Sörensen hat Angst

Kriminalroman

(5)
Tod am Koog: Ein verregneter Nordfriesland-Krimi Nach einigen Schicksalsschlägen lässt sich Kriminalhauptkommissar Sörensen von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzen. Denn er leidet unter einer Angststörung und hofft, dass der kleine Ort ihm ein ruhiges, beschauliches (Arbeits-)Leben bescheren wird. Doch Katenbüll ist grau und trostlos, es regnet permanent, die Einheimischen haben nicht gerade auf Sörensen gewartet. Und es kommt noch schlimmer. Gleich nach Sörensens Ankunft wird Bürgermeister Hinrichs tot im Pferdestall gefunden. Schon die ersten Blicke hinter die Kleinstadtkulisse zeigen dem Kommissar: Hier kann man es wirklich mit der Angst bekommen.
Rezension
Sven Stricker hat mit Sörensen eine wunderbar komplexe Figur geschaffen, mit der ich liebend gern durch den Regen gegangen bin. Weil er trotz all seiner Probleme versucht, seine Nase oben zu behalten. Man wird gern mit ihm nass, weil der Humor trocken bleibt. Spannend ist das alles auch noch. Sörensen ist einfach beängstigend gut.
Portrait
Sven Stricker wurde 1970 geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis, unter anderem 2009 für seine Hörspielbearbeitung und Regie des Romans 'Herr Lehmann' von Sven Regener. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter. Für 'Sörensen hat Angst' wurde Sven Stricker für den Glauser-Preis 2017 nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 18.12.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27118-2
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,1/12,6/2,7 cm
Gewicht 325 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 30.386
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Kundenbewertungen

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Düsterer Krimi mit skurrilen Typen und humorigem Unterton
von ech am 29.07.2016

Bei diesem Buch gelíngt dem Autoren eine gelungene Mischung aus einem düsteren Krimi mit einem humorvollen Unterton, der sich vor allem aus skurrilen Typen und herrlich absurden Situationen ergibt. Der Hamburger Kriminalkommissar Sörensen, der unter einer generallisierten Angststörung leidet, lässt sich ins scheinbar idyllische nordfriesische Katenbüll versetzen, um dort einen... Bei diesem Buch gelíngt dem Autoren eine gelungene Mischung aus einem düsteren Krimi mit einem humorvollen Unterton, der sich vor allem aus skurrilen Typen und herrlich absurden Situationen ergibt. Der Hamburger Kriminalkommissar Sörensen, der unter einer generallisierten Angststörung leidet, lässt sich ins scheinbar idyllische nordfriesische Katenbüll versetzen, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch schon kurz nach seiner Ankunft wird die Leiche des Bürgermeisters gefunden und plötzlich steckt Sörensen, der doch eigentlich nur seine Ruhe haben wollte, mitten in einer Mordermittlung. Dabei merkt er sehr schnell, das über dem Ort, der sich fest im Klammergriff einer Fleischfabrik mit dem schönen Namen "Fleischeslust" befindet, ein dunkles Geheimnis liegt, an dessen Aufdeckung niemand ein besonderes Interesse zeigt ... Steht in der ersten Hälfte des Buches noch eher der Humor im Vordergrund, so wandelt sich das Geschehen im weiteren Verlauf immer mehr hin zu einer düsteren Geschichte mit großer Tragik, die aber weiterhin durch einen humorvollen Unterton aufgelockert wird. Eine außergewöhnliche Mischung, die hier aber ein absolut stimmiges Gesamtbild ergibt.

spannender Krimi mit einem interessanten Ermittler
von janaka aus Rendsburg am 15.02.2016

S. 288 – "Regen, der zur Abwechslung humorlos in Schnüren auf den Asphalt klatscht." Gute Beschreibung des Wetters in Katenbüll. Eigentlich hatte es sich Kriminalhauptkommissar Sörensen auf seiner neuen Dienststelle etwas ruhiger vorgestellt. Verschiedene Schicksalsschläge haben bei ihm eine Angststörung hervorgerufen und nach einer längeren Auszeit lässt er sich vom... S. 288 – "Regen, der zur Abwechslung humorlos in Schnüren auf den Asphalt klatscht." Gute Beschreibung des Wetters in Katenbüll. Eigentlich hatte es sich Kriminalhauptkommissar Sörensen auf seiner neuen Dienststelle etwas ruhiger vorgestellt. Verschiedene Schicksalsschläge haben bei ihm eine Angststörung hervorgerufen und nach einer längeren Auszeit lässt er sich vom lauten Hamburg aufs ruhige Land nach Katenbüll/Nordfriesland versetzen. Aber wie immer im Leben, es kommt ganz anders. Gleich am ersten Tag wird er zu einem Tatort gerufen, der Bürgermeister ist tot in seinem Pferdestall aufgefunden worden. Das typisch norddeutsche trübe Wetter und die sturen Einwohner machen sein Leben und das Ermitteln nicht gerade leicht. Gute Unterstützung bekommt er von seinen neuen Kollegen KHM Jennifer Holstenbeck und KKA Malte Schuster. Schafft es Sörensen seine Angststörung in den Griff zu bekommen und kann er den Fall, trotz kaum Infos aus der Bevölkerung lösen? Mit "Sörensen hat Angst" hat der Autor Sven Stricker einen etwas anderen Regional-Krimi geschrieben. Die Angststörung des Kommissars steht ziemlich im Vordergrund, was aber nicht hinderlich für die Geschichte und die Spannung ist. Die Auslösung des Falles ist ein Blick in die menschlichen Abgründe und ist nichts für schwache Nerven. Mit seinem trockenen Humor und seinem lebendigen Schreibstil hat der Autor mich schnell in den Bann gezogen. Seine bildhaften Beschreibungen lassen mein Kopfkino starten, der Deich mit den Schafsköddeln, der Marktplatz und das urige Haus von Sörensen, aber auch die einzelnen Dorfbewohner bekommen ein Gesicht. Die Atmosphäre des Dorfes und seine Heimlichkeiten werden sehr gut dargestellt, immer wieder tauchen neue Tatsachen auf, teils sogar sehr grausame. Sörensen ist ein interessanter Ermittler, der trotz seiner Angststörung seinen Job sehr ernst nimmt. Zum Beispiel macht er sich mehr Sorgen um den kleinen Jan, der verschwunden ist, als dessen eigene Mutter. Und auch die anderen Charaktere haben ihren Charme und fügen sich gut in die Geschichte ein. Wie heißt Sörensen mit Vornamen? Das ist ein kluger Schachzug vom Autor, meine Neugierde wurde geweckt. Aber das Geheimnis wird hier nicht gelüftet. Nun hoffe ich auf eine Fortsetzung und das dann meine Neugierde gestillt wird. Fazit: Diesen etwas anderen aber spannenden Krimi aus dem hohen Norden kann ich nur jedem Krimi-Fan empfehlen. Von mir bekommt er auf jeden Fall 5 Sterne.

Krimi mit Humor und Tiefgang, spannend und absolut lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Arbon am 06.02.2016

Sörensen verlässt Hamburg fluchtartig. Von seiner Partnerin und Kind verlassen, an Angststörung leidend , will er in Katenbüll neu Anfangen, es ruhiger angehen und seine Ängste besiegen. Doch kaum angekommen, geschieht schon der erste Mord und bald wird klar..., hier will niemand hin, schon gar nicht freiwillig und wenn... Sörensen verlässt Hamburg fluchtartig. Von seiner Partnerin und Kind verlassen, an Angststörung leidend , will er in Katenbüll neu Anfangen, es ruhiger angehen und seine Ängste besiegen. Doch kaum angekommen, geschieht schon der erste Mord und bald wird klar..., hier will niemand hin, schon gar nicht freiwillig und wenn man noch keine Angst hatte, dann könnte man sie jetzt bekommen. Katenbüll ist eben nicht Bullerbü! Wie Sörensen es schafft innerhalb drei Tagen ein ganzes Dorf auf den Kopf zu stellen , so dass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt und tiefe menschliche Abgründe zum Vorschein kommen die schon Jahrelang geschlummert haben, das erzählt dieses Buch auf bewegende Art und Weise . Dabei halten sich die amüsanten Passagen mit den tragischen Geschehnissen grad so die Waage und man schwankt zwischen lachen und weinen, erfreut sich über die Situationskomik und ist beschämt über das, wozu Menschen im Stande sind zu tun oder zu unterlassen. Doch am Schluss ist man betroffen, denn aus solchen Geschichten muss man auch was lernen! Sörensen und alle anderen Personen wurden einfühlsam beschrieben, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und realitätsnah, da ist nichts übertrieben , da gibt es keine Hänger oder langweilige Stellen. Bei diesem Buch bleibt man am Ball und lässt hoffentlich alle Emotionen zu.