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Sex im Kopf

Die erotischen Phantasien der Deutschen

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Intime Bekenntnisse einer Nation
«Deutschland im Jahre 25 nach der Wiedervereinigung: Von vielen Heterosexuellen werden Standesämter gemieden, homosexuelle Paare geben an selbigen Orten so etwas Ähnliches ab wie ein Ehegelübde, alleinerziehende Mütter sind schon lange keine singuläre Erscheinung mehr und außereheliche Kinder werden nicht mal mehr von der katholischen Kirche gemobbt. Und wie steht es um die sexuelle Moral? Die Schmuddelheftchen leiden längst unter Bedeutungslosigkeit, man holt sich die Hardcore-Pornographie direkt auf den heimischen Rechner oder das mobile Telefon. Inzwischen gibt es keine Sexualpräferenz, die nicht online in Bild und Ton zu empfangen wäre. Der Porno wird zum Stimulus, und nicht selten werden sexuelle Neigungen, die früher unentdeckt blieben, vom Mantel der Latenz befreit. Wer sich traut, für die neu entdeckten Vorlieben Partner zu suchen, wird in Internetforen fündig. Es gibt bundesweit Stammtische für nahezu alles und jeden. Da treffen sich die Fans sadomasochistischer Freuden auf einem thüringischen Bauernhof, die Petplayer in einem Berliner Kaffeehaus, und auf schwul-lesbischen Straßenfesten bekennt man sich öffentlich zur gleichgeschlechtlichen sexuellen Orientierung. Auf dem Laufsteg von «Germany‘s Next Topmodel» präsentieren sich 16-jährige Teenies im Bikini und werden zu Vorbildern für zehntausende anderer Teenies, die eine Mode spazieren tragen, die zu Großelterns Jugendzeiten zum Ornat von Prostituierten gehörte. Leben die Deutschen heute also in einer sexuell tabulosen Gesellschaft? Ja und nein…
Erotische Phantasien sind so unterschiedlich, wie die Menschen, in deren Köpfen sie sich abspielen – und das, wovon die Deutschen im Geheimen träumen, hat nur selten mit softer Kuschelei oder romantischem Blümchensex zu tun. Peitschenhiebe, Fesseln und Spielzeuge aller Art liegen ebenso im Trend wie verbale Erniedrigungen und Rollenspiele, und dabei wird im Kopfkino von Frauen und Männern nicht immer derselbe Film gezeigt.
Über Zeitungsannoncen und soziale Netzwerke suchte Gerhard Haase-Hindenberg nach Menschen, die anonym von ihren geheimen Phantasien und Sehnsüchten erzählen – und die Resonanz war gewaltig. Unzählige beantworteten seine Fragen und gaben bereitwillig Auskunft über ihre erotischen Träume. Für dieses Buch stellt er nun eine repräsentative Auswahl dieser Bekenntnisse zusammen und ordnet sie, beraten vom Sexualwissenschaftler Christoph J. Ahlers, kulturhistorisch und sexualpsychologisch ein.
«Haase-Hindenberg geht es weder um ein Pornobuch noch um eine Anregung für die Praxis. Ihm geht es um ein Sittengemälde.»
(Alan Posener, DIE WELT)
Rezension
Haase-Hindenberg geht es weder um ein Pornobuch noch um eine Anregung für die Praxis. Ihm geht es um ein Sittengemälde.
Portrait
Gerhard Haase-Hindenberg (Jahrgang 1953) ist Schauspieler, Regisseur, Publizist und Buchautor. Er arbeitete für zahlreiche Fernsehproduktionen sowie einige Kinofilme; 2007 übernahm er die Rolle von Hermann Göring im US-Film «Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat». Er veröffentlichte zahlreiche erzählende Sachbücher. «Der Mann, der die Mauer öffnete» wurde im Herbst 2013 verfilmt. Publizistisch tritt er mit Reportagen und Interviews unter anderem in der WELT, in ZEIT und ZEIT-Magazin sowie im Cicero und für mehrere Hörfunkformate in Erscheinung.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 368 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.10.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783644535411
Verlag Rowohlt E-Book
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Informativ und unterhaltsam
von Bernd Matzke aus Berlin am 08.12.2014
Bewertet: Paperback

Sicher hatte der Schauspieler und Regisseur Gerhard Haase-Hindenberg nicht an einer wissenschaftlichen Studie interessiert gewesen. Seine Leser aber auch nicht. Neben kulturhistorischen Einleitungen der einzelnen Kapitel kommen hier Frauen und Männer, homo- wie heterosexuelle Menschen jeden Alters und aller sozialen Schichten zu Wort und sprechen offen über ihr erotisches... Sicher hatte der Schauspieler und Regisseur Gerhard Haase-Hindenberg nicht an einer wissenschaftlichen Studie interessiert gewesen. Seine Leser aber auch nicht. Neben kulturhistorischen Einleitungen der einzelnen Kapitel kommen hier Frauen und Männer, homo- wie heterosexuelle Menschen jeden Alters und aller sozialen Schichten zu Wort und sprechen offen über ihr erotisches Kopfkino. Na, und was da so auf dem Spielplan steht ist interessant, witzig, manchmal auch erschrecken, auf jeden Fall immer authentisch. Ein tolles Buch!