Papillon

Mit e. Vorw. v. Jean-Pierre Castelnau u. m. e. Nachw. v. Jean-Francois Revel

(5)
Dieser Bestseller machte seinen Autor zum mehrfachen Tantieme-Millionär. Der ehemalige Tresorknacker und spätere Bagno-Sträfling, Ausbrecher und Totschläger schildert hier die Geschichte seines wüsten, abenteuerlichen Heldenlebens. Mag man auch in der Zwischenzeit ver-sucht haben, ihm den Ruhm, dieses Leben selber geführt zu haben, streitig zu machen, ihn einen erfindungsreichen Aufschneider genannt haben, 'Papillon' bleibt ein faszinierender Erzähler.
Portrait
Henri Charrière wurde 1906 als Kind einer Lehrerfamilie in Südfrankreich geboren. Sein abenteuerliches Leben als vermeintlicher Totschläger, Bagno-Sträfling in Französisch-Guayana und mehrfacher Ausbrecher hat er in zwei autobiografischen Romanen, beschrieben. Darüber hinaus ist wenig über ihn bekannt. Er starb 1973 an unbekanntem Ort
Ruth von Mayenburg, 1907 - 1993, war von 1932 bis 1966 Mitglied der KPÖ, 1934 nahm sie aktiv am Februaraufstand teil und musste anschließend ins Ausland (Prag, dann UdSSR) fliehen. In der Emigration wurde sie Mitglied der illegalen KPÖ und unterstützte die Rote Armee. Während des Zweiten Weltkriegs war sie Mitarbeiterin der Propaganda-Abteilung der Sowjetarmee. Nach der Flucht in die UdSSR wohnte sie von 1938 bis 1945 im Moskauer Hotel Lux.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 592
Erscheinungsdatum 01.05.1987
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-21245-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,6/3,4 cm
Gewicht 365 g
Auflage 41
Übersetzer Erika Ziha, Ruth Mayenburg
Verkaufsrang 18.530
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Kundenbewertungen

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Vom Willen nach Freiheit
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 22.02.2012

Über die Authentizität des in Berichtform abgefassten Romans aus der Feder Henri Charrières darf man sich getrost streiten. Zweifellos sind viele Geschichten, die er nur vom Hörensagen kannte, in sein Buch mit eingebaut. Und möglicherweise wurde auch einiges ihm nur mitgeteilt und nicht von ihm selbst erlebt. Letztendlich ist... Über die Authentizität des in Berichtform abgefassten Romans aus der Feder Henri Charrières darf man sich getrost streiten. Zweifellos sind viele Geschichten, die er nur vom Hörensagen kannte, in sein Buch mit eingebaut. Und möglicherweise wurde auch einiges ihm nur mitgeteilt und nicht von ihm selbst erlebt. Letztendlich ist das für die Wirkung dieses Werkes, das wie kaum ein anderes, die Macht des geschriebenen Wortes auf Eindrucksvollste unter Beweis stellt, ohne Bedeutung. Gerade der persönliche Ton ist es, der das Buch aus der Masse heraushebt und es dem Leser gleichzeitig möglich macht, das Erlittene selbst zu empfinden, nachfühlen zu können. Auf jeder einzelnen Seite wird die Freiheitsliebe, der fast grenzenlose Mut und die Verzweiflung eines Menschen, der von einem vermeintlich freiheitlichen Staat auf entwürdigende Weise fernab jeglicher Zivilisation ohne Chance auf Rehabilitierung weggesperrt wird, in einem Ausmaß deutlich, das in der Literatur seinesgleichen sucht. „Papillon“ ist mehr als ein Gefängnisroman, mehr als ein autobiographischer Rückblick. Es ist der Einblick in die Seele eines Mannes, der sich selbst nie aufgegeben und unter den unmenschlichsten Umstände seine Menschlichkeit bewahrt hat. Die Art und Weise wie Charrière diese jahrelange Tortur, insbesondere die entsetzliche Einzelhaft schildert, ist schlicht und ergreifend atemberaubend. Die Enge der Zelle, der Dreck, der Gestank, die Hitze. All das erlebt und erleidet man mit. Unter der Beschreibung der klaustrophischen Zustände scheint auch die Welt des Lesers kleiner zu werden. Es sind diese Passagen, wo man, anfangs unwillig und später fast selbstverständlich, Papillon Bewunderung zollt, der bei dem vielen Leid, das ihm widerfährt, die Hoffnung nie aufgibt, den Gedanken an Flucht nie begräbt. Eine Hoffnung, die auch begründet ist, was sich unter anderem während seines Aufenthalts bei den Indianern zeigt. Menschen, bei denen die Nächstenliebe im Vordergrund steht, für die Egoismus ein Fremdwort ist und bei denen alles jedem gehört. Charrières Beschreibungen sind von einer paradiesischen, exotischen Schönheit, die atemlos macht und der sogenannten Zivilisation den Spiegel vor Augen hält. Papillons Lebens- und Leidensgeschichte ist eine moderne Odyssee, die mit Versprechen, Vertrauensbruch, Verrat aber auch Freundschaft verknüpft ist. Es beinhaltet eine Philosophie des Lebens und Durchhaltens, welche auch heute noch ihre Gültigkeit hat. Und während ganze Kontinente einem vernichtenden Krieg entgegen taumeln, ist es sein Kampf um die Freiheit und Selbstbestimmung, der die Motive der verfeindeten Parteien in Frage stellt. So wird den französischen Gefangenen im Falle einer Invasion der Deutschen befohlen, die Inseln um jeden Preis zu verteidigen. Inseln, auf denen ein Menschenleben nichts zählt. Inseln, von denen es keine Rückkehr gibt. Wie Charrière die Ironie solcher Situationen heraushebt, ist nicht selten tragikomisch. Wer Charrière Selbstverherrlichung vorwirft, dem Buch aufgrund nicht zuzuordnender Informationen seine Wertigkeit abspricht, mag das gern tun. Ich persönlich habe mit „Papillon“ eines der ergreifendsten und (die Szene auf der Insel der Lepra-Kranken wird auf ewig in meinem Gedächtnis bleiben) schönsten Bücher gelesen. Insgesamt ist „Papillon“ ohne Zweifel einer der wenigen modernen Klassiker, die diese Bezeichnung wahrlich verdienen. Ein Abenteuerroman des Lebens, der auf literarisch brillanten Niveau den Spagat zwischen ernsthaftem Tiefgang und mitreißender Lebensfreude meistert.

Nichts für schwache Nerven...
von einer Kundin/einem Kunden am 20.05.2011

Die packende Erzählung von Charriere bleibt auch nach dem Umblättern der letzten Seite noch lange bei einem. Als ein Mensch mit schier unbeugsamen Willen und Stärke überlebt er die Hölle der französischen Gefängnisinseln mit übermenschlicher Anstrengung. Eine fesselnde Erzählung und ein Zeugnis der Menschlichkeit, als auch der Unmenschlichkeit.

Unbändiger Wille nach Freiheit
von Dorothee Jaschke aus Reutlingen am 19.11.2009

Henri Charrière,gerade fünfundzwanzig, wird zu Unrecht für einen Mord an einem Zuhälter zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. Wir begleiten ihn von einem Gefängnis ins nächste und erleben, wie dieser willensstarke Mann immer wieder seine Flucht plant und nicht aufgibt. Henri Charrière erzählt in einfacher Sprache dreizehn Jahre seinen Lebens: spannend,... Henri Charrière,gerade fünfundzwanzig, wird zu Unrecht für einen Mord an einem Zuhälter zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. Wir begleiten ihn von einem Gefängnis ins nächste und erleben, wie dieser willensstarke Mann immer wieder seine Flucht plant und nicht aufgibt. Henri Charrière erzählt in einfacher Sprache dreizehn Jahre seinen Lebens: spannend, beeindruckend !


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