Simon Wiesenthal

Die Biographie

(5)
Tom Segev über den Nazi-Jäger Simon Wiesenthal

Vom Tag seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen an machte Simon Wiesenthal (1908 – 2005) es sich zur Lebensaufgabe, NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. Sechs Jahre nach seinem Tod legt nun der bekannte Historiker und Journalist Tom Segev die erste aus Originalquellen gearbeitete Biographie dieser Jahrhundertgestalt vor, enthüllt zahlreiche bisher unbekannte Tatsachen und erzählt eindrucksvoll das Leben des »Nazi-Jägers«, der doch selbst immer auch ein Verfolgter blieb.

Portrait
Tom Segev ist Historiker, Journalist und schreibt als Kolumnist für "Ha'aretz". Er wurde bekannt mit seinen Büchern zur israelischen Geschichte. Auszeichnung mit dem National Jewish Book Award für "Es war einmal ein Palästina", das auch von der "New York Times" zu den neun besten Büchern des Jahres 2000 gezählt wurde. Der Autor lebt in Jerusalem.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 574
Erscheinungsdatum 09.01.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-55156-1
Verlag Pantheon
Maße (L/B/H) 21,8/13,6/4,8 cm
Gewicht 715 g
Originaltitel Shimon Wiesenthal - Biographia
Abbildungen mit 25 Fotos und Illustrationen auf Taf.
Übersetzer Markus Lemke
Verkaufsrang 29.288
Buch (Paperback)
18,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Recht - keine Rache“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Simon Wiesenthal war ein außergewöhnlicher Mensch, den ich sehr bewundere. Als Überlebender der Konzentrationslager wusste er nach dem Krieg genau was seine Aufgabe war: Kriegsverbrecher aufspüren und vor Gericht bringen. Das war sein Ziel: Recht - keine Rache. So wurde er zum weltberühmten Nazi-Jäger. Unermüdlich kämpfte er bis an seinem Lebensende dafür, dass kein Kriegsverbrecher seine gerechte Strafe entkommen würde. Sein bekanntester Erfolg war wohl die Verhaftung von Eichmann.
Die Biographie zeigt uns, dass Simon Wiesenthal vor allem von seiner Lebensaufgabe besessen war. Er war sicherlich kein einfacher Mensch. Er hatte viele Verehrer, aber auch viele Feinde. Und die wenigen Freundschaften, die entstanden, hielten nie ein Leben lang. Die merkwürdigste Freundschaft war wohl die mit Albert Speer. Diese entstand, nachdem Speer seine Haftstrafe beendet hatte.
Das Buch ist spannend und bewegend. Außerdem ist es sehr informativ über die Geschehnisse der Nachkriegszeit. Tom Segev hat seine Sache gut gemacht. Ein wunderbares Buch über einen wunderbaren Mann.
Simon Wiesenthal war ein außergewöhnlicher Mensch, den ich sehr bewundere. Als Überlebender der Konzentrationslager wusste er nach dem Krieg genau was seine Aufgabe war: Kriegsverbrecher aufspüren und vor Gericht bringen. Das war sein Ziel: Recht - keine Rache. So wurde er zum weltberühmten Nazi-Jäger. Unermüdlich kämpfte er bis an seinem Lebensende dafür, dass kein Kriegsverbrecher seine gerechte Strafe entkommen würde. Sein bekanntester Erfolg war wohl die Verhaftung von Eichmann.
Die Biographie zeigt uns, dass Simon Wiesenthal vor allem von seiner Lebensaufgabe besessen war. Er war sicherlich kein einfacher Mensch. Er hatte viele Verehrer, aber auch viele Feinde. Und die wenigen Freundschaften, die entstanden, hielten nie ein Leben lang. Die merkwürdigste Freundschaft war wohl die mit Albert Speer. Diese entstand, nachdem Speer seine Haftstrafe beendet hatte.
Das Buch ist spannend und bewegend. Außerdem ist es sehr informativ über die Geschehnisse der Nachkriegszeit. Tom Segev hat seine Sache gut gemacht. Ein wunderbares Buch über einen wunderbaren Mann.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Fleißarbeit
von Peter Waldbauer (Autor) aus Heidelberg am 28.08.2017

Eine gute Biographie, eine Fleißarbeit, die sich leicht lesen lässt. Keine Verklärung der Person Wiesenthals, auch persönliche Eitelkeiten kommen zur Sprache. Wiesenthal, Überlebender von zwölf Konzentrationslagern und Leiter des Jüdischen Dokumentationszentrums in Wien, suchte nach dem Zweiten Weltkrieg nach ehemalige Nazigrößen. So wurde unter seiner Mitwirkung Adolf Eichmann in Buenos... Eine gute Biographie, eine Fleißarbeit, die sich leicht lesen lässt. Keine Verklärung der Person Wiesenthals, auch persönliche Eitelkeiten kommen zur Sprache. Wiesenthal, Überlebender von zwölf Konzentrationslagern und Leiter des Jüdischen Dokumentationszentrums in Wien, suchte nach dem Zweiten Weltkrieg nach ehemalige Nazigrößen. So wurde unter seiner Mitwirkung Adolf Eichmann in Buenos Aires 1960 verhaftet. Auch andere KZ-Aufseher und NS-Verbrecher spürte Wiesenthal in Südamerika, Kanada und den USA auf. Wiesenthals Arbeit war relativ unspektakulär. Sie glich der eines passionierten Sammlers. In mühevoller Schreibtischarbeit trug Wiesenthal viele Informationen geduldig zusammen. Dabei handelte es ich überwiegend um die Erlebnisse ehemaliger Lagerinsassen über ihre Folterer, mündlich überliefert oder schriftlich protokolliert. Den darin enthaltenen Hinweisen ging der „Nazijäger“ Wiesenthal nach. Er verdankte seine Erfolge seinem photographischen Gedächtnis und der kriminalistischen Kombinationsgabe, mit der er die verschiedenen Zeugenaussagen zu einem Puzzle zusammensetzte. Durch das Auswerten unzähliger Briefe entstand eine einzigartige Sammlung, ein Archiv von Schauplätzen, Ereignissen und Namen. Hatten sich dank dieser Sisyphusarbeit Namen und Spuren ehemaliger Täter herauskristalliert, begann für Wiesenthal erneut eine Odysee: die nervenaufreibende Auseinandersetzung mit Behörden und Dienststellen im In- und Ausland. Diese galt es nun zu überzeugen, dass fundierte Hinweise auf ehemalige Kriegsverbrecher vorlagen. Erst dann konnte er für deren Verhaftung und Auslieferung zu sorgen. Viel Detailarbeit, Geduld und Glück waren ausschlaggebend für den Erfolg.

Großartig
von einer Kundin/einem Kunden am 24.03.2011
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Großartige Lektüre, die man gelesen haben sollte. Spannend, atemberaubend, interessant erzählt. Hochachtung vor dem Mut und die Ausdauer, die diesen Mann kennzeichnen. Einfühlsam, sehr gut beschrieben und super informativ.

Ein Mann mit vielen Facetten
von Stefan Flomm aus Rellingen am 18.10.2010
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Er war ein Überlebender des Holocaust und einer der bekanntesten Nazijäger der Welt. Seine Feinde fügten den Schmähbriefen an ihn schon einmal als makabren Gruß ein Stück Seife bei. Aber wie jeder Mensch, hat auch Simon Wiesenthal Brüche in seinem Leben. Und diese arbeitet der renommierte israelische Journalist Tom... Er war ein Überlebender des Holocaust und einer der bekanntesten Nazijäger der Welt. Seine Feinde fügten den Schmähbriefen an ihn schon einmal als makabren Gruß ein Stück Seife bei. Aber wie jeder Mensch, hat auch Simon Wiesenthal Brüche in seinem Leben. Und diese arbeitet der renommierte israelische Journalist Tom Segev in der Biografie jenes Mannes heraus, der am 31. Dezember 1908 im damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Galizien zur Welt kam und am 20. September 2005 im Alter von 96 Jahren in Wien starb. Zu seinen Lebensleistungen gehörte die Jagd nach Nazigrößen und Verantwortlichen für die Verbrechen während der Hitler-Herrschaft. Sein größter Erfolg war Wiesenthals Teilhabe an der Festnahme Adolf Eichmanns in Argentinien. Tom Segev zeigt mit viel Fingerspitzengefühl die Bruchkanten im Leben des Ingenieurs auf, der wie durch ein Wunder den Zweiten Weltkrieg überlebte (durch eine gemeinsame Flucht mit SS-Schergen). So gab es in den Geschichten, die Wiesenthal erzählte, Unterschiede bei den Adressaten. Ging es um Öffentlichkeit, waren die Erzählungen ausgeschmückter, als wenn er vor Gericht aussagte oder sein Zeugnis gegenüber der jüdischen Erinnerungsstätte Yad Vashem ablegte. Auch die gepflegte Feindschaft zu Bruno Kreisky (der österreichische Bundeskanzler war ebenfalls Jude) sowie seine merkwürdig anmutenden Freundschaften zu Kurt Waldheim (der Uno-Generalsekretär mit NS-Vergangenheit) und Hitlers geläutertem Rüstungsminister Albert Speer werden ausführlich thematisiert. Aber Simon Wiesenthal war vor allem eines: Ein Mensch, der für andere Menschen da wahr. Und so bleibt am Ende seine Botschaft: „Freiheit ist wie Gesundheit, sage ich den jungen Leuten immer. Man schätzt sie nicht, bis man sie mit einem Tag verliert. Freiheit ist kein Geschenk des Himmels, ihr müsst jeden Tag Eures Lebens darum kämpfen.“ (Erschienen in den Harburger Anzeigen und Nachrichten)


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