Politische Korrektheit

Das Schlachtfeld der Tugendwächter

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Politische Korrektheit: Denken in den streng vorgezeichneten Bahnen derer, die in einzelnen gesellschaftlichen Bereichen und zu mehr oder weniger grundlegenden Fragen die Deutungshoheit für sich beanspruchen - und jede Verlautbarung in eine oft abstruse, von schauderhaften Worthülsen strotzende Sprache gießen. Man könnte das mit Erheiterung registrieren, wenn sich dahinter nicht etwas sehr Ernstes verbergen würde. Jörg Schönbohm, eigenwilliger und unbeugsamer Konservativer, zeigt in beklemmender Weise, daß das, was einst sinnvoll als Kampf gegen Minderheitendiskriminierung begonnen hatte, heute immer mehr in eine Dämonisierung und Stigmatisierung von Andersdenkenden mündet. Was die Folgen angeht, die Gefahren für Demo¬kratie und Meinungsfreiheit nämlich, kann er sich zu Recht auf Montesquieu berufen: „Dort, wo es keine sichtbaren Konflikte gibt, gibt es auch keine Freiheit."

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 63
Erscheinungsdatum 18.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-937801-56-8
Verlag Manuscriptum Waltrop
Maße (L/B/H) 15,4/10,3/1,2 cm
Gewicht 79 g
Auflage 4. Auflage
Buch (Kunststoff-Einband)
7,80
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Schönbohms Kampf um Meinungsfreiheit
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 20.03.2012

Schönbohms Kampf um Meinungsfreiheit Das ist ein sehr kleines Buch, Format 15 x10, nur 63 Seiten stark. Zu leicht wird dieses gewichtige Buch in den Buchhandlungen vielleicht übersehen. Schönbohm war General und später Ministerpräsident von Brandenburg. Als Soldat liebt er Knappheit, Direktheit. So gibt er seiner Aussage den Untertitel ‚Das... Schönbohms Kampf um Meinungsfreiheit Das ist ein sehr kleines Buch, Format 15 x10, nur 63 Seiten stark. Zu leicht wird dieses gewichtige Buch in den Buchhandlungen vielleicht übersehen. Schönbohm war General und später Ministerpräsident von Brandenburg. Als Soldat liebt er Knappheit, Direktheit. So gibt er seiner Aussage den Untertitel ‚Das Schlachtfeld der Tugendwächter‘. Unter ‚Politischer Korrektheit‘ versteht man zunächst das Vermeiden von Wörtern der Rassendiskriminierung, des Faschismus u.a. Aber inzwischen wurde dieses berechtigte Anliegen ausgeweitet zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, indem festgelegt wird, was man überhaupt zu sagen hat und wie es gesagt und getan werden darf. Letztlich entsteht dadurch die Forderung, nur in einer bestimmten Richtung zu denken. Um nur ein Beispiel zu nennen, so wird heute im Zeichen der Gleichberechtigung der Geschlechter darauf geachtet, bei allem Reden und Schreiben sich geschlechtsneutral zu verhalten, brav von Richterinnen und Richtern, von Lehrerinnen und Lehrern zu reden. Da mutet es doch eigenartig an, warum es nicht auch die ‚Faulpelzin‘ und die ‚Folterknechtin‘ gibt. Heiter und leicht ironisch macht Schönbohm auf die Gefahr aufmerksam, im Zeichen der Politischen Korrektheit und des Gender-Mainstreams die für die Demokratie so nötige Toleranz zu gefährden.