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Nora Webster

Roman

(6)
Als ihr Mann viel zu früh stirbt, verfällt Nora Webster in einen Schockzustand. Es ist das provinzielle Irland der 60er Jahre, in dem sie nun versuchen muss, sich in einem selbstbestimmten Leben als Frau und Mutter von vier Kindern zurechtzufinden. Jeder kennt jeden in der kleinen Stadt, das macht all die Entscheidungen, die sie nun alleine fällen muss, nicht einfacher. Nora ist katholisch und unkonventionell, mit grimmiger Intelligenz sucht sie neue Wege für sich und ihre Kinder. In seinem großen Roman gelingt Colm Tóibín das Porträt einer Frau, die die Unabhängigkeit ihrer Gefühle bewahrt. Nora Webster ist eine der bleibenden Frauenfiguren der Literatur.
Portrait

Colm Tóibín, 1955 in Enniscorthy geboren, ist einer der wichtigsten irischen Autoren der Gegenwart. Bereits sein erster Roman Der Süden (1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Bei Hanser erschienen zuletzt der Henry-James-Roman Porträt des Meisters in mittleren Jahren (2005), Mütter und Söhne (Erzählungen, 2009), Marias Testament (Roman, 2014), Liebe und Tod (Hanser-Box, 2014), Brooklyn (Roman, 2016) und Nora Webster (Roman, 2016). Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.?a. mit dem IMPAC-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 22.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25063-5
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 218/152/32 mm
Gewicht 588
Auflage 5. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
26,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Nora Webster ist einer dieser Romane, die man liest und überhaupt nicht möchte, dass sie enden.
Die Handlung umfasst ungefähr 3 Jahre, sie setzt nach dem Tode ihres Mannes Maurice ein. Nora muss für sich und ihre Familie einen Weg finden, ihr Leben neu einzurichten. Sie ist eine sehr starke Frau, die immer versucht, sich treu zu bleiben,
Nora Webster ist einer dieser Romane, die man liest und überhaupt nicht möchte, dass sie enden.
Die Handlung umfasst ungefähr 3 Jahre, sie setzt nach dem Tode ihres Mannes Maurice ein. Nora muss für sich und ihre Familie einen Weg finden, ihr Leben neu einzurichten. Sie ist eine sehr starke Frau, die immer versucht, sich treu zu bleiben, obwohl sie sehr gefangen in ihrer Trauer ist. Dies macht das Besondere des Buches aus, denn dem Autor gelingt es, deutlich zu machen, wie schwer auch vermeintlich kleine Entscheidungen in einer sehr konservativen Gesellschaft sind, in der auf jeder Person, und besonders auf einer Witwe mit 4 Kindern, viele Augen ruhen.
Doch Nora Webster geht diesen Weg, entscheidet für sich, nimmt Widerstände in Kauf, findet Schritt für Schritt zu einem relativ selbstbestimmten Leben. Sie findet immer wieder Menschen, die ihr zur Seite stehen, lässt sich auf neue Freundschaften ein und entdeckt nach und nach wieder eine Frau in sich, die trotz der großen Liebe ein bisschen hinter ihrem Mann verschwunden ist.
Tóibín hat einen leisen Roman von großer Stärke geschrieben, in dem jede Seite ein Genuss zu lesen ist.

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Irland 1968/69, eine Kleinstadt nahe Dublin. Nora Webster, Mitte 40, Mutter von vier Kindern, ist seit kurzer Zeit Witwe. Wie lebt sie weiter nach diesem Schicksalsschlag? Tóibíns ruhige Erzählweise gibt ihr Raum scheint sie dabei zu beobachten, wie sie selbst abwartet, beobachtet, ihren Kindern Raum gibt für das Leben nach dem Verlust, Irland 1968/69, eine Kleinstadt nahe Dublin. Nora Webster, Mitte 40, Mutter von vier Kindern, ist seit kurzer Zeit Witwe. Wie lebt sie weiter nach diesem Schicksalsschlag? Tóibíns ruhige Erzählweise gibt ihr Raum scheint sie dabei zu beobachten, wie sie selbst abwartet, beobachtet, ihren Kindern Raum gibt für das Leben nach dem Verlust, und beharrlich und still ihren eigenen Weg sucht und findet. Meisterhaft!

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Irland, Ende der sechziger Jahre: plötzlich und unerwartet stirbt Nora Websters Mann, und die Witwe muss fortan für sich und ihre vier Kinder sorgen und sich allein behaupten. In der kleinen provinziellen Stadt, in der sie lebt, ist das alles andere als einfach. Hier kennt jeder jeden, und Nora sieht sich konfrontiert mit den Erwartungen Irland, Ende der sechziger Jahre: plötzlich und unerwartet stirbt Nora Websters Mann, und die Witwe muss fortan für sich und ihre vier Kinder sorgen und sich allein behaupten. In der kleinen provinziellen Stadt, in der sie lebt, ist das alles andere als einfach. Hier kennt jeder jeden, und Nora sieht sich konfrontiert mit den Erwartungen ihres Umfeldes und einer rigiden sozialen Kontrolle. Von ihrem Ringen um Selbstbestimmung und Anerkennung handelt der Roman, im dem nichts Spektakuläres oder Außergewöhnliches passiert. Im Gegenteil, es ist das scheinbar Bedeutungslose, die kleinen Geschehnisse des Alltags, aus denen die Wirklichkeit des Lebens entsteht. Noras innere Entwicklung wird genau und geduldig, ruhig und schlicht und doch packend und auf eine besondere Art spannend geschildert. Dadurch wird sie ungemein glaubwürdig und überzeugend, zumal auch Schattenseiten und Widersprüche ihrer Persönlichkeit nicht verschwiegen werden. Colm Toibin hat einen großartigen Roman geschrieben, der mich nachhaltig beeindruckt hat.




Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Ohne Dramen oder Tragödien erzählt Tóibín sehr lesenswert und berührend die Geschichte einer stillen Emanzipation, die die verwitwete Nora im Irland der 1960er Jahre erlebt. Ohne Dramen oder Tragödien erzählt Tóibín sehr lesenswert und berührend die Geschichte einer stillen Emanzipation, die die verwitwete Nora im Irland der 1960er Jahre erlebt.

Kundenbewertungen


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leises, ungemein schönes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 08.09.2016

"Sie war überrascht, wie fest sich ihr Entschluss anfühlte, wie leicht es schien, allem, was sie geliebt hatte, den Rücken zu kehren, dieses Haus am Weg zur Klippe aufzugeben, damit andere es kennenlernten........" Der Tod ihres Mannes Maurice ist schon einige Wochen her. Ganz langsam lässt die Schockstarre nach... "Sie war überrascht, wie fest sich ihr Entschluss anfühlte, wie leicht es schien, allem, was sie geliebt hatte, den Rücken zu kehren, dieses Haus am Weg zur Klippe aufzugeben, damit andere es kennenlernten........" Der Tod ihres Mannes Maurice ist schon einige Wochen her. Ganz langsam lässt die Schockstarre nach und der stille Schmerz wird treuer Begleiter. Sie hätte das Feriendomizil gerne behalten. Immerhin haben Nora, Maurice und ihre vier Kinder jedes Jahr die Sommerferien hier verbracht. Ihre finanziellen Möglichkeiten sind äußerst bescheiden und sie entscheidet sich, das Haus zu verkaufen. Auch der Alltag ist schwer zu meistern. Nora versucht einen Tag nach dem anderen zu überstehen. Als sie von ihrem früheren Arbeitgeber ein Jobangebot bekommt, nimmt sie an. "Nora Webster" von Colm Tóibín ist leises, ungemein schönes Lesevergnügen

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