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Soziale Konstruktionen in Schule und Unterricht

Zu den Kategorien Leistung, Migration, Geschlecht, Behinderung, Soziale Herkunft und deren Interdependenzen

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In der Schule treffen Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Voraussetzungen aufeinander. In Bezug auf diese Unterschiede stellen die AutorInnen die sozialkonstruktivistische Perspektive und ihre Implikationen für die pädagogische Arbeit in der Schule dar. Dabei werden Kategorien wie Geschlecht, Ethnizität, Behinderung und soziale Herkunft nicht als gegeben angesehen, sondern als interaktionale Konstrukte verstanden.
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Beschreibung

Produktdetails


Format PDF i
Herausgeber Karin Bräu, Christine Schlickum
Kopierschutz kein Kopierschutz i
Seitenzahl 322, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783847408338
Verlag Verlag Barbara Budrich
eBook
31,99
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herausragender Sammelband
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 09.12.2015

Mit dem im Oktober 2015 erschienenen Sammelband von „Soziale Konstruktion in Schule und Unterricht. Zu den Kategorien Leistung, Migration, Geschlecht, Behinderung, Soziale Herkunft und deren Interdependenzen“ gelingt es den Herausgeberinnen Bräu/Schlickum, die konstruktivistische Perspektive im schulischen Kontext zu verorten und sowohl Studierenden als auch erfahreneren Wissenschaftler*innen einen Überblick über... Mit dem im Oktober 2015 erschienenen Sammelband von „Soziale Konstruktion in Schule und Unterricht. Zu den Kategorien Leistung, Migration, Geschlecht, Behinderung, Soziale Herkunft und deren Interdependenzen“ gelingt es den Herausgeberinnen Bräu/Schlickum, die konstruktivistische Perspektive im schulischen Kontext zu verorten und sowohl Studierenden als auch erfahreneren Wissenschaftler*innen einen Überblick über Theorie und Empirie zu bieten. Zu Beginn der drei Kapitel des Sammelbandes steht je ein Einführungsartikel. Diese geben einen guten Überblick über den Stand der Forschung. Sie sind mit solch einer Fülle an Literaturverweisen versehen, dass Studierende zahlreiche Anregungen zum Weiterlesen erhalten. Besonders hervorzuheben ist der Einführungsartikel von Karin Bräu, der zu Beginn des Sammelbands steht. Bräu gelingt es nicht nur, die konstruktivistische Perspektive facettenreich in Bezug auf die Organisation Schule und die unterrichtliche Praxis darzustellen, sondern sie tut dies in so einer anschaulichen und leicht verständlichen Art und Weise, dass sich bisher wenig konstruktivistisch geschulte Studierende gut in das Thema und damit in den Sammelband einfinden können. Die weiteren Fachartikel in den einzelnen Kapiteln verknüpfen zum größten Teil theoretische Überlegungen zum Konstruktivismus mit aktueller, empirischer Forschung. So wird für Studierende verständlich, wie zentrale Annahmen des Konstruktivismus in der Bildungsforschung operationalisiert werden können. Durch die zum Teil sehr spezifischen Ausrichtungen der Fachartikel können Studierende ihrem Studieninteresse entsprechend recherchieren. Im Sammelband wird ein Fokus auf die Konstruktion der Kategorie „Geschlecht“ gelegt (insgesamt fünf Artikel). So ist es einerseits möglich, sich intensiv mit den Fragen der Konstruktion von Geschlecht in Schule und Unterricht auseinanderzusetzen. Andererseits wurde diese Kategorie bereits sehr intensiv erforscht, sodass eine Schwerpunktsetzung im Rahmen dieses Sammelbandes nicht nötig gewesen wäre. Das Unterkapitel über die Interdependenzen der konstruierten Kategorien entspricht nicht den Erwartungen, die durch den Titel des Sammelbandes hervorgerufen werden. Lediglich ein einführender und ein Fachartikel sind unter dem Schlagwort „Intersektionalität – Interdependenz“ zu finden. Der Fachartikel von Thielen aus dem Bereich der beruflichen Bildung ist inhaltlich verständlich, anschaulich und fundiert geschrieben. Jedoch erschließt sich die Einordnung unter dem Schlagwort „Intersektionalität“ den Lesenden kaum, da ein expliziter theoretischer Verweis auf die Frage nach der Interdependenz von Kategorien fehlt. Hier wäre eine Veröffentlichung in dem Unterkapitel „Migrationshintergrund“ stimmiger gewesen. Insgesamt ein herausragender Sammelband, der als Einführung zu dem Themenkomplex „soziale Konstruktionen in der Schule“ für Studierende, Lehrende und Praktiker*innen sehr zu empfehlen ist.

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