Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich

(22)
Im Alter von 33 Jahren hat sich David Foster Wallace für eine Woche an Bord
der Zenith begeben, ist von Key West aus in See gestochen und hat in cleverem
Collagestil aufgeschrieben, was er gesehen, gehört, gerochen, gefühlt und
geschmeckt hat. Entstanden ist ein hochkomischer Bericht vom alltäglichen
Wahnsinn an Bord eines Luxusdampfers und eine ernüchternde Bestandsaufnahme
des American Way of Life insgesamt. Schrecklich amüsant – aber
in Zukunft ohne mich ist ein funkelndes Juwel moderner Reiseliteratur.
David Foster Wallace liefert einen haarsträubenden Erfahrungsbericht aus dem
Mikrokosmos eines Luxusliners: »Ich habe erwachsene US-Bürger gehört,
erfolgreiche Geschäftsleute, die am Info-Counter wissen wollten, ob man beim
Schnorcheln nass wird, ob das Tontaubenschießen im Freien stattfindet,
ob die Crew mit an Bord schläft oder um welche Uhrzeit das Midnight-Buffet
eröffnet wird.«
»Ein ungeheures Sprachtalent.« Literaturen
»Ebenso klug wie brüllend komisch!« Der Standard
»Ein Juwel.« Titel-Magazin
»Bestes Animationsprogramm.« Brigitte
»Der Hammer! David Foster Wallace ist ein Megageheimtipp der amerikanischen
Literaturszene.« Harald Schmidt

Hochwertige Ausstattung: gebunden in edles Leinen, zweifarbig geprägt,
Lesebändchen,
Fadenheftung.
Portrait
David Foster Wallace, geboren 1962, lebte in Bloomington,
Indiana. Der Durchbruch gelang ihm mit seinem Roman
Infinite Jest – Unendlicher Spaß. Er zählte zu den bedeutendsten
amerikanischen Autoren seiner Generation.
David Foster Wallace nahm sich im Alter von 46 Jahren
in Claremont, Kalifornien, das Leben.

Marcus Ingendaay, Jahrgang 1958, übersetzt William
Gaddis, William Gass, Martin Amis und andere. Er wurde
mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt- und dem
Helmut-M.-Braem-Preis ausgezeichnet. Seine Übertragung
von David Foster Wallace’ Kleines Mädchen mit komischen
Haaren wurde als »beste Transformation eines amerikanischen
Textes ins Deutsche« (Die Welt) gefeiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 14.03.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-147-3
Verlag Mareverlag
Maße (L/B/H) 21,3/13,4/1,7 cm
Gewicht 317 g
Originaltitel A Supposedly Fun Thing I'll Never Do Again
Übersetzer Marcus Ingendaay
Verkaufsrang 79.771
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„Kuriositätenkabinett auf Karibik-Kreuzfahrt“

Kai Ortel, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dieses Buch ist weder kostenlose Werbung für die Kreuzfahrtreedereien dieser Welt noch ein allzu hilfreicher Ratgeber für den unentschlossenen Kreuzfahrtneuling. Und doch sollte man den amüsanten bis bissigen Schilderungen des Autors unbedingt Glauben schenken und ihnen einen gewissen Wahrheitsgehalt zugestehen, denn immerhin basiert der Reisebericht von David Foster Wallace auf einer 7-tägigen Karibikkreuzfahrt, die der Autor 1995 im Auftrag eines amerikanischen Magazins an Bord der „Zenith“ unternommen hat. Kommentiert hat er dabei so ziemlich alles, was ihm an Kuriositäten während der Reise aufgefallen ist, von scheinheiliger Reedereiwerbung über die physischen, psychischen und modischen Abgründe seiner Mitreisenden bis hin zu den fatalen Folgen, die es haben kann, wenn man sich als Passagier spontan dazu entschließt, seine Koffer bei der Einschiffung selber in die Kabine zu tragen. Ein vortrefflicher Reisebericht und „ein grandioses Buch“ (Harald Schmidt). Ein Stern Abzug allerdings für die vielen Fußnoten, die in dieser Länge und Häufigkeit dann hier und da doch etwas nerven. Dieses Buch ist weder kostenlose Werbung für die Kreuzfahrtreedereien dieser Welt noch ein allzu hilfreicher Ratgeber für den unentschlossenen Kreuzfahrtneuling. Und doch sollte man den amüsanten bis bissigen Schilderungen des Autors unbedingt Glauben schenken und ihnen einen gewissen Wahrheitsgehalt zugestehen, denn immerhin basiert der Reisebericht von David Foster Wallace auf einer 7-tägigen Karibikkreuzfahrt, die der Autor 1995 im Auftrag eines amerikanischen Magazins an Bord der „Zenith“ unternommen hat. Kommentiert hat er dabei so ziemlich alles, was ihm an Kuriositäten während der Reise aufgefallen ist, von scheinheiliger Reedereiwerbung über die physischen, psychischen und modischen Abgründe seiner Mitreisenden bis hin zu den fatalen Folgen, die es haben kann, wenn man sich als Passagier spontan dazu entschließt, seine Koffer bei der Einschiffung selber in die Kabine zu tragen. Ein vortrefflicher Reisebericht und „ein grandioses Buch“ (Harald Schmidt). Ein Stern Abzug allerdings für die vielen Fußnoten, die in dieser Länge und Häufigkeit dann hier und da doch etwas nerven.

Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Lustig und nachdenklich, absolut unterhaltsam und wirklich gut! Lustig und nachdenklich, absolut unterhaltsam und wirklich gut!

„Wiedergefunden“

G. Probst, Thalia-Buchhandlung Heidenheim an der Brenz

Wenn manches nicht so dramatisch wäre, hätte ich tatsächlich laut gelacht bei der – zugegeben etwas verspäteten - Lektüre dieses Büchleins. Die Frage, ob das Personal auch an Bord des sich auf hoher See befindenden Luxusschiffes schläft, ist da ja noch harmlos…
Für mich waren die Fußnoten das Salz in der Suppe und haben mich häufig zum Schmunzeln gebracht. Und wenn, sollte man unbedingt diese wunderschöne Ausgabe aus dem Mare-Verlag lesen. Der Heftfaden ist nämlich im gleichen Ton gehalten, wie das Lesebändchen und der Leineneinband. Somit nicht nur ein haptischer und literarischer Hochgenuss!
Wenn manches nicht so dramatisch wäre, hätte ich tatsächlich laut gelacht bei der – zugegeben etwas verspäteten - Lektüre dieses Büchleins. Die Frage, ob das Personal auch an Bord des sich auf hoher See befindenden Luxusschiffes schläft, ist da ja noch harmlos…
Für mich waren die Fußnoten das Salz in der Suppe und haben mich häufig zum Schmunzeln gebracht. Und wenn, sollte man unbedingt diese wunderschöne Ausgabe aus dem Mare-Verlag lesen. Der Heftfaden ist nämlich im gleichen Ton gehalten, wie das Lesebändchen und der Leineneinband. Somit nicht nur ein haptischer und literarischer Hochgenuss!

„Schrecklich amüsant und hintergründig“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace unternahm 1995 eine siebentägige Karibik-Kreuzfahrt; die Eindrücke dieser Fahrt hat er in dem Reise-Tagebuch "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" festgehalten.
Wallace verfügt über eine gnadenlos exakte Beobachtungsgabe und einen sehr unterhaltsamen ironischen Schreibstil. Besonders gut hat mir gefallen, dass Wallace nicht aus der Perspektive des neutralen, unbeteiligten Beobachters erzählt, sondern genau beschreibt, wie der übertriebene Luxus sich auf seine Empfindungen und sein Verhalten auswirkt.
Selten habe ich so viel beim Lesen lachen müssen wie bei "Schrecklich amüsant..."! Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen!
Der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace unternahm 1995 eine siebentägige Karibik-Kreuzfahrt; die Eindrücke dieser Fahrt hat er in dem Reise-Tagebuch "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" festgehalten.
Wallace verfügt über eine gnadenlos exakte Beobachtungsgabe und einen sehr unterhaltsamen ironischen Schreibstil. Besonders gut hat mir gefallen, dass Wallace nicht aus der Perspektive des neutralen, unbeteiligten Beobachters erzählt, sondern genau beschreibt, wie der übertriebene Luxus sich auf seine Empfindungen und sein Verhalten auswirkt.
Selten habe ich so viel beim Lesen lachen müssen wie bei "Schrecklich amüsant..."! Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen!

„Das organisierte Vergnügen.“

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf



Die Melange aus David Foster Wallace`unglaublich intelligenter Situationskomik und Dietmar Bärs voluminösen und polyphonem Verve ist schlicht und ergreifend genial!


Die Melange aus David Foster Wallace`unglaublich intelligenter Situationskomik und Dietmar Bärs voluminösen und polyphonem Verve ist schlicht und ergreifend genial!

„Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

D.F.Wallace beschreibt - nein, seziert - seine einwöchige Fahrt auf einem Kreuzfahrtschiff, die er im Auftrag einer Zeitschrift übernimmt. Definitiv nichts für Kreuzfahrt-Fans, es sei denn, Sie haben Humor. Absolut witzig, gelungen und von Dietmar Bär sehr gut eingelesen.
(S.Winkler)
D.F.Wallace beschreibt - nein, seziert - seine einwöchige Fahrt auf einem Kreuzfahrtschiff, die er im Auftrag einer Zeitschrift übernimmt. Definitiv nichts für Kreuzfahrt-Fans, es sei denn, Sie haben Humor. Absolut witzig, gelungen und von Dietmar Bär sehr gut eingelesen.
(S.Winkler)

„Tatsächlich amüsant und immer wieder gerne!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

David Foster Wallace soll einen Artikel über eine Luxus-Karibik-Kreuzfahrt schreiben und schifft sich also erwartungsvoll ein.
Die Beschreibung der Reise ist amüsant, satirisch und ironisch. Er beobachtet genau seine Landsleute mit bovinem Herdentrieb aber auch sich selbst, mit allen Unzulänglichkeiten, wie, zum Beispiel, seine latente Agoraphobie.
Dietmar Bär liest großartig neutral, was uns ermöglicht der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen.
Nicht zum Brüllen komisch aber klein, fein, und mit leichtem Humor und große Beobachtungsgabe.
Ein echtes Vergnügen!
David Foster Wallace soll einen Artikel über eine Luxus-Karibik-Kreuzfahrt schreiben und schifft sich also erwartungsvoll ein.
Die Beschreibung der Reise ist amüsant, satirisch und ironisch. Er beobachtet genau seine Landsleute mit bovinem Herdentrieb aber auch sich selbst, mit allen Unzulänglichkeiten, wie, zum Beispiel, seine latente Agoraphobie.
Dietmar Bär liest großartig neutral, was uns ermöglicht der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen.
Nicht zum Brüllen komisch aber klein, fein, und mit leichtem Humor und große Beobachtungsgabe.
Ein echtes Vergnügen!

„Luxuskreuzfahrt“

Petra Kraus, Thalia-Buchhandlung Emden

David Foster Wallace blickt in seinem Reisebericht hinter die Kulissen der Kreuzfahrtwelt- Idylle. Er begibt sich für eine Woche auf den Luxusdampfer Zenith.
Diese Welt mit ihrem perfekten Schein, ihren Erfüllungen und ihrer nackten Realität, beschreibt er vortrefflich. Ebenso vortrefflich wird die Reiseerzählung von Dietmar Bär in einer klaren, fast neutralen Art gelesen und unterstreicht damit genau die Stimmung des Berichterstatters. Für alle, die eine Kreuzfahrt planen, schon wieder an Land sind, darüber gehört oder anderswo gelesen haben.
David Foster Wallace blickt in seinem Reisebericht hinter die Kulissen der Kreuzfahrtwelt- Idylle. Er begibt sich für eine Woche auf den Luxusdampfer Zenith.
Diese Welt mit ihrem perfekten Schein, ihren Erfüllungen und ihrer nackten Realität, beschreibt er vortrefflich. Ebenso vortrefflich wird die Reiseerzählung von Dietmar Bär in einer klaren, fast neutralen Art gelesen und unterstreicht damit genau die Stimmung des Berichterstatters. Für alle, die eine Kreuzfahrt planen, schon wieder an Land sind, darüber gehört oder anderswo gelesen haben.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
10
8
2
2
0

Rezension zu "Schrecklich amüsant"
von Zsadista am 24.01.2015
Bewertet: Hörbuch (CD)

David Foster Wallace begibt sich im Auftrag von Harper’s Magazine auf eine siebentägige Luxuskreuzfahrt. Beschrieben wird alles bis ins kleinste Detail. Ob es sich um die Unterdruck Toilette handelt oder dem Bordservice oder den feinen Anlässen zu denen man keinen Smoking dabei hat. Alles wird unter die Lupe genommen.... David Foster Wallace begibt sich im Auftrag von Harper’s Magazine auf eine siebentägige Luxuskreuzfahrt. Beschrieben wird alles bis ins kleinste Detail. Ob es sich um die Unterdruck Toilette handelt oder dem Bordservice oder den feinen Anlässen zu denen man keinen Smoking dabei hat. Alles wird unter die Lupe genommen. „Schrecklich amüsant“ hatte ich als Hörbuch. Die Stimme von Dietmar Bär war sehr passend zu dem Ganzen. Das Buch fing mit dem Einschiffen an und hörte kurz vor dem Ausschiffen auf. Man bekam vom Schiffsleben und wie es unter den Passagieren zuging sehr viel erzählt. Es war eine geballte Ladung Information. Nicht selten wurde eine Sache gar nicht fertig erzählt, da viel der Autor schon in die nächste Sache. Im Großen und Ganzen fand ich den Titel fast passend. Schrecklich ja, amüsant eher weniger. Ich konnte leider nur hier und da kurz schmunzeln. Ich kann nur eines sagen … ich wäre vor dem Hörbuch schon auf keine Kreuzfahrt und jetzt würde ich erst recht nicht mehr auf ein Schiff wollen.

Der Titel ist Programm
von einer Kundin/einem Kunden am 28.01.2014
Bewertet: Taschenbuch

Der Titel des Buches gibt ja bereits die Richtung vor, in der der Autor dann auch geschrieben hat. Luxus steht auf dieser Kreuzfahrt samt dem Verwöhntwerden an erster Stelle. Das kann nerven, ist aber sicherlich auch kein Drama, daher wären andere Seiten dieser Reise noch interessanter gewesen. Waren die... Der Titel des Buches gibt ja bereits die Richtung vor, in der der Autor dann auch geschrieben hat. Luxus steht auf dieser Kreuzfahrt samt dem Verwöhntwerden an erster Stelle. Das kann nerven, ist aber sicherlich auch kein Drama, daher wären andere Seiten dieser Reise noch interessanter gewesen. Waren die Gäste zufrieden? Wie waren die Landgänge, was kann man überhaupt sehen, kann man sich erholen etc. Der Autor ging nicht von Bord, reiste alleine und reflektiert über seine eigene Erholung und seine Art und Weise Urlaub zu machen kaum. Die Kreuzfahrt ist von 1995, der Autor inzwischen leider verstorben.

Alle Mann über Bord!
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 05.11.2012
Bewertet: Taschenbuch

Inzwischen ein Klassiker des Reiseberichts-Genres, hat das Buch seinen Ursprung in einer Auftragsarbeit. Wallace wurde Mitte der neunziger Jahre vom „Harpers Magazine“ auf eine einwöchige Kreuzfahrt auf einem Megaliner geschickt, um über seine Erlebnisse an Bord einen Essay zu verfassen. Herausgekommen ist ein Buch, das der Leser mit einem... Inzwischen ein Klassiker des Reiseberichts-Genres, hat das Buch seinen Ursprung in einer Auftragsarbeit. Wallace wurde Mitte der neunziger Jahre vom „Harpers Magazine“ auf eine einwöchige Kreuzfahrt auf einem Megaliner geschickt, um über seine Erlebnisse an Bord einen Essay zu verfassen. Herausgekommen ist ein Buch, das der Leser mit einem Mindestmaß an Optimismus und nur bei schönsten Wetter angehen sollte, um nicht in die gleiche tief depressive Grundstimmung des Autors zu verfallen, der radikal, ironisch und oft das Absurde unterstreichend die schale Oberflächlichkeit der Tourismusindustrie bloßstellt, die dem Kreuzfahrtreisenden an jeder Ecke des Schiffs förmlich entgegenschreit. Da werden bitterbös die verschiedenen Touristentypen katalogisiert, wohlmeinende Unterhaltungsprogramme als grenzdebile Dauerveranstaltungen entlarvt. Selbst Nicht-Kreuzfahrer erkennen sich plötzlich in Wallace' Beschreibung wider, was ein Grund ist, warum dem Autor wegen diesem Buch immer wieder Kritik begegnet ist. Nur gemein. Niveaulos. Verbittert. Immer wieder tauchen Wörter dieser Kategorie in Rezensionen von Lesern auf, welche der Leseempfehlung von Harald Schmidt auf dem Buch gefolgt sind und schließlich feststellen mussten, das nicht hinter jeder Zeile ein Raabscher Schenkelklopfer lauert. Hierin liegt Wallace' Besonderheit. Wie bereits oben erwähnt, sollte beim Leser eine gewisse Bildung Voraussetzung, ein Gespür für die Zwischentöne vorhanden sein. Nur so entdeckt man inmitten der anarchistischen und abfälligen Bemerkungen die tiefere Botschaft des Buches. Und erhält damit gleichzeitig einen kleinen Einblick in die Seele des Autors. Nur so versteht man, dass es in diesem Werk nicht einfach nur um die Beschreibung einer Kreuzfahrt geht. Vielmehr ist dieser Essay eine Reflexion einer höchst komplexen Gesellschaft, welche für den Einzelnen so undurchschaubar geworden ist, dass er sich kopfüber in die Welt des Oberflächlichen und der Nichtigkeiten flüchten muss. Es ist der verzweifelte Blick auf eine gut situierte, teilweise sogar steinreiche Gesellschaftsschicht, die eigentlich furchtbar arm ist. Wallace zeigt sich hiervon maßlos bedrückt, hilflos und zutiefst unglücklich. Nur nach und nach dämmert es dem aufmerksamen Leser, dass, wenn der Autor davon spricht, dass es in Zukunft ohne ihn stattfinden wird, nicht nur das Thema Kreuzfahrt gemeint ist. „Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich“ ist deshalb mehr als nur amüsante Reiseunterhaltung. Es ist eine gesellschaftskritische Realsatire, die sich auf intelligente Art und Weise mit dem „American Way of Life“ auseinandersetzt. Wer also in all den zum Teil langatmigen Schachtelsätzen, Neologismen und ausschweifenden Fußnoten nur die überheblichen Ergüsse eines arroganten Schreiberlings vermutet, gehört eventuell selbst zu dieser Kategorie oberflächlicher Menschen, welche Wallace am Ende so verzweifelt hat. Wer sich jedoch darauf einlässt und sich zudem ein bisschen mit der Biographie des Autors befasst hat, erkennt darin die Chronik eines angekündigten und wenige Jahre nach Abschluss des Manuskripts durchgeführten Suizids. Mit diesem Wissen ist das Lächeln, das sich immer wieder in unser Gesicht schleicht, stets ein zwiegespaltenes und bitteres, da die bodenlose Verzweiflung von Wallace' tief berührt. Insgesamt ist „Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich“ ein lesenswerter Einstieg in die Welt des David Foster Wallace, der humorvoll unterhält, aber auch nachdenklich macht.