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Saturday

(8)
Henry Perowne, 48, ist ein zufriedener Mann: erfolgreich als Neurochirurg, glücklich verheiratet, zwei begabte Kinder. Das einzige, was ihn leicht beunruhigt, ist der Zustand der Welt. Es ist Samstag, und er freut sich auf sein Squashspiel. Doch an diesem speziellen Samstag, dem 15. Februar 2003, ist nicht nur die größte Friedensdemonstration aller Zeiten in London. Perowne hat unversehens eine Begegnung, die ihm jeden Frieden raubt …
Portrait
Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er für ›Amsterdam‹ den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk. Sein Roman ›Abbitte‹ wurde zum Weltbestseller und mit Keira Knightley verfilmt. Er ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Sciences.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.02.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783257600285
Verlag Diogenes Verlag AG
Dateigröße 1506 KB
Übersetzer Bernhard Robben
Verkaufsrang 21.592
eBook
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„Wenn sich plötzlich alles ändert.“

Beate Müller-Egberink, Thalia-Buchhandlung Landau

Einer der großartigsten Romane des Autors. Was, wenn plötzlich das normale Leben komplett aus den Fugen gerät? Der anerkannte Neurochirurg "Perowne" und seine Familie werden vom Terror bedroht. Vor dem Hintergrund des Irak-Krieges ist dieser Roman angesiedelt und das wohlgeordnete Leben des Protagonisten wird von einem Tag zum anderen auf den Kopf gestellt. Die pure Verzweiflung und scheinbare Aussichtslosigkeit der Situation wird vom Autor in all seiner Abgründigkeit meisterhaft geschildert. Unglaublich spannend und tiefgründig. Einer der großartigsten Romane des Autors. Was, wenn plötzlich das normale Leben komplett aus den Fugen gerät? Der anerkannte Neurochirurg "Perowne" und seine Familie werden vom Terror bedroht. Vor dem Hintergrund des Irak-Krieges ist dieser Roman angesiedelt und das wohlgeordnete Leben des Protagonisten wird von einem Tag zum anderen auf den Kopf gestellt. Die pure Verzweiflung und scheinbare Aussichtslosigkeit der Situation wird vom Autor in all seiner Abgründigkeit meisterhaft geschildert. Unglaublich spannend und tiefgründig.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Allein der grandiose Stil McEwans ist Grund genug, diesen Roman zu lesen. Die Handlung selbst entfaltet sich fließend und bezieht ihren Reiz aus der Normalität des Protagonisten. Allein der grandiose Stil McEwans ist Grund genug, diesen Roman zu lesen. Die Handlung selbst entfaltet sich fließend und bezieht ihren Reiz aus der Normalität des Protagonisten.

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Alles beginnt mit einem Bagatellunfall. Innerhalb weniger Stunden gerät das Leben völlig aus den Fugen. Virtuos geschrieben. Alles beginnt mit einem Bagatellunfall. Innerhalb weniger Stunden gerät das Leben völlig aus den Fugen. Virtuos geschrieben.

„A day in the life...“

D. Dräger, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Ein ganz normaler Tag soll es werden für Henry Perowne, einen Londoner Neurochirurgen, angefüllt mit ein bisschen Wochenendroutine und einem abendlichen Dinner im Familienkreis. Doch Samstag, der 15. Februar 2003, ist kein gewöhnlicher Tag, es ist der Tag, an dem Millionen von Menschen in hunderten Städten der Welt gegen den geplanten Irak-Krieg demonstrieren. Dieser Tag, den Henry Perowne damit beginnt zu sehen wie ein brennendes Flugzeug Kurs auf London nimmt, lässt sich nicht mehr in gewohnte Bahnen zurücklenken. Aufgewühlt von diesem Ereignis und dessen möglichen Implikationen, sowie von seinen Reflexionen über den Terror, der in unsere Welt Einzug gehalten hat, den außenpolitischen Konsequenzen und deren Gefahren, verbringt er den Tag rastlos und wie in ständiger Alarmbereitschaft. Dass seine Vorahnung Recht behalten soll, zeigt sich spätestens bei Henry Perownes Zusammentreffen mit Baxter, einem Kleinkriminellen, mit dem er in einen Autounfall verwickelt wird. Ein schicksalhaftes Zusammentreffen das, zumindest vorübergehend, Perownes Leben aus der Bahn werfen soll… /

Langsam und sorgfältig konstruiert McEwan den Roman um das Erleben und die Wahrnehmung seines Protagonisten herum und baut so Stück für Stück ein beeindruckend präzises Charakterportait auf. Das Portait eines Mannes, der im Leben viel erreicht hat und das Erreichte auch genießt, der es sich in seiner kleinen Ecke der Welt annehmlich eingerichtet hat, glücklich verheiratet, stolzer Vater und beruflich renommiert ist. Doch die Welt lässt sich nicht auf Distanz halten, das Wesen der Menschheit und Fragen der Politik, die im Roman wiederholt angesprochen werden, hauptsächlich im Bezug auf den Irakkrieg, verstören Perowne zwar nicht ernsthaft, lassen ihn und den Leser jedoch latent beunruhigt zurück. /

McEwans meisterhaftes Können und seine unglaubliche Beobachtungsgabe kommen im Detail zum Vorschein, in den wundervoll effizienten und präzisen Beschreibungen dessen, was Perowne denkt, erlebt oder erinnert, sei es eine Erkenntnis seine Vergangenheit oder seine Familie betreffend oder eine klinische Diagnose. Als zugleich kluger und beunruhigender politischer Kommentar zur Zeit seit dem 11. September und introspektiver, charakterfixierter Roman liest sich „Saturday“ fast wie eine zeitgenössische Variante von Virginia Woolfs „Mrs Dalloway“.
Ein ganz normaler Tag soll es werden für Henry Perowne, einen Londoner Neurochirurgen, angefüllt mit ein bisschen Wochenendroutine und einem abendlichen Dinner im Familienkreis. Doch Samstag, der 15. Februar 2003, ist kein gewöhnlicher Tag, es ist der Tag, an dem Millionen von Menschen in hunderten Städten der Welt gegen den geplanten Irak-Krieg demonstrieren. Dieser Tag, den Henry Perowne damit beginnt zu sehen wie ein brennendes Flugzeug Kurs auf London nimmt, lässt sich nicht mehr in gewohnte Bahnen zurücklenken. Aufgewühlt von diesem Ereignis und dessen möglichen Implikationen, sowie von seinen Reflexionen über den Terror, der in unsere Welt Einzug gehalten hat, den außenpolitischen Konsequenzen und deren Gefahren, verbringt er den Tag rastlos und wie in ständiger Alarmbereitschaft. Dass seine Vorahnung Recht behalten soll, zeigt sich spätestens bei Henry Perownes Zusammentreffen mit Baxter, einem Kleinkriminellen, mit dem er in einen Autounfall verwickelt wird. Ein schicksalhaftes Zusammentreffen das, zumindest vorübergehend, Perownes Leben aus der Bahn werfen soll… /

Langsam und sorgfältig konstruiert McEwan den Roman um das Erleben und die Wahrnehmung seines Protagonisten herum und baut so Stück für Stück ein beeindruckend präzises Charakterportait auf. Das Portait eines Mannes, der im Leben viel erreicht hat und das Erreichte auch genießt, der es sich in seiner kleinen Ecke der Welt annehmlich eingerichtet hat, glücklich verheiratet, stolzer Vater und beruflich renommiert ist. Doch die Welt lässt sich nicht auf Distanz halten, das Wesen der Menschheit und Fragen der Politik, die im Roman wiederholt angesprochen werden, hauptsächlich im Bezug auf den Irakkrieg, verstören Perowne zwar nicht ernsthaft, lassen ihn und den Leser jedoch latent beunruhigt zurück. /

McEwans meisterhaftes Können und seine unglaubliche Beobachtungsgabe kommen im Detail zum Vorschein, in den wundervoll effizienten und präzisen Beschreibungen dessen, was Perowne denkt, erlebt oder erinnert, sei es eine Erkenntnis seine Vergangenheit oder seine Familie betreffend oder eine klinische Diagnose. Als zugleich kluger und beunruhigender politischer Kommentar zur Zeit seit dem 11. September und introspektiver, charakterfixierter Roman liest sich „Saturday“ fast wie eine zeitgenössische Variante von Virginia Woolfs „Mrs Dalloway“.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
5
3
0
0
0

von Klaus Neumann aus Solingen am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Bücher über Hirnchirurgen kann nicht jeder schreiben! Bei Ian McEwan klappt es!

ein Tag der das Leben verändert!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.02.2010
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Samstag Morgen, Henry Perowne möchte einen gewöhnlichen Tag verbringen. Ein harmloser Autounfall verändert an diesem einen Tag allerdings sein Leben. Mit leichtem Zynismus beschreibt McEwan die Angst der Menschen in dieser Zeit vor Terror. Das besondere an diesem Buch ist, das die ganze Geschichte an einem Tag spielt!

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9/11 hat nicht nur die amerikanische Gesellschaft durchgerüttelt. Im Gegensatz zu uns Deutschen, die aus dem Vergeltungskrieg herausgehalten wurde, fand sich Großbritannien plötzlich in einen Kriegszustand versetzt, der die Bürger spaltete und auf die Straße rief, um dagegen zu protestieren. In dieser gesellschaftlichen Zerreißprobe spielt Ian McEwans Roman Saturday,... 9/11 hat nicht nur die amerikanische Gesellschaft durchgerüttelt. Im Gegensatz zu uns Deutschen, die aus dem Vergeltungskrieg herausgehalten wurde, fand sich Großbritannien plötzlich in einen Kriegszustand versetzt, der die Bürger spaltete und auf die Straße rief, um dagegen zu protestieren. In dieser gesellschaftlichen Zerreißprobe spielt Ian McEwans Roman Saturday, wo ein Chirurg, der sich durch Squash fit hält und sich durchaus so seine Gedanken über den Zustand der Welt macht, durch eine Demonstration behindert in eine Seitengasse gerät, um dort beinah sein Leben zu verlieren. Chirurgen zumal Neurochirurgen gelten im Allgemeinen als abgehärtet. Angesichts der Tragödien, denen sie begegnen, bauen sie einen Schutzwall um sich herum auf, der sie am Leben hält. Dieser Schutz bekommt im Verlauf des Tages, den McEwan beschreibt, nicht nur Risse, es beweist sich auch, daß der Schutz angesichts der Zustände außerhalb eines Operationssaals vollkommen ungeeignet ist. Wie begegnet man dem Leben, wenn die eigene Tochter auf Grund der Vorkommnisse am Nachmittag vor den Augen der Familie gedemütigt wird, man seiner Hilflosigkeit angesichts hemmungsloser Wut nicht entrinnen kann? McEwan findet in diesem meisterhaften Roman nicht nur ein Abbild für die Verstörung einer Gesellschaft, ihre Verrohung, sondern auch einen überraschenden Schluß, mit dem man nicht rechnet, der in sich trotzdem schlüssig nachhallt.