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Niemand hört mein Schreien

Gefangen im Palast Gaddafis

(1)
„Gaddafi hat mein Leben zerstört. Niemand wird jemals erfahren, was ich erlebt habe. Niemand wird sich davon auch nur eine Vorstellung machen können. Niemand.“
Muammar al-Gaddafi propagierte einen aufgeklärten Islamismus und die Gleichberechtigung der Frau, offiziell existierte unter Gaddafi keine Gewalt gegen Frauen – dabei, so wird nun bekannt, hielt der Diktator über Jahrzehnte unzählige Mädchen und Frauen im Keller seines Palastes gefangen, misshandelte und missbrauchte sie.
Die Journalistin Annick Cojean stößt auf dieses größte Tabu in der libyschen Gesellschaft nach Gaddafis Tod: In Tripolis trifft sie die junge Soraya, die den Mut hat, das Schweigen zu brechen. Sie erzählt der Journalistin ihre Lebensgeschichte. Als Fünfzehnjährige von Gaddafi ausgewählt und von seinen Schergen entführt, wurde sie jahrelang von dem Tyrannen gedemütigt und vergewaltigt. Doch auch Gaddafis Tod bedeutet für Soraya und ihre Leidensgenossinnen nicht das Ende ihrer Qualen – sie müssen weiterhin um ihr Leben fürchten, denn ihre Familien betrachten sie als entehrt. Und auch die libysche Gesellschaft verschließt noch immer die Augen vor dem wahren Ausmaß von Gaddafis Verbrechen und ist nicht bereit, die jungen Frauen als seine Opfer anzuerkennen und ihnen Rückhalt zu bieten.
Annick Cojean ist die erschütternde und zugleich hochpolitische Schilderung eines von Gewalt und emotionaler Zerstörung geprägten Lebens gelungen. Sie wurde für diese mutige journalistische Recherche mit dem Grand Prix de la Presse Internationale 2012 ausgezeichnet.
Portrait
Annick Cojean arbeitet als Korrespondentin für die französische Tageszeitung Le Monde und ist eine der bekanntesten Journalistinnen Frankreichs. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und wurde u.a. mit dem Prix Albert Londres ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 296 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783841206008
Verlag Aufbau digital
Dateigröße 2444 KB
Übersetzer Claudia Puls, Waltraud Schwarze
Verkaufsrang 34.207
eBook
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Niemand hört mein Schreien. Ein unvorstellbarer Albtraum!
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 11.03.2013
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Die bekannte französische Journalistin Annick Cojean stößt in ihrem Buch „Niemand hört mein Schreien“ auf erschütternde, unvorstellbare Vorkommnisse in der libyschen Gesellschaft. Der Diktator brachte unsagbares Leid über sein Volk, die oft erst nach seinem Tod an die Öffentlichkeit kam. Unter anderem trat er... Die bekannte französische Journalistin Annick Cojean stößt in ihrem Buch „Niemand hört mein Schreien“ auf erschütternde, unvorstellbare Vorkommnisse in der libyschen Gesellschaft. Der Diktator brachte unsagbares Leid über sein Volk, die oft erst nach seinem Tod an die Öffentlichkeit kam. Unter anderem trat er die angebliche Gleichberechtigung der Frauen mit Füssen, obwohl er diese in der Öffentlichkeit immer wieder proklamierte. Die junge wunderschöne Soraya fand den Mut das Schweigen zu brechen. Gerade erst mal fünfzehn Jahre alt wird sie aus ihrem Elternhaus entführt, nachdem der Diktator bei einem Besuch an ihrer Schule sie und andere junge Mädchen erwählt hatte. Es erwartet sie eines jahrelanges Martyrium, sie müssen jederzeit Gaddafi als Sexobjekt zur Verfügung stehen. Unsäglich Qualen und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Doch auch der Tod des Diktators bedeutet für die jungen Frauen nicht das Ende ihres Elends. Auch heute noch leben sie in Angst, da ihre Familien sie und auch die Familien selbst sich als entehrt betrachtet. Für mich als eine selbst bestimmende, aufgeklärte europäische Frau ist es einfach unvorstellbar. Und wieder einmal zeigt sich die Tatsache, dass viele arabische Gesellschaften, unter anderem die libysche noch weit entfernt von Freiheit und Demokratie sind. Ich persönlich bewundere den Mut der Journalistin Cojean sich dieser schrecklichen Tatsachen zu stellen und der westlichen Welt Einblick in eine immer noch fremde Welt zu gewähren. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und wurde mit dem Prix Albert Londres ausgezeichnet.