? Oder sollte sich Leo Wechsler lieber im Scheunenviertel, wo viele russische Emigranten unterkommen, nach der Identität des Toten umhören? Zugegebenermaßen bin ich ein großer Fan der Reihe um Kommissar Leo Wechsler und auch der neueste Krimi hat mich nicht enttäuscht. "Nachts am Askanischen Platz" ist der mittlerweile sechste Fall um den sympathischen Ermittler, den man allerdings auch eigenständig lesen kann. Doch nicht nur Leos Arbeit und seine Kollegen stehen im Fokus - auch sein Privatleben spielt eine Rolle. In diesem Fall erfahren wir am Beispiel von Leos Sohn Georg das Aufkommen der Nationalsozialisten. Der Junge gerät durch seinen besten Freund Werner immer tiefer in den braunen Sumpf - unbemerkt vom Vater, der ansonsten immer ein sehr ausgeprägtes Gespür für andere Menschen hat. Doch zum Glück gibt es noch Clara, die zweite Frau Leos und Stiefmutter seiner Kinder, die klug, mitfühlend und für ihre Zeit erstaunlich eigenständig ist. Ob sie Georg überzeugen kann, dass seine neue Gesellschaft nicht die beste ist? Wieder einmal verwebt die Autorin Susanne Goga historischen Fakten und Figuren in die Geschichte. In diesem Fall hat mich vor allem der sogenannte 'Nasenjoseph', Prof. Dr. Jaques Joseph, beeindruckt. Mir ist dieser Name zuvor noch nie untergekommen, aber die Geschichte eines der bedeutendsten plastischen Chirurgen seiner Zeit ist sehr interessant! Seine Veröffentlichung zum Thema Nasenplastik gehört noch heute zu den Standardwerken seines medizinischen Fachbereichs. Doch nicht nur das - denn Joseph hat vor allem im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg sehr erfolgreich Wiederherstellungschirurgie betrieben und somit vielen stark Verwundeten wieder neuen Lebensmut gegeben. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass Joseph sich nur im Rahmen der Möglichkeiten seiner Patienten bezahlen ließ. Selbstverständlich ist auch der Fall an sich gewohnt packend. Auch wenn ich vielleicht die ein oder andere Ahnung hatte, die Auflösung ist sehr clever und originell. Ich lese sehr gerne historische Krimis - vor allem alles, was im Zeitraum Anfang des 20. Jahrhunderts bis Ende der 40er spielt. Für mich ist die Leo Wechsler-Reihe eine absolut feste Größe und der sechste Fall hat mich darin wieder einmal bestätigt! Fundierte Recherche, großartig entwickelte Figuren, die mir bei jedem neuen Fall das Gefühl geben, auf alte Bekannte zu treffen, und eine spannende, atmosphärisch dichte Geschichte - was will man mehr?

Ein neuer großartiger Ausflug in das Berlin der 20er Jahre
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Mit den Abenteuern des Kommissars Leo Wechsler kreiert Susanne Goga eine historische Krimireihe, die im Berlin der 20er Jahre spielt und neben den frei erfundenen Stories immer wieder auf reale geschichtliche Ereignisse und Figuren zurückgreift. So auch im sechsten Fall “Nachts am Askanischen Platz”: Zwar gab es in Berlin... Mit den Abenteuern des Kommissars Leo Wechsler kreiert Susanne Goga eine historische Krimireihe, die im Berlin der 20er Jahre spielt und neben den frei erfundenen Stories immer wieder auf reale geschichtliche Ereignisse und Figuren zurückgreift. So auch im sechsten Fall “Nachts am Askanischen Platz”: Zwar gab es in Berlin vermutlich nie ein “Das Cabaret des Bösen”, doch der berühmte jüdische Gesichtschirurg Jaques Joseph und die Kriminalbeamtin Friederike Wieking haben wirklich gelebt. Neben ihrer spannenden Krimistory geht es der Autorin stets auch um damals aktuelle Themen, wie die allmählich wachsende Präsenz der Nazis oder die allgegenwärtigen Kriegsverletzungen der Soldaten des Ersten Weltkriegs. Susanne Goga schafft es im “Askanischen Platz” wieder spielend, die besondere Atmosphäre der Berliner Zwischenkriegszeit lebendig werden zu lassen und vergisst dabei nicht, auch das Privatleben ihres sympathischen Kommissars weiter zu entwickeln. So ist Susanne Gogas historischer Krimi “Nachts am Askanischen Platz” ein neuer großartiger Ausflug in das Berlin der 20er Jahre.

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Berlin 1928: auf dem Gelände des Askanischen Gymnasiums wird ein unbekannter Toter gefunden. Die Mordkommission Berlin sucht unter der Führung von Leo Wechsler nach der Identität des Toten und den Hintergründen für die Tat. Hat es etwas zu bedeuten, dass es in der Nähe des Fundorts eine Verbindungstür zum... Berlin 1928: auf dem Gelände des Askanischen Gymnasiums wird ein unbekannter Toter gefunden. Die Mordkommission Berlin sucht unter der Führung von Leo Wechsler nach der Identität des Toten und den Hintergründen für die Tat. Hat es etwas zu bedeuten, dass es in der Nähe des Fundorts eine Verbindungstür zum Nachbargelände gibt, auf dem sich das Cabaret des Bösen befindet, ein Theater mit einem skurrilen Unterhaltungsangebot? Während Leo voll in seiner Arbeit eingespannt ist, sympathisiert sein Sohn Georg zunehmend mit der Hitlerjugend und der erstarkenden SA. Auch der sechste Band um Leo Wechsler hat nichts von dem Charme der von mir lieb gewonnenen Krimireihe aus den 1920er Jahren verloren. Der Prolog beginnt direkt ziemlich gruslig und schockierend, aber nach den ersten Seiten der Haupthandlung machte sich bei mir diesbezüglich etwas Erleichterung breit – aber ist diese Erleichterung berechtigt? Die Suche nach der Identität des Ermordeten war knifflig und es war interessant zu erfahren, welche Mittel in der damaligen Zeit zur Verfügung standen, um unbekannten Toten einen Namen zu geben. Gespannt war ich auch auf die Vergangenheit des Toten, die zwischen den Zeilen immer wieder anklang. Nachdem seine Identität gelüftet werden konnte, hatte ich zwar eine Ahnung, aber Motiv und Hintergründe lagen für mich lange Zeit im Dunkeln. Genauso interessant wie die Ermittlungen empfinde ich jedoch auch das familiäre Geschehen von Leo. Es ist einfach immer wieder schön, wie gut er mit seiner Frau Clara harmoniert, die – selber berufstätig – vollstes Verständnis dafür hat, wenn die Arbeit ihres Mannes mal wieder viel Raum und Zeit einnimmt. Jedoch entfremdet sich Georg zunehmend von der Familie, da er durch seinen Freund Wolfgang zunehmend Kontakt zur SA und HJ bekommt. Da er weiß, wie sein Vater darüber denkt, versucht er es, vor ihm zu verheimlichen. Leo spürt, dass etwas mit seinem Sohn nicht stimmt, schiebt aber ein Gespräch auf die lange Bank, dabei wäre es allerhöchste Zeit, dass die beiden miteinander reden, aber kann Leo seinen Sohn überhaupt noch erreichen? Eine historische Nebenfigur hat mich in dem Roman am meisten beeindruckt: Dr. Jacques Joseph, auch Nasenjoseph genannt, der ein wahrer Künstler und Meister der Wiederherstellungschirurgie war und zu seiner Zeit Meilensteine gesetzt hat. Das, was wir im Buch über ihn erfahren, hat mich neugierig gemacht und so bin ich gerne der Aufforderung der Autorin gefolgt, im Internet auf weitere Spurensuche zu gehen – es lohnt sich. Susanne Goga gelingt es auch diesmal wieder, die Atmosphäre der damaligen Zeit durch ihre gründlichen Recherchen einzufangen und sie in einen unterhaltsamen Kriminalroman zu verpacken. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den siebten Fall des Leo Wechsler.