Nur eine Ohrfeige

Roman

(48)
Es hätte ein perfektes Fest werden können ...

Die heilige Familie! Alle haben sich lieb, sind füreinander da. So sieht es von außen betrachtet aus, ein Hort der Glückseligkeit und Harmonie. Doch unter der Oberfläche brodelt es oft bedenklich, steht der Kessel oft kurz vor der Explosion. Und so lernen wir in Australien eine Großfamilie mitsamt Freundeskreis beim sommerlichen Barbecue kennen. Gut situierte Mittelstandsbürger: Ärzte, Unternehmer, Kreative. Alles wunderbar. Da passiert es: Cousin Harry gibt eher im Reflex dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige, nachdem dieser erst auf seinen Sohn losgegangen war, und dann ihm selber gegen das Schienbein trat.



Aus der scheinbar banalen Begebenheit entwickelt sich eine packende Erzählung über Liebe, Sex und die verschiedenen Auffassungen von Ehe, Erziehung und Freundschaft. Die Ohrfeige zwingt alle Beteiligten dazu, ihr eigenes Familienleben, all ihre Erwartungen, Überzeugungen und Wünsche infrage zu stellen. Aus acht Perspektiven schildert Tsiolkas eindrücklich das innere Erleben der Gäste.








Portrait
Christos Tsiolkas, geboren 1965 im australischen Melbourne als Sohn griechischer Immigranten, arbeitet u.a. fürs Theater und Fernsehen. Mit »Nur eine Ohrfeige« legte er sein bislang erfolgreichstes Buch vor, das auch über Australien hinaus für Furore sorgte und mit dem »Commonwealth Writers‘ Prize« bedacht wurde sowie für den »Man Booker Prize« nominiert war. Tsiolkas lebt in Melbourne.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 12.08.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-43727-2
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 190/118/34 mm
Gewicht 415
Originaltitel The Slap
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Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss


Lange schon nicht mehr eine so großartige, unterhaltsame und moderne Variante des klassischen Bildungsromans gelesen! Tsiolkas versteht es perfekt, hinter die Fassade gutbürgerlicher Realität zu schauen, frei nach der Devise: Schau dem Volk auf's Maul - aber vergiss nicht den Blick in die Seele...

Was bin ich froh um die Ohrfeige,

Lange schon nicht mehr eine so großartige, unterhaltsame und moderne Variante des klassischen Bildungsromans gelesen! Tsiolkas versteht es perfekt, hinter die Fassade gutbürgerlicher Realität zu schauen, frei nach der Devise: Schau dem Volk auf's Maul - aber vergiss nicht den Blick in die Seele...

Was bin ich froh um die Ohrfeige, die Harry dem unausstehlichen, verzogenen kleinen Hugo verpasst, - ohne sie hätte es diesen Roman vielleicht nie gegeben. Sie ist der Ausgangspunkt für die Verhärtung von Fronten, die schon immer da waren, aber nie an- oder ausgesprochen wurden.

Tsiolkas zeigt die Maske hinter der Maske der australischen Mittelschicht. Puzzleartig entlarvt er Konventionen und Verhaltensweisen, von denen die Protagonisten selbst nicht wissen, woher sie stammen. Bei aller säuerlichen Bitterkeit verliert er nie seine Objektivität des neutralen Reporters. Warmherzig und verständnisvoll wird hier berichtet, mit viel Humor und Verve.Nie langweilig. Und so reich an Innenansichten, dass der ehrliche Leser sich oft genug an die eigene Nase fassen kann. In welcher Hinsicht auch immer!

Bin gespannt, ob irgendein Roman dieses Jahr dieses kleine Meisterwerk noch toppen kann. In meinem kleinen Vorgarten der Literatur. Tsiolkas: Bitte, bitte mehr davon!

„Sehr beeindruckend“

Heidi Wosnitza, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Die Ohrfeige, die Harry dem verzogenen, nervenden Dreijährigen auf einer großen Grillparty in Melbourne gibt, ist Anlass, daß sich Paare und Familien in zwei Lager spalten.Die einen finden die Reaktion verständlich, die anderen wollen sogar vor Gericht ziehen. Der Roman vermittelt informative und spannende Einblicke in die australische Die Ohrfeige, die Harry dem verzogenen, nervenden Dreijährigen auf einer großen Grillparty in Melbourne gibt, ist Anlass, daß sich Paare und Familien in zwei Lager spalten.Die einen finden die Reaktion verständlich, die anderen wollen sogar vor Gericht ziehen. Der Roman vermittelt informative und spannende Einblicke in die australische Mittelschicht, wobei die meisten Romanfiguren griechischer Abstammung sind. Alkoholismus, Sexsucht, Drogenkonsum, aber auch liebevolle Beziehungen gibt es in diesem Roman, der in Australien Bestseller ist.Es ist auch von einer Verfilmung die Rede. Rund machen dieses Buch auch die verschiedenen Wertvorstellungen konservativer und liberaler Menschen. Ich bin immer noch beeindruckt, bitte lesen!

„Eine Ohrfeige mit ungeahnten Folgen!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Ein schöner Tag in Melbourne, die Sonne scheint und ein Grillfest ist im Gange. Hugo, 4jähriger Rotzlöffel, nervt alle. Irgendwann ist er nur noch unausstehlich und Harry verliert die Beherrschung und ohrfeigt den Quälgeist. Die Eltern sind entsetzt und zeigen ihn an. Es kommt zum Prozess. Die verschiedenen Anwesenden erzählen jeweils Ein schöner Tag in Melbourne, die Sonne scheint und ein Grillfest ist im Gange. Hugo, 4jähriger Rotzlöffel, nervt alle. Irgendwann ist er nur noch unausstehlich und Harry verliert die Beherrschung und ohrfeigt den Quälgeist. Die Eltern sind entsetzt und zeigen ihn an. Es kommt zum Prozess. Die verschiedenen Anwesenden erzählen jeweils aus der eigenen Perspektive die Geschichte weiter. Es ist spannend, lässt gesellschaftlich tief blicken und ist durch die unterschiedlichen Sichtweisen interessant erzählt. Leider ist die Sprache manchmal derb, was nicht nötig gewesen wäre.

Marta Gorecki, Thalia-Buchhandlung Münster

Offene, schonungslose Gesellschaftskritik des heutigen Australiens mit seiner multikulturellen Vielfalt. Wer den Blick in menschliche Abgründe nicht scheut, wird belohnt.

Offene, schonungslose Gesellschaftskritik des heutigen Australiens mit seiner multikulturellen Vielfalt. Wer den Blick in menschliche Abgründe nicht scheut, wird belohnt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
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Ohrfeige
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015

Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür... Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür ziehe ich, den virtuellen Hut. Schlicht gesagt, geht es in dem Buch um eine Ohrfeige, die ein Erwachsener, dem kleinen Hugo verpasst, einer monströsen kindlichen „ich“-Maschine, die von einer labilen Mutter groß und größer gesäugt wird. Das ganze geschieht, während eines belanglosen Grillfestes in einem der sterilen Vororte Melbournes. Mein Haus, mein Auto, mein Job, meine Vorzeigefamilie, darüber definieren sich die unterschiedlichsten Ethnien im Schmelztiegel Australien und richten sich in ihrer Langeweile ein. Da kann so eine lapidare Ohrfeige schon Risse in den Putz des modernen Mittelschichtbürgers sprengen. Erzählt wird die Geschichte aus acht verschiedenen Perspektiven. Der Hausherr Hector, passives Muttersöhnchen, verbeamteter Frauenschwarm in der Midlife Crises ansonsten viriler Allesvögler ist stoned, als das Ereignis eintritt, scharf auf eine anwesende Minderjährige und versucht nicht auf das Minenfeld zu treten, dass sich zwischen seiner Mutter seiner indischen Ehefrau auftut. Immerhin verschafft ihm seine griechische Abstammung die Möglichkeit einmal eindeutig Stellung zu beziehen. Der Täter muss unschuldig sein, er stammt aus der eigenen Familie. Für Anouk, eine toughe Schreiberin für schwachsinnige Fernsehserien und Jungmannschwäche ist die Sache schon komplizierter. Eigentlich will sie lieber den Roman ihres Lebens schreiben. Eigentlich will sie Klartext mit Hugos Mutter sprechen, wenn die Freundschaftsbande dreier Frauen nicht ihren Verständnistribut einfordern würden. Harry, der hitzige Ohrfeigenverteiler, ist erfolgreicher Geschäftsmann und Macher kann es nicht fassen, wegen einer lächerlichen Backpfeife vor den Richter ziehen zu müssen. Was kann er für Rosies verzogene Göre? Das ausgerechnet Er, der unsozialste, die Morallawine los tritt ist folgerichtig. Connie, Kindermädchen der kindlichen „ich“- Maschine träumt den Traum aller Heranwachsender von der besten Party der Stadt und dem coolsten Typen, des Universums. Es ist kein leichtes Los in dem Alter zu sein, schon gar nicht ohne die verstorbenen Eltern, die keine Richtung, keinen Halt mehr geben können. Egal, in dieser Vorstadthölle übernehmen die Teenager, die eigene Erziehung, von Drogen benebelt, gleich mit. Ihre Arbeitgeberin Rosie lässt es zum Äußersten kommen, den Gerichtsprozess gegen Harry. Was einmal so schmerzvoll aus ihrem Unterleib gefahren kam, gebührt der Aufmerksamkeit einer hingebungsvollen Mutter, die allerdings mit einigen charakterlichen Schönheitsfehlern ausgestattet ist, welche nicht ganz unschuldig an dem Geschehen sind. Manolis, Hectors Vater, betrachtet das Leben aus dem Blickwinkel eines mit sich hadernden Rentners, dessen beste Zeit schon weit zurück liegt. Irgendwie hat sich die Welt verändert, Freunde sterben weg. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken. Vielleicht hätte er weniger Kompromisse machen sollen, sicher sogar. Zeit für Ordnung zu sorgen. Er startet einen Vermittlungsversuch. Das erwachsene Menschen, die ihr Geld als Ärzte und Geschäftsleute verdienen, nicht in der Lage sind eine Lappalie in Sekundenschnelle aus der Welt zu bringen, wenn der Qualm der ersten Ärgers einmal verraucht ist, kann er nicht glauben. Aisha, Hectors Frau und somit Gastgeberin des Barbecues bezieht klar Stellung, weil sie ein Geheimnis kennt. Auf einer Asienreise begegnet der resoluten Vernunftfrau eine männliche Alternative, ein Zweitleben in Canada erscheint auf dem Wunschzettel, jetzt wo der Angetraute schwächelt und Gefühle zeigt, die sie überflüssig und abstoßend findet. Sie muss sich entscheiden. Und da wäre noch Richie, eine blendend auserzählte Figur mit zerrütteter Kindheit und einer gesunden Beziehung dazu. Die Katastrophe ist quasi der Normalzustand, worüber sich aufregen, wenn der gelegentlich auftauchende Erzeuger, dem Asthmatikerjüngling die rauchende Kippe unter die Nase hält. Sein wirkungsvollster Trost, immerhin weiß Richie das er schwul ist. Während sein ständig betrunkener Vater nicht einmal weiß, dass er doof ist und seinen Sohn mit einem halben ipod zu versöhnen sucht. Meinung: Es ist schon ein besonderes Erlebnis für mich gewesen, den Roman zu lesen. Christos Tsiolkas schaut hinter die Fassade einer total durch individualisierte Gesellschaft, in der kein kleinster gemeinsamer Nenner mehr gefunden werden kann. Zwischen gelungenen und gescheiterten Lebensentwürfen bekommen hier Bagatellen ein Hochhausgewicht. Der Lebensinn muss, gespeist durch den jeweiligen kulturellen Hintergrund, mühevoll konstruiert werden, nachdem der Broterwerb gesichert ist. Dazu dienen neben sexuellen Erlebnissen und Bedürfnisbefriedigung jedweder Couleur, überlieferte Grundüberzeugungen, die man täglich selbst mit den Füssen tritt. Die „ich“-Maschine erreicht mit dem kleinen Hugo einen Höhepunkt. Wer immer da zuschlägt, schlägt zunächst einmal sich selbst. Schriftstellerisch ist „Nur eine Ohrfeige“ eine Meisterleistung, wobei zu konstatieren ist, das Christos Tsiolkas, den Anlass für die Konflikte etwas aus dem Auge verliert. Gegen Mitte des Romans flacht das Buch leicht ab, weil die Spannungserwartungen des Lesers nicht erfüllt werden und sich die Geschichte außerhalb des Erwartungsrahmens auflöst. Als sehr angenehm habe ich den Schreibstil empfunden und die fehlende Zuteilung in gut und böse Charaktere. Man darf bei Tsiolkas alle Menschen mögen, man darf über sie die Nase rümpfen, man darf nur nicht behaupten, dass sie unglaubhaft sein. Darin liegt eine Stärke, des Autoren. Ganz im Gegensatz zu seinem wenig emphatischen Personal, taucht er metertief in die Psyche von Männlein und Weiblein ein und fördert das Gold der Erkenntnis zu Tage. Ein feines Buch!

Nicht nur eine Ohrfeige
von einer Kundin/einem Kunden am 28.07.2015

Die Geschichte handelt von einem Barbecue bei dem viele unterschiedliche Personen aufeinandertreffen mit unterschiedlichen Lebensformen. Durch die Ohrfeige, die ein Kind von einem der Gäste bekommt, denkt jeder der Gäste über das Leben nach bzw. verändert sich das Leben der einzelnen Personen. Dadurch, das 8 unterschiedliche Personen erzählen, wird... Die Geschichte handelt von einem Barbecue bei dem viele unterschiedliche Personen aufeinandertreffen mit unterschiedlichen Lebensformen. Durch die Ohrfeige, die ein Kind von einem der Gäste bekommt, denkt jeder der Gäste über das Leben nach bzw. verändert sich das Leben der einzelnen Personen. Dadurch, das 8 unterschiedliche Personen erzählen, wird das Barbecue bzw. das Leben kurz davor und Zeiten danach von ihnen aus völlig verschiedenen Perspektiven erzählt. Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert, wie es auch anstrengend war zu lesen. Manche der Personen sind mir sehr unsympathisch andere mag ich mehr und kann ihre Beweggründe, ihr Handeln bzw. Denken, nachvollziehen, wenn ich es auch nicht gut finde. Eines ist auf jeden Fall klar - die heile Welt gibt es nicht und hat es nie gegeben und unter jeden bzw. hinter scheinbar perfekten, friedlichen Leben, brodelt es oder vielelicht köchelt es auch nur und braucht "eine Ohrfeige", um zu Tage zu treten. Ich empfehle dieses Buch nicht zur Entspannung, sondern dann, wenn man Zeit und Lust hat, sich auf ein "schwieriges" Thema einzulassen, wenn man hinter die Fassaden der Gesellschaft schauen möchte. Das will ich auf jeden Fall nicht immer - nur zeitweise.

Zeigt dies ein Abbild der Gesellschaft?
von coffee2go am 24.02.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Kurze Inhaltszusammenfassung: Hector und Aisha geben ein Barbecue, zu dem sie alle ihre Freunde und die gesamte Verwandtschaft einladen. Dort ereignet sich ein dramatischer Zwischenfall, der die Fronten aller Anwesenden verhärtet. Ein erwachsener Mann fühlt sich vom vierjährigen Hugo so provoziert, dass er ihm vor allen Gästen eine Ohrfeige verpasst.... Kurze Inhaltszusammenfassung: Hector und Aisha geben ein Barbecue, zu dem sie alle ihre Freunde und die gesamte Verwandtschaft einladen. Dort ereignet sich ein dramatischer Zwischenfall, der die Fronten aller Anwesenden verhärtet. Ein erwachsener Mann fühlt sich vom vierjährigen Hugo so provoziert, dass er ihm vor allen Gästen eine Ohrfeige verpasst. Aber auch weitere Themen, wie Sexualität, Pubertät, Liebe, Freundschaft und Drogen werden thematisiert. Meine Meinung zum Buch: Das Buch hat sehr vielversprechend begonnen, hatte dann aber leider im Mittelteil einige Schwächen und auch sprachlich recht viele Wiederholungen, holprige Übersetzungsteile und eine Anhäufung von vulgären Ausdrücken. Gut gefallen hat mir der Wechsel der Erzählperspektive: Es wurde aus Sicht der einzelnen Personen nicht nur vom Vorfall auf dem Barbecue, sondern auch aus dem Alltag und von den Problemen der einzelnen Charaktere erzählt. Die einzelnen Geschichten hätten aber durchaus noch mehr Bezug zueinander haben können, dann wäre der rote Faden durch das Buch besser erkennbar gewesen. So bestand es eher aus einzelnen Lebensgeschichten, wie ein Sammelband von Biografien. Ebenfalls gut gefunden habe ich, dass hier die unterschiedlichsten Nationalitäten aufeinander treffen, aber die Probleme der Personen untereinander nicht aufgrund von sprachlichen oder kulturellen Diversitäten entstehen, sondern dadurch, dass die Menschen unterschiedliche Charaktere haben und auch dadurch, dass man sich seine Verwandtschaft eben nicht aussuchen kann. Weniger gut gefallen hat mir, wie leichtfertig und locker mit Alkohol und Drogen hantiert wurde und wie tolerant die Erwachsenen sich dem Konsum von illegalen Drogen ihrer Kinder verhalten haben. Vor allem der Schluss hat einen nachdenklichen Eindruck und ein ungutes Gefühl bei mir hinterlassen, was die Zukunftsperspektiven der Jugendlichen betrifft. Cover und Titel: Das Cover zeigt die Füße von unterschiedlichen Personen, wahrscheinlich der Barbecue-Gesellschaft und hat mir optisch recht gut gefallen. Auch der Titel ist ansprechend ausgewählt, obwohl er mir nicht gefällt, hat er mich dennoch angesprochen. Vor allem das Wort „nur“ im Zusammenhang mit der „Ohrfeige“ hat bei mir als ersten Eindruck ausgelöst, dass hier die Ohrfeige heruntergespielt wird. Es wurde auch im Buch nach Gründen gesucht, die es rechtfertigten, dass die Ohrfeige an einem dreijährigen Kind rechtfertigen und wenn man die Urteilsverkündung der Richterin liest… Mein Fazit: Das Buch war für mich mittelmäßig, denn einige Teile haben mir sehr gut gefallen, andere wieder gar nicht. Die Geschichte hätte aber noch das Potenzial die angesprochenen Problemthemen auf der sozialen Ebene zu bearbeiten, dann wäre es ein sehr gutes gesellschaftskritisches Buch geworden.


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