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Ruhestörung

Roman

(13)
John Wilder führt das perfekte Leben: Im trauten Eigenheim wartet eine ihn liebende Frau täglich auf seine Rückkehr aus dem Büro, wo er sich eine vielversprechende Karriere als Anzeigenvertreter aufgebaut hat. Seine Abende verbringt er auf Cocktailpartys und die Wochenenden mit der Familie auf dem Lande. Alles scheint gut. Doch wenn John ehrlich zu sich ist, dann weiß er, dass tief in ihm schon seit Langem etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist – etwas droht, die Ruhe zu stören …
Portrait
Richard Yates wurde 1926 in Yonkers, New York, geboren und lebte bis zu seinem Tod 1992 in Kalifornien. Er war einige Jahre als Werbetexter beschäftigt und in den späten Sechzigern kurzzeitig als Redenschreiber für Senator Robert Kennedy tätig. Hauptsächlich jedoch arbeitete Richard Yates als Schriftsteller: Er war der Autor von sieben Romanen und zwei Erzählungsbänden, die zu seinen Lebzeiten kaum Beachtung fanden heute jedoch zu den wichtigsten Werken der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts gehören.
Anette Grube studierte Amerikanistik und Politik. Seit 1988 arbeitet sie als literarische Übersetzerin. Sie hat u. a. Werke von Doris Lessing, T. C. Boyle, Kate Atkinson, Vikram Seth und Arundhati Roy ins Deutsche übertragen. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 315
Erscheinungsdatum 09.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74426-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 187/118/30 mm
Gewicht 298
Originaltitel Disturbing the Peace
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ein Buch von einen Schriftsteller zu lesen, der schon zwei Jahrzehnte tot ist, empfand ich als echte Herausforderung.Ganz schnell musste ich feststellen, dass dieser Roman richtig brillant ist.Die Handlung, der Schreibstil und die Geschichte zeigen, dass Richard Yates sein Handwerk verstand.In dem Roman steht die Alkoholsucht im Vordergrund, Ein Buch von einen Schriftsteller zu lesen, der schon zwei Jahrzehnte tot ist, empfand ich als echte Herausforderung.Ganz schnell musste ich feststellen, dass dieser Roman richtig brillant ist.Die Handlung, der Schreibstil und die Geschichte zeigen, dass Richard Yates sein Handwerk verstand.In dem Roman steht die Alkoholsucht im Vordergrund, verpackt in einer wirklich guten Geschichte.Es geht um John, der eines Abends seine Frau aus einer Telefonzelle anruft (Handys gab es in den sechziger Jahren noch nicht) und verkündet, dass er nicht mehr nach Hause kommt. Er geht in die nächste Kneipe und betrinkt sich sinnlos.Seine Frau setzt einen guten Freund der Familie an, um John zu finden.Als dieser den völlig betrunkenen und zugleich verstörten John findet, muss er feststellen, dass John völlig durchgedreht ist.Der Freund beschließt John in die Psychiatrie zu bringen.So nimmt Johns Leben seinen Lauf, zwischen Irrenanstalt, der Sucht nach Alkohol und immer auf der Suche nach dem großen Glück.

„Beeindruckend und zugleich bedrückend“

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Welch ein Glück für uns Leser, dass einige Verlage schon vergessene Autoren wieder aufleben lassen. So wie auch in diesem Fall, wo die DVA den Autoren Richard Yates nach und nach wiederveröffentlicht. Und jetzt ist dieser tolle Roman als Taschenbuch erschienen. Nachdem mir schon „Eine besondere Vorsehung“ sehr gut gefallen hat, hat Welch ein Glück für uns Leser, dass einige Verlage schon vergessene Autoren wieder aufleben lassen. So wie auch in diesem Fall, wo die DVA den Autoren Richard Yates nach und nach wiederveröffentlicht. Und jetzt ist dieser tolle Roman als Taschenbuch erschienen. Nachdem mir schon „Eine besondere Vorsehung“ sehr gut gefallen hat, hat mich dieser Roman nun endgültig von den Qualitäten des Autors überzeugt.

Dieses Mal erzählt Richard Yates uns die Geschichte von John Wilder. Sie beginnt 1960. John Wilder ist ein erfolgreicher Anzeigenverkäufer für „The Scientist“, verheiratet mit Janice und hat einen zehnjährigen Sohn Tommy. Eigentlich könnte alles so schön sein, wenn John nicht irgendwie das Gefühl hätte, dass es in seinem Leben an etwas essentiell Wichtigem fehlen würde. Diese Leere versucht er mit Alkohol zu kompensieren, aber nach und nach verliert er erst schleichend dann immer schneller die Kontrolle über sich selbst.

Richard Yates zieht einen als Leser richtig tief in den Roman hinein. Er beschreibt seine Hauptperson psychologisch so meisterhaft, dass man wirklich meint, ihn zu kennen Alle seine Ängste und Lügen kommen absolut real rüber. Ich hatte lange Zeit tiefstes Mitgefühl mit ihm, aber irgendwann war Schluss! Ein wahrhaft beklemmender und beeindruckender Roman zum Thema Alkoholismus und seine Folgen. Unbedingt lesen!

„"Fesselnd und beklemmend zugleich!"“

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

Richard Yates Roman "Ruhestörung" hat eine besondere Wirkung. Wer sich einmal auf das Buch (und auch auf seine anderen) eingelassen hat kann nicht mehr aufhören zu lesen. Yates lässt uns dabei in die Tiefen der menschlichen Psyche eintauchen. Schade, dass man Richard Yates zu Lebzeiten nicht entsprechend beachtet hat.
Ich empfehle:
Richard Yates Roman "Ruhestörung" hat eine besondere Wirkung. Wer sich einmal auf das Buch (und auch auf seine anderen) eingelassen hat kann nicht mehr aufhören zu lesen. Yates lässt uns dabei in die Tiefen der menschlichen Psyche eintauchen. Schade, dass man Richard Yates zu Lebzeiten nicht entsprechend beachtet hat.
Ich empfehle: Bitte beachten Sie ihn jetzt.

„Eine intensive Geschichte über das Scheitern “

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Yates´ Romanhelden sind nicht fürs Glück geschaffen.
Die Hauptfigur aus "Ruhestörung", John Wilder, ist ein Paradebeispiel dafür. John Wilder ist ein kleiner New Yorker Angestellter, der sich einbildet, dass etwas Geniales in ihm steckt. Er kündigt seinen Job, verlässt Frau und Sohn, um in Hollywood sein Glück zu versuchen, versinkt
Yates´ Romanhelden sind nicht fürs Glück geschaffen.
Die Hauptfigur aus "Ruhestörung", John Wilder, ist ein Paradebeispiel dafür. John Wilder ist ein kleiner New Yorker Angestellter, der sich einbildet, dass etwas Geniales in ihm steckt. Er kündigt seinen Job, verlässt Frau und Sohn, um in Hollywood sein Glück zu versuchen, versinkt aber immer mehr in Alkohol und Wahnvorstellungen.
"Ruhestörung" ist einer der dunkelsten, schonungslosesten und intensivsten Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

„Abgründe der Seele“

Britta Zellin, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

John Wilder hat alles, was ein erfolgreicher Mann braucht: einen guten Job, eine hübsche Frau und einen netten Sohn - warum ist er dennoch nicht zufrieden mit seinem Leben? Eines Abends, nach einer Dienstreise, sitzt er betrunken in einer Hotelbar und spürt, dass sich etwas grundlegendes in seinem Leben ändern muss. Nach einem Nervenzusammenbruch John Wilder hat alles, was ein erfolgreicher Mann braucht: einen guten Job, eine hübsche Frau und einen netten Sohn - warum ist er dennoch nicht zufrieden mit seinem Leben? Eines Abends, nach einer Dienstreise, sitzt er betrunken in einer Hotelbar und spürt, dass sich etwas grundlegendes in seinem Leben ändern muss. Nach einem Nervenzusammenbruch lässt er sich in die Psychiatrie einweisen und versucht nach der Entlassung, sein Leben radikal umzustellen: Er lernt eine Frau kennen, mit der er als Drehbuchautor Hollywood erobern will...Yates entwirft das Psychogramm eines Anti-Helden, der nicht in das Amerika der 60-er Jahre zu passen scheint, den Alkohol und Labilität in den Ruin treiben. Schwere Kost, aber sprachlich von so hoher Meisterschaft, dass man sich dieser Geschichte nicht entziehen kann.

„Ruhestörung“

Jasmin Jungiereck, Thalia-Buchhandlung Kiel

Richard Yates ist für mich einer der größten amerikanischen Autoren überhaupt. Ich bewundere seinen klaren und prägnanten Schreibstil. Zu seinen Lebzeiten absolut unberechtigt missachtet, um so mehr Bedeutung findet er heute. Seine Romane handeln von Menschen, die im Leben aus dem Gleichgewicht geraten sind oder rückblickend vieles Richard Yates ist für mich einer der größten amerikanischen Autoren überhaupt. Ich bewundere seinen klaren und prägnanten Schreibstil. Zu seinen Lebzeiten absolut unberechtigt missachtet, um so mehr Bedeutung findet er heute. Seine Romane handeln von Menschen, die im Leben aus dem Gleichgewicht geraten sind oder rückblickend vieles in ihrem Leben anders gemacht hätten. Oftmals traurig, nachdenklich, eindringlich und gerade in unserer Zeit sehr aktuell.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
9
4
0
0
0

Weg in die Selbstzerstörung
von einer Kundin/einem Kunden am 07.06.2012

In Richard Yates Romanen werden keine Erfolgsgeschichten erzählt. Seine Romanfiguren gehen meist den Weg des Scheiterns. So auch John Wilder, die Hauptfigur in "Ruhestörung". Beruflich erfolgreich und privat gut versorgt und aufgehoben in einer wohltemperierten Ehe mit zehnjährigem Sohn, scheint etwas unaufhaltsam die scheinbar nur oberflächliche Ruhe zu stören.... In Richard Yates Romanen werden keine Erfolgsgeschichten erzählt. Seine Romanfiguren gehen meist den Weg des Scheiterns. So auch John Wilder, die Hauptfigur in "Ruhestörung". Beruflich erfolgreich und privat gut versorgt und aufgehoben in einer wohltemperierten Ehe mit zehnjährigem Sohn, scheint etwas unaufhaltsam die scheinbar nur oberflächliche Ruhe zu stören. Wilder wird zum Alkoholiker und letztlich in einen psychisch derart labilen Zustand getrieben, dass er am Ende in einer psychiatrischen Klinik landet, ohne Aussicht von dort jemals wieder heraus zu kommen. Was aber treibt den Mann in eine derartige Selbstzerstörung? Während seine Frau mit dem abgesicherten Mittelstandsleben zufrieden ist, glaubt er sich im falschen Leben zu befinden. Als Filmproduzent will er gute Filme produzieren. Er hasst und verachtet das Leben seiner Eltern, die es geschafft haben eine florierende Pralinenfabrik aufzubauen. Doch sein Traum vom Neuanfang erweist sich als Illusion. In der Realität scheint es keinen Ort zu geben, an dem sich sein Wunsch nach einem anderen Leben erfüllen könnte.

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Ein tiefer, bewegender Blick in die Abgründe einer unglücklichen Seele.
von einer Kundin/einem Kunden am 14.05.2012

Ein Mann, beruflich erfolgreich, verheiratet mit einer Frau, die ihn liebt und einem Sohn, verspürt dennoch eine Leere, die er mit Alkohol erträglich zu machen sucht. Ein Nervenzusammenbruch, dem ein erster Aufenthalt in der Psychiatrie folgt, markiert die erste Station eines Weges in den Abgrund, dem er mit grausamer... Ein Mann, beruflich erfolgreich, verheiratet mit einer Frau, die ihn liebt und einem Sohn, verspürt dennoch eine Leere, die er mit Alkohol erträglich zu machen sucht. Ein Nervenzusammenbruch, dem ein erster Aufenthalt in der Psychiatrie folgt, markiert die erste Station eines Weges in den Abgrund, dem er mit grausamer Konsequenz folgen wird bis alle Beziehungen, alle beruflichen Träume, alle erfreulichen Aspekte seines Lebens verloren sind. Yates zeigt mit klarer, schnörkelloser Sprache einen Einblick in die zerstörerischen Auswirkungen von Sucht auf den Betroffenen und seine Umgebung. Vor 35 Jahren geschrieben ist dieser Roman ein eindrucksvoller Blick in die 60er Jahre in großer literarischer Qualität. Eine Entdeckung!

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Beklemmend
von Bernhard Watermann aus Singen (Hohentwiel) am 30.05.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Ich habe schon mehrere Romane des Autors gelesen und nie verstanden, warum ihm nicht schon zu Lebzeiten die Anerkennung zugekommen ist, die er verdient. Seine Romane handeln von Menschen, deren geordnetes Leben eines Tages aus der Bahn geworfen wird - eindrucksvoll in der Sprache, schlüssig im Handlungsablauf. Ich halte das Werk... Ich habe schon mehrere Romane des Autors gelesen und nie verstanden, warum ihm nicht schon zu Lebzeiten die Anerkennung zugekommen ist, die er verdient. Seine Romane handeln von Menschen, deren geordnetes Leben eines Tages aus der Bahn geworfen wird - eindrucksvoll in der Sprache, schlüssig im Handlungsablauf. Ich halte das Werk unbedingt für lesenswert.

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