Sommerblau

Roman

(5)
Drei Frauen, drei Schicksale. Ein Sommer, der alles verändert.

Blaues Meer, der Himmel in azur und der beste Blaubeerkuchen von Maine: Der Sommer in Boothbay Harbor könnte nicht schöner sein. Doch Veronica, die in einem kleinen Diner arbeitet, kann keinen Sommer mehr genießen, seit sie vor vielen Jahren ihre neugeborene Tochter zur Adoption freigeben musste. Erst die Begegnung mit zwei Besucherinnen des kleinen Küstenstädtchens hilft ihr, wieder nach vorn zu blicken: Gemma, ungewollt schwanger, und Bea, auf der Suche nach ihrer Mutter. Im Laufe des Sommers werden die drei Frauen zu Freundinnen. Und entdecken, dass das große Glück manchmal nur einen kleinen Augenblick entfernt liegt.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 07.07.14
Mia March wusste schon mit ihrem Debüt "Der Sommer der Frauen" zu überzeugen. Nun liegt ihr zweites Buch vor ? "Sommerblau". Wieder eine gekonnte Mischung aus Liebe, Drama und Humor. Wie auch mit den anderen drei Sommerbücher, ab in den Strandkorb und lesen.
Portrait
Mia March lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort an der Küste von Maine. Ihr anrührender Debütroman «Der Sommer der Frauen» ist bei Simon & Schuster erschienen und verkaufte sich bislang in knapp 20 Länder.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 02.06.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-26856-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,2/12,6/3,7 cm
Gewicht 376 g
Originaltitel Finding Colin Firth
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Katharina Naumann, Juliane Pahnke
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Roman über Selbstfindung und Vergangenheitsbewältigung - vorhersehbare, leichte Lesekost
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 14.06.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Der zweite Roman nach "Der Sommer der Frauen" von Mia March spielt erneut in der Kleinstadt Boothbay Harbor. Im Vordergrund de Handlung steht dieses Mal allerdings nicht die Pension um die beiden Schwestern Isabel und June, die in diesem Roman nur in Nebenrollen in Erscheinung treten. Der Roman handelt... Der zweite Roman nach "Der Sommer der Frauen" von Mia March spielt erneut in der Kleinstadt Boothbay Harbor. Im Vordergrund de Handlung steht dieses Mal allerdings nicht die Pension um die beiden Schwestern Isabel und June, die in diesem Roman nur in Nebenrollen in Erscheinung treten. Der Roman handelt dennoch wieder um drei Frauen, die sich in dem Ort treffen. Veronica ist in Boothbay Harbor aufgewachsen, war dort als Teenager schwanger und hat ihr Baby damals zur Adoption freigegeben. Nun ist sie zurückgekehrt, um mit der Vergangenheit abzuschließen. Sie arbeitet als Kellnerin im örtlichen Diner und ist leidenschaftliche Kuchenbäckerin. Sie träumt von einem eigenen kleinen Laden, in welchem sie ihre "Glückskuchen", "Heilskuchen" oder "Schicksalskuchen" anbieten kann. Die 22-jährige Bea erfährt ein Jahr, nachdem ihre Mutter verstorben ist, dass sie adoptiert ist. Ihre leibliche Mutter hat ihre persönlichen Daten bei der Adoptionsbehörde immer wieder aktualisiert, weshalb Bea ihre Mutter kontaktieren könnte und auch davon ausgeht, dass ihre Mutter selbst gefunden werden möchte. Sie begibt sich also nach Boothbay Harbor, um mit Veronica in Kontakt zu treten. Gemma ist ungewollt schwanger und weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Sie ist mit Alex verheiratet, der sich riesig über diese Nachricht freuen würde, hat allerdings Angst, dass sie als Mutter ihre Karriere als Journalistin aufgeben muss. Sie nimmt sich zum Nachdenken eine Auszeit und begibt sich nach Boothbay Harbor in die Frühstückspension. Von der örtlichen Zeitung erhält sie den Auftrag über das "Heim der guten Hoffnung" zu schreiben, in welchem werdende Mütter Zuflucht finden können. Zentrales Thema des Romans ist Schwangerschaft bzw. Mutter-sein, mit dem sich alle drei Frauen in unterschiedlichen Perspektiven konfrontiert sehen. Während "Der Sommer der Frauen" auch eine Homage an die Schauspielerin Meryl Streep ist, schwärmt Veronica in "Sommerblau" für den britischen Schauspieler Colin Firth, der in Boothbay Harbor seinen neuesten Film dreht. "Sommerblau" ist ein durch drei unterschiedliche Schicksale, die in der kleinen Küstenstadt aufeinander treffen, unterhaltsamer Frauenroman. Wie schon in "Der Sommer der Frauen" störte mich auch an diesem Roman das etwas antiquierte Frauenbild, das die Autorin beschreibt. Die Befürchtung, dass eine Mutterschaft mit einem Dasein als kochende und backende Hausfrau gleichzusetzen ist, während der Mann genügend Einkommen für die ganze Familie nach Hause bringt, ist allgegenwärtig. Auch die Situation der Mädchen im "Heim der guten Hoffnung" ist nach 22 Jahren als aus der Familie verstoßene Schwangere anscheinend unverändert. "Sommerblau" ist ein Roman über Selbstfindung und Vergangenheitsbewältigung mit der Option auf ein versöhnliches Ende für alle Beteiligten - leichte Lesekost für die Sommerliege mit Happy-End-Garantie.

Sonne. Meer und Kuchen
von Estelle am 30.04.2017

Drei Frauen finden sich in Boothbay Harbor. Bea, die auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist. Veronica, die dort als Kellnerin arbeitet, ziemlich erfolgreich zusätzlich mit dem Backen von außergewöhnlichen Kuchen. Und Gemma, Journalistin, die gerade erfahren hat, dass sie ein Kind erwartet und sich von ihrem Mann und... Drei Frauen finden sich in Boothbay Harbor. Bea, die auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist. Veronica, die dort als Kellnerin arbeitet, ziemlich erfolgreich zusätzlich mit dem Backen von außergewöhnlichen Kuchen. Und Gemma, Journalistin, die gerade erfahren hat, dass sie ein Kind erwartet und sich von ihrem Mann und seiner Familie erdrückt fühlt. Sie alle sind auf der Suche nach ihrem weiteren Leben, nach der Erfüllung ihrer Wünsche und Träume. Sie ahnen nicht, dass dieser Sommer alles verändern wird. "Sommerblau" ist wahrlich ein Sommerroman. Die Beschreibungen des Küstenstädtchens haben mir sehr gefallen. Man meint, förmlich das Meer und die Möwen zu hören, selbst über die Promenade zu flanieren und das köstliche Eis zu essen oder im geschäftigen Diner zu sein. Aber damit beschäftigt sich die Geschichte natürlich nicht allein. Es geht um Selbstfindung, darum, zu erfahren, wer man ist und wohin man möchte. Und das ist kein einfacher Weg. Bea, das wird gleich zu Anfang klar, will erst einmal heimlich ihre Mutter beobachten, die Veronica ist. Diese hat nämlich bei der Adoptionsagentur ihren Namen und die Adresse hinterlassen und hofft, dass ihre Tochter, die sie als Teenie weggeben musste, mit ihr Kontakt aufnimmt. Doch das Aufeinandertreffen ist nicht einfach und voller aufgestauter Emotionen. Gemma hingegen ist sich nicht sicher, was sie von ihrer Schwangerschaft halten soll. Ihr Mann Alex hat ihr kurz vor der Abreise eröffnet, dass er ein Haus in der Nähe seiner Eltern kaufen möchte. Doch das will Gemma verhindern, denn sie hat auch noch ein Wörtchen mitzureden, wo sie leben möchte. Sie ist mit Leib und Seele Reporterin. Die Geschichte der drei Frauen war angenehm zu lesen, obwohl es auch ein paar Längen gab. Manchmal wurden auch uninteressante Aspekte beleuchtet, die nicht für die Handlung interessant waren, was ich schon überflüssig fand. Hier wäre weniger mehr gewesen. Auch wusste man, wie es ausgehen würde, aber das stört mich bei solchen Büchern nicht, denn man weiß als Leser schon, worauf man sich einlässt. Einige Happy Ends. Was ich auch mochte, war die Tatsache, dass dort ein Film mit Colin Firth gedreht wurde. Der Schauspieler, und ob er gesichtet wurde, war natürlich aufregend für die Leute der Stadt, das zentrale Thema überhaupt. Außerdem gefiel mir die Idee mit den ungewöhnlichen Kuchen, die Veronica gebacken hat, z. B. Liebes-, Glücks- oder Heilkuchen. Hier hätte ich mir am Ende noch die Rezepte dazu gewünscht, das wäre perfekt gewesen. Alles in allem ist "Sommerblau" ein Wohlfühlbuch, das aus dem Leben von starken Frauen erzählt, die ihre Wege finden, die nicht abseits voneinander liegen, sondern sie zusammengeführt haben. 3,5 Sterne.

3 starke Frauen, die ihren Weg gehen
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 02.06.2014

Seit einem Jahr ist Beas Mutter schon tot, als sie von ihr einen Brief erhält, den ihr eine Anwaltskanzlei schickte. In diesem Brief ihrer Mutter erfährt sie, dass sie von ihren Eltern adoptiert wurde. Sie kann es nicht fassen, dass sie ihr Leben lang von ihnen belogen wurde. Sie ringt... Seit einem Jahr ist Beas Mutter schon tot, als sie von ihr einen Brief erhält, den ihr eine Anwaltskanzlei schickte. In diesem Brief ihrer Mutter erfährt sie, dass sie von ihren Eltern adoptiert wurde. Sie kann es nicht fassen, dass sie ihr Leben lang von ihnen belogen wurde. Sie ringt lange mit sich, ob sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter machen soll oder nicht. Nach einem Anruf bei der Adoptionsstelle erfährt sie, dass diese ihre Kontaktdaten hinterlassen hat, so dass sie bei Bedarf gefunden werden kann. Schließlich wagt sie es und fährt nach Boothbay Harbor, wo ihre leibliche Mutter lebt. Ob sie allerdings den letzten Schritt noch wagen wird, weiß sie noch nicht. Gemma, verheiratet und mit Leib und Seele Journalistin, ist gerade entlassen worden. Sie ist schwanger und sie ist entsetzt darüber. Ihrem Mann hat sie noch nichts davon erzählt, obwohl sie weiß, dass er sich nichts sehnlicher wünscht. Damit würde er aber auch sein Vorhaben umsetzen wollen, in die Nähe seiner Eltern zu ziehen. Wenn Gemma sich alles vorstellen kann, das gehört nicht dazu. Als sie eine Einladung von Freundinnen aus Boothbay Harbor erhält, ein Wochenende bei ihnen zu verbringen, macht sie sich auf den Weg. Veronica, 38 Jahre alt, lebt seit einem Jahr wieder in Boothbay Harbor, dem Ort, wo sie geboren wurde und aufgewachsen ist. Sie ist vor Jahren, 16-jährig schwanger geworden. Als sie es ihren Eltern erzählte, brach für alle die Welt zusammen. Ihr Freund glaubte nicht, dass das Kind von ihm sei, ihre Eltern brachten sie gleich am kommenden Tag in ein Heim, wo ledige Frauen oder Mädchen ihre Kinder zur Welt bringen. Veronica war allein und gab nach der Geburt das Kind zu Adoption frei, darauf hoffend, dass es ein liebevolles Zuhause finden würde. Nun ist sie wieder zurück in ihrer Heimatstadt, noch immer ledig und sie bäckt Kuchen, Hoffnungskuchen, Seelenkuchen, Glückkuchen und andere. Sie selber hat die Hoffnung, dass ihre Tochter eines Tages nach ihr suchen wird ... Boothbay Harbor, Treffpunkt von 3 Frauen, wenn auch unwissentlich. Jede Frau hat ihr eigenes Schicksal und ihr eigenes Leben. Jede von ihnen hat Probleme zu bewältigen, die scheinbar unlösbar sind. Bea erfährt, dass sie adoptiert wurde, so dass ihr vorheriges Leben wie ein Lügenhaus zusammenbricht. Sie sieht ihre leibliche Mutter, ohne dass diese es auch nur ahnt. Anschließend ist sie sich nicht schlüssig, ob sie den Kontakt herstellen will oder nicht. Gemma, die Journalistin, erhält in dem Ort die Möglichkeit, für eine kleine Zeitung einen Artikel zu schreiben. Für sie die ideale Gelegenheit, noch etwas länger zu bleiben, sich nicht ihrem Problem mit der Schwangerschaft stellen zu müssen. Sie soll einen Artikel über das Heim der Guten Hoffnung schreiben, das demnächst seinen 50. Geburtstag feiern wird. Veronica hat sich in ihrem Heimatort neben ihrer Arbeit in einem Café auch aufs Kuchen backen spezialisiert. Es sind keine gewöhnlichen Kuchen. Die Menschen kommen auf sie zu und wünschen sich diese speziellen Kuchen, um ihren Mann zu halten, um Träume erfüllt zu bekommen oder ähnliches. Auch bietet sie Backkurse an, die sehr gut angenommen werden. Dabei lernt sie auch die Menschen von ihrer anderen Seite kennen, eine Seite, die sie aus ihrer Vergangenheit nicht von ihnen kannte. Es ist ein fantastisches Buch voller Liebe und Hoffnungen. Es werden Vergangenheiten aufgearbeitet, die zum Teil mit schlimmen Erinnerungen in den Köpfen vorherrschen. Es werden Lösungen gesucht, wo man keine Hoffnung mehr hat und eigentlich resignieren möchte. So viele Entscheidungen werden in diesem Buch getroffen, bei denen man als Leser mit gebangt und gehofft hat, dass alles gut ausgehen möge. Die Autorin beschreibt mit jedem Kapitel eine der drei Frauen, krempelt ihr Leben völlig um. Nach diesem Sommer, an dem die 3 Frauen sich kennenlernen wird nichts mehr so sein, wie es war. Es gibt viele positive überraschende Momente, wo ich als Leser dachte, na bitte, geht doch. Die Protagonistinnen sind alle sehr sympathisch und sehr glaubhaft dargestellt. Die Geschichte überzeugt mit ihren Themen, die aktuell und glaubhaft dargestellt sind. Mir bleibt nach diesem Buch nur noch eines zu tun, den Vorgänger zu lesen, denn "Der Sommer der Frauen" spielt ebenfalls in Boothbay Harbor. Man muss ihn aber nicht kennen, um dieses Buch zu lesen. Mich hat jedoch der Schreibstil der Autorin und der Roman so überzeugt, dass ich das andere unbedingt lesen muss. Eine Autorin, deren Namen ich mir merken werde. Dieses Buch voller Wärme, Hoffnung, Glauben und Liebe kann ich allen wärmstens empfehlen.