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Pferde stehlen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Independent Foreign Fiction Prize 2006 und dem International IMPAC Dublin Literary Award 2007

(22)

»Ein verführerisches Buch. Wunderbar geschrieben in einer Sprache, die klar ist und wasserhell, zart und eindringlich, menschennah und gänzlich ohne Sentimentalität. Spätestens nach der Hälfte des Buches beginnt man, langsam zu lesen, damit man bloß nicht so schnell ans Ende der Wonne gelangt.«
Die Welt

Portrait
Per Petterson, 1952 in Oslo geboren, ist ausgebildeter Bibliothekar und arbeitete als Buchhändler und Übersetzer, bevor er sich als Schriftsteller etablierte. Im Fischer Taschenbuch sind von ihm ›Sehnsucht nach Sibirien‹, ›Pferde stehlen‹, ›Im Kielwasser‹ und ›Ich verfluche den Fluss der Zeit‹ erschienen. Per Petterson wurde für sein Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet u. a. mit dem renommierten IMPAC Literaturpreis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 334
Erscheinungsdatum 01.06.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-51073-3
Reihe Fischer TaschenBibliothek
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 145/94/23 mm
Gewicht 209
Originaltitel Ut og stjaele hester
Auflage 5
Verkaufsrang 42.511
Buch (gebundene Ausgabe)
9,00
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„Freundschaft unf Familie in toller Landschaft!“

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Trond ist mittlerweile 67 und liebt die Einsamkeit der Wälder an der Grenze zu Schweden. In der Hütte, in der er 1948 den letzten Sommer mit seinem Vater verbrachte, sitzt er und erlebt den Sommer vor 50 Jahren neu. Wir erleben das innige Verhältnis zum Vater, der ein dunkles Geheimnis hütet, und die tiefe Freundschaft zu Jon. Zum Pferde Trond ist mittlerweile 67 und liebt die Einsamkeit der Wälder an der Grenze zu Schweden. In der Hütte, in der er 1948 den letzten Sommer mit seinem Vater verbrachte, sitzt er und erlebt den Sommer vor 50 Jahren neu. Wir erleben das innige Verhältnis zum Vater, der ein dunkles Geheimnis hütet, und die tiefe Freundschaft zu Jon. Zum Pferde stehlen eben!

Das melancholisch anmutende Buch besticht durch eine wunderbare Sprache und grandiose Naturbilder. Es ist eine spannende Geschichte über die Freundschaft, die Familie, die Erinnerung und darüber, dass vieles im Leben anders ist als es den Anschein hat. Lesen Sie, es lohnt sich!

„Schmerzliche Erinnerungen an das Erwachsenwerden“

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Vor der Vergangenheit kann man nicht weglaufen, egal, wie einsam und schön die Natur dort ist, wo man hingeht. Die Erinnerung kommt spätestens dann zurück, wenn der Zufall mitspielt, selbst wenn man an so etwas nicht glaubt. Für den erwachsenen Trond ist der Zufall oder das Schicksal nichts als Ausrede der Menschen für deren Scheitern Vor der Vergangenheit kann man nicht weglaufen, egal, wie einsam und schön die Natur dort ist, wo man hingeht. Die Erinnerung kommt spätestens dann zurück, wenn der Zufall mitspielt, selbst wenn man an so etwas nicht glaubt. Für den erwachsenen Trond ist der Zufall oder das Schicksal nichts als Ausrede der Menschen für deren Scheitern und jetzt sieht er sich selbst irgendwie darin gefangen.
Die Geschichte von Trond dreht sich um eine intensive Vater-Sohn-Beziehung, Freundschaft, Verlust, Tod und viele menschliche Verwirrungen. Sie wird abwechselnd aus der Perspektive des fünfzehnjährigen Trond im Sommer 1948 und des jetzt alten Mannes, der die Einsamkeit liebt und alles Aufdringliche hasst, erzählt und geht dabei unter die Haut.

Spannend und sehr sensibel zugleich.
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Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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Ein Sommer in Norwegen 1942
von Segler und Bücherfan am 06.06.2009

Der Autor Per Petterson ist 1952 in Oslo geboren, ist ausgebildeter Bibliothekar und arbeitete als Buchhändler bevor er Schriftsteller wurde. Die Handlung seines Romans hat Petterson hauptsächlich in die Zeit des Sommers 1942 gelegt, als Norwegen von deutschen Soldaten besetzt war. Trond machte seinerzeit mit seinem Vater Ferien an der... Der Autor Per Petterson ist 1952 in Oslo geboren, ist ausgebildeter Bibliothekar und arbeitete als Buchhändler bevor er Schriftsteller wurde. Die Handlung seines Romans hat Petterson hauptsächlich in die Zeit des Sommers 1942 gelegt, als Norwegen von deutschen Soldaten besetzt war. Trond machte seinerzeit mit seinem Vater Ferien an der Grenze zu Schweden. Petterson lässt Trond, der mit 67 Jahren zurück nach Ostnorwegen zieht, seine Lebensgeschichte erzählen. Er beschreibt in einer wunderbaren Sprache die Landschaft Norwegens, in der man Pferde stehlen kann, die Gefühle eines Jugendlichen, die Einsamkeit eines 67-jährigen und die schrecklichen Ereignisse in dem Kriegsjahr 1942 mit dem tragischen Tod eines Nachbarjungen. Der Leser bekommt durch die Art des Schreibens von dem Autor einen Einblick in das Leben der Protagonisten als wäre er direkt als Beobachter dabei. Aufpassen muss man immer wieder in welcher Zeit der Roman gerade erzählt wird, da Petterson immer wieder in der Zeit vor und zurück springt. Ich möchte das Buch sehr empfehlen.

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Sehr zu empfehlen.
von Dietmar Behneke aus Wildau am 18.10.2009

Ein älterer Herr in Norwegen beschließt, sich von der zivilisierten Welt so gut wie möglich zurückzuziehen, nicht vollkommen, aber er will sie nur gelegentlich nutzen. Er besinnt sich auf seine Kindheit und ist damit beschäftigt sich Fragen zu beantworten, für die es schon damals keine Antworten gab. Er kommt... Ein älterer Herr in Norwegen beschließt, sich von der zivilisierten Welt so gut wie möglich zurückzuziehen, nicht vollkommen, aber er will sie nur gelegentlich nutzen. Er besinnt sich auf seine Kindheit und ist damit beschäftigt sich Fragen zu beantworten, für die es schon damals keine Antworten gab. Er kommt mit seiner Vergangenheit und Gegenwart in Berührung und lässt uns in eine sehr ruhige Weise an seinem Leben teilhaben. Sehr zu empfehlen.

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Erfahren, Erinnern, Verzeihen ?!
von einer Kundin/einem Kunden aus Sinzing am 08.10.2008
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Beim Rausgehen aus der Buchhandlung sprang mir die elegante Ausgabe mit dem schönen Cover dieses Buches ins Auge. Irgendetwas sprach mich sofort an. Und ich habe den Spontankauf nicht eine Minute bereut. Dem in Deutschland eher unbekannten Schriftsteller Per Petterson ist ein sensibler melancholischer Roman gelungen, der den Leser... Beim Rausgehen aus der Buchhandlung sprang mir die elegante Ausgabe mit dem schönen Cover dieses Buches ins Auge. Irgendetwas sprach mich sofort an. Und ich habe den Spontankauf nicht eine Minute bereut. Dem in Deutschland eher unbekannten Schriftsteller Per Petterson ist ein sensibler melancholischer Roman gelungen, der den Leser langsam aber unweigerlich in sein Fährwasser zieht. Ruhiges Gewässer – wer Tempo erwartet ist hier nicht gut bedient – dennoch lässt einen der Sog nicht mehr los. Der 67-jährige Norweger Trond Sander hat sich nach dem Tod seiner Frau in die Einsamkeit der Natur Norwegens zurückgezogen. Dort hart er ein altes Haus erworben, das er ganz gemächlich wieder instand setzen will, nur von der Natur gedrängt, da der baldige Wintereinbruch naht. Damit erfüllt er sich einen alten Traum, denn die Gegend ist ihm von Jugend her bekannt. Hier verbrachte er den letzten Sommer (1948) mit seinem Vater, den er nach diesen Ferien nicht mehr sehen sollte. Doch diesem unfassbaren Ereignis geht ein glücklicher Sommer mit rudern, angeln und einer Freundschaft mit dem Nachbarjungen Jon voran, mit dem Trond eben die besagten „Pferde stehlen“ kann. Unversehens beendet ein tragisches Unglück in Jons Familie die Freundschaft, und nach und nach entdeckt Jon ein gut gehütetes Geheimnis des Vaters. Durch die Erinnerungen, und durch die Begegnung mit einem alten Bekannten, der ebenfalls die Ruhe der Einsiedelei sucht, entschlüsseln sich schließlich weitere Fragen des alternden Mannes, die ein Verzeihen ermöglichen. Ein Buch für milde Frühlingstage, für laue Sommerabende, für melancholische Herbstvormittage und anheimelnde Winternachmittage. Neben der sensiblen Zeichnung der Charaktere sind es vor allem die Naturbeschreibungen, die den Leser in seinen Bann ziehen. Bei der Lektüre dieses Buches sucht man das Tageslicht, die Luft, die Natur. Sehr zu empfehlen!

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