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Schlachtbank Düppel: 18. April 1864.

Die Geschichte einer Schlacht

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Ein Sachbuch über eine Schlacht zugleich ein literarisches Ereignis.
Wie schafft man es in der heutigen Zeit, mit einem Buch über eine Schlacht den erfolgreichsten Non-Fiction-Titel des Jahres zu schreiben? Tom Buk-Swienty ist dies 2008 in Dänemark gelungen, indem er das Kriegsleiden eindringlich aus der Perspektive des einfachen Soldaten, der Offiziere, Feldärzte und Kriegskorrespondenten erzählt. Was so entstanden ist, ist ein mitreißender, dokumentarischer Bericht über die Schlacht, für die die Soldaten den "Kosenamen" "Schlachtbank" Düppel erfanden.
Portrait
Tom Buk-Swienty, geb. 1966, Autor, Journalist und Lektor am Center for Journalistik der Syddansk Universitet. Er war zehn Jahre USA-Korrespondent der Wochenzeitung Weekendavisen sowie 2002-2003 Fellow am Center for Writers and Scholars der New York Library. 2008 erschien »Schlachtbank Düppel«, das als bestes Sachbuch des Jahres in Dänemark ausgezeichnet wurde.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB 3 i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 360 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.06.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783955101015
Verlag Osburg Verlag
Übersetzer Ulrich Sonnenberg
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Spannende Geschichts-Lektüre
von Stefan Flomm aus Rellingen am 03.11.2011
Bewertet: Kunststoff-Einband

Die Anatomie einer Schlacht als spannendes Sachbuch. Dass dieser literarische Ansatz nicht zum Scheitern verurteilt ist, zeigt Tom Buk-Swienty in „Schlachtbank Düppel“ eindrucksvoll. 1870/71 und Düppeler Schanzen: Jeder halbwegs geschichtsinteressierte Mensch bringt diese Begriffe mit der Gründung des Deutschen Reiches in Zusammenhang. Die Jahreszahl des Deutsch-Französischen Krieges, der mit der... Die Anatomie einer Schlacht als spannendes Sachbuch. Dass dieser literarische Ansatz nicht zum Scheitern verurteilt ist, zeigt Tom Buk-Swienty in „Schlachtbank Düppel“ eindrucksvoll. 1870/71 und Düppeler Schanzen: Jeder halbwegs geschichtsinteressierte Mensch bringt diese Begriffe mit der Gründung des Deutschen Reiches in Zusammenhang. Die Jahreszahl des Deutsch-Französischen Krieges, der mit der Reichsgründung im Schloss von Versailles endete, noch besser als jenen Ort, der 1864 Schauplatz der Entscheidungsschlacht im Krieg zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark war. Gerade im Bezug auf Düppel endet dann aber meist das Wissen. Was genau in der Nähe des heute so beschaulichen nordschleswigschen Städtchens Sonderburg passierte, welches Grauen dort für die beteiligten Soldaten herrschte, ist weitestgehend unbekannt. Tom Buk-Swienty liefert keine analytische Draufsicht auf das Geschehen an den Schanzen, der an der Flensburger Förde gelegenen Festungsanlage, sondern die Innenansichten der Beteiligten. Er beschreibt die fünfwöchige Belagerungsphase, die mit dem Sturm am 18. April 1864 endete. In der komplizierten Auseinandersetzung um das Herzogtum Schleswig hatten sich die Skandinavier vom Danewerk nach Düppel zurückgezogen. Die dänische Krone versuchte Zeit zu gewinnen, um bei einer internationalen Konferenz einen für Dänemark günstigen Verständigungsfrieden zu erreichen. Doch der von Preußen geführte Deutsche Bund drängte auf eine Entscheidung. Mit höchstem Aufwand wurden ein Netz von Gräben ausgehoben, bis diese schließlich auf etwa 400 Meter an die insgesamt zehn Schanzen heranreichten – von dort aus stürmten die Preußen die nach mehrstündigem Trommelfeuer teilweise beschädigten Befestigungsanlagen. Nach kurzem, aber sehr heftigem Nahkampf wurden die dänischen Besatzungen überwältigt. Die Leser von „Schlachtbank Düppel“, ein Begriff, der im Übrigen von der dänischen Seite geprägt wurde, erfahren von Einzelschicksalen an der Auseinandersetzung beteiligter Soldaten, Kriegsberichterstatter, Beobachter des Internationalen Roten Kreuzes. Und auch von den Erfahrungen der Kriegschirurgen. Die nämlich sahen sich gänzlich veränderten Anforderungen gegenüber, da der Deutsch-Dänische Krieg – vor allem von deutscher Seite – mit modernstem Gerät geführt wurde, die fürchterliche Wunden zur Folge hatten. „Schlachtbank Düppel“ ist ein Musterbeispiel für spannende Geschichts-Literatur. (Erschienen in den Harburger Anzeigen und Nachrichten)