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Stille Nacht

Erzählung

(6)
Die letzten Töne des Liedes hallten nach. Dann war es still in der Kirche. Die Leute sahen mit großen Augen zur Krippe hin. Endlich kamen Einzelne und bedankten sich. Es wurden immer mehr, sie wollten unbedingt Josephs Hand schütteln und die von Franz.
"Stille Nacht, heilige Nacht" - am Heiligabend 1818 erklang das Lied zum ersten Mal. Heute gilt es als das bekannteste Weihnachtslied der Welt. Eingewoben in eine Erzählung voller Licht und Schatten, Brüche und Versöhnung erzählt Titus Müller, wie es entstand.
´Stille Nacht, heilige Nacht´ ist eines der erfolgreichsten Lieder der Welt. Und immer wieder berührt es die Menschen, die es singen. Wo kommt es her? Und wem verdanken wir den Text und die Melodie? Das hat mich interessiert. Titus Müller
Portrait
Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaft und Publizistik. 1998 begründete er die Literaturzeitschrift "Federwelt". 2002 war er Mitbegründer des Autorenkreises Historischer Roman "Quo vadis". Im gleichen Jahr veröffentlichte er, 24 Jahre jung, seinen ersten Roman. Titus Müller wurde mit dem C. S. Lewis- Preis und den Sir Walter-Scott-Preis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86334-074-2
Verlag Adeo Verlag
Maße (L/B/H) 193/134/20 mm
Gewicht 256
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Ich glaube, es gibt dort Menschen, denen ich etwas geben kann.
von LEXI am 08.12.2015

„Ich glaube, es gibt dort Menschen, denen ich etwas geben kann.“ Diese Worte richtet der Musiker, Theologe, Dichter und Hilfspriester Joseph Mohr bei einem Besuch an seine an Lungentuberkulose erkrankte Mutter. Der ausgeglichene, freundliche Mann mit der wunderschönen Stimme hat seine Liebe zur Musik von seinem Vater Franz geerbt, den... „Ich glaube, es gibt dort Menschen, denen ich etwas geben kann.“ Diese Worte richtet der Musiker, Theologe, Dichter und Hilfspriester Joseph Mohr bei einem Besuch an seine an Lungentuberkulose erkrankte Mutter. Der ausgeglichene, freundliche Mann mit der wunderschönen Stimme hat seine Liebe zur Musik von seinem Vater Franz geerbt, den er niemals kennenlernen durfte. Joseph Mohrs zwangloser Umgang mit der Bevölkerung ist vor allem seinem direkten Vorgesetzten ein Dorn im Auge, und dieser begegnet ihm mit starkem Argwohn und Ablehnung. Doch Mohrs Predigten vermögen es, die Menschen für ihn zu begeistern… „Vielleicht ist das Leben mit Gott wilder und abenteuerlicher, als wir denken. ER verspricht keine Sicherheit und keinen behäbigen Komfort. Der Großteil unserer Gebete drehte sich darum, aber Jesus sagt: Es bringt nichts, wenn ihr euch den ganzen Tag Sorgen über das Morgen macht. Euch entgeht dabei der Blick auf das Größere auf dieser Erde, der Blick auf Gott.“ Auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist Joseph Mohr das große Glück beschert, seinen gleichnamigen Großvater Joseph zu finden, den er in Folge so oft wie möglich in seiner kleinen Keusche in den Bergen besucht. Während sein Enkel ihm zur Hand geht, legt der schweigsame Greis seine ruppige Art nach und nach ab und lässt diesen an den Erinnerungen teilhaben, erzählt von seinem Sohn Franz und dessen große Verbundenheit mit der Musik. Den beiden Männern waren einige wenige kostbare Wochen des Kennenlernens und der Gemeinsamkeit vergönnt, bevor der alte Mann starb. Nach dessen Tod entsteht in einer stillen, einsamen Stunde im Pfarrhaus und in Gedanken an Weihnachten der Text zu einem Lied, das in Folge überall in der Welt von Millionen Menschen gesungen wird. Im Buch wird dem Leser auch der Musiker und Organist Franz Gruber vorgestellt, der zum einzigen und besten Freund Joseph Mohrs werden sollte. Er war es auch, der diesem weltberühmten Text eine Melodie schenkte, und gemeinsam tragen sie das Lied im Anschluss an einen Weihnachtsgottesdienst zum ersten Mal der Bevölkerung vor. Titus Müller bringt in diese Erzählung auch die Geschichte einer zerrütteten Ehe ein, in der Joseph Mohr in seiner Funktion als Priester versucht, die beiden Eheleute Sophie und Karl Jüttner zur Versöhnung zu bewegen. Durch diesen Erzählstrang erfährt man viel vom harten, entbehrungsreichen Leben der Bevölkerung, insbesondere vom Leben der Schiffer, zu denen auch Karl zählt. „Stille Nacht“ nimmt nicht nur durch seine Geschichte über die Entstehung des berühmtesten Weihnachtsliedes, sondern auch durch seinen wunderschönen Schreibstil für sich ein. Am Ende des dünnen Büchleins berichtet der Autor über die historischen Hintergründe und gibt einige Fakten preis. Hier erfährt der Leser biografische Details, die Titus Müllers Geschichte perfekt abrunden. Ich kann diese Erzählung, die noch dazu mit einem ansprechenden und edel wirkenden Buchcover aufwartet, jedem weiter empfehlen, der sich für die Entstehungsgeschichte dieses Liedes sowie dessen „Geburtshelfer“ interessiert. „Stille Nacht“ war eine eindrucksvolle und sehr informative Lektüre, die zudem auch das Herz berührt.

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Eine kleine Perle
von Smilla507 aus Rheinland Pfalz am 17.09.2015

Das Lied „Stille Nacht“ ist in eines der bekanntesten Weihnachtslieder, es wird in vielen Ländern und Sprachen gesungen. Aber wer hat es geschrieben und wie ist es entstanden? Titus Müller hat einen kleinen, historischen Roman mit biografischen Hintergründen zu Joseph Mohr geschrieben – einem katholischen Priester, der in Österreich... Das Lied „Stille Nacht“ ist in eines der bekanntesten Weihnachtslieder, es wird in vielen Ländern und Sprachen gesungen. Aber wer hat es geschrieben und wie ist es entstanden? Titus Müller hat einen kleinen, historischen Roman mit biografischen Hintergründen zu Joseph Mohr geschrieben – einem katholischen Priester, der in Österreich lebte. Unehelich geboren befindet er sich zunächst auf der Suche nach seinen familiären Wurzeln. 1818 tritt er eine Stelle in Österreichisch Laufen an. Viele Menschen lebten dort damals von der Flussschifffahrt, die Familien waren lange Zeit voneinander getrennt, weil die Männer auf den Schiffen unterwegs waren. Joseph bekommt hautnah mit, welche Zerreißprobe dies für manche Familien werden kann. Joseph ist ein leidenschaftlicher Musiker, was nicht überall auf Gegenliebe stößt. Einer seiner Vorgesetzten schreibt sogar einen Beschwerdebrief nach Salzburg. Doch der Musiker in ihm lässt sich nicht unterkriegen. Stattdessen musiziert er weiter und letztendlich kommt es an Weihnachten 1818 zur „Uraufführung“ des weltbekannten Weihnachtsliedes... Wie man es von Titus Müller nicht anders kennt fließen sehr viele historische Feinheiten und Wissen über das damalige Leben in die Handlung ein. So erfährt man einiges über die Flussschifffahrt, über einen kriegsgebeutelten Landstrich, verarmte Bürger und den Aberglauben, der damals zum Alltag dazu gehörte. Manches ließ mich sogar auflachen, weil es aus heutiger Sicht ziemlich komisch klingt. Auch wenn dieses Büchlein als Weihnachtsbuch vermarktet wird ist es nach meinem Empfinden gar nicht sooo weihnachtlich. Natürlich geht es um ein Weihnachtslied, aber dadurch, dass die Handlung nicht nur in der Weihnachtszeit stattfindett, geht wahrscheinlich ein wenig „Weihnachtsfeeling“ verloren. Aber das störte mich nicht. Optisch ist „Stille Nacht“ ein kleines Highlight, mit den Noten und der leicht glänzenden, glitzernden Oberfläche. Auch innen zieren Noten die Kapitelanfänge. Hinten gibt es eine kleine Zusammenfassung über Joseph Mohrs Biografie. Schon während des Lesens kam in mir der Wunsch auf zu wissen was Fakt ist und was nicht. Dem kam der Autor erfreulicherweise nach. Fazit: Es gibt dicke Wälzer, über die ich manchmal nichts zu schreiben weiß. Und dann gibt es so kleine Perlen, wie „Stille Nacht“, in die man hineintaucht und so viel Input hat (positiv gemeint), dass ich seitenweise darüber schreiben könnte. Ich kann nur sagen: Einfach lesen – egal zu welcher Jahreszeit!

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Ein großartiges Lesevergnügen einer kleinen Erzählung!
von Monika Schulte aus Hagen am 13.12.2016

„Stille Nacht, heilige Nacht“ - ein Weihnachtslied, das längst Weltruhm erreicht hat, doch wer steckt eigentlich dahinter? Wie ist das Lied überhaupt entstanden? Wer hat den Text geschrieben und wer die Musik an sich? Joseph Mohr, ein Hilfspriester, tritt eine Stelle in Österreichisch Laufen an. Nicht alle sind dem... „Stille Nacht, heilige Nacht“ - ein Weihnachtslied, das längst Weltruhm erreicht hat, doch wer steckt eigentlich dahinter? Wie ist das Lied überhaupt entstanden? Wer hat den Text geschrieben und wer die Musik an sich? Joseph Mohr, ein Hilfspriester, tritt eine Stelle in Österreichisch Laufen an. Nicht alle sind dem jungen Priester wohl gesonnen, wurde er doch unehelich geboren. Ein Fürsprecher hat einst ermöglicht, dass er die nötigen Schulen besuchen konnte. Er lernt seinen Großvater kennen, einen mürischen alten Mann, doch Joseph gibt nicht auf. Er will mehr über den alten Mann und seinen Sohn, Josephs Vater, wissen. Der alte Mann taut auf und beginnt zu erzählen, doch den beiden bleibt nicht mehr viel Zeit füreinander. Das Leben bei den Flussschiffern ist hart. Die Männer sind oft lange unterwegs, die Frauen müssen die Familie durchbringen. Ein hartes Leben voller Entbehrungen und Armut. Joseph Mohr kümmert sich um die Menschen. Seine Predigten sind nicht gewöhnlich. Er liebt zudem die Musik. Zusammen mit seinem Freund Franz Gruber lässt er sich auch schon mal von der Musik verführen. So dauert es auch nicht allzu lang, bis ein Kirchenmann sich über den jungen Priester beschwert, doch Joseph lässt sich unterkriegen. Und eines Tages schreibt er einen Liedtext, das Lied von der „Stillen Nacht“. Franz Gruber schreibt die Musik dazu. Als 1818 am Heiligabend zum ersten Mal das Stück erklingt, sehen die Menschen mit großen Augen zur Krippe. Dieses Lied hat von der Aufführung an die Menschen berührt. Sie kommen zu Joseph und Franz und wollen ihnen die Hände schütteln. Von dort an geht das Lied um die Welt. „Stille Nacht“ von Titus Müller, dieser Mann kann einfach erzählen! Mit großer erzählerischer Kraft bringt er dem Leser den harten Alltag der armen Flussschiffer nahe. Man spürt regelrecht die Anforderungen an die dort lebenden Menschen und man hört die Musik, die einen verzaubert. Mich rührt dieses Lied immer wieder zu Tränen, nicht, weil es so traurig ist, sondern einfach, weil es so unglaublich schön ist. „Stille Nacht“ - ein großartiges Lesevergnügen einer kleinen Erzählung. Eine Geschichte, die verzaubert, eine Geschichte, die glücklich macht.

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