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So glücklich wir waren

Roman

(3)
Mit ihren Erinnerungen an die unbeschwerten Tage der Jugend und ihrer Leidenschaft für klassische Literatur lebt Alma lieber in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist, weiht sie sie ein in ein wohl gehütetes Familiengeheimnis: das spurlose Verschwinden ihres Bruders. Antonia beschließt, nach Ferrara zu reisen und sich auf eine Suche zu machen, für die ihre Mutter nie genug Kraft hatte. Doch bei ihren Streifzügen durch die mysteriös anmutende Stadt, die mit ihren mittelalterlichen Gemäuern und den schmalen Gassen die perfekte Kulisse für Heimlichkeiten und Gerüchte bietet, kommt Antonia nicht nur der Geschichte ihrer verschlossenen Mutter und dem Verschwinden ihres Onkels auf die Spur, sondern enthüllt auch eine familiäre Tragödie, die sehr viel weiter reicht, als sie jemals hätte ahnen können.
So glücklich wir waren erzählt ebenso fesselnd wie ergreifend von lebenslanger Reue und der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern. In ihrem aufwühlenden Roman stellt Daria Bignardi die alles entscheidende Frage, wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen.
Rezension
»Der neue Roman von Daria Bignardi ist ein großartig intensiver Thriller der Gefühle.«
Donna Moderna
Portrait

Daria Bignardi, 1961 in Ferrara geboren, ist eine gefeierte Schriftstellerin, Journalistin und Fernsehmoderatorin. So glücklich wir waren ist ihr vierter Roman. Bignardi lebt und arbeitet in Mailand.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 317 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783458749127
Verlag Insel Verlag
eBook
18,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der Zerfall einer einst intakten Familie
von Jenny Vogler am 27.09.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Geheimnisse machen einen stark, aber auch einsam. Sie quälen vor allem diejenigen, die sie hüten.“ Inhalt Alma findet nach Jahren des Schweigens endlich den Mut ihrer schwangeren Tochter Antonia von ihrer eigenen Vergangenheit zu erzählen, von einem Elternhaus, welches innerhalb weniger Jahre komplett zerbrach. Ein Vater der nach Depressionen eines Tages... „Geheimnisse machen einen stark, aber auch einsam. Sie quälen vor allem diejenigen, die sie hüten.“ Inhalt Alma findet nach Jahren des Schweigens endlich den Mut ihrer schwangeren Tochter Antonia von ihrer eigenen Vergangenheit zu erzählen, von einem Elternhaus, welches innerhalb weniger Jahre komplett zerbrach. Ein Vater der nach Depressionen eines Tages Selbstmord beging, eine Mutter, die dem schweren Krebsleiden erlag und ein drogensüchtiger Bruder, der über Nacht verschwand. So schmerzhaft auch ihr eigenes Leben war, so sehr wünscht sich die Mutter, dass Antonia unbeschwert durch die Schwangerschaft gehen kann und erkennt, welches Potential aber auch welche Verantwortung eine eigene Familie mit sich bringt. Und so macht sich Antonia auf die Reise nach Ferrara in die Heimatstadt ihrer Mutter, um dort vor Ort die Gegebenheiten zu erkunden und herauszufinden, was damals wirklich geschah … Meinung Nachdem ich in diesem Jahr schon einige italienische Romane gelesen habe, war ich sehr gespannt auf diesen hier aus der Feder von Daria Bignardi, von der ich bisher noch kein weiteres Buch kenne. Der Klappentext verspricht einen großartigen Thriller der Gefühle und macht neugierig. Und tatsächlich fesselt die Erzählung von Beginn an und die Intensität der geschriebenen Worte nimmt im Verlauf der Geschichte sogar noch zu, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ein sehr bildlicher Schreibstil, hervorragend herausgearbeitete Charaktere, die allesamt ganz verschiedene Eigenschaften besitzen und dadurch sehr menschlich wirken und nicht zuletzt ansprechende Landschaftsbeschreibungen haben mich überzeugt. Schriftstellerisches Können garantiert hier niveauvolle Lesestunden, mit einer Familie, die mir am Ende der Erzählung trotz meines erworbenen Wissens relativ fremd geblieben ist. Besonders hervorheben möchte ich die Vielschichtigkeit dieser dramatischen Familiengeschichte, die so viele Emotionen beherbergt und an so vielen Stellen durch leise bröckelnde Mauern zum Einsturz gebracht wurde. Die Tragik liegt für mich nämlich nicht nur in der Schicksalshaftigkeit, die durch äußere Umstände den Mitgliedern der Familie aufgebürdet wurde (Drogensucht, Depression), sondern in erster Linie durch eine selbstauferlegte Schuld, die sich durch kontinuierliches Schweigen von einer in die nächste Generation fortsetzt. Der Leser begegnet hier in zwei verschiedenen Erzählsträngen einmal der Mutter und dann der Tochter, die sich nicht wirklich nahestehen und doch versuchen die Vergangenheit aufzuarbeiten und zu verstehen. Man spürt auf jeder Seite den Wunsch, reinen Tisch zu machen, den Dingen auf den Grund zu gehen und vergangene Unterlassungen zu beheben. Leider bewirkt die Aufklärung der Vergangenheit nicht das gewünschte Resultat, denn wo jahrelanges Schweigen herrschte, bringt neue Erkenntnis auch keine tiefere, schmerzlosere Wahrheit. Fazit Ich vergebe 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für diesen anspruchsvollen, facettenreichen Familienroman, der durch eine bewegte Vergangenheit führt und den Leser für die Befindlichkeiten und Mängel in einem einst intakten Familienverband sensibilisiert. Auch wenn ich mich mit vielen Handlungen nicht identifizieren konnte, schließt sich der Kreis der Geschichte und nach Beenden der Lektüre lässt sich noch lange über die Inhalte reflektieren. Ein Roman mit Nachklang und einer echten Botschaft, nämlich der Tatsache, dass persönliches Glück auch sehr eng damit in Verbindung steht, wie gut es dem Individuum gelingt menschliche Nähe aufzubauen und zu erhalten.

Leider viel Potenzial verschenkt
von MrsAmy am 27.09.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Antonia erwartet gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Kommissar Leo, ihr erstes Kind. Die Schwangerschaft ihrer Tochter wird für Alma Auslöser, um Antonia endlich die Wahrheit über ihre Familie zu erzählen: einst lebte Alma mit ihrem Bruder Maio und ihren Eltern in Ferrara. Sie waren glücklich, auch wenn sie das... Antonia erwartet gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Kommissar Leo, ihr erstes Kind. Die Schwangerschaft ihrer Tochter wird für Alma Auslöser, um Antonia endlich die Wahrheit über ihre Familie zu erzählen: einst lebte Alma mit ihrem Bruder Maio und ihren Eltern in Ferrara. Sie waren glücklich, auch wenn sie das damals nicht wussten. Eine dumme Jugendsünde schließlich führt zum Zerbrechen der Familie: Maio fixt, verschwindet spurlos. Almas Vater, schon vorher von Depressionen heimgesucht, nimmt sich das Leben und ihre Mutter wird krank und stirbt. Alma gibt sich selbst die Schuld am Geschehen und trägt das Wissen darum zeit ihres Lebens mit sich. Als Antonia die Wahrheit über ihre Familie erfährt, entschließt sie sich sofort nach Ferrara, dem Heimatort ihrer Mutter, zu reisen, um so mehr über Maios Verschwinden und ihre Familie herauszufinden. Doch welches Wissen wird sie in den nebeligen Gassen der italienischen Stadt finden? „So glücklich wir waren“ ist der vierte Roman der Autorin Daria Bignardi. Ich habe mit zugegebenermaßen hohen Erwartungen angefangen, das Buch zu lesen. Schließlich wurde einem hier ein Roman versprochen, der „von der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern [erzählt] und […] die alles entscheidende Frage [stellt] – wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen.“ Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Zwischenmenschliche, die leisten Zwischentöne zwischen Mutter und Tochter sind in dem Roman fast überhaupt nicht vorhanden. Die Handlung wird einerseits aus Antonias Sicht erzählt, die sich auf Spurensuche begibt und andererseits von Alma, die sich vor allem in Erinnerungen aus der Vergangenheit verliert. Die beiden kommunizieren nahezu überhaupt nicht miteinander, von einigen sehr kurzen Gesprächen abgesehen. Dabei wären genau diese Gespräche m.E. nach sehr wichtig gewesen. Der Schreibstil der Autorin ist an sich gut, doch im Verlaufe der Handlung hat man zusehends den Eindruck, als hätten die Figuren ihre Sätze auswendig gelernt und als würden stets nur Fakten zusammengetragen werden. Das ist wirklich schade, denn der Roman hätte großes Potenzial gehabt. Das Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie wird weniger zwischen Mutter und Tochter enger oder weiter, sondern eher zwischen den anderen Personen. So lernt Antonia ihren Vater Franco besser bzw. von einer anderen Seite kennen und er ist es auch, der sich im Verlaufe der Handlung m.E. nach am meisten verändert, obwohl er eigentlich zu fast keinem Zeitpunkt im Mittelpunkt steht. Antonia lernt der Leser als selbstbewusste Frau kennen, die, auch wenn es schwierig wird, nicht so schnell aufgibt. Seltsam fand ich allerdings, dass sie zwar stets an ihr Ungeborenes denkt, jedoch kein Problem damit hat, zum Essen auch mal ein halbes Glas zu trinken. Ob die Autorin damit einen höheren Zweck befolgt oder es sich um eine kulturelle Sache handelt, hat sich mit letztlich nicht erschlossen.

Ein wunderbarer Roman über die Familie
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 25.09.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

So glücklich wir waren von Daria Bignardi erschienen 2016 im Insel Verlag Vor mehr als 30 Jahren verschwindet der Bruder von Alma spurlos. Alma leidet ihr ganzes Leben darunter. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist kann Alma endlich darüber reden. Antonia hat ihr Leben lang unter ihrer sehr verschlossenen Mutter gelitten. Die lebt lieber in... So glücklich wir waren von Daria Bignardi erschienen 2016 im Insel Verlag Vor mehr als 30 Jahren verschwindet der Bruder von Alma spurlos. Alma leidet ihr ganzes Leben darunter. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist kann Alma endlich darüber reden. Antonia hat ihr Leben lang unter ihrer sehr verschlossenen Mutter gelitten. Die lebt lieber in Ihrer Vergangenheit. Antonia will mehr über die Familie wissen. Was ist mit Ihrem Onkel passiert? Sie entschließt sich in den Heimatort ihrer Mutter nach Ferrara zu fahren. Antonia gerät in einen Sog der sie in die tiefsten Familiengeheimnisse zieht. Antonia wird nach ihrer Reise nicht mehr die sein die sie einmal war. Ein wunderbarer Roman über die Familie und was passiert wenn nicht geredet wird. Man kann nicht im jetzt ruhig leben, wenn man die Vergangenheit nicht kennt. Der Schreibstil ist poetisch und doch völlig klar. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise der man sich nicht mehr entziehen kann. Das Buch ist traurig und fröhlich, bitter und süß und einfach nur schön. Eine absolute Leseempfehlung.


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