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Stich-Worte

Ausges. v. Uwe Johnson

Stich-Worte aus dem Werk von Max Frisch versammelt dieser Band, der 1975 als Jubiläumsbuch zum 25jährigen Bestehen des Suhrkamp Verlags erschien und damals nur während einer einzigen Woche erhältlich war. Was Uwe Johnson mit dieser Sammlung vorhatte, ist aus seinem Vorwort zu erfahren: Es ging ihm vor allem darum, »aus Stichworten eine Biographie von Max Frisch herzustellen, nicht mit den üblichen Lebensdaten, sondern mit solchen, die verwirklicht wurden im Umgang mit der heimatlichen wie der deutschen Sprache, in Versuchen mit Liebe, in Verletzungen durch die Liebe, in der Ausübung von Berufen, im Nachdenken über die eigene Nation und in Bitten an sie, in Besuchen bei den Deutschen, Leben und Reisen in anderen Ländern, im Suchen nach einer eigenen Wirklichkeit, im unablässigen Suchen nach einer Manier, mit der die Menschen miteinander auskommen können«.
»Uwe Johnson gelingt es«, schreibt Die Zeit, »etwas von der geistigen Unruhe dieses Schriftstellers lebendig zu erhalten, der in Montauk die Einsicht formulierte: ›Leben ist langweilig, ich mache Erfahrungen nur noch, wenn ich schreibe.‹
Portrait

Zeittafel
1911

Am 15. Mai in Zürich geboren. Vater: Franz Bruno Frisch (1871-1932), Baumeister und Architekt (Selbststudium). Mutter: Karolina Bettina Frisch, geb. Wildermuth (1875-1966). Geschwister: Emma Elisabeth (1899-1972) aus erster Ehe des Vaters; Franz (1903- 1978).

1924

Eintritt in das Kantonale Realgymnasium. Prägende Theatererlebnisse am Schauspielhaus Zürich.

1930

Beginn des Germanistik-Studiums an der Universität Zürich.

1931

Rekrutenausbildung in Thun. Erste Veröffentlichung im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

1932

Überraschender Tod des Vaters. Freier Mitarbeiter der NZZ und weiterer Zeitungen und Zeitschriften.

1933

Von Februar bis Oktober: Reisen durch Ost- und Südosteuropa. Längerer Aufenthalt in Dubrovnik.

1934

Erste Buchveröffentlichung: der Roman Jürg Reinhart erscheint in der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart. An der Universität Zürich Bekanntschaft mit Käte Rubensohn, die als Jüdin in Berlin nicht mehr studieren darf.

1935

Im April und Dezember Reisen nach Deutschland, zum Teil zusammen mit Käte Rubensohn.

1936

Beginn des Studiums der Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich.

1937

Das zweite Buch erscheint (ebenfalls in der Deutschen Verlags-Anstalt): Antwort aus der Stille. Eine Erzählung aus den Bergen (Neuausgabe 2009)

1938

Ende der Beziehung mit Käte Rubensohn.

1939

Mit Kriegsbeginn aktiver Dienst als Kanonier; bis 1945 leistet Frisch insgesamt 650 Diensttage.

1940

Blätter aus dem Brotsack: Diese Notizen aus dem Alltag eines Soldaten (»geschrieben im Grenzdienst 1939«) erscheinen im Atlantis-Verlag, Zürich. August: Diplom der ETH Zürich als Architekt.

1941

Beginn der Freundschaft mit der ehemaligen Studienkollegin Gertrud (Trudy) Constanze von Meyenburg. Anstellungen in Architekturbüros.

1942

Hochzeit mit Trudy von Meyenburg: Trauung in Witikon bei Zürich am 30. Juli.

1943

Geburt der Tochter Ursula. Gewinner des Architekturwettbewerbs um den Bau des städtischen Freibads Letzigraben in Zürich. Gründung eines eigenen Architekturbüros. Im Atlantis-Verlag erscheint der Roman J'adore ce qui me brûle oder Die Schwierigen (Neuausgabe unter dem Titel Die Schwierigen oder J'adore ce qui me brûle 1957 und 2010).

1944

Geburt des Sohnes Hans Peter. Innerhalb weniger Wochen entsteht das erste Theaterstück Santa Cruz (UA am 7. März 1946).

1945

Das Theaterstück Nun singen sie wiederwird am 29. März am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Im Atlantis-Verlag erscheint der Prosatext Bin oder Die Reise nach Peking. Dramenpreis der Welti-Stiftung für Santa Cruz

1946

Erneute Reisen durch Deutschland. Uraufführung von Die Chinesische Mauer(10. Oktober).

1947

Baubeginn des Freibads Letzigraben. Reisen durch Deutschland und Italien sowie nach Prag. Das Tagebuch mit Marion erscheint im Atlantis-Verlag. Bekanntschaft mit Bertolt Brecht, Friedrich Dürrenmatt und Peter Suhrkamp.

1948

Reisen nach Wien, Paris und Warschau. Teilnahme am Congrès mondial des intellectuels pour la paix in Wroclaw (Breslau).

1949

Uraufführung von Als der Krieg zu Ende waram Schauspielhaus Zürich (8. Januar). Geburt der Tochter Charlotte. Eröffnung des Freibads Letzigraben.

1950

Das Tagebuch 1946-1949erscheint in dem von Peter Suhrkamp gegründeten Suhrkamp Verlag, wo fortan alle Bücher von Frisch publiziert werden.

1951

Uraufführung der Moritat Graf Öderland am Zürcher Schauspielhaus (10. Februar). Einjähriger Aufenthalt als Stipendiat der Rockefeller-Stiftung in den USA, Reise nach Mexiko.

1952

Verlängerung des Amerika-Stipendiums, Aufenthalt vor allem in New York. Noch in den USA entstehen das Theaterstück Don Juan oder die Liebe zur Geometrie und Vorstufen des Romans Stiller

1953

Der Bayerische Rundfunk sendet Frischs Hörspiele Herr Biedermann und die Brandstifter (26. März) und Rip van Winkle (16. Juni). Gleichzeitige Uraufführung von Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie am Berliner Schiller-Theater und am Schauspielhaus Zürich (5. Mai).

1954

Der Roman Stiller erscheint. Trennung von der Familie.

1955

Verkauf des Architekturbüros. Wilhelm-Raabe-Preis der Stadt Braunschweig. Erstaufführung der zweiten Fassung der Chinesischen Mauer im Theater am Kurfürstendamm in Berlin (28. Oktober). Letzter Besuch bei Brecht in Ost-Berlin, Begegnung mit Günter Grass in Zürich.

1957

Der Roman Homo faber erscheint. Reise in die arabischen Staaten.

1958

Uraufführung von Biedermann und die Brandstifter. Ein Lehrstück ohne Lehre am Schauspielhaus Zürich (29. März). Bekanntschaft mit Ingeborg Bachmann. Georg Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Literaturpreis der Stadt Zürich.

1959

Scheidung der Ehe mit Trudy Frisch-von Meyenburg.

1960

Wohnsitz in Rom (bis 1965), zunächst gemeinsam mit Ingeborg Bachmann.

1961

Zum 50. Geburtstag Griechenlandreise mit Ingeborg Bachmann. Uraufführung von Andorra am Schauspielhaus Zürich (2. November).

1962

Bekanntschaft mit Uwe Johnson, Beginn der Beziehung mit der Studentin Marianne Oellers.

1964

Der Roman Mein Name sei Gantenbein erscheint. Kauf und Umbau eines Hauses in Berzona (Tessin).

1965

Reise nach Israel zur Entgegennahme des Man's Freedom-Prize in Jerusalem. Übersiedlung nach Berzona, zusammen mit Marianne Oellers.

1966

Erste Reise in die Sowjetunion. Entgegnung auf die Rede Literatur und Öffentlichkeit des Germanisten Emil Staiger mit dem Beitrag Endlich darf man es wieder sagen; die Debatte, die sich fortsetzt, wird als »Zürcher Literaturstreit« bekannt. Tod der Mutter.

1968

Biografie: Ein Spiel wird am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt (1. Februar). Zweite Reise in die Sowjetunion: Teilnahme am Schriftsteller-Kongress in Gorki. Heirat mit Marianne Oellers.

1970

Reise in die USA, Besuch im Weißen Haus. Austritt aus dem Schweizerischen Schriftsteller-Verband; Gründung der »Gruppe Olten«.

1971

Aufenthalt in New York von Februar bis Juni, Vorlesungen an der Columbia University über Problems of style and expression. Der ursprünglich für das Tagebuch 1966-1971 geschriebene Text Wilhelm Tell für die Schule erscheint als Buch.

1972

Das Tagebuch 1966-1971 erscheint. Kauf einer Wohnung in Berlin-Friedenau.

1974

Das Dienstbüchlein mit Erinnerungen an die Militärzeit erscheint. Großer Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung.Erneuter USA-Aufenthalt.

1975

Die autobiographische Erzählung Montauk erscheint. Auf Einladung des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt Reise mit dessen Delegation nach China.

1976

Aus Anlass des 65. Geburtstags erscheinen Gesammelte Werke in zeitlicher Folge (zunächst sechs Bände). Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

1979

Triptychon. Drei szenische Bilder (Hörspielfassung am 15. April 1979 urgesendet; deutschsprachige Erstaufführung am 1. Februar 1981 in Wien). Die Erzählung Der Mensch erscheint im Holozän erscheint. Scheidung der Ehe mit Marianne Frisch. Gründung der Max Frisch-Stiftung.

1981

Kauf eines Lofts in New York (1984 wieder verkauft). Aufbau des Max Frisch-Archivs an der ETH in Zürich. Im November zwei Vorlesungen am City College of New York.

1982

Die Erzählung Blaubart erscheint.

1983

Eröffnung des Max Frisch-Archivs im April. Die Sammlung Forderungen des Tages erscheint: mit Porträts, Skizzen, Reden aus den Jahren 1943 bis 1982. Beginn der Beziehung mit Karin Pilliod.

1986

Aus Anlass des 75. Geburtstags erscheint ein siebter Band der Gesammelten Werke. Rede bei den Solothurner Literaturtagen: Am Ende der Aufklärung steht das Goldene Kalb.

1987

Reise nach Moskau, Einladung zum »Forum für eine atomwaffenfreie Welt und das Überleben der Menschheit«.

1989

Der Dialogtext Schweiz ohne Armee? Ein Palaver erscheint im Jahr der Volksabstimmung über die Abschaffung der Schweizer Armee; eine Bühnenfassung mit dem Titel Jonas und sein Veteran wird in Zürich (19. Oktober) und Lausanne (20. Oktober, französisch) uraufgeführt. Heinrich Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.

1990

Im März Diagnose einer Krebserkrankung. Fichen-Affäre in der Schweiz: Aufdeckung einer umfangreichen Bespitzelung Schweizer Bürger durch die Behörden.

1991

Max Frisch stirbt am 4. April in Zürich.

1998

Der Briefwechsel mit Friedrich Dürrenmatt erscheint.

1999

Der Briefwechsel 1964-1983 mit Uwe Johnson erscheint.

2000

Der Briefwechsel mit der Mutter aus dem Jahr 1933 erscheint unter dem Titel »Im übrigen bin ich immer völlig allein«.

2008

Die beiden im November 1981 am City College of New York gehaltenen Poetikvorlesungen werden in dem Band Schwarzes Quadrat veröffentlicht.

2010

Ein nachgelassenes Tagebuchfragment aus den Jahren 1982/83 erscheint unter dem Titel Entwürfe zu einem dritten Tagebuch

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Uwe Johnson
Seitenzahl 254
Erscheinungsdatum 28.07.1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-39228-7
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 180/110/20 mm
Gewicht 227
Auflage 2
Buch (Taschenbuch)
12,00
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