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Post aus Chile

Die Korrespondenz mit Margot Honecker

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Margot Honecker lebte seit 1992 in Südamerika und verfolgte bis zuletzt aufmerksam die Vorgänge in der Welt und insbesondere die Entwicklung in Deutschland. Das geht aus ihrer umfangreichen Korrespondenz mit Frank Schumann hervor. Nach der Jahrtausendwende kommunizierten beide per E-Mail, Schumann besuchte sie ihrem Haus in Santiago de Chile. Er war der deutsche Journalist, den sie bis zuletzt am meisten schätzte. Anlässlich ihres Todes wird die Korrespondenz zwischen Margot Honecker und Frank Schumann erstmals veröffentlicht. Beide diskutierten die deutsch-deutsche Geschichte, die politischen Kämpfe des 20. Jahrhunderts, aber vor allem die brennenden Fragen und Aufgaben der Gegenwart.
In ihren Mails gibt Margot Honecker nicht nur unbekannte Details ihres Lebens preis, sie reflektiert auch selbstkritisch Vorgänge der Vergangenheit und wird sehr persönlich.
Es ist, wenn man so will, ihr politisches Vermächtnis.
Portrait
Frank Schumann, geboren 1951 in Torgau an der Elbe, arbeitet als Publizist und Verleger in Berlin. Er gründete den Verlag edition ost und verlegte u.a. Ulbricht, Honecker, Krenz, Mies. Er sprach als einziger deutscher Journalist nach 1990 mit Margot Honecker. Das Interviewbuch »Zur Volksbildung« wie auch Erich Honeckers »Letzte Aufzeichnungen. Für Margot« platzierten sich im Frühjahr 2012 in allen wichtigen Bestsellerlisten.

Margot Honecker, geboren 1927, war Leiterin der Pionierorganisation »Ernst Thälmann«, mit 22 Jahren die jüngste Abgeordnete in der Volkskammer und von 1963 bis 1989 Volksbildungsministerin der DDR. 1991 ging sie zunächst nach Moskau und lebte seit 1992 bis zu ihrem Tod 2016 in Chile.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 17.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-360-01879-3
Verlag Das Neue Berlin
Maße (L/B/H) 208/123/32 mm
Gewicht 390
Abbildungen mit Abbildungen
Buch (Taschenbuch)
16,99
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POST AUS CHILE - Frank Schumanns Korrespondenz mit Margot Honecker zwischen 2010 und 2016 als historisches Dokument
von j.h. aus Berlin am 29.06.2016

Als Margot Honecker am 6. Mai 2016 mit 89 Jahren in Chile starb, lagen fast 25 Jahre politisches Asyl hinter ihr, in denen die einstige Ministerin für Volksbildung der DDR nahezu aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden war. Sie verweigerte insbesondere deutschen Medien jegliche Interviews, verfolgte aber mit bemerkenswerter Aufmerksamkeit... Als Margot Honecker am 6. Mai 2016 mit 89 Jahren in Chile starb, lagen fast 25 Jahre politisches Asyl hinter ihr, in denen die einstige Ministerin für Volksbildung der DDR nahezu aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden war. Sie verweigerte insbesondere deutschen Medien jegliche Interviews, verfolgte aber mit bemerkenswerter Aufmerksamkeit die politische Entwicklung in Deutschland und Europa. Der Journalist Frank Schumann (*1951) korrespondierte erstmals 1994 anlässlich der Veröffentlichung von Erich Honeckers "Moabiter Notizen" mit Margot Honecker und nahm den zwischenzeitlich eingeschlafenen und über das Internet nun einfacheren Kontakt anlässlich der geplanten Neuauflage 2010 wieder auf. Zwischen Schumann und Margot Honecker entspann sich ein bald von gegenseitigem Vertrauen gezeichneter Gedankenaustausch via Email, der mit ausdrücklicher Genehmigung Margot Honeckers nun als Dokument der Öffentlichkeit vorgelegt wird. Die meisten Mails stammen aus den Jahren 2010 bis 2012 und ergaben sich teilweise innerhalb der Arbeiten an den Büchern "Letzte Aufzeichnungen. Für Margot" aus nachgelassenen Notizen von Erich Honecker sowie dem Gesprächsband "Zur Volksbildung", in dem Margot Honecker im Gespräch mit Frank Schumann auf ihre Zeit als Ministerin für Volksbildung und das Bildungssystem der DDR zurückblickt. Die Korrespondenz gibt erstmals Einblick in die persönlichen Ansichten Margot Honeckers und die Reflexionen über ihre eigene Rolle. Mit bemerkenswerter Aufgeschlossenheit verfolgte sie die aktuelle politische Entwicklung vor allem über das Internet. In den Mails wird auch deutlich, wie durch Täuschung das für den NDR-Film "Der Sturz" verwendete TV-Interview von Eric Friedler entstand. Das innerhalb der edition ost im Verlag Das Neue Berlin vorgelegte Buch ist ein ebenso ungewöhnliches wie ergiebiges Dokument über eine Person der Zeitgeschichte, die als Verantwortliche für die Schulbildung mehrerer Generationen einige Spuren hinterlassen hat.

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