Störfall

Nachrichten eines Tages

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Im Frühling 1986, auf dem mecklenburgischen Land, sind die Blüten an den Kirschbäumen förmlich explodiert – aber das Wort vom Explodieren wagt man nicht einmal mehr zu denken, seit die Nachricht sich verbreitet: Im Kernreaktor von Tschernobyl hat eine Explosion stattgefunden. Und während die Erzählerin den stündlichen Warnungen im Radio lauscht, muß sich ihr Bruder einer riskanten Gehirnoperation unterziehen.
Zwei Störfälle, eine kollektive und eine individuelle Katastrophe, an einem Tag: Christa Wolfs Erzählung schildert den Einbruch des Unfaßbaren in das menschliche Leben, entfesselte Kräfte, über die wir keine Kontrolle mehr haben.
Portrait

Christa Wolf, geboren 1929 in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski), lebte in Berlin und Woserin, Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Georg-Büchner-Preis, dem Thomas Mann Preis und dem Uwe-Johnson-Preis, ausgezeichnet. Sie verstarb am 1. Dezember 2011 in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 130
Erscheinungsdatum 09.03.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46079-5
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,9/11/1 cm
Gewicht 98 g
Auflage 3
Verkaufsrang 74.520
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Stimmt nachdenklich
von Verena Gwosdz aus Offenbach am 19.04.2010

Auf einzigartige Weise verwebt Christa Wolf in "Störfall" zwei Erzählstränge miteinander. Die Erzählerin (zweifellos ein Abbild Wolfs selbst) berichtet von einem Tag, nach dem nichts mehr so sein wird, wie es vorher war. Auf der einen Seite steht der, zwar nicht namentlich erwähnte aber durchaus erkennbare, Reaktorunfall von Tschernobyl.... Auf einzigartige Weise verwebt Christa Wolf in "Störfall" zwei Erzählstränge miteinander. Die Erzählerin (zweifellos ein Abbild Wolfs selbst) berichtet von einem Tag, nach dem nichts mehr so sein wird, wie es vorher war. Auf der einen Seite steht der, zwar nicht namentlich erwähnte aber durchaus erkennbare, Reaktorunfall von Tschernobyl. Auf der anderen Seite die schwere Gehirnoperation ihres Bruders. Die Gedankengänge der Erzählerin schweifen mal zu dem einen, mal zu dem anderen Thema dieses Tages und zu den Fragen nach der Macht des Menschen über das Leben, über die Technik. Mit nur einem Fehler können ganze Landstriche bedroht/vernichtet werden (Tschernobyl) oder ein einziges Menschenleben erlöschen (Operation des Bruders). Absolut beeindruckend!