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Nur noch eine Tür

Letzte Gespräche an der Schwelle des Todes

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Der Tod ist eines der meistthematisierten Tabus der Gegenwart: Einerseits scheint er sich vereinzelt und unsichtbar in einer stummen Parallelwelt zu ereignen, in Krankenbetten, auf Palliativstationen und in Hospizen. Andererseits ist er spektakulärer Teil der Alltagskultur, dramatisiert in Krimis, boulevardisiert in den Nachrichten, popularisiert in Ego-Shooter-Spielen, bagatellisiert in modischen Accessoires. Die Verdrängung ist einer "Geschwätzigkeit des Todes" gewichen, die uns alle doch nur weiterhin alleinlässt mit der Frage, wie wir dem eigenen Ende entgegengehen wollen.
Dieses Buch konfrontiert uns mit Fragen, die der Tod an uns richtet: Was kommt danach? Worauf darf der Sterbende hoffen, was glauben? Zwölf Menschen setzen sich hier mit diesen Fragen existenziell auseinander, weil sie dem Tod ins Gesicht sehen. Sterbende und Sterbebegleiter, Glaubende, Agnostiker und Zweifler - sie alle offenbaren dem erfahrenen Interviewer und Journalisten Uwe Schulz, was sie bewegt. Und sie richten damit gleichzeitig Fragen an unser aller Leben: Welchen Sinn hat es? Auf welches Ziel richten wir es aus? Was ist wichtig? Und was hat es auf sich mit dem Glauben an eine Auferstehung?
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 200 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.10.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783038486381
Verlag 'fontis
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Mein Gott, warum hast du mich verlassen?
von eskimo81 am 04.04.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

17 bewegende Interviews mit Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen. Mit Menschen, die den sterbenden Menschen begleiten. Mit Menschen, die für sterbende da sind... "Wissen Sie, man lebt und weiss nicht, dass man glücklich ist. Das war ich 22 Jahre lang, und das ging mir auf. Dafür bin... 17 bewegende Interviews mit Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen. Mit Menschen, die den sterbenden Menschen begleiten. Mit Menschen, die für sterbende da sind... "Wissen Sie, man lebt und weiss nicht, dass man glücklich ist. Das war ich 22 Jahre lang, und das ging mir auf. Dafür bin ich dankbar" Zitat aus dem Interview Manfred Sarrazin Es ist DEIN Leben. Wähle bewusst, wähle weise, wähle aufrichtig. Wähle Glückseligkeit. S. 154 Niemand stirbt wie der andere Mensch; jeder hat seinen eigenen Rhythmus und seinen eigenen Tod. Martina Mann, Hospiz Pflegedienstleiterin Wer es versteht zu lieben, versteht auch zu sterben. Dr. Nannette Bernales, Palliativärztin Ich könnte noch viele, viele wundervolle Zitate niederschreiben. Aber ich möchte ja niemandem das Lesen abnehmen... Ein sehr bewegendes, aufrichtiges und ehrliches Buch. Es fesselt trotz des "Tabu-Themas". Es macht betroffen und regt zum Nachdenken an. Mich hat das Buch mehr als berührt. Es zeigt, dass das Sterben doch nicht nur Grund zur Sorge, für Angst ist. Sterben gehört dazu, aber was erwartet uns danach? Werden wir wirklich Gott kennen lernen? Möchten wir wirklich wichtige Entscheidungen, UNSERE Entscheidungen, unseren Liebsten hinterlassen? Wäre es nicht für alle einfacher, vorgängig, wenn man Gesund ist, glücklich, über dieses Thema zu diskutieren? Die Art und Weise, wie der Autor sich seinen Interviewpartnern "nähert" zeigt seinen respektvollen und aufrichtigen Charakter. Er macht diese Gespräche nicht aus Neugier oder Pietätlosigkeit, nein, er macht das mit Herz, er macht das, um uns etwas zu zeigen. Er selber hat am Schluss seine Wahrnehmung zum Sterben seiner Mutter aufgeschrieben, man merkt einfach, dass er diese Begleitung auch schon durchstehen musste und weiss, wo von er redet, worüber er diskutiert. Mir persönlich gefiel das Gespräch mit der Rettungsassistentin sehr. Sie sind tagtäglich für uns im Einsatz, sie sehen viel und müssen doch manchmal hilflos daneben stehen und können nicht mehr helfen. Die Palliativ-Helfer, Ärzte, Pflegerinnen etc. haben einfach meine grenzenlose Bewunderung verdient! Dank Ihnen und Ihren Einrichtungen können - dürfen Menschen in Würde sterben. Sich auf das Sterben vorbereiten. Sie begleiten die Familien und nehmen sich die Zeit, die der Patient gerade braucht. Der Job geht an ihre Grenzen, und das jeden Tag - sie machen das mit Liebe, Hingebung und Gottes Hilfe. Eine wertvolle Aufgabe, die wir zu wenig zu schätzen wissen. Umso mehr muss über dieses Thema diskutiert werden und diese Einrichtungen somit auch unterstützt. Sie existieren oftmals nur mittels Spendegelder - und sind wir ehrlich, wo ist unser Geld besser aufgehoben, als in einem Hospiz, einer Einrichtung, wo uns auf dem letzten Weg begleitet? Ein Buch, dass mir die Augen geöffnet hat und mir einmal mehr aufzeigt, wie wertvoll unser Leben ist. Fazit: Ein Buch, dass einfach gelesen werden MUSS. Der Tod wird uns alle einmal betreffen, wollen wir nicht vorgängig darüber reden? Muss der Tod ein Tabu-Thema bleiben?

Berührende Interviews
von mabuerele am 22.01.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„...Der Tod kommt oft wie ein Dolchstoß, der ins Innerste dringt...“ Uwe Schulz ist Journalist und Autor. Er hat in dem Buch 17 Interviews geführt. Seine Gesprächspartner waren Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen, aber auch ihre Begleiter: Hospizschwestern, Ärzte, Geistliche. In der Einleitung erzählt der Autor, wie schwierig... „...Der Tod kommt oft wie ein Dolchstoß, der ins Innerste dringt...“ Uwe Schulz ist Journalist und Autor. Er hat in dem Buch 17 Interviews geführt. Seine Gesprächspartner waren Menschen, die an der Schwelle des Todes stehen, aber auch ihre Begleiter: Hospizschwestern, Ärzte, Geistliche. In der Einleitung erzählt der Autor, wie schwierig es war, Menschen für das Interview zu finden. Der Tod hat in unserem Leben keinen Platz und doch werden wir täglich damit konfrontieert. Jedem Interview ist eine kurze Biografie des Gesprächspartners vorangestellt. Die Fragen richten sich nach der Person,die Uwe Schulz in dem Moment gegenüber saß. Sehr einfühlsam und behutsam ging der Autor auf seinen Gegenüber zu. So verschieden wie die Menschen, so verschieden sind ihre Antworten. Der Autor spricht mit Christen und Atheisten, mit der Mutter eines todkranken Kindes, mit Unbekannten und Prominenten. Lebenserfahrung klingt an, Hoffnung auf Heilung steht oft im Mittelpunkt, die Angst vor den letzten Minuten und Bereitschaft, zu gehen, sind weitere Themen. Auf die Frage nach dem Danach gibt es vielfältige Antworten. Menschen, die seit Jahren mit Sterbenden zu tun haben, berichten von ihren Erfahrungen, auch darüber, ob und wie das gelebte Leben den letzten abschied beeinflusst. Es geht um Vergebung und um eine aufgeräumte Lebensstraße. Fachbegriffe und gesetzliche Regelungen werden an passender Stelle eingerückt und in andere Schriftart dargestellt. Ab und an wird die Bibel zitiert. Das letzte Kapitel ist kein Interview. Es ist sehr persönlich, denn Uwe Schulz erzählt von den letzten Tagen seiner Mutter, von Abschiedsschmerz und Trauerbewältigung. Das Cover wirkt edel. Der Braunton mit der nur einen Spalt geöffneten Tür, durch den ein letzter Lichtstrahl fällt symbolisiert gekonnt das Thema des Buches. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu beigetragen hat, dass der Autor die Antworten seines Gegenüber nicht wertet, höchstens einmal nachfragt. Das Buch ließ mich an vielen Stellen nachdenklich zurück. Es ist emotional berührend.