Sommernovelle

(17)
Es ist der Sommer, den sie nie vergessen werden. In ihren Ferien arbeiten zwei 15-jährige Schülerinnen auf einer Vogelstation direkt am Meer. Bei flirrender Hitze streifen sie über die Insel und lauschen den Trillergesängen der Austernfischer, sie trinken eisgekühlte Limonade, zählen Silbermöwen am Himmel und führen Kurgäste durch das schillernde Watt. Doch dann holt eine Realität sie ein, mit der sie nicht gerechnet hatten. Denn was geschieht, wenn man sich mitten in der Lebenslüge eines anderen Menschen befindet? Mit leuchtender Erzählkraft entführt Christiane Neudecker ihre Leser an die stürmische Nordsee, hinein in die Turbulenzen des Erwachsenwerdens – und in die Magie des Sommers von 1989.








Rezension
"Ein wunderbares Buch über das Erwachsenwerden." Gute Woche
Portrait
Christiane Neudecker, geb. 1974, studierte Theaterregie an der "Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch" und lebt als freie Schriftstellerin, Librettistin und Regisseurin in Berlin. 2005 erschien ihr begeistert aufgenommenes Erzähldebüt "In der Stille ein Klang", 2008 ihr erster Roman "Nirgendwo sonst", 2010 "Das siamesische Klavier - Unheimliche Geschichten". Sie wurde für ihr Schreiben mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Für den 2013 erschienenen Roman "Boxenstopp" erhielt sie das Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds, die 2015 erschienene "Sommernovelle" war NDR Buch des Monats. Seit 2001 arbeitet sie mit dem Künstlernetzwerk phase7 zusammen. Die Deutsche Oper Berlin eröffnete 2013 mit Neudeckers Libretto zu "Himmelsmechanik - eine Entortung" ihre Spielzeit.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 09.05.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71521-3
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/11,6/2 cm
Gewicht 204 g
Abbildungen 1 schwarzweisse Abbildungen
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Was bleibt? Die Freundschaft, der Wille, etwas bewirken zu wollen, die Liebe zur Natur und natürlich für den Leser ein verzauberndes Lesevergnügen. Christiane Neudecker ist ein anrührender Sommer- und Freundschaftsroman mit dem Lebensgefühl der 80er gelungen. Stilistisch perfekt wie der Flügelschlag eines Vogels.

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Christiane Neudecker ist eine vielseitige Frau. 1974 in Erlangen geboren, studierte sie in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Heute arbeitet sie sowohl als Regisseurin und Autorin. 2005 erschien ist erstes Buch beim Luchterhand Verlag. Es war ein Erzählband „In der Stille ein Klang“, der vom Feuilleton begeistert Christiane Neudecker ist eine vielseitige Frau. 1974 in Erlangen geboren, studierte sie in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Heute arbeitet sie sowohl als Regisseurin und Autorin. 2005 erschien ist erstes Buch beim Luchterhand Verlag. Es war ein Erzählband „In der Stille ein Klang“, der vom Feuilleton begeistert aufgenommen wurde. „Sommernovelle“ ist inzwischen ihr fünftes Buch. Ich selbst bin per Zufall auf dieses Buch aufmerksam geworden. Ein Kollege von mir war davon schon ganz angetan. Allerdings hat er mir das Buch als Adoleszenz-Roman beschrieben. Das hatte mich nicht so als Thema angesprochen. Doch vor Kurzem entdeckte ich in einer Werbezeitschrift eine kleine Besprechung, die mich dann doch auf das Buch neugierig gemacht hat. Und so bekommen Sie nun meine Besprechung:

Christine Neudecker erzählt in ihrer Novelle einen kurzen Zeitraum im Sommer 1989. Ihre beiden Protagonistinnen sind die fünfzehnjährigen Panda und Lotte. Die beiden sind schon seit Kindergartentagen beste Freundinnen. Sie sind aufgeweckt, stehen an der Schwelle des Erwachsenwerdens und interessieren sich sehr für ihre Umwelt. Tschernobyl ist noch nicht lange her, der saure Regen ist Gesprächsthema. Und so beschließen die beiden ihre Pfingstferien in einer Vogelstation auf Sylt zu verbringen. Diese wird von einem Professor geleitet, der eine Schar von Rentnern und Studenten um sich gescharrt hat. Es ist der erste Urlaub der beiden Mädchen ohne ihre Eltern. Ihre Zeit auf der Insel gestaltet sich anders als sie es sich gedacht hatten. Sie lernen Wattführungen mit interessierten Touristen zu machen und zählen Vögel und Gelege. Doch was diese Arbeit für die Umwelt wirklich bedeutet, können sie nicht erkennen. Doch es dreht sich natürlich nicht nur als um die Vögel. So ist da noch der Student Julian, in den sich eine der beiden Mädchen verliebt. Und der Rentner Hiller ist ein sehr interessanter Erzähler, der einer der beiden jungen Frauen interessante Einblicke vermittelt. Doch als der Professor endlich wieder eintrifft, ist es mit der Idylle vorbei.

Was mich an diesem Buch so unglaublich fasziniert hat, ist diese besondere Sprache der Autorin. Sie beschreibt die Landschaft, die Vögel und das Meer so poetisch und Bildhaft, dass man meint, direkt dort zu sein, den Wind in den Haaren zu spüren, das Gekreische der Möwen zu hören und das Salz auf den Lippen zu schmecken. Man bekommt ein Gespür für die Insel und das menschliche Miteinander in der kleinen Gruppe. Es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Jeder, der in den achtziger Jahren noch jung war, wird sich in diese Zeit zurückversetzt fühlen. Es war diese besondere Zeit, in der gerade die jungen Menschen sehr auf die Umwelt geachtet haben.

Ob diese so zart geschriebene Novelle auch etwas für die jungen Menschen heute ist, kann ich leider mangels Erfahrung nicht sagen. Aber ich selbst fand ihn einfach wunderschön! Und ich würde gerade jetzt sofort wieder Richtung Nordsee aufbrechen, wenn ich die Zeit dafür hätte!

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Zwei Wochen im Sommer 1989, die zwei kindlich engagierte Mädchen prägen und ernüchtert von den Erwachsenen reifen lassen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 12.06.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die beiden 15-jährigen Mädchen Panda und Lotte verbringen ihre Pfingstferien an der Nordsee auf einer Vogelstation. Sie sind voller Enthusiasmus und Engagement für die Umwelt und hatten sich vorgestellt, sich dort um kranke und verletzte Vögel kümmern zu können. Stattdessen ist es aber eine reine Forschungsstation, so dass ihre... Die beiden 15-jährigen Mädchen Panda und Lotte verbringen ihre Pfingstferien an der Nordsee auf einer Vogelstation. Sie sind voller Enthusiasmus und Engagement für die Umwelt und hatten sich vorgestellt, sich dort um kranke und verletzte Vögel kümmern zu können. Stattdessen ist es aber eine reine Forschungsstation, so dass ihre Aufgabe darin besteht, Vögel zu zählen oder Besucherführungen durch die Dünen zu machen. Es ist der Sommer 1989, aber dennoch ist Panda noch gedanklich mit den Auswirkungen der Katastrophe von Tschernobyl beschäftigt. Sie wollte eigentlich Vegetarierin werden, wüsste aber dann gar nicht, was sie noch essen soll, da sich sich kaum mehr an Salat und Beeren herantraut. Vor allem bei dem tiefgefrorenen Gemüse, das neuerdings sogar bis zur Haustür geliefert wird, ist sie skeptisch. Lotte und Panda sind in ihrem jugendlichen Leichtsinn naiv, aber gleichzeitig auch so vorbildhaft engagiert, wenn sie sich vorstellen, die Welt retten oder zumindest ein Stückchen besser machen zu wollen. Themen wie der Kalte Krieg, Umweltzerstörung oder Neonazismus belasten sie. Sie wollen sich dagegen stark machen - Müll einsammeln, gegen den Verkauf von Pelzen vorgehen oder sich bei der Antifa engagieren. Panda bewundert Hiller, den vogelkundigen Rentner, der wie Panda die Leidenschaft für Bücher teilt, während Lotte für den etwas älteren Julian schwärmt, der auch auf der Vogelstation arbeitet, allerdings ein Auge auf die Studentin Melanie geworfen hat. Als nach einigen Tagen des Aufenthalts vor Ort der Leiter der Vogelstation, der Forscher und Prof. Dr. Hansjörg Kupfer eintrifft, ändert sich die Stimmung schlagartig durch seine rüde Präsenz. Sein Befehlston und seine Art mit den Vögel umzugehen, lösen bei Panda ein Misstrauen aus, weshalb sie beginnt, seine Forschungsarbeit zu hinterfragen. Der Coming-of-Age-Roman von Christiane Neudecker hat zwar nicht viele Seiten, ist aber sehr dicht mit vielen klugen und nachdenklich machenden Sätzen aus der Sicht der Ich-Erzählerin Panda geschrieben. Trotz des Alters der Protagonisten ist es kein Jugendroman, sondern eher ein Roman, für diejenigen, die auch in den 80er-Jahren großgeworden sind und die Sorgen und Nöte von Panda und Lotte geteilt haben. "Sommernovelle" ist per Definition eine kurze Erzählung über zwei Wochen im Sommer, die die beiden Mädchen prägen und in welchem Panda und Lotte ein wenig ernüchtert von der Erwachsenenwelt reifer werde und erwachsener nach Hause zurückkehren.

Sommernovelle
von leseratte1310 am 18.06.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Panda und Lotte aus Süddeutschland wollen die Welt verbessern. Es ist 1989 und die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl liegt noch nicht lange zurück. Sie wollen auf einer Nordseeinsel Freiwilligendienst auf einer Vogelstation leisten. Die Station wird von einem Professor geleitet, der meist nicht anwesend ist. Außerdem ist dort eine bunt... Panda und Lotte aus Süddeutschland wollen die Welt verbessern. Es ist 1989 und die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl liegt noch nicht lange zurück. Sie wollen auf einer Nordseeinsel Freiwilligendienst auf einer Vogelstation leisten. Die Station wird von einem Professor geleitet, der meist nicht anwesend ist. Außerdem ist dort eine bunt gemischte Gruppe von Freiwilligen. Panda und Lotte sind 15 – nicht mehr Kind, aber auch nicht erwachsen. Sie sind noch auf der Suche, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Obwohl sie idealistisch sind, fühlen sie sich oft unsicher. Hiller hat eine besondere Beziehung zu Panda und unterstützt sie beim Zählen der Vögel. Lotto verliebt sich in den Studenten Julian. Die Mädchen lernen jeden Tag mehr. Sie beginnen, das zu hinterfragen was geschieht und werden damit erwachsener. Das bedeutet auch zu akzeptieren, dass es nicht nur Gutes und Angenehmes im Leben gibt. Dass vieles nur Schein ist, erkennen sie dann auch und treffen ihre Entscheidung. Wunderbar ist die Umgebung auf der Insel beschrieben. Mir kam es vor, als könnte ich den Wind und das Salz auf der Haut spüren. Sprachlich ist das Buch sehr bildhaft und poetisch. Die Atmosphäre dieser Zeit ist sehr gut nachzuempfinden. Die Personen sind auch sehr schön beschrieben, so dass ich mir gut ein Bild von ihnen machen konnte. Das Cover ist wundervoll und unterstreicht die Geschichte sehr gut. Diese bezaubernde, manchmal auch etwas wehmütige Novelle hat mir sehr gut gefallen und ich kann sie nur empfehlen.

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Inhalt: Pfingsten 1989: Lotte und Panda wollen die Welt verändern. Es ist die Zeit kurz vor der Wende, in der es für Jugendliche in der BRD vor allem Nord und Süd gab, nicht aber Ost und West. Deutschland liegt noch im Schatten der Wolke von Tschernobyl und jedes Gewitter bringt... Inhalt: Pfingsten 1989: Lotte und Panda wollen die Welt verändern. Es ist die Zeit kurz vor der Wende, in der es für Jugendliche in der BRD vor allem Nord und Süd gab, nicht aber Ost und West. Deutschland liegt noch im Schatten der Wolke von Tschernobyl und jedes Gewitter bringt sauren Regen. Die beiden Freundinnen sind sich einig: Sie wollen handeln. Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus Rentnern und Studenten leisten sie ökologischen Dienst in einer skurrilen Vogelstation. Da ist etwa Hiller, der vogelbesessene Pensionär, der Panda in sein Herz schließt und ihr beibringt, das Meer zu deuten und den Himmel zu lesen. Er fasziniert sie mit seiner Liebe zur Literatur und taucht mit ihr ein in die Legende von Rungholt, der tief in der Nordsee versunkenen Stadt. Lotte nähert sich dem attraktiven Julian an, der sie für erwachsener hält, als sie tatsächlich ist. Langsam aber fügen sich die Eigenheiten der Station zu einem entlarvenden Mosaik zusammen. Und den Mädchen stellt sich die Frage, wie viel Idealismus man sich als Erwachsener eigentlich bewahren kann. Mit leuchtender Erzählkraft entführt Christiane Neudecker ihre Leser an die stürmische Nordsee, hinein in die Turbulenzen des Erwachsenwerdens – und in die Magie eines unvergesslichen Sommers. (Lovelybooks Buchvorstellung) Meine Eindrücke: Christiane Neudecker, selbst Jahrgang 1974, zeichnet ein Landschaftsbild, das ich als Kind der späten 70er Jahre noch sehr gut kenne. Die Urlaubsinseln von damals hatten einen feinen Charme. Es gab noch keine riesigen Bettenburgen, niemand lief mit gesenktem Kopf auf ein Handydisplay starrend umher, und der Urlaub gestaltete sich einfach noch entspannt und ohne großartige, laute Vergnügungssucht. Was waren das schöne Zeiten... Wenn da nicht Katastrophen wie Tschernobyl, das Ozonloch, der kalte Krieg, die Algenplage, oder die explodierte Challenger gewesen wären. Über all diese Dinge macht sich die 15 jährige Panda während ihrer Zeit auf der Vogelstation ihre Gedanken. Sie genießt ihr Umwelt-Engagement auf der Insel sehr, aber ständig schweifen ihre Gedanken zu jenen Dingen ab, die sie zutiefst verunsichern, oder sagen wir besser, aufrütteln und gegen die sie gerne etwas tun würde. Doch nicht nur die politische Lage wühlt Panda auf, sondern auch die skurrile Vogestation, bei der man den Eindruck bekommen kann, es ginge nicht mit rechten Dingen zu. Was ist der fast nie greifbare, verantwortliche Professor für ein Mensch und warum ist er so distanziert? Eine wichtige Stütze für Panda ist Hiller, ein älterer Mann, der viel Erfahrung mit dem Vogelzählen hat. Hiller bringt ihr nicht nur das Vogelzählen bei, sondern auch was das Lesen angeht schwimmen die beiden auf einer Wellenlänge. So gibt er Panda ein literarisches Rätsel auf, das sich durch das Buch zieht. Auch Lotta macht ihre ganz eigenen Erfahrungen auf der Insel. Aber im Gegensatz zu Panda spielt sie eher eine untergeordnete, dennoch wichtige, Rolle. Die Leichtigkeit des Insellebens wechselt sich ab mit der Schwere von Pandas Gedanken. Man hört die Möwen schreien, die Wellen rauschen, aber es knistert hier und da auch ganz bedrohlich. Das Gefühlswirrwarr von 2 Jugendlichen spiegelt sich auf eine sehr feine Weise im Text wieder, der munter zwischen wundervollen Landschaftsbeschreibungen, verwirrenden zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Zeitgeschehen von damals pendelt. Die Situation auf der Vogelstation wird immer vertrackter, gleichzeitig schlägt auch die Stimmung des Buches um, genau wie das Wetter auf der Insel. Es wird melancholisch, düster und geheimnisvoll. Eine ganz eigene Dynamik entwickelt sich. Man ist einfach nur gefesselt von der Erzählweise. Am Ende löst sich die Geschichte auf sehr sensible weise auf. Einiges wird zu Ende erzählt. Zu vielen Dingen muss man sich aber noch seine eigenen Gedanken machen. Teilweise offene Enden, die mich sonst stören kann ich hier tatsächlich zulassen, denn das Ende ist ist wundervoll geschrieben. Fazit: Man ist als Leser mitten drin. Es ist spannend, wildromantisch, aber auch schwermütig. Ich kann als Leser die alten Zeiten noch einmal aufleben lassen. Kein Handy, kein internet, dafür aber noch Anrufe bei den Eltern, wenn man etwas wissen möchte, oder einfach der Blick ins Lexikon. Eine Zeit in der man sich Wissen noch erarbeiten musste und es nicht mit einem Mausklick vor der Nase hatte. Andererseits gab es aber auch die schweren politischen Kriesen und Umweltkatastrophen. War das wirklich nur damals eine so spezielle, aufwühlende Zeit, oder passiert heute genau so viel Dramatisches, und man bekommt es einfach nicht mehr so mit? Wie sehen die heutigen Jugendlichen die Welt? Etwa genau wie Panda in diesem Buch und wie wir als wir jung waren? Das Buch gibt mir solche Fragen auf, weil es nicht einfach nur eine Sommerlektüre ist, sondern viel, viel mehr. Ich möchte gar nicht aufhören über das Buch zu schreiben, aber am besten ist es doch, wenn man sich selbst ein Bild macht, oder? Eine klare Leseempfehlung für diesen poetischen und einfühlsamen „Retro-Roman“ an alle, die die alten Zeiten noch wertzuschätzen wissen oder an jüngere Menschen, die einmal kurz in die Gedankenwelt der 80er Jahre eintauchen möchten. :-)


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