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Skizze eines Sommers

(4)
Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2016

1985, Potsdam, große Ferien. Doch der sechzehnjährige René bleibt dieses Jahr zu Hause. Die Mutter ist tot, der Vater in der Schweiz; er lässt René tausend Mark da, die er brüderlich mit seinen Freunden Dirk, Michael und Mario teilt. Dies ist, und das spüren sie alle vier, ein Sommer, wie es ihn nie wieder geben wird für sie.
Die Jungs streifen durch die heiße, urlaubsleere Stadt und sitzen in Cafés herum, während sie darum wetteifern, besonders geistreich zu sein. Und: Sie gehen zweimal pro Woche in die Disko. Denn bei allem abgeklärten Gehabe geht es doch vor allem darum, das richtige Mädchen zu finden. Während Dirk und Michael um die forsche Rebecca buhlen und der Halb-Libanese Mario, der erst vierzehneinhalb ist, mächtig Schlag bei den Frauen hat, brennt René darauf, das Mädchen wiederzusehen, das im «Orion» noch nie zur falschen Musik getanzt hat.

«Skizze eines Sommers» ist ein warmherziger, leichter Roman über die beste aller Zeiten, die Jugend mit ihrer schönen Tragik – die erste Liebe, die Freundschaft, die für immer prägende Musik, die Bücher, die man immer und immer wieder liest. André Kubiczek erzählt wunderbar einfühlsam und hintergründig von einem Lebensalter, das trotz Unsicherheit von unendlichem Selbstbewusstsein und Vertrauen geprägt ist.
Rezension
Perfekte Lektüre für einen Nachmittag im Strandkorb, wenn man sich daran erinnern lassen möchte, welcher Zauber dem Jungsein innewohnt.
Portrait
André Kubiczek, 1969 geboren, lebt in Berlin. 2002 erschien sein hochgelobter Roman «Junge Talente», 2003 «Die Guten und die Bösen». Es folgten «Oben leuchten die Sterne», «Kopf unter Wasser» und «Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn». 2007 wurde André Kubiczek mit dem Candide-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen «Das fabelhafte Jahr der Anarchie» (2014) und «Skizze eines Sommers» (2016), das auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783644120419
Verlag Rowohlt E-Book
Dateigröße 1418 KB
Verkaufsrang 10.153
eBook
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Gern hab ich dieses Buch gelesen, weil ich so vieles wiedererkannte. Und daraus resultierte auch der Spaß an der Geschichte, die nichts Neues, aber viel Vertrautes zu bieten hatte. Gern hab ich dieses Buch gelesen, weil ich so vieles wiedererkannte. Und daraus resultierte auch der Spaß an der Geschichte, die nichts Neues, aber viel Vertrautes zu bieten hatte.

„Dieser Sommer macht einfach Spaß“

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

André Kubiczek hat mich mit seinem Roman in meine eigene Jugend zurück versetzt, auch wenn die nicht in den 80ern war.
Er beschreibt wunderbar die hormongesteuerte Trunkenheit, die Sehnsüchte und Nöte von Jugendlichen.
Ich hatte sofort Bilder im Kopf und den Sound der 80er im Ohr.
Einziger Kritikpunkt für mich, ist die etwas zu blumige Darstellung der damaligen DDR. Allerdings habe ich "Skizze eines Sommes" auch eher als Buch über die schönste, verwirrendste Zeit des Lebens gelesen und nicht als Gesellschaftsportrait.

Nach diesem Roman möchte man wieder Sommerferien haben und dem Zauber der Monotonie unterliegen.
Lustig, frisch und pointiert.
André Kubiczek hat mich mit seinem Roman in meine eigene Jugend zurück versetzt, auch wenn die nicht in den 80ern war.
Er beschreibt wunderbar die hormongesteuerte Trunkenheit, die Sehnsüchte und Nöte von Jugendlichen.
Ich hatte sofort Bilder im Kopf und den Sound der 80er im Ohr.
Einziger Kritikpunkt für mich, ist die etwas zu blumige Darstellung der damaligen DDR. Allerdings habe ich "Skizze eines Sommes" auch eher als Buch über die schönste, verwirrendste Zeit des Lebens gelesen und nicht als Gesellschaftsportrait.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Das Mädchen ohne Namen, Bianca und Rebecca ...
von enzoo aus wien am 07.09.2016

... so lauten die "Namen" der drei Mädchen, zu denen sich René hingezogen fühlt im Schulferiensommer in Potsdam 1985, also noch zu DDR-Zeiten. René und seine Freunde gehören einer Jugendkultur an, die sich gerne geheimnisvoll gibt: schwarz gekleidet (und wenn man die Schuhe dafür schwarz lackieren muss), man liest... ... so lauten die "Namen" der drei Mädchen, zu denen sich René hingezogen fühlt im Schulferiensommer in Potsdam 1985, also noch zu DDR-Zeiten. René und seine Freunde gehören einer Jugendkultur an, die sich gerne geheimnisvoll gibt: schwarz gekleidet (und wenn man die Schuhe dafür schwarz lackieren muss), man liest Bücher, die in der DDR nicht oder nur schwer erhältlich sind und will sich von den Normalos auch durch geschraubtes Schwadronieren in der Öffentlichkeit abheben. Renés Vater ist für zwei Monate auf einer Friedenskonferenz in Genf und lässt ihm einen Batzen Geld für diese Zeit da. Er und seine Freunde setzen dieses Geld erfolgreich in Alkohol und Zigaretten um, denn da ist keine Mutter mehr, die das verhindern könnte, sie ist vor einigen Jahren gestorben, und der Verlust setzt René heute noch mehr zu als ihm lieb ist und er sich selbst eingesteht. Während man sich nach außen sicher gibt und abgehoben, sieht es im Inneren jedoch ganz anders aus. René fühlt sich hingezogen zu dem Mädchen, dessen Namen er nicht kennt und mit dem er kaum noch gesprochen hat,doch als sie sich endlich näher kommen könnten, kommt ihm im wahrsten Sinne des Wortes Bianca dazwischen, und Ihre Argumente sind ihre positive Art und ihre Schönheit. René verliebt sich aber erkennt schnell, dass da eine gewisse Leere ist, wenn sie beisammen sind, die rasch, und da ist er schon ein typischer Mann, durch ihre körperlichen Vorzüge weggewischt wird. Das Mädchen ohne Namen verschwindet in die Ferien und aus Renés Sinn, naja, nicht ganz. Dann lernt er Rebecca kennen, und die ist ganz anders als Bianca, die zur Arbeiterklasse gehört. Rebecca kommt aus einer Künstlerfamilie, systemkritisch, doch sie ist älter als René, und das passt dann auch nicht so ganz, daher beschließen sie, Wahlgeschwister zu werden und "Wir küssten uns so, wie sich nur Geschwister küssen, Mund ab und zu geschlossen und nicht länger als drei Minuten." Als Bianca zurückkommt aus den Ferien, gesteht sie ihm dass sie sich in einen anderen verliebt hat, und kurz bricht für René die Welt zusammen, bis auch das Mädchen ohne Namen zurückkommt und sie endlich zueinander finden, doch nach den beiden Wochen des ungetrübten Glücks wartet schon der nächste Abschied ... Kubiczek gelingt in diesem Buch einiges sehr Symphatisches. Er schafft es, den Reifungsprozess des jungen René einfühlsam aber schmalzlos darzustellen. Das Buch liest sich genau so schnell und amüsant, wie gefühlter Weise Ferien vergehen. Anfangs fand ich den Stil ein bisschen arg flapsig, später aber durchaus entsprechend und nicht aufgesetzt. Die jugendlichen Leiden Renés und seiner Freunde sind nachvollziehbar beschrieben und ich ertappte mich hin und wieder bei einem zustimmenden Kopfnicken, auch wenn diese Zeit bei mir selbst schon in weite Ferne gerückt ist. Auch wie Kubiczek die Klassenunsterschiede in der DDR beschreibt ist eine interessante Facette dieses Buches, so wie er generell die Umstände in den letzten Jahren der DDR überhaupt sehr gelassen darlegt: stets subjektiv aus der Sicht von René, der der DDR genau so kritisch und sarkastisch gegenübersteht wie er das aus seiner jugendlich-ablehnenden Grundhaltung heraus dem Westsystem gegenüber täte, lebte er in der BRD. Die DDR ist in dem Buch eine Tatsache für René und damit auch für uns LeserInnen, an der wenig kritisiert wird, weil das nichts ändern würde, und nichts verherrlicht. Insgesamt zwar wahrscheinlich keine Weltliteratur aber ein sehr einfühlsam geschriebenes Portrait junger Menschen und ihrer Nöte in einer vergangenen Welt.