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Schuhhaus Pallas

Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte

(7)
Das persönlichste Buch von Amelie Fried erstmals im Taschenbuch



Über die Nazizeit und die Judenverfolgung wurde in der Familie Fried wenig gesprochen. Bis Amelie Fried durch Zufall herausfindet, dass auch Verwandte von ihr ermordet wurden. Dass ihr Großvater, der Eigentümer des Schuhhauses Pallas in Ulm, schlimmsten Repressalien ausgesetzt war. Dass ihr Vater Zwangsarbeit leisten musste und im KZ war. Schockiert über das Entdeckte, recherchiert sie die eigene Familiengeschichte und schreibt sie auf – für ihre Kinder und für alle, die nicht mit dem Schweigen leben wollen.




Portrait
Amelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. Traumfrau mit Nebenwirkungen, Am Anfang war der Seitensprung, Der Mann von nebenan, Liebes Leid und Lust und Rosannas Tochter wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den »Deutschen Jugendliteraturpreis«. Zusammen mit ihrem Mann Peter Probst schrieb sie den Sachbuch-Bestseller Verliebt, verlobt – verrückt?. Bei Heyne erschien zuletzt der Roman Traumfrau mit Lackschäden. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 199
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 05.10.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-40663-6
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 188/118/20 mm
Gewicht 182
Abbildungen mit Fotos und Doks. 19 cm
Buch (Klappenbroschur)
8,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Amelie Fried erzählt ihre ganz persönliche Familiengeschichte. Interessant für alle, die sich für die Schicksale während des dritten Reichs interessieren! Amelie Fried erzählt ihre ganz persönliche Familiengeschichte. Interessant für alle, die sich für die Schicksale während des dritten Reichs interessieren!

Kundenbewertungen


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Ressentiment, Ausgrenzung und Zerstörung - beginnend im kleinen Alltäglichen.
von Buechermaxe aus München am 07.02.2010

Das Buch der Amelie Fried über das Schuhhaus Pallas in Ulm der 30er und 40er Jahre ist ein erschütterndes Zeugnis der alltäglichen Zurücksetzung, perfiden Benachteiligung und systematischen Verfolgung von Menschen, die aus fadenscheinig ideologischen Gründen zum Sündenbock gemacht werden sollen. Ich habe mich bei dem Buch immer wieder gefragt, warum... Das Buch der Amelie Fried über das Schuhhaus Pallas in Ulm der 30er und 40er Jahre ist ein erschütterndes Zeugnis der alltäglichen Zurücksetzung, perfiden Benachteiligung und systematischen Verfolgung von Menschen, die aus fadenscheinig ideologischen Gründen zum Sündenbock gemacht werden sollen. Ich habe mich bei dem Buch immer wieder gefragt, warum das so ist, wozu dieser Sündenbock gebraucht wird, warum im Dritten Reich gerade die jüdische Bevölkerung - und konnte es nicht begreifen. Aber das Buch zeigt für mich, wie der Mechanismus funktioniert, wie der Mitläufer und kleine Täter nolens volens mithilft, das große Rad einer negativen Geschichte mehr und mehr anzutreiben. Das Buch zeigt deutlich, worin die Mitschuld und Verantwortung aller liegt, die nach eigener Aussage mitmachen mussten, also mitgemacht haben, weil sie den sog. Sachzwängen nicht ausweichen konnten; die aber vielleicht gestoppt werden (wie hier im Buch) von Personen, die mutig sind, sich konfrontieren, die die Stirn bieten. Vielleicht zeigt das Buch, warum auch wir heute noch in vielen Punkten mitmachen, warum wir uns nicht konfrontieren, sondern es uns als Sachzwang vorkommt, was wir tun, was wir glauben tun zu müssen. Das Buch ist für mich ein Appell an den zivilen Ungehorsam, an die Courage des Bürgers als Demokrat - und eine deutliche Studie, wie Ausgrenzung, Verfolgung und systematische Vernichtung von jedem Punkt einer politisch-gesellschaftlichen Maschinerie aus funktionieren kann; noch heute. Das Buch wird damit zu einer Mahnung an die Menschlichkeit, an die Verantwortung jedes einzelnen mitzuhelfen, im eigenen Umkreis für die Zukunft solches in jeglicher Hinsicht zu verhindern. Genau in diesem Sinne ist mir dieses Buch sehr sehr nahe gegangen. Ich kann dieses Buch daher jedem ausnahmslos empfehlen, der wissen will, wie schon im Kleinen falsche Wege entstehen, die bis zur Zerstörung von Existenzen, ganzen Lebensgrundlagen führen.

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Gegen das Vergessen
von Katja Rückert aus Cottbus am 19.01.2010

Amelie Fried hat nie verstanden, warum sich die ältere Generation ihrer Familie sich so distanziert verhielt. Erst ihr Ehemann gab im Jahr 2004 den Anstoß in ihrer Familiengeschichte ein wenig nachzuforschen. Er hatte in New York im Leo Baeck-Institut zufällig die Namen ihres Großonkel und ihrer Tante gefunden -... Amelie Fried hat nie verstanden, warum sich die ältere Generation ihrer Familie sich so distanziert verhielt. Erst ihr Ehemann gab im Jahr 2004 den Anstoß in ihrer Familiengeschichte ein wenig nachzuforschen. Er hatte in New York im Leo Baeck-Institut zufällig die Namen ihres Großonkel und ihrer Tante gefunden - beide waren in Auschwitz umgekommen.. Nach und nach enthüllt sich Amelie Fried die ganze tragische Geschichte ihrer jüdischen Familie während des Nationalsozialismus. Das "Schuhhaus Pallas" erzählt, wie sich das im Weltkrieg Erlebte auf die betroffenen und nachfolgenden Generationen auswirkt. Einen besonderen Augenmerk legt die Autorin auf das Schweigen, welches sogar zwischen den Betroffenen herrscht, sei es aus Scham oder dem Wunsch heraus alles zu vergessen. Es ist ein Buch, daß erschüttert. Vor allem, wenn man weiß, daß die Autorin schon seit Jahren aufgrund ihrer jüdischen Vorfahren antisemitische Briefe erhält...

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Ein mutiger und sehr persönlicher Lebensbericht !!!
von Vielgood aus Hamburg am 27.10.2013
Bewertet: Taschenbuch

Eine sehr wichtiges Buch liegt vor Ihnen ! Jeder, den es interessiert was damals vor und nach den Weltkriegen in Deutschland los war, kann und sollte es lesen. Nur wer sich mit dem unendlichen Grauen auseinandergesetzt hat, kann verhindern, dass es wieder passiert. Dieses Buch eignet sich gerade für... Eine sehr wichtiges Buch liegt vor Ihnen ! Jeder, den es interessiert was damals vor und nach den Weltkriegen in Deutschland los war, kann und sollte es lesen. Nur wer sich mit dem unendlichen Grauen auseinandergesetzt hat, kann verhindern, dass es wieder passiert. Dieses Buch eignet sich gerade für Jugendliche, die anfangen sich mit einer eigenen Meinung auseinanderzusetzen, sich auf der Suche nach Orientierung mit anderen Menschen zusammentun, mitten in der Pubertät sind - als Schullektüre eignet sich dieses Buch, nämlich als Warnung, dass es das nicht wieder geben darf. Ein erschütternder Bericht, der die Lücke zwischen Eltern und Holocaust schließt. Stellvertretend für über 6 Millionen unerzählte Familienschicksale.

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