Schachnovelle

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'Das Unwahrscheinliche hatte sich ereignet, der Weltmeister, der Champion zahlloser Turniere hatte die Fahne gestrichen vor einem Unbekannten, einem Manne, der zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre kein Schachbrett angerührt. Unser Freund, der Anonymus, der Ignotus, hatte den stärksten Schachspieler der Erde in offenem Kampfe besiegt!'
Das Erstaunen ist groß, als der unscheinbare Dr. B., österreichischer Emigrant auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, eher zufällig gegen den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic antritt und seinen mechanisch routinierten Gegner mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage und reißt eine seelische Wunde wieder auf, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.
Rezension
"Diese Novelle ist ein Vermächtnis. Die Erzählerleidenschaft eines Autors, der in unersättlich produktiver Neugierde die Weltgeschichte durcheilte und mit unfehlbarem Instinkt überall da haltmachte, wo ein verborgener Schatz zu heben, ein psychologisches Rätsel zu lösen war...findet man auf den noch nicht hundert kleinen Seiten dieses Büchleins beispielhaft komprimiert." (Der Tagesspiegel)
Portrait
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Noch während des Studiums veröffentlichte er 1901 seinen ersten Gedichtband. Nach der Promotion unternahm er Reisen durch nahezu die ganze Welt. Zum Militärdienst untauglich, arbeitete er im Kriegsarchiv, bis er als Kriegsgegner 1917 nach Zürich gehen konnte. Von 1919 bis 1934 lebte er zumeist in Salzburg. Seit 1935 zog er sich gelegentlich nach London zurück, wohin er 1938 emigrierte. Zunehmend ruheloser, ging er 1940 für einige Monate nach New York und übersiedelte im August 1941 nach Brasilien. Seine Autobiographie ›Die Welt von Gestern‹ und die ›Schachnovelle‹ vollendete er noch, die Biographie Balzacs blieb Fragment, als er am 23. Februar 1942 zusammen mit seiner Frau »aus freiem Willen und mit klaren Sinnen« aus dem Leben schied.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 109
Erscheinungsdatum 01.09.1987
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-21522-5
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,1/1,4 cm
Gewicht 127 g
Auflage 68
Verkaufsrang 8.408
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Über die Begegnung mit einem Schachweltmeister auf einem Passagierdampfer. Erinnerungen werden wach. Tolles Buch. Über die Begegnung mit einem Schachweltmeister auf einem Passagierdampfer. Erinnerungen werden wach. Tolles Buch.

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Verfasst zu Beginn des zweiten Weltkrieges im Exil beschreibt "Schachnovelle" eine intensive Partie und ist gleichzeitig eine Warnung vor den Grauen des Nazi-Regimes. Verfasst zu Beginn des zweiten Weltkrieges im Exil beschreibt "Schachnovelle" eine intensive Partie und ist gleichzeitig eine Warnung vor den Grauen des Nazi-Regimes.

„Wahnsinnig genial! “

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Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten die Faszination des Schachspielens Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten die Faszination des Schachspielens zu würdigen. Nicht umsonst zählt dieses Werk zu den großen Klassikern der deutschsprachigen Literatur.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
34 Bewertungen
Übersicht
22
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1
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Wie wirkt sich staatliche Isolation eines Individuums auf dessen Psyche aus?
von einer Kundin/einem Kunden am 26.11.2016
Bewertet: Taschenbuch

Die größte Folter des Dr. B. besteht in seiner Konfrontation mit dem Alleinsein und dem absoluten Nichtstun können. Als Einzelhäftling der Gestapo ist er in ein kleines, karges Hotelzimmer gesperrt, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und anderen Mitmenschen. Nach Monaten gelingt es ihm auf dem Weg zu einem seiner,... Die größte Folter des Dr. B. besteht in seiner Konfrontation mit dem Alleinsein und dem absoluten Nichtstun können. Als Einzelhäftling der Gestapo ist er in ein kleines, karges Hotelzimmer gesperrt, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und anderen Mitmenschen. Nach Monaten gelingt es ihm auf dem Weg zu einem seiner, immer wieder zwischendurch stattfindenden Verhöre, ein Theoriebuch über 150 große Schachweltmeisterschaftspartien zu klauen. Mit diesem beschäftigt sich Dr. B. in seinem Zimmer so intensiv – nichts anderes bietet ihm auch nur irgendwie die Möglichkeit sich die schier endlos anhaltende Zeit vertreiben zu können –, dass er nach einiger Zeit alle in diesem Buch vorgestellten Spiele theoretisch in seinen Gedanken auswendig nachspielen kann. Als ihm dies keinen Reiz mehr bietet, versucht er seine Persönlichkeit zu spalten, um innerlich gegen sich selbst antreten zu können – Schwarz gegen Weiß. Dieser schizophrene Zustand führt aber bald dazu, dass er nur noch mehr, rund um die Uhr, in Schach denken und träumen kann. Als sich Dr. B. schließlich selbst verletzt ist seine Situation bereits eskaliert. Der Arzt diagnostiziert ihm eine Schachvergiftung und sorgt für seine Freilassung. Auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires trifft Dr. B. zufällig auf den ihm bis dato unbekannten aktuellen Schachweltmeister Mirko Czentovic. Als er diesen auf einem mit physischen Figuren ausgestatteten Schachbrett, welches er in realer Form seit mehr als 20 Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen hat, besiegt, kommen in ihm seine Erinnerungen, an seine grauenvolle Einzelhaft in jenem Hotelzimmer wieder hoch. … Stefan Zweig schafft es auf nicht mal 100 Seiten die psychische Entwicklung eines Gefangenen in staatlicher Einzelhaft, basierend auf persönlichen Erlebnissen, aus soziologischer Perspektive packend und gleichzeitig erschreckend plastisch darzustellen. Dieses primäre Element kombiniert mit der fiktiven Geschichte rund um das zeitlose, königliche, die-Menschheit-wahrscheinlich-bis-in-alle-Ewigkeit-faszinierende Spiel des Schachs, macht die 'Schachnovelle' zu einem Meisterwerk.

Zeitlos aktuell
von Xirxe aus Hannover am 01.09.2016

Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein... Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein unbekannter Passagier ein und das Spiel endet mit einem Remis. Am nächsten Tag soll ein weiteres Spiel stattfinden und der Ich-Erzähler fordert den Unbekannten zur Teilnahme auf. Dieser sträubt sich zunächst und erzählt ihm zur Erklärung seine Geschichte. Dieses kleine Büchlein, das gerade mal 104 Seiten mit verhältnismäßig groß gedruckten Buchstaben hat, ist sicherlich beeindruckender als viele andere Bücher, die einen drei- oder viermal so großen Umfang aufweisen. Vielleicht liegt es daran, dass Stefan Zweig viel mit Gegensätzlichkeiten gearbeitet hat, die eher im Gedächtnis bleiben. Einmal der introvertierte, ungebildete und langsame Schachweltmeister. Und der umgängliche, intellektuelle und beinahe manische 'Dilettant'. Oder der Ich-Erzähler, für den Schach 'nur' ein Spiel ist und sein Gegner, der alles als Wettkampf sieht und jede Niederlage als persönlichen Affront empfindet. Aber auch die Art, wie Zweig Schach beschreibt, wird mir im Gedächtnis bleiben. Insbesondere, weil er selbst überhaupt keinen großen Bezug dazu hatte. Zitat: "Ist es nicht auch eine Wissenschaft, eine Kunst, schwebend zwischen diesen Kategorien wie der Sarg Mohammeds zwischen Himmel und Erde, eine einmalige Bindung aller Gegensatzpaare; uralt und doch ewig neu, mechanisch in der Anlage und doch nur wirksam durch Phantasie, begrenzt in geometrisch starrem Raum und dabei unbegrenzt in seinen Kombinationen, ständig sich entwickelnd und doch steril, ein Denken, das zu nichts führt, eine Mathematik, die nichts errechnet, eine Kunst ohne Werke, eine Architektur ohne Substanz und nichtsdestominder erwiesenermaßen dauerhafter in seinem Sein und Dasein als alle Bücher und Werke...* Dazu die unglaublich genauen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und Situationen, die derart zeitlos gut sind, dass Manches klingt, als wäre es eben erst geschrieben worden. Zitat: "Nun hatten die Nationalsozialisten, längst ehe sie ihre Armeen gegen die Welt aufrüsteten, eine andere ebenso gefährliche und geschulte Armee in allen Nachbarländern zu organisieren begonnen, die Legion der Benachteiligten, der Zurückgesetzten, der Gekränkten." Ein kleines, aber sehr feines Büchlein, das man nicht nur in der Schule lesen sollte - sofern es dort überhaupt noch im entsprechenden Kanon steht.

von Julian Graubner aus Zwickau am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine kleine Novelle von großer Intensität, Spannung und Dramatik. Ein Buch mit einer ungeheuren Sogkraft, auch für Jugendliche ein hervorragender Einstieg in die Weltliteratur!


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