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Picasso und seine Freunde

Erinnerungen aus den Jahren 1905-1913. Vorw. v. Paul Leautaud

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Fernande Olivier und Pablo Picasso waren zusammen kaum vierzig Jahre alt, als sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts kennenlernten. Verheißungsvoll lag das Leben vor ihnen, und die gemeinsame Wegstrecke war reich an äußerem Erleben und bedeutsam für die innere Entwicklung des Künstlers. ,La belle Fernande', die erste Frau, die in Picassos Leben zählte, hat die Erinnerung an diese hohe Zeit in ihren temperamentvollen Aufzeichnungen festgehalten. Sie zeigt uns den Künstler in seinen Anfängen in Paris, von seiner ,blauen und rosa Periode bis zur Geburt des Kubismus. Als feine Beobachterin schildert sie seinen Charakter und seine Lebensweise.
Vom Hintergrund der ´Künstlerstadt Paris heben sich köstliche Episoden und spannungsreiche Begegnungen ab, etwa mit seinen Freunden Max Jacob und Guillaume Apollinaire mit Rousseau, Marie Laurencin und Van Dongen, mit Gertrud Stein und Vollard, um aus der Fülle nur einige Beispiele herauszugreifen. Wenn auch etwa ein bitteres Wort fällt, so sind die Erinnerungen doch durchwirkt und getragen von Fernande Oliviers großer Liebe und Verehrung für den Freund und Künstler Picasso. Die Aufzeichnungen, die auch in der Übersetzung ihre Frische und Unmittelbarkeit behalten, wurden mit zahlreichen, teils bisher unveröffentlichten Dokumenten bereichert."
Rezension
"Die Erinnerungen an das Künstlerleben von Paris vor dem Ersten Weltkrieg hat niemand bisher zu so lebendiger Wirklichkeit werden lassen wie Olivier Fernande."(Die Barke)

"In einer wunderbar schlichten und warmherzigen Sprache weiß Fernande Olivier Picassos Persönlichkeit zu charakterisieren. Bildwiedergaben nach zum Teil unbekanntem Material unterstützen ihre lebensvollen Aufzeichnungen." (Allgemeine Zeitung)

"Eines der frischesten, unbefangensten, erfreulichsten Bücher über Picasso." (Sonntagsblatt)

"Ein Erinnerungsbuch, das in kleinen, fast nebensächlichen Details aus dem Leben des Künstlers und seiner Freunde in der Glanzzeit des Pariser Montmartre mehr aussagt als lange Monographien." (Wochenpresse)

Portrait

Fernande Olivier, eigentlich Amélie Lang, kam 1881 in Paris zur Welt. Ungeliebt und als Außenseiterin wuchs sie bei ihrer Tante und ihrem Onkel in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf. Nach einem missglückten Eheversuch schlug sie sich als Aktmodel und Maitresse in Montmartre durch. 1904 lernte sie den Maler Picasso kennen und verbrachte acht Jahre an seiner Seite. Nach ihrer Trennung von Picasso arbeitete sie weiterhin als Aktmodell und später als Lehrerin. 1933 veröffentlichte Fernade Olivier ihre ersten Memoiren über die gemeinsame Zeit mit Picasso, der zweite Teil erschien posthum. Sie starb 1966 in Paris.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 168
Erscheinungsdatum 21.03.1989
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-21748-3
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 178/126/12 mm
Gewicht 173
Abbildungen mit 16 Zeichnungen, 30 Abbildungen und 28 Fotos auf Taf. 18 cm
Auflage 5
Buch (Taschenbuch)
8,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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von einer, die dabei war, die weiß, wie Picasso wirklich war
von Fl. Kluge aus Wolfenbüttel am 07.08.2011

Die Autorin Fernande Olivier, Begleiterin und zeitweise auch Lebensgefährtin von Pablo Picasso, beschreibt in ihrem 176 Seiten umfassenden Büchlein, ihre Zeit mit dem Künstler Picasso und seinen Freunden in den Jahren 1905 - 1913. In ihren Erinnerungen an Picasso und seinen damaligen Freunden, u.a. Matisse, Max Jacob und Guillaume... Die Autorin Fernande Olivier, Begleiterin und zeitweise auch Lebensgefährtin von Pablo Picasso, beschreibt in ihrem 176 Seiten umfassenden Büchlein, ihre Zeit mit dem Künstler Picasso und seinen Freunden in den Jahren 1905 - 1913. In ihren Erinnerungen an Picasso und seinen damaligen Freunden, u.a. Matisse, Max Jacob und Guillaume Apollinaire, u.v.m. wird immer wieder an die gemeinsame Zeit in Paris erinnert, an die Anfangsjahre, an den Kubismus. Diverse Schriftsteller und Maler werden von ihr, zur Freude des Lesers, charakterisiert und sie gibt dabei unverblümt ihre Meinung wieder. Ihre Sprache ist nicht verletzend, sondern erfrischend ehrlich und oft humorvoll. Unterstützt werden diese Erinnerungen durch 30 Bilder, Plastiken, Dokumenten, 28 Fotos auf Tafeln und 16 Zeichnungen. Die Autorin läßt die Zeit vor dem I. Weltkrieg wieder auferstehen und nimmt den interessierten Leser mit nach Paris oder Barcelona, um ihn in den Kreis der Künstler mit aufzunehmen und daran teilhaben zu lassen. Ein erfrischendes, ehrliches und sehr gut lesbares Buch. Eines der wenigen Bücher, die von jemandem geschrieben worden ist, der unmittelbar dabei war, und weiß, wie es wirklich war.

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Streifzüge auf dem Montmartre
von RichBurton aus Dresden am 02.04.2011

Fernande Olivier war Geliebte Picassos und Freundin vieler Intellektueller im Paris des frühen 20. Jahrhunderts, sie erlebte den kubistischen Aufbruch aus erster Hand und war fest im Bann Picassos. Ihre Erinnerungen sind vielmehr Anekdoten, die das Innenleben der berühmt- berüchtigten "bande Picasso" abzubilden versucht. Sie skizziert in kurzen Abschnitten... Fernande Olivier war Geliebte Picassos und Freundin vieler Intellektueller im Paris des frühen 20. Jahrhunderts, sie erlebte den kubistischen Aufbruch aus erster Hand und war fest im Bann Picassos. Ihre Erinnerungen sind vielmehr Anekdoten, die das Innenleben der berühmt- berüchtigten "bande Picasso" abzubilden versucht. Sie skizziert in kurzen Abschnitten jeweils eine Person oder Ereigniss im Umkreis Picassos, ihre intime Kenntniss des Kreises hat zur Folge, das sie einiges zu berichten weiß vom herzlichen Max Jacob oder vom selbstverliebten Apollinaire. Natürlich ist dies alles höchst subjektiv, doch ohne Zorn oder Eifersucht geschrieben. Man erliegt schnell dieser passionierten Erzählerin und ergibt sich dem kurzweiligen Vergnügen mit ihr zu schwelgen. Folglich ist das Werk auch weniger für wissenschaftlich orientierte Kunsthistoriker interessant, als für jemanden, der sich für den Menschen hinter der Kunst begeistert. Doch der bekommt einiges geboten. Die Künstler des Bateau Lavoir waren noch arm, nur Eingeweihten bekannt- ihre Zusammensein wirkt demnach wild und ungezähmt, voller Leidenschaft und Hingabe an Kunst und Weib.

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