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Ruhm

Ein Roman in neun Geschichten. Ausgezeichnet mit dem Prix Cévennes du roman 2010

(44)
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Nach dem Sensationsbestseller "Die Vermessung der Welt", einem der erfolgreichsten Bücher Deutschlands, lässt Kehlmann nun "Ruhm" folgen. Es ist, tatsächlich, ein ruhmreiches, ein geschicktes, ein intelligentes Buch aus neun Geschichten, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Nicht alle haben die gleiche Qualität, den gleichen Esprit, aber sie zeigen aus vielen Blickwinkeln, wie das Leben sein kann: verrückt, hart, schön.
Portrait
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin. Sein Werk wurde u. a. mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Der Roman «Die Vermessung der Welt», in bisher 46 Sprachen übersetzt und von Detlev Buck verfilmt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt veröffentlichte er den Roman «F» und seine Frankfurter Poetikvorlesungen, "Kommt, Geister".
Weitere Veröffentlichungen:
Beerholms Vorstellung. Roman. 1997
Unter der Sonne. Erzählungen. 1998
Mahlers Zeit. Roman. 1999
Der fernste Ort. Novelle. 2001
Ich und Kaminski. Roman. 2003
Die Vermessung der Welt. Roman. 2005
Wo ist Carlos Montúfar? Über Bücher. 2005
Requiem für einen Hund. Ein Gespräch mit Sebastian Kleinschmidt. 2008
Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten. 2009
Lob. Über Literatur. 2010
Die Geister in Princeton. Theaterstück. 2011
Der Mentor. Theaterstück. 2012
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 202
Erscheinungsdatum 16.01.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-03543-3
Verlag Rowohlt Verlag
Maße (L/B/H) 211/135/20 mm
Gewicht 294
Auflage 7
Verkaufsrang 4.308
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Einfach genial!“

Anja Gómez Fernández, Thalia-Buchhandlung Euskirchen

Daniel Kehlmann schreibt in „Ruhm“ neun Kurzgeschichten, die auf der ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch nach und nach tauchen Verbindungen auf, mal offensichtlich, mal verschwommen, die den roten Faden in diesem außergewöhnlichen Leseerlebnis bilden.
So wird in der ersten Geschichte ein Mann plötzlich von völlig unbekannten
Daniel Kehlmann schreibt in „Ruhm“ neun Kurzgeschichten, die auf der ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch nach und nach tauchen Verbindungen auf, mal offensichtlich, mal verschwommen, die den roten Faden in diesem außergewöhnlichen Leseerlebnis bilden.
So wird in der ersten Geschichte ein Mann plötzlich von völlig unbekannten Personen auf seinem Mobiltelefon angerufen, die ihn für jemand anderen halten. Er lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, indem er die unbekannte Identität annimmt... In einer anderen Geschichte arbeitet ein anderer junger Mann in einer Handyfirma, sitzt aber eigentlich nur an seinem Computer und versinkt total in der virtuellen Welt der Nicknames, Foren und Chats... Eine Romanfigur kommuniziert plötzlich mit ihrem Autor...
Kehlmann schafft eine bizarre Welt, in der die Grenzen von Realität und Fiktion verwischen, in der der Leser selbst sich die Geschichten zu eigen machen muss, um zufrieden gestellt zu werden.
Ein ungewöhnlicher Roman in neun ungewöhnlichen Geschichten. Ob man Kehlmann mag oder nicht: dieses Buch sollte man lesen!

„Ruhm - Daniel Kehlmann“

Markus Kowal, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Nach „ Die Vermessung der Welt“ landete Kehlmanns neuer Roman auch direkt auf den Bestsellerlisten. Vollkommen berechtigt, denn es sind neun faszinierende Episoden, die sich nach und nach zu einem brillanten Romangefüge formen.
Nach dem Kauf eines neuen Handys erhält ein Mann Anrufe die ihm gar nicht gelten und nimmt so Einfluss auf
Nach „ Die Vermessung der Welt“ landete Kehlmanns neuer Roman auch direkt auf den Bestsellerlisten. Vollkommen berechtigt, denn es sind neun faszinierende Episoden, die sich nach und nach zu einem brillanten Romangefüge formen.
Nach dem Kauf eines neuen Handys erhält ein Mann Anrufe die ihm gar nicht gelten und nimmt so Einfluss auf das Leben eines Fremden.
Ob nun eine Romanfigur mit dem Ende ihrer Geschichte unzufrieden ist, oder ein Internetsüchtiger unbedingt eine Rolle in einem Roman spielen will, es ist auf jeden Fall ein Genuss zu lesen wie sich schließlich alles zusammenfügt.

„Ruhm“

Thomas Schüller, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Neun Geschichten von neun Erzählern über neun Protagonisten die als Nebenfiguren in den anderen neun Geschichten vorkommen. Verbunden durch einen Handlungsfaden, der sich durch alle neun Geschichten zieht und diese miteinander verknüpft. Eine tolle Idee, vielversprchend umgesetzt.
Der neue Kehlmann ist wieder ein absolut lesenswertes
Neun Geschichten von neun Erzählern über neun Protagonisten die als Nebenfiguren in den anderen neun Geschichten vorkommen. Verbunden durch einen Handlungsfaden, der sich durch alle neun Geschichten zieht und diese miteinander verknüpft. Eine tolle Idee, vielversprchend umgesetzt.
Der neue Kehlmann ist wieder ein absolut lesenswertes Buch. Ganz anders als sein Vorgänger "Die Vermessung der Welt", aber trotzdem mindestens genauso gut.

Janne Oeser, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Neun intensive Kurzgeschichten, die nichts miteinander zu tun haben...oder etwa doch? Finden Sie es heraus, es lohnt sich! Neun intensive Kurzgeschichten, die nichts miteinander zu tun haben...oder etwa doch? Finden Sie es heraus, es lohnt sich!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Muenster

Keilmann erzählt neun Geschichten und man muss alle gelesen haben. Ein sehr gutes Buch, dass zeigt was für ein genialer Autor Daniel Keilmann ist. Keilmann erzählt neun Geschichten und man muss alle gelesen haben. Ein sehr gutes Buch, dass zeigt was für ein genialer Autor Daniel Keilmann ist.

Angelika Lanaras, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Jede dieser neun Geschichten ist einzigartig, hat einen eigenen Charakter, einen eigenen Schreibstil, einen eigenen Sinn. Einfach genial! Jede dieser neun Geschichten ist einzigartig, hat einen eigenen Charakter, einen eigenen Schreibstil, einen eigenen Sinn. Einfach genial!

Sabrina Hermes, Thalia-Buchhandlung Bad Oeynhausen

Neun Geschichten, die zusammen einen Roman ergeben. Neun Personen, die mal mehr, mal weniger miteinander zu tun haben. Toll gemacht. Tolle Sprache. Eindrucksvoll. Neun Geschichten, die zusammen einen Roman ergeben. Neun Personen, die mal mehr, mal weniger miteinander zu tun haben. Toll gemacht. Tolle Sprache. Eindrucksvoll.

Andrijana Prce, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Wunderbare Kurzgeschichten bei denen man erst zum Schluss den roten Faden entdeckt.
Mehr davon Herr Kehlmann!
Wunderbare Kurzgeschichten bei denen man erst zum Schluss den roten Faden entdeckt.
Mehr davon Herr Kehlmann!

„Geschichten voller Selbstironie, Pointen und running gags“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm" besteht aus neun Episoden, die in sich abgeschlossen sind, deren ganzer Unterhaltungswert sich jedoch erst dann erschließt, wenn sie im Zusammenhang gelesen werden. In allen Geschichten geht es um Technik, die an entscheidender Stelle versagt : Mal wird eine Telefonnummer doppelt vergeben und führt zu Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm" besteht aus neun Episoden, die in sich abgeschlossen sind, deren ganzer Unterhaltungswert sich jedoch erst dann erschließt, wenn sie im Zusammenhang gelesen werden. In allen Geschichten geht es um Technik, die an entscheidender Stelle versagt : Mal wird eine Telefonnummer doppelt vergeben und führt zu Verwicklungen, mal hat ein Handy, das Rettung bringen könnte, keinen Strom.
Die leichte, abwechslungsreiche und an die jeweilige Geschichte angepasste Sprache macht das Lesen nie anstrengend, sondern führt lässig durch die stimmungsvollen und komischen Szenen.
"Ruhm" ist ein witziges und mit großem Vergnügen zu lesendes Buch.

„Ein interessanter Roman in neun Kurzgeschichten“

Maike Hiltmann, Thalia-Buchhandlung Jena

In neun Kurzgeschichten, die alle auf gewisse Weise miteinander verbunden sind, erschafft Daniel Kehlmann ein Bild unserer modernen Mediengesellschaft. Er beschreibt auf ironische, teilweise auch tragische Weise, wie das Handy oder das Internet Einfluss auf unseren Alltag nehmen und wie sie unser Leben völlig auf den Kopf stellen können, In neun Kurzgeschichten, die alle auf gewisse Weise miteinander verbunden sind, erschafft Daniel Kehlmann ein Bild unserer modernen Mediengesellschaft. Er beschreibt auf ironische, teilweise auch tragische Weise, wie das Handy oder das Internet Einfluss auf unseren Alltag nehmen und wie sie unser Leben völlig auf den Kopf stellen können, wenn sie einmal nicht funktionieren. Es ist spannend, zu sehen, wie die verschiedenen Stricke zusammenführen, wobei es am Ende aber kein großes glückliches Aufeinandertreffen gibt. Allgemein ist der „Roman“ nicht sehr aufmunternd. Das soll er auch überhaupt nicht sein, schließlich soll dem Leser nicht vorgegaukelt werden, was nicht ist. Besonders interessant ist die Metaebene, die der Autor schafft, indem er mit seinen Figuren kommuniziert. Er lässt sie sich an ihn wenden und vermischt so die verschiedenen Erzählebenen. So werden aus ein paar Kurzgeschichten sehr lesenswerte Geschichten, die Kehlmann schafft.

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Die Erzählungen haben ein gemeinsames Grundthema: Kommunikation, auch treffen sich Figuren aus verschiedenen Geschichten. Kehlmann ist auch in der kurzen Form lesenswert. Die Erzählungen haben ein gemeinsames Grundthema: Kommunikation, auch treffen sich Figuren aus verschiedenen Geschichten. Kehlmann ist auch in der kurzen Form lesenswert.

Katharina Kaufmann, Thalia-Buchhandlung Marburg

Die Kurzgeschichten sind in verschiedenen Schreibstilen geschrieben und fügen sich am Ende zusammen. Ein Buch, welches man gerne zur Hand nimmt! Die Kurzgeschichten sind in verschiedenen Schreibstilen geschrieben und fügen sich am Ende zusammen. Ein Buch, welches man gerne zur Hand nimmt!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Anders, originell & witzig! Ein Buch an das man sich lange erinnert. Anders, originell & witzig! Ein Buch an das man sich lange erinnert.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Erwartung war sehr hoch. Und D.Kehlmann hat mich nicht enttäuscht. Neun wunderbare Kurzgeschichten reihen sich konsequent und in schönster Harmonie wie Perlen auf einer Sch Die Erwartung war sehr hoch. Und D.Kehlmann hat mich nicht enttäuscht. Neun wunderbare Kurzgeschichten reihen sich konsequent und in schönster Harmonie wie Perlen auf einer Sch

I. Roos, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Tolle Geschichten/ Episoden, die wie ein roter Faden ineinander verschlungen sind, Menschen wie Du und ich, denen etwas merkwürdig groteskes passiert, es beginnt mit einem Handy... Tolle Geschichten/ Episoden, die wie ein roter Faden ineinander verschlungen sind, Menschen wie Du und ich, denen etwas merkwürdig groteskes passiert, es beginnt mit einem Handy...

„Ein kleines Meisterwerk“

Sabrina Küpper, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Setzen Sie sich hin nehmen Sie sich Zeit, den ich verspreche Ihnen, Sie möchten kein Detail verpassen.

Daniel Kehlmanns kleines Meisterwerk ist eine wundervolle Anhäufung von kritischer Betrachtung unser heutigen Welt in Bezug auf Kommunikationsmedien, die Suche eines jeden nach sich selbst und den schattenseiten des Ruhms. Einfach
Setzen Sie sich hin nehmen Sie sich Zeit, den ich verspreche Ihnen, Sie möchten kein Detail verpassen.

Daniel Kehlmanns kleines Meisterwerk ist eine wundervolle Anhäufung von kritischer Betrachtung unser heutigen Welt in Bezug auf Kommunikationsmedien, die Suche eines jeden nach sich selbst und den schattenseiten des Ruhms. Einfach toll !!!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
25
13
5
0
1

Großartige Idee, großartiges Buch
von Udo Geithner aus Bayreuth am 25.01.2009

Daniel Kehlmanns neuer Roman besteht aus neun äußerlich getrennten Kurzgeschichten. Inhaltlich jedoch vernetzen sie sich zu einer Einheit und ergeben so ein stimmiges Gesamtbild. Das Leitmotiv des Romans ist der Ruhm. Leicht psychologisch werden dessen Auswirkungen und Absurditäten beschrieben. Jede der neun Hauptfiguren macht seine eigenen konfliktreichen Erfahrungen; die erste... Daniel Kehlmanns neuer Roman besteht aus neun äußerlich getrennten Kurzgeschichten. Inhaltlich jedoch vernetzen sie sich zu einer Einheit und ergeben so ein stimmiges Gesamtbild. Das Leitmotiv des Romans ist der Ruhm. Leicht psychologisch werden dessen Auswirkungen und Absurditäten beschrieben. Jede der neun Hauptfiguren macht seine eigenen konfliktreichen Erfahrungen; die erste Figur sieht sich plötzlich in das Leben eines Stars versetzt, erlebt intensivst dessen Erfolg und vergisst dabei sein eigenes Leben. Der zweiten Figur, einem Schriftsteller, sind der Ruhm, die damit verbunden Reisen durch die Welt und die ewig gleichen Fragen der Fans verhasst. Lieber säße er zu Hause und würde in aller Ruhe arbeiten. In einer anderen Geschichte lernen wir einen erfolgreichen esoterischen Autor kennen. Mit seinen Ratschlägen hat er Millionen Lesern den Weg zu einem besseren Leben gewiesen und scheitert nun an seinem eigenen. Da ist noch der internetsüchtige Blogger, er hasst seine Kollegen, den Job, die Menschen – kurz, alles. Nur in seiner virtuellen Welt fühlt er sich wohl und berichtet nun für die Internetgemeinde vom Treffen mit einem berühmten Schriftsteller und der Hoffnung, eine Figur in dessen Roman zu werden. Was den besonderen Wert des Romans ausmacht, ist weder eine ausgefeilte Sprache noch ein knackiger Erzählstil – das hat er alles nicht. Es ist die faszinierende Mischung aus Fiktion und Realität. Der in einigen Geschichten auftauchende Schriftsteller reagiert mit eigenen Geschichten auf Kehlmanns Erzählungen. Es baut sich eine zweite fiktionale Ebene auf und verschwimmt bisweilen mit der realen. Der Reiz und die Herausforderung für den Leser bestehen nun darin, diese Grenzen zu finden und zu verstehen. Die Idee in „Ruhm“ ist großartig macht den Roman zu einem muss-man-gelesen-haben Werk. Freunden von Kurzgeschichten sei noch Clemens Meyer empfohlen. Im Jahre 2008 gewann er für seine Stories „Die Nacht, die Lichter“ den Preis der Leipziger Buchmesse. Zum Ende möchte ich noch zwei herausragende Werke von Kehlmann erwähnt haben: „Die Vermessung der Welt“ und „Mahlers Zeit“.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Ein Roman in neun Geschichten
von Uli Geißler aus Fürth am 04.02.2009

Das eher ungewöhnliche literarische Konzept des Autors Daniel Kehlmann beeinhaltet die Idee, eine Geschichte in Abschnitten zu erzählen, welche jeder für sich abgeschlossen ist und doch eine durchgängige Verbindung zu den vorherigen oder nachfolgenden Kurzgeschichten aufweist. Nicht immer augenfällig gelingt ihm das auch und man wechselt zwischen fiktiver Fiktion und... Das eher ungewöhnliche literarische Konzept des Autors Daniel Kehlmann beeinhaltet die Idee, eine Geschichte in Abschnitten zu erzählen, welche jeder für sich abgeschlossen ist und doch eine durchgängige Verbindung zu den vorherigen oder nachfolgenden Kurzgeschichten aufweist. Nicht immer augenfällig gelingt ihm das auch und man wechselt zwischen fiktiver Fiktion und realer Fiktion, wohlwissend, dass es da letztlich keinen Unterschied gibt, sind doch alle Ebenen im Buch erdacht. Einzig einige Figuren aus den unterschiedlichen Episoden – geradezu nachbarschaftlich nah charakterisiert, als kennte man sie – tauchen zwischenzeitlich auf und schaffen eine gedanklich-inhaltliche Verbindung. Es ist fast schon ein Denkspiel, herauszufinden, wo und worin die Verbindungen der doch sehr unterschiedlichen Erzählungen liegen. Es geht um die Identität des Individuums, das „Wer bin ich“. Dabei überschreitet der Autor immer wieder die fiktionale Ebene und lässt die Handlungen seiner Figuren zur von der Leserschaft empfundenen Wirklichkeit werden. So wird reizvoll das Mediale real und das Reale zum Medium, eine Art erwünschter Wirklichkeitsverlust. Das nicht sofort Augenfällige des bestehenden Zusammenhangs der einzelnen Abschnitte macht die Qualität des Buches aus. Im Wissen, dass wohl alles miteinander zusammenhängt ist man bemüht, Verwebungen zu entdecken, zusammen zu denken, was zusammen gehört und so sich einen eigenen Roman zu erschaffen. Insofern scheint die Geschichte Daniel Kehlmann’s - wie so Vieles in der Mediengesellschaft auch - lediglich vorgetäuscht zu sein. Die wahre, im Sinne von eigentlicher, wirklicher Geschichte, erdenkt man sich selbst. Das Buch fordert und fördert Kreativität und Auseinandersetzung. Geschichten provozieren Geschichten. Das ist aber auch gut so. © 2/2009, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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Ein Roman ...
von GinaLeseratte aus Kornwestheim am 02.03.2009

... in neun Geschichten: Ich war sehr gespannt, ob wirklich aus neun einzelnen Geschichten ein Roman entsteht oder ob es nur eine Aneinanderreihung von Geschichten ist, in denen zufällig dieselben Personen, Orte etc. auftauchen. Es funktioniert! Jede der Geschichten für sich ist kurzweilig, witzig, spannend oder stimmt nachdenklich und... ... in neun Geschichten: Ich war sehr gespannt, ob wirklich aus neun einzelnen Geschichten ein Roman entsteht oder ob es nur eine Aneinanderreihung von Geschichten ist, in denen zufällig dieselben Personen, Orte etc. auftauchen. Es funktioniert! Jede der Geschichten für sich ist kurzweilig, witzig, spannend oder stimmt nachdenklich und doch ergeben sie zusammen eine Einheit. Sie sind so kunstvoll, so intelligent miteinander verflochten, dass das Lesen einfach Spaß macht (eher oberflächlichen Lesern vielleicht nicht). Besonders interessant ist der Wechsel und das Verschmelzen von Realität und Fiktion - Was ist wirklich, was nicht? - Alles in allem glänzend geschrieben.

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