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Nichts bleibt

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Franz Mathys ist Kriegsfotograf. Eines seiner Fotos wurde mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Doch er hat tiefe Zweifel und Schuldgefühle, denn er profitiert von dem Leid anderer. Mathys spürt, dass sein Leben ihm mehr und mehr entgleitet. Er zieht sich auf einen abgeschiedenen Hof im Wald zurück. Lebt dort mit seinem Vater und seinem Sohn, kommt zur Ruhe und verliebt sich. Doch die Idylle trügt. Eines Nachts schlagen zwei Männer seinen Vater brutal nieder und er muss schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Mathys will die Täter finden. Der immer stärker werdende Wunsch nach Rache und die Suche nach den Männern entfremden ihn von den Menschen, die er liebt. Wird er nun alles verlieren?
In einem zerklüfteten Tal in den Alpen trifft er eine einsame Entscheidung, die sein Leben kosten kann.
Willi Achten lotet die Abgründe der menschlichen Psyche aus.
Portrait
Willi Achten wuchs in einem Dorf am Niederrhein auf. Er studierte in Bonn und Köln und wurde Lehrer in Aachen. Seit den frühen 1990er Jahren ist er als Schriftsteller tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Willi Achten lebt im niederländischen Vaals.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 10.02.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86532-568-6
Verlag Pendragon
Maße (L/B/H) 208/137/35 mm
Gewicht 449
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17,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Schonungslos, spannungsreich, sprachlich und inhaltlich ausgefeilt
von einer Kundin/einem Kunden aus Roxheim am 13.06.2017

Dieser absolut lesenswerte Roman steht zurecht auf der longlist des crime Cologne! Wer ein besonderes Buch sucht - dabei bezieht sich das Attribut der Besonderheit sowohl auf den immer wieder erstaunlichen Inhalt, die ausgefeilte Erzählweise als auch die stilsichere Ausdrucksweise - , der kommt an diesem Krimi nicht vorbei.... Dieser absolut lesenswerte Roman steht zurecht auf der longlist des crime Cologne! Wer ein besonderes Buch sucht - dabei bezieht sich das Attribut der Besonderheit sowohl auf den immer wieder erstaunlichen Inhalt, die ausgefeilte Erzählweise als auch die stilsichere Ausdrucksweise - , der kommt an diesem Krimi nicht vorbei. Prädikat: äußerst wertvoll!

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Von Rache getrieben ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Bietigheim-Bissingen am 03.06.2017

Wow, ich tue mich sehr schwer mit der Bewertung und auch mit dieser Rezension. Willi Achten hat hier ein Werk geschaffen, das seinesgleichen sucht. Das seinesgleichen sucht in Bezug auf Gewalt, aber auch auf Traurigkeit und vor allem Rache. Der Protagonist Franz scheint an der Oberfläche ein normaler... Wow, ich tue mich sehr schwer mit der Bewertung und auch mit dieser Rezension. Willi Achten hat hier ein Werk geschaffen, das seinesgleichen sucht. Das seinesgleichen sucht in Bezug auf Gewalt, aber auch auf Traurigkeit und vor allem Rache. Der Protagonist Franz scheint an der Oberfläche ein normaler Mensch zu sein. In einer eher ungewöhnlichen Konstellation lebt er mit seinem Sohn – dem Jungen – und seinem Vater irgendwo in einem Haus zusammen. Die Mutter des Jungen hat die „Idylle“ recht früh verlassen, weshalb sich der Junge noch enger an den Großvater bindet. Sie haben in ihrer Brieftaubenzucht ein gemeinsames Hobby gefunden. Bald jedoch beginnt genau diese scheinbare Idylle zu bröckeln. Die Tauben tun dem Jungen gesundheitlich nicht gut. Als dann schließlich der Großvater grundlos zusammen geschlagen wird, gibt es für Franz kein Halten mehr. Viel zu viel hat sich über die Jahre in ihm aufgestaut, viel zu viel versuchte er seit Jahren zu Vergessen. Die Jahre als Kriegsreporter haben ihn zum Getriebenen gemacht, der nur noch auf Rache sinnt. Der Autor versteht es auf eine ganz besondere Art dem Leser verschiedene Menschentypen näher zu bringen. Viel näher eigentlich als man manche kennenlernen möchte. Ich war erschüttert zu lesen wieviel Gewalt in manchen Menschen steckt. Wie viel Abgebrühtheit gegenüber Mensch und Tier möglich ist. Natürlich verlangt Franz Vergeltung doch begibt er sich damit nicht genau auf das Niveau der Täter? Wer ist denn hier eigentlich Täter und wer ist Opfer? Ist Franz ein Opfer, da er jahrelang Reportagen in den grausamsten Kriegsgebieten der Welt aufzeichnete und dadurch von Gewalt geprägt ist? Oder ist er der Täter, da er das Verbrechen an seinem Vater sühnen möchte? Die Geschichte ist so intensiv, dass man zwischendurch eine Pause einlegen muss um sich vom Kopfkino freizumachen, das sich beim Lesen breit macht. Andererseits kann man das Buch kaum zur Seite legen, denn man fühlt sich fast selbst ein bisschen getrieben und fiebert auf den Ausgang. Ich möchte für Willi Achtens Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen aber eher Zartbesaitete sollten hier die Finger von lassen!

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Ein Roman wie ein düsteres Gemälde
von DieLeserin aus Österreich am 12.09.2017

Ein Roman wie ein düsteres Gemälde. Detailstark schildert Willi Achten die Geschichte eines Mannes, dem die Wut das Leben diktiert. Dass Willi Achten Dichter ist, merkt man auf den ersten Seiten. Detailstark zeichnet er die abgelegene Gegend, die dem Ich-Erzähler, dem Kriegsfotografen Franz Mathys, als Rückzugsort dient. Beklemmend fängt die... Ein Roman wie ein düsteres Gemälde. Detailstark schildert Willi Achten die Geschichte eines Mannes, dem die Wut das Leben diktiert. Dass Willi Achten Dichter ist, merkt man auf den ersten Seiten. Detailstark zeichnet er die abgelegene Gegend, die dem Ich-Erzähler, dem Kriegsfotografen Franz Mathys, als Rückzugsort dient. Beklemmend fängt die Geschichte an. Im Nachtnebel stecken nicht nur Kröten und Mücken, sondern auch zwei Kerle mit glimmenden Zigaretten. Ein Schuss zerreißt diese scheinbar friedliche Landschaftsszene, denn die zwei Kerle haben ein Reh geschossen, an dessen Flanke ein Kitz mit eingeschlagenen Schädel liegt. Dem nicht genug, robbt auch der angeschossene Hund von Jansen auf Mathys zu. Düster geht die Story weiter, die Beklemmung nimmt zu, denn bald wird Mathys Vater verprügelt, landet im Krankenhaus, stirbt. Und in Mathys macht sich vor allem ein Gefühl breit: die Wut. Der Wunsch nach Rache. Eine Anfangsszene so düster wie Mathys Erinnerungen, die sich um Folterszenen aus Srebrenica oder Steinigungen aus Somalia drehen. Dazwischen Erinnerungen an den Jungen, der Tauben züchtet, dem die Tauben genommen werden, dem Jungen, der längst fort ist. Wie auch sein Vater längst fort von dieser Welt ist. Was also, wenn einem Mann nichts bleibt? Nichts außer diese unbändige Wut, dieser allumfassende Wunsch nach Rache? Es ist eine Geschichte der Beklemmung. Die detailreichen Beschreibungen sind wahrer Lesegenuss, doch werden sie irgendwann auch etwas fad, vor allem bei Lesern, die plotorientierte Geschichten mögen. Es ist wie, als würde man ein Kunstwerk stundenlang betrachten. Anfangs mit Neugier, mit Staunen, doch nach ein paar Stunden hat man das Bild aufgesogen und geht weiter. Sprachlich ein Genuss, der mir leider nicht über die die ganzen 460 Seiten gereicht hat. Denn ab der Mitte fing ich mich an zu langweilen. Zu viel der schönen Worte, zu wenig Gefühle beim Lesen meinerseits. „Nichts bleibt“ ist klar ein Kunstwerk, ein schönes sprachliches Bildnis einer düsteren, bedrückenden Welt, doch ich fürchte am Ende: Nichts davon bleibt.

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